phanter schrieb:Deine Lösungen fangen ja schon an Sinn zu machen. Wenn du eine europäische Lieferkette vorschreibst dann kannst du dir auch die Umfrage sparen wie viel Unternehmer bereit wären mehr zu zahlen. Dann haben sie keine Wahl!
Und da bin ich sogar bei dir. Aber dann ist es halt nicht Aufgabe von Unternehmen oder Investoren sich zu überlegen was ihnen eine resiliente Lieferkette Wert ist, sondern von der Politik. Die Umsetzung läuft dann aber natürlich auch effektiv auf eine Subvention hinaus.
Wer spricht von einer EU-Lieferketten-Vorschrift?
Es geht nicht um Zwang, sondern um ein Preisschild auf Risiko und Haftung dort, wo Gewinne anfallen.
Das Beispiel von @Ranayna zeigt es perfekt: kurzfristige Gewinne, langfristige Verpflichtungen - und am Ende zahlt die Gesellschft.
Wer sich die realistischen Kostenprognosen im Verhältnis zu den Gewinnen über die Laufzeit der AKWs ansieht, erkennt schnell: Das Risiko wurde nie vollständig eingepreist.
Ziel ist also nicht, Risiko zu verbieten, sondern es dort zu belassen, wo es entsteht.
Unternehmerische Freiheit funktioniert nur, wenn sie mit echter Haftung oder nachweisbarer Vorsorge verknüpft ist.
Wer risikoreich kalkuliert, muss die Folgen tragen - nicht sie auf Beschäftigte oder Steuerzahler abwälzen.
Wer dagegen Resilienz nachweisbar einpreist - Rücklagen bildet, Puffer schafft, Versicherungen abschliesst oder Lieferketten diversifiziert - hat legtim Anspruch auf Unterstützung, wenn trotz Vorsorge der Ausnahmefall eintritt.
Das ist keine moralische, sondern eine ökonomische Logik:
Freiheit ohne Haftung führt zu Moral Hazard,
Haftung mit Vorsorge führt zu stabilen Märkten.