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[sauba]

Commander
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Servus miteinander!

Ich nutze derzeit mein Notebook aus der Signatur, welches allerdings mittlerweile spürbar langsam ist. Ich liebäugel derzeit mit einem MacBook (Pro). Ich wollte mir das schon länger mal gönnen (mal MAC OS X ausprobieren). Damals, beim Kauf des jetzigen Notebooks war ich noch Schüler, mittlerweile Ingenieur, sodass man sich auch mal etwas gönnen kann ;)

Hauptnutzung ist der allgemeine Papierkram, Banking + Trading, Office und Netflix-Stream.

Was mich derzeit etwas davon abhält sind 2 Themen:

- Wann kommen die 8te Generation Intel-Chips? Kann man da schon etwas abschätzen (lt. Google ist nicht angekündigt)
- Gefühlt viele Nutzer beschweren sich über die Tastatur. Diese fällt offenbar aus, sobald sie mit Staub in Berührung komm. Kann diese Aussage einer von euch validieren? Falls ja, sind da Besserungen angekündigt? Konnte auf Google nichts finden.

Würdet ihr bei dieser Abschätzung eher in Richtung MacBook/-Air/-Pro13/-Pro15 tendieren?

Danke vorab! :)
 
Warte noch die WWDC vom 04.06 bis 08.06 ab. Ist zwar eigentlich eine Entwicklerkonferenz, aber wahrscheinlich werden dann auch neue Macbooks vorgestellt.

Konnte bzgl. der Tastatur bisher nichts feststellen, nutze die aber auch nur sporadisch, da an der Arbeit und Daheim zumeist am Dock angeschlossen. Am Tippgefühl scheiden sich die Geister, ich finde es allerdings ganz gut, den Sound beim Tippen und die "Knackigkeit" des Tastenanschlags finde ich ganz angenehm.
 
Mit ein bisschen Glück gibt's bald dann die Powerkombi aus Intel CPU und integrierter Vega.
 
Ich kann die Tastatur nicht ausstehen, hab mittlerweile aus gutem Grund wieder ein MBP aus 2015 (alte Tastatur, kein USB-C only (allerdings halt gar kein USB-C), keine TouchBar. Das mit der Tastatur lässt sich insofern validieren, dass sich die Reparaturen verdoppelt haben (Quelle) und zwei Sammelklagen laufen (Quelle).

Apple kündigt selten was mit Vorlauf an, speziell "kleinere" Upgrades. Aber wie oben erwähnt, warte mal zwei Wochen ab, vielleicht kommt was Relevantes und eine verbesserte Tastatur.
 
@iNFECTED_pHILZ Ja von mir aus, dann aber bitte als Option. Ich möchte gerne den 6 Kerner, da mir die Vega nichts nutzen würde. Immer dran denken, dass die Kaby-Lake G weiterhin nur 4 Kerner sind, falls es nicht bewusst ist. In die 13er werden die die Teile auch nicht stecken, weil zu groß, heiß und wahrscheinlich zu viel Verbrauch.
 
Du gibst ja kaum an, worauf du wert legst - die genannten Anwendungen erfordern an sich kein MacBook. Bezüglich der Tastatur würde ich dir raten, sie einfach mal auszuprobieren. Manchem wird schon nach einem Anschlag klar, dass da keine Freundschaft entstehen wird.

Wenn dir Robustheit wichtig ist, wäre ich mit den Geräten ab 2016 der Tastatur wegen vorsichtig, siehe im Beitrag von Balthasarbildet. Wäre mir persönlich Warnung genug, da weder Anschaffung noch Reparatur günstig sind.

Falls es der Alu Unibody ist, der dein Interesse geweckt hat, könntest du z.B. auch die EliteBooks von HP anschauen. Die haben auch wechselbare Tastaturen (und SSD, RAM,...). Für einen Ingenieur würde dem Klischee nach auch ein Business Gerät von Dell (z.B. Precision) oder Lenovo (T-/X-Serie) passen, wie stehst du dazu?

Meiner Meinung nach lohnt sich eines der neueren MacBooks nur, wenn du entweder das Apple-Mojo/-Design, Apple-spezifische Software oder den hervorragenden Bildschirm brauchst.

Geschrieben von einem 2015er MBP.
 
Hallo liebe Kollegen! Danke für die Antworten!

Bzgl. WWDC scheint ihr ein gutes Gefühl gehabt zu haben (Quelle). Die Tastatur hab ich im lokalen Saturn tatsächlich schonmal ausprobiert, gefällt mir ganz gut. Ich hatte (bzw. habe) eher Bedenken bzgl. der Robustheit.

Meiner Meinung nach lohnt sich eines der neueren MacBooks nur, wenn du entweder das Apple-Mojo/-Design, Apple-spezifische Software oder den hervorragenden Bildschirm brauchst.

Tatsächlich lockt mich der Bildschirm, die Lust auf ein neues OS und die Aussicht auf iOS-App-Entwicklung. Würde mich als Hobby interessieren (hauptsächlich für die Wintermonate, wo es mit Outdoorsport schwieriger wird. Hab sogar schon einige interessante App-Ideen). Und ich bin ganz ehrlich - ich wollte mir schon seit Jahren einen Mac gönnen, konnte es mir aber natürlich als Student nicht leisten.

Was hat euch, @DEFCON2 und @Balthasarbildet in Richtung MAC OS X überzeugt?

Danke und euch einen tollen Abend!
 
Ok, wenn es so ist, dass du dir das seit Jahren gewünscht hast, dann sollte es meiner Meinung nach auch ein MacBook werden. Solch einen relativ leicht erfüllbaren Langzeitwunsch sollte man einfach erfüllen. Falls du selbst eines Tages zur Erkenntnis kommst, dass es nichts mehr für dich ist, sind die Gebrauchtpreise sowieso auch enorm gut.

Die Displays sind wirklich hervorragend und MacOS hat in meine Augen auch das schönste Font-Rendering um darauf zu lesen. Die Skalierung der aller meisten Programmen ist zudem perfekt. Ob dir das OS liegt, musst du selbst herausfinden. Im Vergleich zu Windows finde ich persönlich es auf jeden Fall viel angenehmer und es wird nicht ganz so viel schlechte Software dafür geschrieben (man schaue sich nur mal an, wie für jede triviale Aufgabe, welche man auf der Kommandozeile leicht ausführt, für Windows hunderte mäßige bis grauenhafte Tools angeraten werden).

Zum Schluss zur eigentlichen Frage: Ich habe nachdem mein non-retina MacBook (selbstverschuldet) den Geist aufgegeben hat nur nochmal ein MacBook gekauft, weil:
- bestes Gehäuse
- immer noch de-facto Standard für Musikbearbeitung und (in der Mittelklasse der Audiogeräte) häufig die besseren Audiotreiber als auf Windows

Ich würde keins mehr kaufen weil:
- am 2015er fehlen schon viele gute Dinge der non-Retina MBPs: Wartbarkeit (!), weniger Tastenhub und wackeligere Tasten, Akkustandanzeige, Status-LED vorne, Infrarotempfänger,...
- alles nach 2016: entsetzliche Tastatur, nur noch 13" MBPs mit 2 Thunderbolt 3 Anschlüssen

Aufgrund dieser Entwicklung weg von Pro- und hin zu Consumerhardware ist es meiner Meinung nach eine Sackgasse, auf Apple und MacOS zu setzen. Für mich war damit klar, dass ich mich darauf nicht mehr verlassen möchte.
Ergänzung ()

PS: Meine Glaskugel sagt mir übrigens, dass sich Apple seine Monopolstellung in der Musikproduktion und -performance langfristig mit solcher Hardware und solchen Preisen ein Stück weit versauen wird.
 
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Erstmal generelle Zustimmung an DEFCON2 bezüglich Display, Gehäuse, Font-Rendering und Software (zumindest die GUI ist immer um Längen besser) und Glaskugel.

Man kann beim Mac nicht von der Software allein sprechen, weil es die Verzahnung von Hard- und Software ist, die vieles gut macht.

Ich habe vor etwa zehn Jahren aus ähnlichem Interesse wie du mit Mac OS X angefangen. Nach der Vorstellung der unsäglichen MacBooks von 2016 (Tastatur, USBC-only, TouchBar, Mondpreise), habe ich mir zum ersten Mal wieder ein Windows-Gerät (Dell XPS 15) gekauft, und wechsle nach einem Jahre jetzt wieder auf ein MacBook Pro 2015, was von DEFCON2 hier schon kritisiert wurde. Mit der Tastatur komm ich gut zurecht (besser als die 2016er), fehlende Akkustandsanzeige und spiegelndes Display sind ärgerlich aber verschmerzbar. Die Wartbarkeit ist echt nervig, aber das hätte ich beim aktuellen MacBook auch hinnehmen müssen und zum Positiven wird es sich vermutlich nicht mehr ändern. Hackintosh ist auch keine Lösung wegen der Akkulaufzeiten.

Der Dell ist in meinen Augen das bessere Stück Hardware: Besser wartbar, mattes Display, alle bekannten Anschlüsse und USB-C, das Trackpad ist für Windows-Verhältnisse erstaunlich gut, und Win10 macht auch einiges richtig. Ich bin trotzdem nicht wirklich warm geworden: Die niedrigste Stufe der Bildschirmhelligkeit war viel zu hell, die Tastaturbeleuchtung auch vollkommen übertrieben. Die Akkulaufzeit war trotz größtem Akku sehr gut, ist aber dennoch schnell eingebrochen. Ich musste das Ladegerät im Alltag meist mitnehmen, auch wenn ich es oft nicht gebraucht habe.

Beim Mac ist die Energieverwaltung besser, auch der Bildschirm mit geringer Helligkeit in dunklen Umgebungen, dazu natürlich das Trackpad, MagSafe-Anschluss (auch nicht mehr beim 2016er). MacOS liegt mir auch mehr.
Die meiste Software ist großartig, sieht dazu noch gut aus (insofern einem der MacOS-Stil gefällt). Als ich zum Beispiel nach einer RSS-Reader Alternative zu "Reeder" für Windows gesucht habe, habe ich schlechte Laune bekommen. Die Auswahl an funktionaler Software, die gleichzeitig gut aussieht, ist unter macOS ist sehr viel besser und umfangreicher. Die mitgelieferte Software ist schon ausreichend für den Alltag, aber stößt auch ab und zu an ihre Grenzen. Wenn man dann mit Drittanbietersoftware arbeitet, sieht das weiter wie macOS aus, und nicht wie Fremdkörper. Was mir aktuell fehlt (im Vergleich zu Windows) ist eine Alternative zu O&O ShutUp, also ein Tool, mit dem man Datenversand an Apple schnell, einfach und kleinschrittig unterbinden kann (ja, ich nutze die Software-Firewall LittleSnitch, aber ein Tool wie ShutUp wäre hier wesentlich benutzerfreundlicher).

Der Blick in die Glaskugel ist leider nicht rosig: Ich vermute, dass der Weg hin zum Mainstream dazu führt, dass (semi-)professionelle User weiter vernachlässigt werden (Aufgabe von Server-Hardware vor einigen Jahren, jetzt Wegfall von vielen Funktionen in macOS Server, Wegfall von Aperture, etc).
 
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@Balthasarbildet Super Beitrag, würde ich so alles unterschreiben! Mich würde jedoch interessieren, was du zu tun gedenkst, wenn das 2015er mal alt und langsam sein wird. Wenn ich deine Beiträge hier so lese, gehe ich mal davon aus, du hast dir beim zurück wechseln zum MacBook auch darüber Gedanken gemacht. Schließlich ist nicht davon auszugehen, dass Apple nochmal was faires nachliefern wird.
 
Als unverbesserlicher (naiver) Optimist gehe ich davon aus, mir mit dem 2015er die notwendige Zeit erkauft zu haben, in der sich Apple die massive Kritik an den 2016/17er-Modellen zu Herzen nimmt und in den kommenden Jahren ein Pro-Modell anbietet, was ich wieder benutzen möchte (Wartbarkeit not included, die Hoffnung habe ich begraben).

Falls das nicht passiert, muss ich mich doch nochmal mit dem Projekt "Hackintosh" auseinandersetzen und immer ein Ladegerät mitnehmen. Im letzten Jahr habe ich meine Daten so umorganisiert, dass ich kaum noch plattformgebunden arbeite und ohne viel Anstrengungen alle Daten sowohl unter macOS als auch unter Windows (oder Linux) nutzen kann. Ich nutze also die Vorteile, ohne mich allzu sehr ins "Ökosystem" zu binden (wenn man von all den Apps absieht, die ich für macOS und iOS besitze).
 
Soweit ich gelesen habe, betrifft das Tastaturproblem ab 2017 nicht mehr die MBPs.
Ich würde jedoch als Schreib- und Tippexperte (10-Finger-System) immer die alten Tastaturen nehmen.
Sind die besten, die Apple je gemacht hat, solange ich dabei bin.
Die Hubhöhe ist angenehm und das Layout kommt einem bei langen Texten sehr entgegen.
Die niedrige Hubhöhe bei den neuen Modellen ist nicht physiologisch, sprich entgegen dem natürlichen Bewegungsmuster der Finger.
Abgesehen von Apple ja/nein: wenn es nicht mobil sein muss, nimm vllt. besser einen iMac.
Für Filme super und man ärgert sich nicht ständig über die Kratzer im Aludesign-Notebook ;-)
 
Wusste gar nicht, dass menschliche Finger von Natur aus Bewegungsmuster für Tastaturen haben...
 
Meiner Meinung nach gibt es derzeit nur einen Grund für Macbook Pros: macOS, sofern man weitere Apple Geräte besitzt.

In den meisten anderen Belangen würde ich inzwischen (leider) die Konkurrenz vorziehen. Ich hatte privat lange Zeit ein Macbook Air 2011 mit dem ich sehr zufrieden war, dann ein Macbook Pro 2016 das ich wieder verkauft habe weil die Tastatur fürchterlich ist und auf der Arbeit habe ich weiterhin ein Macbook Pro 2017.

Privat habe ich mir inzwischen ein Thinkpad X1 Carbon G6 gekauft und finde das ist in praktischer und hardwareseitiger Hinsicht dem Macbook überlegen. Auf der Tastatur schreibt es sich um Welten besser und die Anschlussmöglichkeiten sind vielfältiger und günstiger ist es bei stärkerer Hardware ebenfalls:

X1 Carbon in Vollausstattung (i7 Quad-Core, 16GB RAM, 1TB SSD, WQHD Display): 2.529€
Macbook Pro 13 in Vollausstattung (hat hingegen nur i7 Dual-Core): 3.349€

Nebenbei Apple: 2 Jahre Bring-In Garantie, Thinkpad: 3 Jahre Vor-Ort. Kann man bei Apple natürlich mit AppleCare erweitern, womit man +249€ bei 3.598€ landet. :freak:

Ich finde es sehr schade, ich habe mich lange Zeit ganz wohl im Apple-Ökosystem gefühlt und wenn man iPhone, iPad und Macbook hat und alles sich schön synchronisiert und zusammen arbeitet ist das prima, aber ich finde Apple entwickelt sich inzwischen in die falsche Richtung. Die "Pro"s sind nicht mehr für Pros geeignet und verkommen eher zu Design-Objekten die man besser nur anguckt statt benutzt.

Daher würde ich die Macbooks nurnoch (bedingt) denjenigen empfehlen, die unbedingt macOS wollen. Allen anderen rate ich dazu mal die Konkurrenz anzusehen, zumindest solange bis Apple sich mal wieder besinnt und daran denkt das Design nicht alles ist.
 
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Kann ich verstehen. Ich bin von den Officeprogrammen von Mac enttäuscht.
Viele heute quasi Standardfunktionen gehen nicht und Office für Mac ist nicht
allzu kompatibel zur "echten" Version, wenn man viel mit Pivot-Tabellen rechnet.

Außerdem sind die Macbooks der´maßen kratzempfindlich, dass man sich nicht traut,
sie zu benutzen ;-) Die Tastaturen des 2018er sollen wohl wieder etwas modifiziert sein lt. Apple Store.
Aber Vielschreibern wurde das Vorgängermodell vom Macbook Air empfohlen - vielsagend, wenn
selbst der Apple Store in * das sagt...

Ansonsten
 
Aber das Air hat nichtmal ein FHD Display. Auf der anderen Seite, kratzempfindlicher als das weiße Plastik MacBook finde ich die Unibodies nicht und das einzige, was neben Gewicht, Touchpad und Display seit deren Einführung vor 10 Jahren gleich gut geblieben oder besser geworden ist die Qualität vom Gehäuse.
 
War ja jetzt doch eher sehr dünn bzgl. der WWDC. Wer sagt eigentlich, dass dieses Jahr überhaupt Hardware-Updates kommen? :confused_alt: Wann wäre hierfür ggf. ein realistischer Termin?

Mich lockt vor Allem XCode - hätte Ideen für einige Apps, die ich gerne ausprobieren würde. :)
 
Das sagte nur die Gerüchteküche. Apple gibt sowas nie im voraus offiziell bekannt. Da heißt es warten bis zum nächsten Event, leider.
 
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