News Umfrage bei Unternehmen: Halbleiter „Made in Europe“ dürfen kaum mehr kosten

Ganz ehrlich, so ein Auto besteht nicht nur aus Siliziumchips. Wenn da so ein Chip mal 1€ teuerer ist und ich sag mal angenommene 1000 Chips sich in so einem Auto befinden, ist das bei den heutigen Autopreisen von 50000+ echt Portokasse. Sowas würde doch gar nicht auffallen.
 
KainerM schrieb:
man stelle sich vor, weite Teile der Autoindustrie stehen wegen einem Zulieferer still.

Just in Sequence, Global supply usw sind halt "effizienter" bis es kracht.
Und dann gehen wir zur Regierung jammern.
wieso vorstellen, hats doch erst vor kurzem gehabt:
https://www.computerbase.de/news/mobilitaet/knappheit-kurzarbeit-autoindustrie-chip-mangel.75117/

aber unsre regierung arbeitet bereits hart (auf englisch: hardly) an einer lösung:
https://www.der-postillon.com/2025/10/chipmangel.html
 
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Kaufmannsladen schrieb:
Nicht überraschend, dass am Ende immer die Kosten entscheiden.

Bis man dann gewaltig auf die Nase fällt und letztendlich drauf zahlt. Aber das müssen die Entscheider in den Firmen wohl immer erst auf die harte Tour lernen. :D
 
@MaverickM Wenn Firmen auf dir Schnauze fallen wird immer der Ruf nach dem Staat laut
 
Warum soll die Geiz-ist-geil Mentalität bei Firmen anders sein als beim gewöhnlichen Bürger.
Wie schon bei der Überschrift im Ticker zu erwarten ersäuft das Forum wieder in seiner Selbstgerechtigkeit;
und morgen wird dann wieder beim Steuerflüchtling Amazon bestellt.....
 
Shoryuken94 schrieb:
Man braucht ja nicht nur die fertigen Chips, sondern jegliche Infrastruktur und Handelsketten drumherum.
Die gibt es in Dresden mit GloFo schon.
Shoryuken94 schrieb:
Und das Personal.
Gibt es einige sehr gute Unis in Deutschland die Leute der Spitzenklasse ausspucken. Daher gibt es ja auch viele Unternehmen mit Abteilungen und Deutschland bzw Europa.

Was aber fehlt sind die Investitionen weil es wo anders halt ein bisschen billiger ist und man die letzten Cent noch rauspresst.

Risiken werden sich ja schon nicht realisieren. Was soll da auch schon schief gehen?


Risiko eingehen wird halt belohnt. Wenn es gut geht kassiert man Fette Boni und wenn nicht bekommt man noch immer nen guten Arsch voll Geld und zieht halt wo anders hin und zockt wieder....
 
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@guillome : ja, scheinbar. Ich kannte den Begriff nur von Offshore windparks wo Offshore wörtlich zu nehmen ist :)

@Kaufmannsladen : cool, hab ich heute noch was gelernt. Ich kannte den Begriff nicht in dem Kontext. Dann sorry für den Kommentar, war Unwissenheit 🤷🏼‍♂️
 
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EadZ schrieb:
Stimmt! Halbleiter, die in Europa hergestellt würden, bräuchten ja u. a. keine seltenen Erden aus Asien. Damit würde man die Abhängigkeit völlig aufbrechen! :freak:
jop...das wär dann der nächste schritt...hier ne neue mine und verarbeitung aufzubauen bei geringerer konzentration der benötigten materialien und deutlich aufwendigeren umweltauflagen und co...viel erfolg da auf den gleichen preis zu kommen wie das zeug aus china zu kaufen...
 
jabberwalky schrieb:
Die Frage ist, ob die seltenen Erden wirklich so selten sind. Sieht man ja am Lithium, das jetzt, wo man vermehrt danach sucht, immer mehr gefunden wird. Ich denke man sucht dar nicht mehr danach weil das Suchen zu teuer und die Gewinnung zu umweltschädigend ist. Besser andere machen das...
Kann ich Die beantworten: Oft sind sie es nicht aber sie sind oft extrem schmutzig und energieintensiv in der Gewinnung. Daher lässt man es lieber wo anders und beruhigt sein grünes Gewissen...
Ergänzung ()

AwesomSTUFF schrieb:
Lippenbekenntnisse
Allein den Willen dann auch tatsächlich der Vernunft den Vorrang über die Gier zu geben bezweifle ich insbesondere bei Konzernen.
Prove me wrong.

Oder wie sieht es inzwischen mit der pharmazeutischen Grundversorgung aus Eigenproduktion in EU aus 5 Jahre nach der Pandemie? Hat zwar nicht unmittelbar was miteinander zu tun...aber....doch....
Rohstoffe, Grundstoffe, etc. sowie die komplette Chemie- und Pharmaindustrie sind vor allem eines: Energieintensiv und dreckig.

Das passt halt nicht in die Ideologie und vor allem nicht in den Klimawahn. Dank CO2 Steuer und Auflagen wird es also keine derartige Industrie mehr bei uns geben.
 
tm0975 schrieb:
dann kauft das halt ein fähigeres unternehmen auf und der markt wird von low-performern gereinigt. das fehlt leider bei der sozialisierung der risiken komplett...

jtr00 schrieb:
Das ist solch ein inhaltsleeres Totschlagargument ...

Das Beispiel der Blockade durch die Ever Given im Suezkanal dauerte sechs Tage - und legte 12 % des Welthandels lahm. Pro Tag staute sich ein Warenwert von rund 9-10 Milliarden US-Dollar, die indirekten globalen Kosten werden auf über 120 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Rund 8-9 % der deutschen Im- und Exporte passieren den Suezkanal. Als das Nadelöhr blockiert war, fehlten Bauteile, Container, Rohstoffe. Die Effekte waren spürbar bis in Werkshallen und Produktionspläne hinein. Das zeigt, was in klassischen Kalkulationen oft übersehen wird: Die vermeintlich billige Produktion ist nur so günstig, wie die Welt störungsfrei funktioniert.

Wenn ein einziges Schiff genügt, um Milliardenverluste auszulösen, dann sind Transportwege und Lieferketten keine neutralen Kostenstellen - sie sind systemkritische Risiken. In einer ehrllichen Kostenrechnung müssen diese Risiken eingepreist werden: Verspätungen, Treibstoff, Versicherungen, Stillstände, Opportunitätskosten.

Und dann verschiebt sich die Gleichung: Regionale oder europäische Produktion wird nicht teurer, sondern robuster - planbarer, klimafreundlicher, souveräner.

Das Beispiel Suezkanal ist kein Einzelfall. Ähnliche Störungen können jederzeit auftreten: Blockaden im Panama- oder Bosporus-Gebiet, Cyberangriffe auf Hafenlogistik, geopolitische Spannungen, extreme Wetterereignisse.

Alles Faktoren, die globalisierte Lieferketten empfindlicher treffen als lokale.
Am Ende ist Resilienz kein Luxus, sondern betriebswirtschafltiche Vernunft.
Und manchmal beginnt sie dort, wo man die ehrlichen Kosten endlich vollständig mitrechnet.
Die Alternative dazu ist es nicht einzupreisen sondern das Risiko zu akzeptieren. Wenn das Management und die Aktionäre damit ok sind ein n(5)% Risiko dass die Bude hops geht einfach zu akzeptieren dann ist doch alles gut.

Wenn die Gesellschaft oder der Staat oder so dieses 5% Risiko nicht akzeptieren wollen dann sollen sie halt dafür vorsorgen.
 
Baene schrieb:
@MaverickM Wenn Firmen auf dir Schnauze fallen wird immer der Ruf nach dem Staat laut
Wohl kaum die Firmen haben genug von diesem Staat und wandern ab. Auf die Schnauze fallen aktuell wir...

Während andere Staaten Wirtschaftskriege führen um Industrie anzusiedeln machen wir alles um diese loszuwerden!
Ergänzung ()

JanMH schrieb:
Hmmmmm. So geizig sollten die Unternehmen nicht sein. Man könnte ja die europäische Wirtschaft mal unterstützen. Dann kann die heimische Chipproduktion such verlässlich hochfahren.
Die Lieferwege, und die Lieferzeiten würden sich dramatisch verkürzen. Spart Zeit, Geld und CO2.

Aber naja, wenn die anderen Chipunternehmen, aus Gründen, nicht mehr liefern können, oder wollen, dann zahlen die bestimmt auch 50 - 60 Prozent mehr, auch aus Europa, vor allem wenn es die einzige verbliebene Quelle ist.
Es ist kein Wohlfahrtsverein und wenn Europa unattraktiv ist wird da nichts geschehen.

Die Märkte sind auch nicht mehr Europa und immer mehr wandert ab.

CO2 interessiert außerhalb von Europa keine Sau... Der markt regelt es nur Moralisten verstehen es nicht.
Ergänzung ()

Fujiyama schrieb:
Mit dieser Einstellung bleiben wir abhängig vom EU Ausland, letztlich sind diese aber deutlich günstiger.
Letztlich wäre Zwang wohl am besten in Form von Zölle welche nicht EU Halbleiter teuer machen als einheimische.
Selbst wenn wir das tun fehlt es komplett an Know-How, Lieferketten, Vorlierferanten, Fachkräften.

Wir brauchen dazu ganze Cluster und nicht nur ein paar Leuchtturmprojekte.

China baut sich sowas über Jahrzehnte mit hunderten Milliarden auf. Und wir glauben es geht so?
Ergänzung ()

Shoryuken94 schrieb:
Ist doch logisch, wenn der Produktionsstandort eh unattraktiver wird, warum bereit sein, hier höhere Kosten zu zahlen, wenn mann längerfristig auch die produktion verlagern kann?

Das ist für viele deutlich attraktiver. Zumal euopäische Halbleiter ja immer nett klingen, aber wenn der gesamte Wirtschaftskreislauf rund um diesen Industriezweig um Asien und teils Nordamerika liegt, dann wird das nicht so leicht. Man braucht ja nicht nur die fertigen Chips, sondern jegliche Infrastruktur und Handelsketten drumherum. Und das Personal.

Wäre die Attraktivität Europas als Produktionsstandort größer, wäre auch die BEreitschaft zu höheren Preisen für einheimische Vorprodukte größer.
Genau so ist es!
 
phanter schrieb:
Die Alternative dazu ist es nicht einzupreisen sondern das Risiko zu akzeptieren. Wenn das Management und die Aktionäre damit ok sind ein n(5)% Risiko dass die Bude hops geht einfach zu akzeptieren dann ist doch alles gut.

Wenn die Gesellschaft oder der Staat oder so dieses 5% Risiko nicht akzeptieren wollen dann sollen sie halt dafür vorsorgen.

Wie ein Unternehmer, der vom Brückensprung spricht, aber voraussetzt, dass jemand ihn auffängt.
Den Adrenalinkick der Gewinne geniessen – aber am Ende vom Staat aufgefangen werden.
Das ist kein Marktprinzip, sondern ein steuerfinanzierter Fallschirm und der bitte ohne Regulierung und Auflagen.

Wenn Aktionäre und Management die vollen Risiken trügen, bräuchte es keine Kurzarbeit, Staatsgarantien, Notkredite oder „too-big-to-fail“-Rettungen. Das ist keine Marktakzeptanz von Risiken, das ist deren Externalisierung und Sozialisierung der Verluste.

Es ist bemerkenswert, wie oft reine Gier hinter dem Etikett „Marktlogik“ versteckt werden soll.
Wer Risiken externalisiert, ist kein seriöser Kaufmann, sondern jemand, der den Preis gern andere zahlen lässt.
 
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@jtr00 Und da sind wir halt unterschiedlicher Meinung. Das volle Risiko tragen heißt die Möglichkeit zu haben den Laden morgen dicht zu machen.

Kurzarbeit, Staatsgarantien, Notkredite sind alles Mittel um einen Laden der dicht gemacht werden sollte am Leben zu halten. Lasst ihn dicht machen. Anteile auf null, Leute nach Hause, Ende der Geschichte.

"Too-big-to-fail" geht nicht von Investoren aus sondern von der Gesellschaft. Wenn man als Gesellschaft entschiedet der Laden darf nicht dicht gemacht werden dann muss man halt auch die Rechnung zahlen.
 
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Ich kann den ideologischen Standpunkt hier zwar durchaus verstehen, finde es aber massiv zu kurz gedacht, den Unternehmen direkt Gier und Geiz anzudichten; Wenn sie diese 5% Mehrkosten haben, dann haben sie gleichzeitig einen unmittelbaren Wettbewerbsnachteil gegenüber den Unternehmen, die weiter auf Asien setzen. Für die Zukunft "abgesichert" zu sein ist schön und gut, aber Geld muss heute verdient werden, damit man in eben jener Zukunft überhaupt noch existiert und eine Rolle spielt.

Und Risiko ist in eigentlich jeder Kostenbetrachtung eingepreist, die 5%-10% Aufschlag halte ich dabei für ziemlich realistisch, wenn nicht sogar recht großzügig.

Joshua2go schrieb:
Ganz ehrlich, so ein Auto besteht nicht nur aus Siliziumchips. Wenn da so ein Chip mal 1€ teuerer ist und ich sag mal angenommene 1000 Chips sich in so einem Auto befinden, ist das bei den heutigen Autopreisen von 50000+ echt Portokasse. Sowas würde doch gar nicht auffallen.
Der Ankereffekt ist eine irrationale Sache, vor der man sich mental wappnen, anstatt sie gutheißen sollte. Wenn du 1000€ mehr zahlst, dann zahlst du 1000€ mehr, ob das Auto nun 20.000€ oder 50.000€ als Basispreis hat.
 
EadZ schrieb:
Stimmt! Halbleiter, die in Europa hergestellt würden, bräuchten ja u. a. keine seltenen Erden aus Asien. Damit würde man die Abhängigkeit völlig aufbrechen! :freak:
Die sind ja nicht selten, nur dreckig in der Gewinnung. Eigentlich müßten sie dreckige Erden heißen....

Und mit allen made in labels habe ich schon lange meine Probleme. Man muss die lieferkette sehen. Und da Tränen einen die Augen was da so los ist. Oder auch der stoff Kreislauf. Kreislaufwirtschaft. Tolles Schlagwort, nur so richtig ist kaum ein Produkt im Kreislauf.
Es wird so viel hergestellt was nach der Nutzung noch gut ist und zum großen Teil noch mal verwendet werden könnte.
Da guckt man sich mal eine GraKa an mit dem ganzen Hühnerfutter drauf. Alles geht da in die Tonne. Obwohl noch funktioniert. Was macht man damit?
In den Gewinnung prozess der dreckigen Erden mit rein werfen? Oder alles ablöten, testen und wieder verwenden? Das können nur krasse Maschinen leisten.
 
Zuletzt bearbeitet:
phanter schrieb:
@jtr00 Und da sind wir halt unterschiedlicher Meinung. Das volle Risiko tragen heißt die Möglichkeit zu haben den Laden morgen dicht zu machen.

Kurzarbeit, Staatsgarantien, Notkredite sind alles Mittel um einen Laden der dicht gemacht werden sollte am Leben zu halten. Lasst ihn dicht machen. Anteile auf null, Leute nach Hause, Ende der Geschichte.

"Too-big-to-fail" geht nicht von Investoren aus sondern von der Gesellschaft. Wenn man als Gesellschaft entschiedet der Laden darf nicht dicht gemacht werden dann muss man halt auch die Rechnung zahlen.

Wenn „anderer Meinung sein“ bedeutet, dass die Allgemeinheit strukturell für private Fehlentscheidungen haftet - dann wäre ich auch gern mal „anderer Meinung“ … mit jemand anderem, der zahlt.

Denn von „vollem Risiko“ kann keine Rede sein. „Leute nach Hause“ heisst in der Realität: Arbeitslosenhilfe, Qualifizierung, Konjunkturprogramme = Folgekosten für die Allgemeinheit.
Vorher wurden Gewinne maximiert, weil Resilienz-Kosten ignoriert wurden.

„Lass ihn dicht machen“ will konsequent klingen. Ist aber zeitinkonsistent: In kritischen Sektoren (Energie, Logistik, Zahlungsverkehr, Arznei etc.) kann die Gesellschaft den Totalausfall nicht glaubwürdig riskieren. Genau deshalb entstehen Bailouts.

Die Wahl ist also nicht „retten oder sterben“, sondern ex ante internalisieren / regulieren vs. ex post Rettung zahlen.

Wer wirklich Markt will, muss Moral Hazard verhindern: harte Haftung (Equity auf null), Resolutionsregime, Kapital-/Lagerpuffer, Redundanz, Lieferketten-Resilienz, Versicherungen.

Gewinne privat – Risiken auch. So einfach ist solide BWL.
Alles andere ist kein Markt, sondern Subvention.
 
jtr00 schrieb:
Gewinne privat – Risiken auch. So einfach ist solide BWL.
Alles andere ist kein Markt, sondern Subvention.
Dafuer ist doch grade wieder das beste Beispiel ueberhaupt in den Medien: Die Endlagerung unseres Atommuells. Es wird ja grade wieder Deutschland durchkaemmt nach Plaetzen wo man den Proeddel "End"lagern kann. Wenn ichs richtig im Kopf hatte durfte sich der Bundestag vor ein paar Jahren gedanken drueber machen wie man das 1.000.000 Jahre lagern soll. Eine fucking Millionen Jahre.
Die Energieversorger haben dafuer 24 Milliarden Euro in einen Fonds bezahlt, und haben sich damit komplett aus dem Aufwand rausgekauft. Das Geld wird doch vorne und hinten nicht reichen.
 
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jtr00 schrieb:
Wenn „anderer Meinung sein“ bedeutet, dass die Allgemeinheit strukturell für private Fehlentscheidungen haftet - dann wäre ich auch gern mal „anderer Meinung“ … mit jemand anderem, der zahlt.

Denn von „vollem Risiko“ kann keine Rede sein. „Leute nach Hause“ heisst in der Realität: Arbeitslosenhilfe, Qualifizierung, Konjunkturprogramme = Folgekosten für die Allgemeinheit.
Vorher wurden Gewinne maximiert, weil Resilienz-Kosten ignoriert wurden.

„Lass ihn dicht machen“ will konsequent klingen. Ist aber zeitinkonsistent: In kritischen Sektoren (Energie, Logistik, Zahlungsverkehr, Arznei etc.) kann die Gesellschaft den Totalausfall nicht glaubwürdig riskieren. Genau deshalb entstehen Bailouts.

Die Wahl ist also nicht „retten oder sterben“, sondern ex ante internalisieren / regulieren vs. ex post Rettung zahlen.

Wer wirklich Markt will, muss Moral Hazard verhindern: harte Haftung (Equity auf null), Resolutionsregime, Kapital-/Lagerpuffer, Redundanz, Lieferketten-Resilienz, Versicherungen.

Gewinne privat – Risiken auch. So einfach ist solide BWL.
Alles andere ist kein Markt, sondern Subvention.

Deine Lösungen fangen ja schon an Sinn zu machen. Wenn du eine europäische Lieferkette vorschreibst dann kannst du dir auch die Umfrage sparen wie viel Unternehmer bereit wären mehr zu zahlen. Dann haben sie keine Wahl!

Und da bin ich sogar bei dir. Aber dann ist es halt nicht Aufgabe von Unternehmen oder Investoren sich zu überlegen was ihnen eine resiliente Lieferkette Wert ist, sondern von der Politik. Die Umsetzung läuft dann aber natürlich auch effektiv auf eine Subvention hinaus.
 
Matthias B. V. schrieb:
Kann ich Die beantworten: Oft sind sie es nicht aber sie sind oft extrem schmutzig und energieintensiv in der Gewinnung. Daher lässt man es lieber wo anders und beruhigt sein grünes Gewissen...
Ergänzung ()


Rohstoffe, Grundstoffe, etc. sowie die komplette Chemie- und Pharmaindustrie sind vor allem eines: Energieintensiv und dreckig.

Das passt halt nicht in die Ideologie und vor allem nicht in den Klimawahn. Dank CO2 Steuer und Auflagen wird es also keine derartige Industrie mehr bei uns geben.
Naja, man kann durchaus Wirtschaftsbereiche als Systemkritisch definieren und dann entsprechend unterstützen.

Macht man an vielen Stellen und kann man auch bei der Chemie und Chipindustrie machen. Man geht dann aber ganz klar auf Konfrontation mit China und irgendjemand muss die Zeche zahlen. Beim Industriestrom z.B. jeder kleine Stromkunde.

Wenn man das groß aufziehen würde müsste man zwingend bei den oberen Prozent abschöpfen. Auf mittlere bis lange Sicht fahren die damit sogar besser, weil es die Gesellschaft stabilisiert. Aber was juckt mich schon das Morgen wenn ich heute auf TickTock den Millionär/Milliardär Lifestyle raushängen lassen kann.
Ergänzung ()

phanter schrieb:
"Too-big-to-fail" geht nicht von Investoren aus sondern von der Gesellschaft. Wenn man als Gesellschaft entschiedet der Laden darf nicht dicht gemacht werden dann muss man halt auch die Rechnung zahlen.
Dann muss man halt too big to fail verhindern durch Zerschlagung oder Übernahme. Wenn der Staat für paar Jahre einsteigt und 9x% der Firma bekommt dann kann man das durchaus machen. Die Investoren die solche Risiken befördert haben müssen aber dafür bluten.
jtr00 schrieb:
„Lass ihn dicht machen“ will konsequent klingen. Ist aber zeitinkonsistent: In kritischen Sektoren (Energie, Logistik, Zahlungsverkehr, Arznei etc.) kann die Gesellschaft den Totalausfall nicht glaubwürdig riskieren. Genau deshalb entstehen Bailouts.
Wie gesagt man kann auf ganz unterschiedliche Weise mit solchen Firmen umgehen die man nicht sterben lassen kann. Eine Systemrelevanz Steuer wäre da auch noch me spontane Idee.

Wie gesagt es gibt da Unmengen an Möglichkeiten. Man passt damit halt nur den Parteispendern ans Bein....
 
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