Leserartikel UGREEN Maxidok 10-in-1 Thunderbolt 5 im Praxiseindruck: Hochwertiges Dock für den Alltag, aber mit Gigabit-Grenze

Azghul0815

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Hallo zusammen,

ich habe mir die UGREEN Maxidok 10-in-1 Thunderbolt 5 Dockingstation angeschaut. Der Fokus liegt hier bewusst nicht auf einem kompletten Labor-Test mit Thunderbolt-5-Maximalwerten, sondern auf meinem normalen Alltag mit MacBook, Windows-Laptop, Monitor, LAN und Peripherie.

Kurz gesagt: Die Dockingstation macht bisher genau das, was sie soll. Sie wirkt hochwertig, läuft bei mir stabil und ist im Alltag angenehm unauffällig. Ein paar Punkte fehlen mir aber trotzdem, vor allem ein schnellerer Netzwerkanschluss.

Wichtig vorab: Für mich geht es hier weniger um die Frage, ob man Thunderbolt 5 im Alltag zwingend braucht. In meinem Setup ist eher die Usability entscheidend. Also: Kabel rein, Monitor da, LAN da, Strom da, Peripherie da und kein Gefummel.

Disclaimer / Transparenz

Die Dockingstation wurde mir von UGREEN für diesen Test zur Verfügung gestellt. Vorgaben zum Inhalt gab es keine. Die Eindrücke und Bewertungen sind meine eigenen.

Ich habe keine schnelle Thunderbolt-5-SSD, keine schnelle USB-SSD und auch keine schnelle UHS-II-SD-Karte für belastbare Maximalwerte. Der Artikel ist daher eher ein Praxis- und Alltagseindruck als ein vollständiger Benchmark aller Schnittstellen.

Weitere Tests und Kontext

Nur der Vollständigkeit halber: Auf ComputerBase gibt es bereits einen weiteren Test von @AlanK, der sich die UGREEN Maxidok 10-in-1 und 17-in-1 ebenfalls angeschaut hat.

ComputerBase Forum: Test von @AlanK zur UGREEN Maxidok 10-in-1 und 17-in-1

ComputerBase hatte die Maxidok-Reihe zudem bereits in einer Anzeige vorgestellt. Das ist keine redaktionelle Kaufempfehlung, aber als technische Einordnung der Modellreihe trotzdem hilfreich.

ComputerBase Anzeige: UGREEN Revodok Maxidok Thunderbolt-5-Dockingstationen

Inhalt

  • Einordnung
  • Unboxing und Lieferumfang
  • Verarbeitung und erster Eindruck
  • Anschlüsse
  • Testsystem
  • Alltag mit MacBook und Windows-Laptop
  • Monitorbetrieb
  • Ladeleistung
  • Netzwerk
  • USB, SD und microSD
  • Das feste Thunderbolt-Host-Kabel
  • Preis und Alternativen
  • Einschränkungen
  • Fazit

1. Einordnung

Die UGREEN Maxidok 10-in-1 ist eine kompakte Thunderbolt-5-Dockingstation für den Schreibtisch. Sie soll Notebook, Monitor, Netzwerk, Stromversorgung und Peripherie über ein Kabel zusammenführen.

Wichtig ist dabei: Es handelt sich hier um das 10-in-1-Modell, nicht um die grössere 17-in-1-Variante.

Das heisst konkret:

  • kein M.2-/NVMe-Slot
  • kein 2,5-Gbit-LAN
  • kein HDMI
  • kein klassischer Audioanschluss
  • Gigabit-Ethernet statt 2,5 GbE
  • kompaktere Ausstattung, dafür auch weniger Kabel- und Port-Chaos

Laut UGREEN bietet das Dock Thunderbolt 5, DisplayPort 2.1, zwei Thunderbolt-5-Downstream-Ports, drei USB-A-Ports mit 10 Gbit/s, SD- und microSD-Kartenleser, Gigabit-Ethernet sowie ein 140-Watt-Netzteil mit bis zu 100 Watt Ladeleistung für das angeschlossene Notebook.

Quelle:
UGREEN Produktseite zur Maxidok 10-in-1 Thunderbolt 5

2. Unboxing und Lieferumfang

Der erste Eindruck beim Auspacken war direkt positiv. Die Dockingstation ist sauber verpackt, ohne unnötig kompliziertes Verpackungskonzept. Nach dem Öffnen liegt das Dock geschützt im Karton, das Zubehör ist separat untergebracht.

Im Lieferumfang waren bei mir:

  • UGREEN Maxidok 10-in-1 Thunderbolt 5 Dockingstation
  • UGREEN Netzteil mit maximal 140 Watt
  • drei Stromkabel für unterschiedliche Märkte
  • ein Kabel für den europäischen Markt
  • ein Kabel für den britischen Markt
  • ein Kabel für den US-Markt
  • gedruckte Kurzanleitung

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Das EU-Kabel ist kein klassischer Schuko-Stecker. Das ist kein grosses Drama, fiel mir beim Auspacken aber direkt auf.

Das Netzteil selbst ist aus Kunststoff und wirkt funktional. Die Dockingstation selbst wirkt dagegen deutlich hochwertiger. Das ist kein Problem, aber der Unterschied zwischen Dock und Netzteil ist sichtbar.

3. Verarbeitung und erster Eindruck

Die Dockingstation selbst gefällt mir ziemlich gut. Das Gehäuse wirkt wie Aluminium beziehungsweise Metall und fühlt sich entsprechend hochwertig an. Sie hat genug Gewicht, um sauber auf dem Tisch zu stehen, ohne bei jeder Kabelbewegung direkt wegzurutschen.

Die Verarbeitung wirkt sauber. Mir sind beim Auspacken keine auffälligen Spaltmasse, scharfen Kanten oder sonstige Verarbeitungsprobleme aufgefallen.

Das Dock fühlt sich eher wie eine kleine Desktop-Dockingstation an und nicht wie ein einfacher Adapter. Genau das erwarte ich in der Klasse aber auch.

4. Anschlüsse

Die Anschlüsse sind grundsätzlich sinnvoll verteilt.

An der Front sitzen:

  • 3x USB-A mit laut Hersteller bis zu 10 Gbit/s
  • SD-Kartenleser
  • microSD-/TF-Kartenleser
  • Powerbutton

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Auf der Rückseite sitzen:

  • fest integriertes Thunderbolt-5-Host-Kabel
  • 2x Thunderbolt-5-Downstream-Port im USB-C-Format
  • DisplayPort 2.1
  • Gigabit-Ethernet
  • Stromanschluss

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Die Frontanschlüsse sind im Alltag praktisch. USB-Stick, Dongle, Kartenleser-Nutzung oder sonstige Kleinigkeiten sind schnell erreichbar. Die dauerhaft angeschlossenen Sachen wie Monitor, LAN und Strom hängen hinten.

5. Testsystem

Ich habe die Dockingstation in zwei Szenarien genutzt.

Zum einen gab es einen kurzen DisplayPort-Test mit meinem privaten MacBook Pro M5 und einem Dell S2716DG. Zum anderen lief der längere Alltagstest an einem HP E273q aus meinem vorhandenen Arbeitsplatz-Setup. Wichtig: Das war kein Test mit drei Monitoren direkt am Dock. Der HP E273q ist Teil meines bestehenden 3-Monitor-Setups und wurde für den längeren Alltagstest genutzt.

Mein Testaufbau:

  • Dockingstation: UGREEN Maxidok 10-in-1 Thunderbolt 5
  • Privates Notebook: MacBook Pro M5
  • Business-Notebook: Windows-Laptop
  • Kurztest Monitor: Dell S2716DG
  • Kurztest Auflösung: 2.560 × 1.440 Pixel
  • Kurztest Bildfrequenz: 144 Hz
  • Alltagstest Monitor: HP E273q aus meinem vorhandenen 3-Monitor-Setup
  • Netzwerk: Gigabit-Ethernet über das Dock
  • Ladeleistung MacBook: nahezu 100 Watt

Der Dell S2716DG wurde genutzt, um WQHD mit 144 Hz über DisplayPort zu prüfen. Der längere Alltagstest lief dagegen am HP E273q, also an einem klassischen Office-Monitor aus meinem bestehenden Setup.

Quelle zum Dell:
Dell S2716DG, 2.560 × 1.440 und 144 Hz

6. Alltag mit MacBook und Windows-Laptop

Ich habe das Dock inzwischen etwas im Alltag im Einsatz und bin grundsätzlich zufrieden.

Für mich ist dabei vor allem der Wechsel zwischen privatem MacBook Pro und Business-Windows-Laptop interessant. Genau solche Wechsel sind bei Dockingstationen gerne mal nervig. Mal kommt der Monitor nicht sauber zurück, mal spinnt LAN, mal werden USB-Geräte neu sortiert oder man steckt mehrfach an und ab, bis alles wieder läuft.

Das hatte ich bisher nicht.

Im bisherigen Einsatz hatte ich keine Verbindungsprobleme. Monitor, LAN, Stromversorgung und Peripherie wurden sauber erkannt. Auch der Wechsel zwischen MacBook und Windows-Laptop funktioniert unauffällig.

Das klingt banal, ist für mich aber genau der Punkt bei einer Dockingstation. Ich möchte das Kabel einstecken und dann arbeiten, nicht jedes Mal ein kleines Debugging starten.

7. Monitorbetrieb

Ich habe zwei unterschiedliche Display-Szenarien genutzt.

Der Dell S2716DG lief im Kurztest über DisplayPort mit 2.560 × 1.440 Pixeln und 144 Hz. Das funktionierte sauber. Auch nach einem Neustart wurde der Monitor wieder erkannt.

Der längere Alltagstest fand am HP E273q statt. Das ist kein besonders exotischer Monitor, sondern eher ein klassischer Office-Monitor. Für meinen Alltag ist das trotzdem relevant, weil genau solche Setups am Schreibtisch am häufigsten vorkommen.

Wichtig zur Einordnung: Der HP E273q ist Teil meines vorhandenen 3-Monitor-Setups. Ich habe damit nicht geprüft, ob die Dockingstation drei Monitore gleichzeitig versorgen kann.

Getestet wurde also:

  • WQHD über DisplayPort
  • 144 Hz am Dell S2716DG im Kurztest
  • Alltagstest am HP E273q aus meinem bestehenden Arbeitsplatz-Setup
  • Neustart mit angeschlossenem Dock
  • erneute Monitorerkennung nach Reboot
  • Wechsel zwischen MacBook und Windows-Laptop

Nicht getestet wurden:

  • 4K mit hoher Bildfrequenz
  • Dual-6K unter macOS
  • Dual-8K unter Windows
  • Multi-Monitor-Setups mit mehreren hochauflösenden Displays über das Dock

UGREEN bewirbt die Dockingstation zwar mit Dual-8K unter Windows beziehungsweise Dual-6K unter macOS. Das kann ich mit meinem vorhandenen Monitor-Setup aber nicht sinnvoll prüfen.

8. Ladeleistung

Das MacBook Pro M5 lädt über das Dock mit nahezu 100 Watt.

Damit ersetzt die Dockingstation im Alltag bei mir das separate MacBook-Netzteil. Ein Kabel reicht dann für Monitor, Netzwerk, Strom und Peripherie. Genau dafür kauft man so ein Dock am Ende.

UGREEN gibt für das 10-in-1-Modell bis zu 100 Watt Ladeleistung zum Notebook an. Das passt zu meiner Beobachtung.

9. Netzwerk

Der LAN-Port ist beim 10-in-1-Modell auf Gigabit-Ethernet beschränkt.

Die gute Nachricht: Gigabit kommt bei mir an. Der Port arbeitet also so, wie er soll. Ich hatte auch hier bisher keine Abbrüche oder Auffälligkeiten.

Die weniger gute Nachricht: Es bleibt halt Gigabit.

Für normalen Alltag ist das völlig okay:

  • Internet
  • Office
  • Teams
  • Browser
  • normale Dateiablage
  • Peripherie am Arbeitsplatz

Wenn man aber ein NAS, Mini-PCs oder ein Homelab mit 2,5-GbE oder schneller nutzt, ist Gigabit einfach nicht mehr besonders spannend. Da hätte ich bei einem Thunderbolt-5-Dock gerne 2,5 GbE gesehen.

Das ist für mich auch einer der grössten Kritikpunkte am 10-in-1-Modell. Nicht, weil der Port schlecht wäre. Er liefert ja, was versprochen wird. Aber die Ausstattung wirkt an dieser Stelle etwas konservativ.

Interessant ist, dass @AlanK in seinem Test im ComputerBase-Forum beim 10-in-1 im Grunde einen ähnlichen Punkt anspricht. Der Betrieb war auch dort unkompliziert, der 1-Gbit-LAN-Port bleibt aber ein Kritikpunkt.

10. USB, SD und microSD

Die drei USB-A-Ports an der Front sind für den Alltag praktisch. Ich habe aber keine schnelle USB-SSD hier, mit der ich die 10 Gbit/s sinnvoll ausreizen könnte.

Gleiches gilt für SD und microSD. Ich habe keine schnelle UHS-II-Karte, mit der ich die Maximalwerte des Kartenlesers belastbar prüfen könnte.

Deshalb ganz klar:

  • USB wurde funktional geprüft
  • SD und microSD wurden funktional geprüft
  • Maximalwerte wurden nicht seriös vermessen

Ich könnte natürlich irgendeinen USB-Stick oder eine langsame Karte messen, aber das wäre am Ende eher ein Test des Speichermediums und nicht der Dockingstation. Darauf habe ich verzichtet.

11. Das feste Thunderbolt-Host-Kabel

Das Host-Kabel ist fest mit der Dockingstation verbunden.

Ich sehe das zweigeteilt.

Auf der positiven Seite ist das bei Thunderbolt 5 durchaus nachvollziehbar. Kabelqualität, Länge und Signalintegrität sind bei hohen Datenraten nicht egal. Ein fest integriertes Kabel reduziert die Chance, dass man irgendein ungeeignetes Kabel nutzt und sich dann über Probleme wundert.

Auf der negativen Seite nimmt es Flexibilität weg. Wenn das Kabel defekt ist, kann man es nicht einfach tauschen. Und wenn man ein längeres oder kürzeres Kabel möchte, geht das ebenfalls nicht.

In meinem Aufbau reicht die Kabellänge. Ich denke auch, dass sie für die meisten normalen Schreibtisch-Setups passt. Wer das Notebook aber weiter entfernt vom Dock platzieren möchte, sollte diesen Punkt vor dem Kauf im Kopf behalten.

12. Preis und Alternativen

Der Preis ist aus meiner Sicht grundsätzlich okay, wenn man eine hochwertige, kompakte Thunderbolt-5-Lösung sucht und genau diese Bauform mit guter Verarbeitung möchte.

Aber: Man muss schon ehrlich sagen, dass es günstiger geht, vor allem wenn man Thunderbolt 5 nicht braucht.

ComputerBase nennt in der Anzeige zur Maxidok-Reihe für das 10-in-1-Modell eine UVP von 299,99 Euro und einen Startrabatt auf 239,99 Euro. Damit ist das Dock nicht absurd teuer, aber eben auch kein günstiger USB-C-Hub.

Als günstigere Alternative ohne Thunderbolt 5 kann man sich zum Beispiel die Thunderbolt-4-Dockingstation von Digitec anschauen. Die bietet 13 Anschlüsse, zwei DisplayPort-Ausgänge, HDMI, mehrere USB-A- und USB-C-Ports mit bis zu 10 Gbit/s, SD- und TF-Kartenleser, Audio und sogar 2,5-Gbit-LAN. Zum Verkaufsstart lag sie bei 149 Franken.

Digitec Thunderbolt-4-Dockingstation als günstigere Alternative

Das ist natürlich nicht 1:1 dasselbe Produkt und auch keine Thunderbolt-5-Lösung. Aber genau das ist der Punkt: Wenn man einfach nur ein gutes Dock für Office, mehrere Anschlüsse, Monitor, LAN und Laden sucht, muss es nicht zwingend Thunderbolt 5 sein.

Eine hochwertige Premium-Alternative wäre die CalDigit TS4. Die ist allerdings nicht günstiger, sondern eher die etablierte Thunderbolt-4-Oberklasse. Dafür bekommt man 18 Ports, 98 Watt Ladeleistung, 2,5-Gbit-LAN und eine sehr breite Anschlussausstattung.

CalDigit TS4 als hochwertige Thunderbolt-4-Alternative

Für mich ist die Einordnung daher relativ simpel:

  • Wer Thunderbolt 5 bewusst haben möchte und eine kompakte, hochwertige Dockingstation sucht, ist bei der UGREEN Maxidok 10-in-1 grundsätzlich richtig.
  • Wer nur einen stabilen Arbeitsplatz mit Monitor, LAN, USB und Laden braucht, sollte auch gute Thunderbolt-4-Docks anschauen.
  • Wer 2,5-Gbit-LAN oder deutlich mehr Anschlüsse braucht, sollte nicht zur 10-in-1 greifen.

13. Einschränkungen

Ein paar Punkte konnte ich mit meinem Setup nicht sinnvoll prüfen:

  • keine Thunderbolt-5-Maximalwerte
  • keine schnelle externe TB5-SSD
  • keine schnelle USB-SSD
  • keine UHS-II-SD-Karte
  • kein 4K-/6K-/8K-Display
  • kein Vergleich mit einem älteren Dock
  • kein Langzeit-Labortest unter Dauerlast

Ein paar Anschlüsse fehlen mir persönlich ebenfalls. Vor allem 2,5-Gbit-Ethernet hätte ich bei einem Thunderbolt-5-Dock gerne gesehen. HDMI wäre je nach Setup praktisch, ist für mich aber kein Pflichtpunkt. Ein Audioanschluss wäre nice to have, in Zeiten von USB-Headsets aber für mich kein KO-Kriterium.

Einen NVMe-Slot gibt es beim 10-in-1-Modell nicht. Das ist kein Fehler meines Samples, sondern schlicht nicht Teil dieser Variante.

14. Positiv und negativ

Positiv


  • sehr hochwertiger Ersteindruck
  • Metallgehäuse, vermutlich Aluminium
  • saubere Verarbeitung
  • steht stabil auf dem Schreibtisch
  • 140-Watt-Netzteil im Lieferumfang
  • drei Stromkabel für verschiedene Märkte
  • MacBook lädt mit nahezu 100 Watt
  • Dell S2716DG läuft im Kurztest mit WQHD und 144 Hz
  • Alltagstest am HP E273q aus meinem bestehenden Setup ohne Auffälligkeiten
  • Monitor wird auch nach Neustart wieder erkannt
  • Gigabit-LAN erreicht die erwartete Geschwindigkeit
  • keine Verbindungsprobleme im bisherigen Alltag
  • Wechsel zwischen MacBook und Windows-Laptop funktioniert unauffällig
  • Frontanschlüsse sind praktisch platziert

Neutral bis kritisch

  • nur Gigabit-Ethernet
  • kein 2,5-Gbit-LAN
  • kein integrierter NVMe-Slot
  • kein HDMI
  • kein klassischer Audioanschluss, für mich aber kein KO-Kriterium
  • festes Host-Kabel nicht austauschbar
  • theoretische TB5-Leistung ohne passende Hardware nicht geprüft
  • für reine Office-Setups gibt es günstigere Thunderbolt-4-Alternativen
  • Netzteil wirkt weniger hochwertig als das Dock selbst

15. Fazit

Die UGREEN Maxidok 10-in-1 Thunderbolt 5 ist für mich bisher eine sehr ordentliche kleine Dockingstation.

Die Verarbeitung gefällt mir gut, das Gehäuse wirkt hochwertig und im Alltag macht das Dock bisher keine Probleme. Ich nutze es regelmässig mit meinem privaten MacBook Pro und einem Business-Windows-Laptop. Der Wechsel zwischen den Geräten klappt, der Dell S2716DG lief im Kurztest mit WQHD und 144 Hz, der längere Alltagstest am HP E273q aus meinem bestehenden Setup blieb ebenfalls unauffällig. Gigabit-LAN kommt an und das MacBook lädt mit nahezu 100 Watt.

Mehr erwarte ich im normalen Arbeitsalltag erst einmal nicht.

Die Grenzen liegen eher bei der Ausstattung. Mir fehlt vor allem 2,5-Gbit-Ethernet. Bei einem Thunderbolt-5-Dock wirkt Gigabit-LAN etwas konservativ. Auch HDMI oder ein NVMe-Slot sind nicht vorhanden. Audio wäre nett, ist für mich mit USB-Headset aber kein entscheidender Punkt.

Der Preis ist für die gebotene Verarbeitung und die saubere Alltagstauglichkeit aus meiner Sicht okay. Man bezahlt hier aber eben auch für Thunderbolt 5. Wer Thunderbolt 5 nicht braucht, findet mit guten Thunderbolt-4-Docks teils günstigere oder besser ausgestattete Alternativen, vor allem wenn 2,5-Gbit-LAN wichtiger ist als die theoretische TB5-Bandbreite.

Wer eine kleine, gut verarbeitete und bisher stabile Dockingstation für den Standardalltag sucht, kann sich die Maxidok 10-in-1 aus meiner Sicht anschauen.

Wer dagegen ein Dock als zentrale Lösung für schnelles NAS, mehrere hochauflösende Monitore, integrierten Speicher oder mehr Anschlussvielfalt sucht, sollte eher zur grösseren Dockinglösung oder zu einer gut ausgestatteten Thunderbolt-4-Alternative greifen.

Für meinen aktuellen Alltag passt sie aber ziemlich gut.
 
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