Umbau von vorhandenen Boxen

Reglohln

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Hallo,

ich komme einfach gleich zur Sache, da ich auch im Netz nicht wirklich was zum Thema gefunden habe.

Also, ich habe hier noch ein Paar Standlautsprecher Eltax Concept 200 rumstehen und wollte irgendwann auf 2.1 aufrüsten, bevor ich fernerer Zukunft evtl. mal auf 5.1 gehe (wobei ich aktuell auch mit Stereo zufrieden bin). Die Aufrüstung auf 2.1 oder 5.1 ist aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht spruchreif, aber ich mache ich hier und da trotzdem schonmal schlau, was möglich ist.

Nun bin ich auf die Idee gekommen, die Lautsprecher meiner Eltax "einfach" zu ersetzen, weil ja auch hier im Forum des Öfteren mal von Selbstbau die Rede ist.

Frage: Kann man diese Möglichkeit in Betracht ziehen, oder sind die Selbstbau-Anleitungen immer auf bestimmte Lautsprecher zugeschnitten und meine Boxen eignen sich garnicht für andere Lautsprecher?

Genutzt werden die Boxen hauptsächlich für "normales" TV, aber hier und da auch mal Filme. Musik wird ebenfalls quer Beet gehört, aber das eher selten.

Für Musik eignen sich Standlautsprecher sicher besser, da sie auch ohne Sub etwas tiefer gehen, als Kompakt-LS, oder wie ist das? Bringt es denn überhaupt was, Stand-LS mit einem zusätzlichen Sub für Filme zu kombinieren?

Wäre für Infos dankbar.
 
Ich verstehe nicht ganz.. wieso möchtest Du die Chassis deiner Lautsprecher ersetzen? Wie auch immer: Es wird dabei nichts Gutes herauskommen, da die TSP (Thiele-Small-Parameters, die technischen Werte des Chassis) unterschiedlich sind und sowohl die Box (speziell bei Bassreflex und Bandpass) als auch die Frequenzweiche an das verbaute Chassis angepasst sind.

Selbstbauanleitungen beinhalten immer ein spezielles Gehäuse und spezielle Chassis.

Bei Filmen und Spielen ist ein Sub unumgänglich, da er über den LFE-Kanal separate Informationen bekommt. Er übernimmt den Tiefbassbereich, der von Frontlautsprecher üblicherweise nicht wiedergegeben wird. Es gibt (wie immer) Ausnahmen, aber die sind selten.

EDIT: Ach so, Du möchtest die Gehäuse komplett neu bestücken? Das funktioniert theoretisch, aber da es sich augenscheinlich um 2 1/2-Weg Bassreflex-Gehäuse handelt, wird es schwierig und aufwändig werden, einen passenden Bausatz zu finden, sollte es überhaupt einen geben. Selbstberechnung wird noch viel aufwändiger.
 
Zuletzt bearbeitet:
prinzipiell ist alles möglich...

erstmal musst du natürlich einen Bausatz finden, der einerseits auf deinen Geschmack passt und dann auch noch in das vorhandene Gehäuse.
Einige Umbauarbeiten werden da garantiert fällig werden und es stellt sich halt die Frage: ab wann lohnt sich nicht doch ein kompletter Neubau?!?

Dazu kommen dann die üblichen Fragen:
was versprichst du dir von einem Umbau, bzw. was stört dich jetzt?
was ist dir die Sache denn Wert?

Natürlich kann man 2 Stereo LS noch mit einem Subwoofer "nach unten etwas abrunden", das habe ich jahrelang mit zwei etwas zierlicheren AudioPhysic Tempo3i (naja, 1m hoch sind die Dinger auch) und einem Luna gemacht.
Entgegen der laienhaften Behauptung die man immer wieder hört: ein Sub am Hochpegel Ausgang von einem Stereo-Verstärker macht keinen Sinn, empfielt AudioPhysic explizit diese Anschlussart!
 
Ein Umbau der Eltax-Lautsprecher wird nicht so einfach möglich sein. Für die Entwicklung eigener Lautsprecher würdest Du zum Beispiel die TSP´s der Chassis benötigen. Ansonsten müsstest Du das Volumen der Eltax beibehalten, was so ziemlich auf einen baugleichen Lautsprecher hinauslaufen würde.

Dann mag ich Dir noch nahelegen, d. sich der Aufwand bei den Eltax wohl kaum lohnt. Über diesen Lautsprecher gibt es nicht wirklich gute Kritiken, was bei diesem Hersteller bzw, die entsprechenden Preise kaum verwundert.

Ergänzend empfehle ich Dir hierzu, beim Selbstbau Dich vll. erst einmal an einem "Fertigbausatz" zu versuchen. Da gibt es schon ganz nette und auch günstige Sets.

"Für Musik eignen sich Standlautsprecher sicher besser, da sie auch ohne Sub etwas tiefer gehen, als Kompakt-LS, oder wie ist das? Bringt es denn überhaupt was, Stand-LS mit einem zusätzlichen Sub für Filme zu kombinieren?"

Viele Standlautsprecher profitieren von einer "Erweiterung" im Tiefbassbereich. Egal ob bei Musik oder Film. Das hängt jedoch auch vom Lautsprecher und Deinem Hörempfinden ab. Ich persönlich mag da nicht mehr ohne...
 
Für einen Subwoofer reicht es nicht, aber für den Austausch der Chassis schon, verstehe ich irgendwie nicht.
Gibt es irgendwo was geschenkt.
Was glaubst Du denn, was halbwegs brauchbare Chassis + Elektronik kosten.

Kauf Dir einen gebrauchten Sub, Canton AS 25 SC oder ahnliches, fertig.
 
OK - also ich lese heraus, dass es aufgrund der techn. Werte des Gehäuses durchaus sinnlos ist, einfach "gute" Lautsprecher einzubauen, ohne die Gegebenheiten des Gehäuses zu ändern. Dann kann man natürlich gleich komplett neu bauen/kaufen.

Was mich aktuell stört? Klanglich eigentlich nicht viel, was aber eher daran liegen dürfte, dass ich noch nie wirklich gute Boxen gehört habe (zumindest nicht aktiv zugehört). Was mich aber stört, sind die durch meine Kinder eingedrückten Kalotten :(

Das Problem mit kompletten Selbstbau ist halt, dass ich nicht wirklich den Platz und das Equipment besitze. Sicher wäre es machbar, aber dann werde ich wohl irgendwann einfach komplett neu kaufen und mich mit dem Einsteigersegment begnügen. Ist ja nicht so, dass ich DEN perfekten Sound will/brauche. Dazu schaue ich einfach zu wenig fern.

@Uwe F.: Wo hab ich geschrieben, dass es für einen Subwoofer nicht reicht? Ich will einfach den Weg gehen, dass ich nach und nach aufstocke, also mit 2.0 anfange und dann Sub und später die Rears zukaufe. Gebraucht ginge natürlich auch, aber da will ich auch die Optik nicht außer Acht lassen. Es muss also auch zum Rest der Einrichtung passen (das passt zwar aktuell auch nicht, aber die Boxen habe ich nunmal schon da. Erbstück ^^).

Dann danke ich für eure Tipps und Hinweise :)
 
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Im Prinzip brauchst Du großartig kein Equipment.
Außer vielleicht eine Oberfräse, die kann man sich aber bestimmt im Freundeskreis leihen oder zur Not kann man sich beim Schreiner die Schallwand fräsen lassen. Ist halt immer eine Frage des Budgets.
Was den Platz angeht kann man bestimmt auch im Freundeskreis mal 2-3 Tage mal einen Keller oder eine Garage mißbrauchen.
Selbstbau ist eigentlich garnicht schwierig. Bevor Du das Thema zu den Akten legst, solltest Du vielleicht hier mal ein bißchen lesen:
http://www.lautsprecherbau.de/Ratgeber-Werkstattpraxis/8581,de
Bei Weichenbau hilft Dir Udo bestimmt bzw, baut sie für Dich.

Je nach Budget kannste auch die Lautsprecher komplett bei Schreiner machen lassen. Selbst mit der Variante wirste Du immer noch besser/günstiger wegkommen gegenüber Fertigboxen. Zumindest wenn Du Dich um Dein Oberflächenfinish selber kümmerst. Lackieren ist immer teuer.

Was hast Du denn für einen AVR?
 
Reglohln schrieb:
...Was mich aktuell stört? Klanglich eigentlich nicht viel, was aber eher daran liegen dürfte, dass ich noch nie wirklich gute Boxen gehört habe (zumindest nicht aktiv zugehört). Was mich aber stört, sind die durch meine Kinder eingedrückten Kalotten ...

Bau die Kalotten aus, nehm einen Staubsauger und "zieh" Dir die Druckstellen raus.
 
Klar ist Selbstbau immer möglich und ich würde mich jetzt auch nicht als kompletten Deletanten bezeichnen, der damit garnicht klarkommen würde.

Aber wie ich bereits ansprach, habe ich Kinder, die gerade im "kritischen" alter von knapp 4 Jahren sind und mit Job bleibt auch nicht viel Freizeit, sodass der Faktor Zeit eine nicht zu verachtende Rolle spielt.

Ich werde mir das natürlich weiter angucken. Ist ja nicht so, dass ich darüber noch nicht nachgedacht hätte und schön, wenn du mir es nochmal ans Herz legst :)

Hehe - Oberflächenfetisch? :D Ich bezweifle, dass sich jeder irgendwas in die Wohnung stellt (vorallem, wenn es gut Geld kostet), was absolut nicht passt. Vom Design her finde ich die Magnat Vector 200-Serie in Mocca sehr chic. So in die Richtung sollte es halt gehen und da sieht es mit Selbstbau schon recht schwierig aus, denke ich.

Als AVR nutze ich einen Yamaha RX-V500. Sicher auch nicht das Wahre, aber hey - ich kann hören, was ich sehe ^^.
Ergänzung ()

FooFighter schrieb:
Bau die Kalotten aus, nehm einen Staubsauger und "zieh" Dir die Druckstellen raus.

Was zählt eig alles zu Kalotte? Es sind teilweise die Hochtöner und auch die Mittlel- und Tieftöner betroffen (je nach Box). Ist das "Runde in der Mitte" auch bei Mittel- und Tieftönern die Kalotte, oder wie bezeichnet man das?

Und danke für den Tipp mit dem Staubsauger. Das könnte echt klappen :)
 
Vom Design her finde ich die Magnat Vector 200-Serie in Mocca sehr chic. So in die Richtung sollte es halt gehen und da sieht es mit Selbstbau schon recht schwierig aus, denke ich.
Das lässt sich sicherlich mit Funier realisieren und dürfte auch deutlich billiger werde als lackieren, wenn es sich nicht gerade um ein teures Echtholzfunier handelt.

Als AVR nutze ich einen Yamaha RX-V500
Einen 500er scheint es nicht zu geben. Du meinst bestimmt einen RX-V1500. Sollte es dieser sein, ist das doch schon mal ne solide Grundlage, zwar nicht die neuste Technik, aber reicht allemal.
 
Reglohln schrieb:
Was mich aber stört, sind die durch meine Kinder eingedrückten Kalotten :(

Das Problem mit kompletten Selbstbau ist halt, dass ich nicht wirklich den Platz und das Equipment besitze. Sicher wäre es machbar, aber dann werde ich wohl irgendwann einfach komplett neu kaufen und mich mit dem Einsteigersegment begnügen. Ist ja nicht so, dass ich DEN perfekten Sound will/brauche. Dazu schaue ich einfach zu wenig fern.

@Uwe F.:Gebraucht ginge natürlich auch, aber da will ich auch die Optik nicht außer Acht lassen. Es muss also auch zum Rest der Einrichtung passen.

Ja ja, die Karlotten scheinen Magneten eingebaut zu haben, die die kleinen Finger magisch anziehen.
In Detmold gibt es gerade 2 Eltax Concept 200 für 29 Euro. Schreib ihn doch mal an ob er Dir die Chassis raus schraubt und zuschickt.
s. ebaykleinanzeigen
Oder schau Dich mal nach älteren Canton Lautsprechern um, die haben ein Gitter an der Front.

Ohne ausreichend Tischlerwingen und Oberfräse würde ich mit dem Boxenbau garnicht erst anfangen.

Gebrauchte Subwoofer gibt es auch in div. Größen und Farben.
Über das Aussehen von folierten Gehäusen bei billigen Lautsprechen möchte ich mich nicht weiter auslassen.

Du möchtest mit 2.0 anfangen, ganz ehrlich, stell die Eltax auf die Strasse und kaufe Dir ein paar Lautsprecher die die Bezeichnung auch verdienen.
 
@Slapshot: Sorry, ist ein RX-V550.

@Uwe: Hehe - in noch jüngeren Jahren haben die Zwerge halt leider auch die Abdeckung ständig abgemacht, sodass ich die sogar festgenagelt habe, um noch größere Schäden zu vermeiden.

Dass die Boxen mies sind, weiß ich ja selber. Sie sind wie gesagt ein Erbstück und da ich vorher garkeine externen Boxen besaß, waren sie es wert, eingesetzt zu werden.

Ob ich dafür einen Käufer finde, ist auch noch eine Frage, aber auf die paar Euro kommt es dann auch nicht mehr an.

Aber wir kommen sowieso etwas vom Thema ab :D Die eigentliche Frage ist ja ansich geklärt und ich denke auch, dass ein Selbstbau bei meiner verfügbaren Zeit und Platz/Equipment nicht allzu viel Sinn macht. Vielleicht, wenn die Zwerge ein gewisses Alter erreicht haben.

Und nun werde ich, nachdem dieses Jahr ein NAS + Zubehör angschafft wurde, wohl erstmal sparen und mir in 1 oder 2 Jahren dann 2 Boxen im Einsteigerbereich holen. Wie sieht es denn bei Kompakt-LS mit Musikwiedergabe un unteren Frequenzen aus? Da sind Stand-LS doch sicher "geeigneter" oder? Oder sollte ich dann doch eher gleich mit Kompakt-LS + Sub einsteigen? Musik wird ansich ja nicht soooo häufig gehört. Meist zum Putzen :D Aber mit dem NAS wird sich der Anteil an Musikhören vllt sogar erhöhen. Man weiß ja nie ^^
 
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Och, die Zwingen kann man umgehen, indem man mit Lamellos oder Holzdübeln arbeitet, jeweils parallel verleimt und mit Büchern o.ä. beschwert. Oder aber man nimmt Montagekleber, da ist kein Druck notwendig (dafür später evtl. Holzspachtel, da er leicht aufquellen kann). Oberfräse sollte vorhanden sein, außer man ist ein Meister im Sägen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Boxenbau ohne Zwingen, für mich undenkbar.
Spätestens dann, wenn es ans Furnieren geht, ist man ohne einen Sack voll Zwingen aufgeschmissen.
So viel Bücher kann man garnicht auf die Fläche packen um den entsprechenden Druck zu erzeugen damit man am Ende ein gutes Finish hat.

Oberfräse mit Planfräser :)
Man was hab ich damals Stunde um Stunde mit der Hand geschliffen, und heute, es dauert fast länger die Fräse aus dem Koffer zu nehmen und einzurichten als die Arbeit selbst.
 
So schön und gut man mit einer Fräse auch arbeiten kann, mittlerweile ist auch das überflüssig. Immer mehr Entwickler bieten auch fertig gefrässte Gehäuse bzw. Schallwände an. Da finde ich auch absolut gut. Letztlich gehört eine Fräse nicht unbedingt in eine ungeübte Hand. Ein gebrochener Fräskopf schlägt grössere Wunden als ein taumelndes Geschoss.

Dann gibt´s ja auch Holzveredler, welche speziell Produkte für den Lautsprecherbau anbieten. Wenn ich dann noch daran denke, d. ich eine Fräse eher selten brauche, kann man sich diese Investition durchaus sparen.

Auch bei den Weichen braucht man teils nicht mehr löten. Die bieten einige Entwickler auch fertig an. Und wenn nicht, ist das nachlöten nach Bauplan auch kein Hexenwerk.

Dann braucht man eigentlich nur noch einen brauchbaren Holzzuschnitt im Baumarkt. Da habe ich zuletzt sehr, sehr gute Erfahrungen damit gemacht, den Herren dort zu erklären was man baut. Ein kleiner Obulus für die Kaffeekasse ersparrt auch einiges an Schleiferei ;)
 
Uwe F. schrieb:
Ja ja, die Karlotten scheinen Magneten eingebaut zu haben, die die kleinen Finger magisch anziehen.
In Detmold gibt es gerade 2 Eltax Concept 200 für 29 Euro. Schreib ihn doch mal an ob er Dir die Chassis raus schraubt und zuschickt.

Ich hab auch noch ein Paar von den Teilen rumstehen, für 20,- + Porto kannst Du die Chassis gerne haben...
Ohne Anpassung klingen sie wirklich schlimm, ich war auch schon versucht ein paar Lagen Dämmwolle reinzuwerfen, da das Gehäuse wirklich nackt ist. Wer weiß, vielleicht werden sie damit noch zum Geheimtip... :D
 
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