Umstieg auf mFT

Nach dem Wechsel den ich damals wegen dem Gewicht gemacht habe, sage ich ganz klar.
Wegen 300g würde ich das System nicht nochmal wechseln.

Denn irgendwann kommt der Wunsch nach langen, lichtstarken Brennweiten wieder, und dann schau dir mal z.b. das neue Olympus 40-150mm 2.8 an. Das ist auch ein richtiger Koloss und hat mir leicht und Handlich nix mehr zu tun.
 
Das 40-150mm von Olympus ist ein PRO Objektiv und kostet so um die 1400 Euro und wiegt 800g. Das ist bestimmt nicht im Focus der breite Masse. Sonst ist das Objektiv im Vergleich zu Objektiven für APS-C immer noch sehr kompakt! Was vergleichbares im APS-C Universum, wiegt hier gerne das Doppelte.
 
Denn irgendwann kommt der Wunsch nach langen, lichtstarken Brennweiten wieder, und dann schau dir mal z.b. das neue Olympus 40-150mm 2.8 an. Das ist auch ein richtiger Koloss und hat mir leicht und Handlich nix mehr zu tun.

Ich frage mich, wie man auf so Argumente kommt ohne mal zusammen zu rechnen?

Das Canon 70-300 f/4 USM IS beispielsweise wiegt 1080 Gramm. (Es müssen ja bitte Äpfel mit Äpfeln verglichen werden)

Das Oly 760. Und so läppert sich eins zum anderen und nachher trägst Du ein Kilo und mehr in Deiner Tasche rum.
Sage mir nicht, dass Du 500 Gramm für Kamera und Linse nicht am Armt merkst, wenn Du eine Kamera mehrere Stunden herumträgst.
Die M10 habe ich teils über Stunden mit einer Neoprenschalufe am Handgelenk.


Ergänzung:

Ich habe gestern mal meinen Fotorucksack auf die Waage gestellt, und jeder der annähernd die gleiche Ausstattung in Form von APS-C oder KB hat möge das mal nachmachen ...

Dazu sei gesagt, der Rucksack beherbergt 90% meiner (aktuell genutzten) Foto-Ausrüstung und am Einsatzort befülle ich eine kleinere E-Systemtasche mit den Dingen, die ich dann brauche. Kann aber vor Ort entscheiden und habe im Fall der Fälle alles weitere in der Nähe.


What's in my Bag?

M1 Body
M10 Body
m.Zuiko 12-40pro
m.zuiko 12-50
m.zuiko 40-150R
m.zuiko 75-300II
m.zuiko 45 1.8
samyang 7,5 3.5 Fisheye
Sigma 60 2.8 Art
mcon-p01
Für jedes Objektiv eine Streulichtblende!
8x Akkus (4x BLS-5, 4x BLN-1)
8x AA Akkus
Metz AF-44-1 Blitz
4 Step-Upringe von 37-62mm
4 Filter (ND Variabel + 3 Verlaufsfilter)
2 Remote-Auslöser + 1 Sender (inkl 4x AAA Batterien)
Stromkabel
2 Ladegeräte (BCS und BCN)
Anschlusskabel USB
Trigger-Trap
Alu-L-Winkel mit Griff für M10
Graukarten Set
4x SDHC Karte
Raucksack: LowePro Pro Runner 300 (1,4kg)

Gesamt: 5,9kg.

Also 4,5kg Ausrüstung. Bitte mal mit Canon DSLR nachmachen! ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
pcpanik schrieb:
Ich habe gestern mal meinen Fotorucksack auf die Waage gestellt, und jeder der annähernd die gleiche Ausstattung in Form von APS-C oder KB hat möge das mal nachmachen [...] Bitte mal mit Canon DSLR nachmachen! ;)

Ich glaube nicht, dass es im Interesse des TE liegt, dass wir ausdiskutieren, wie man gewichtssparend einen kompletten Objektivpark vom Fisheye bis Supertele kompakt kriegt. Aus seinen Posts habe ich eher das Gefühl, er sucht einfach eine gute Allzweck-/Reisekamera.

@Asuryan: In einen Markt gehen ist definitiv der richtige Weg, die Kamera sollte man in natura sehen, um deren Größe wirklich begutachten zu können. YBa-Mek hat aber auch einen weiteren entscheidenden Punkt angesprochen: Wie soll die ganze Ausrüstung transportiert werden?

Meine persönliche Meinung:
Jackentaschentauglichkeit wäre für mich bei einer Urlaubskamera nicht wirklich wichtig, denn im Urlaub habe ich oft gar keine Jacke dabei. Wenn mir das Fotografieren wichtig ist, bin ich sowieso mit Fototasche unterwegs. Und ob jetzt die Kamera darin ein paar cm größer oder 500 g schwerer ist, ist dann auch egal. Ansonsten muss die Kamera in die Gürteltasche passen. Das heißt für mich eine gute Kompakte ala Panasonic LX7 oder Sony RX100. Die Olympus E-M10 wäre mir dafür zu groß.

Aber das ist wie gesagt meine Meinung, der TE muss sich auch selber überlegen, welche Kombination aus Kamera und Tasche zu ihm / ihr passt. Evtl löst eine gute Tasche für die 550D das Problem, evtl erst eine neue Systemkamera oder gar Kompaktkamera. Oder auch die Kombination aus Canon 550D als Kamera fürs bewusste Fotografieren und eine Canon S200 als hosentaschentaugliche Zweitkamera... Es sind viele Wege denkbar. Da ist in den Laden gehen und sich ein Bild vom Kameramarkt machen als erster Schritt ganz hilfreich.
 
Ich denke schon, dass man das erwähnen sollte, denn bei einem Systemwechsel bleibt es nicht unbedingt bei einer Linse. Muss natürlich nicht, aber der Hinweis (wenn auch etwas ausgeartet, das gebe ich zu) sollte erlaubt sein, dass er/sie damit nicht nur Volumen, sondern auch Gewicht bei weiteren Anschaffungen spart.
 
Die Gewichts bzw. freistellungs-Diskussion von mFT vs 35mm wird mMn bis in das unsinnige geführt. Da ich beides habe, kenne ich bride seiten. es habennunmal beide seiten große und kleine Vorteile. Aber genauso große und kleine Nachteile. Wer sie kennt sollte danach auswählen. Ich behaupte auch mal ganz ungeniert das 99% hier aus dem forum den unterschied von mFT zu 35mm nicht braucht. Mich eingeschlossen. Fakt ist allerdings, eine komplette mFT ausrüstung wiegt in etwa die hälfte wie eine 35mm Ausrüstung. Eine A7 ausrüstung würde ich hier aber noch mangels Objektiven noch nicht mit aufzählen. Ausserdemerreicht eine A7 abseitz vom sensor nicht mal ansatzweise die Qualitäten die eine E-M1 bietet. Eine 6D erreicht auch nicht meine E-P5 mit ausnahme des Sensors. Und da auch nur zum teil. Aber sei es drum. Ich binder Meinung das man heutzutage mit 1"sensoren problemlos bis A2 drucken kann.
Bei meinen A3+ drücken von Saal Digital kann ich abseits von etwas anders abgestimmten Farben keinen unterschied Feststellen. (Die oly hat einen Gelbstich)
 
Zuletzt bearbeitet:
pcpanik schrieb:
What's in my Bag?

M1 Body
M10 Body
m.Zuiko 12-40pro
m.zuiko 12-50
m.zuiko 40-150R
m.zuiko 75-300II
m.zuiko 45 1.8
samyang 7,5 3.5 Fisheye
Sigma 60 2.8 Art

[...]

Bitte mal mit Canon DSLR nachmachen! ;)

Ich habe mal deine Tasche ausgemisstet. Vergleich ist so einfacher.


ich würde folgende Kombi der o.g. mFT-Kombi entgegesetzten:

Canon 6D
Canon 700D
Canon EF24-105 IS STM
Canon EF100-400 IS
Tamron SP90 Makro
Samyang 8 3.8 Fisheye

Gewicht: 4075gr
Preis: 4287,06€

Zum Vergleich die mFT-Ausrüstung von oben:

Gewicht: 2497gr
Preis: 4444,54€

Ja, die mFT Kombi ist leichter. Aber die Canon bietet bessere Leistung, weniger Objektivwechsel und einen geringeren Preis.
 

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    Equipment Vergleich_Olympus mFT vs Canon EF-1.png
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Also 48% Gewichtsersparnis für 3,7% mehr Geld, wenn ich mich jetzt nicht vertue. Klingt doch attraktiv?

Die Aussage, das die Canon eine bessere "Leitung" bietet stelle ich jetzt einfach mal frech weg in Abrede.
Warum? Weil "Leistung" sich auf so vieles beziehen kann.
Mach mir mit der 6D mal ein Live Composite Bild ... geht nicht. Muss man am PC machen.
Keystone (Shift) Korrektur in der Kamera. Hat die 6D auch nicht, muss wieder der Rechner ran.
EV Erweiterung (Restlichverstärker) um im dunklen manuell zu fokussieren. Auch nicht.
Serienbildgeschwindigkeit ... kommt die 6D auch nicht mit.
HDR Freihand direkt aus der Kamera. Kann die 6D auch nicht, usw. usw.

Das kann man Stundenlang hin und her werfen, was nun bessere "Leitung" ist und was der Anwender davon braucht oder haben will.
24 Mpx und bessere Low Light Performance wären das Gegenargument. Kommt auf die Ausgabegröße an. Das kann nur jeder für sich aus machen. Ich hatte den direkten Vergleich. Ich habe das alles mit [moses] durchexerziert. Im hellen, wie im dunklen. Die Unterschiede sind da, ja, aber nicht so wie es aufgebauscht wird. Ich würde eine Herausforderung 6D mit 24-105 jederzeit mit M1 12-40 antreten und auf 1m ausdrucken lassen und nem Blindtest unterziehen lassen.
Weniger Objektivwechsel gibt es durch das 24-105, richtig, aber da sind wir wieder bei der Sache: schlepp mal eine M1 mit dem 12-40, was bereits die "schwere Kombination" darstellt und eine 6D mit dem 24-105 so einen Tag herum.

Kurzum, soll jeder kaufen, womit er glücklich ist. Wenn das KB oder APS-C ist, bitte. Aber die Eingangsfrage war: 550D auf M10. und da kann man nicht behaupten, der TE würde sich nicht verbessern und kein Gewicht sowie Volumen einsparen.
Ob es die Menge ist, die er sich wünscht, das ist eine andere Frage und kann nur durch begrabbeln heraus gefunden werden.
 
Ich kann das nur unterschreiben. Ich habe in den letzten 10 Jahren 3 Systeme durch.
Canon, Pentax und Nikon.

Letztendlich ist der Maßgebliche Grund für eine Systementscheidung aber NIEMALS die gewesen, welches System die "bessere Leistung" bietet.
Denn der Flaschenhals sitzt vor der Kamera. Du kannst dem größten Deppen eine 5D MarkIII mit den besten Linsen geben. Wenn kein Talent und Verständnis da ist bringt das alles nix. Und im Gegenzug kannst du einem talentiertem Fotografen eine Einwegkamera geben, und er wird dir unter umständen Atemberaubende Fotos liefern.

Für mich waren Gründe für einen Systemwechsel immer nur persönliche Vorlieben in Punkten wie Haptik/Gehäuseverarbeitung, Einstellmöglichkeiten/Menüführung und ggf. Objektive die es in einem System gab, und im anderen nicht.

Macht nicht den Fehler ein System zu empfehlen nur weil es angeblich die "bessere Leistung" hat.....

Mittlerweile bin ich bei MFT gelandet, und bin glücklich. Die E-M1 ist immernoch ein guter Kompromiss aus Größe/Gewicht und Haptik. Wenn es doch mal auf Jackentaschentauglichkeit ankommt habe ich noch eine kleine E-PL3 und das Pancake.... geniale Kombination.
 
Zuletzt bearbeitet:
[moses] schrieb:
Die Gewichts bzw. freistellungs-Diskussion von mFT vs 35mm wird mMn bis in das unsinnige geführt. Da ich beides habe, kenne ich bride seiten. es habennunmal beide seiten große und kleine Vorteile. Aber genauso große und kleine Nachteile. Wer sie kennt sollte danach auswählen. Ich behaupte auch mal ganz ungeniert das 99% hier aus dem forum den unterschied von mFT zu 35mm nicht braucht. Mich eingeschlossen.

Dann bin ich wohl die 1% :D - Wenn man kein Bokeh in der Komposition braucht, klar, das stimmt. Die Bildqualität von mFT ist bei gutem Licht und f8 über jeden Zweifel erhaben. Aber das Bokeh! mFT "verdoppelt" nicht nur die Brennweite, sondern auch die Blende (quasi ^^), f2 kommt am Sensor als f4 an, entsprechend verändert sich das Ergebnis. Wenn man alte Linsen adaptiert, spielt das schon eine Rolle.

Wie heftig sich das Ergebnis verändert, habe ich noch nicht getestet. Wäre mal eine Idee, das mal zu machen. Aber alleine das Wissen, nicht das volle Bokeh-Potential einer alten Linse ausschöpfen zu können, hemmt den mFT-Spaß schon ein bisschen.


[moses] schrieb:
Ausserdemerreicht eine A7 abseitz vom sensor nicht mal ansatzweise die Qualitäten die eine E-M1 bietet. Eine 6D erreicht auch nicht meine E-P5 mit ausnahme des Sensors.

Kannst Du das näher begründen? Gerade die A7 ist meine momentane Wunsch-Kamera - eigentlich ist die Aussage nicht durch die bisherigen Rezensionen nachvollziehbar.
 
Das Bokeh ist nicht vom Sensor abhängig! Die Optik ist verantwortlich für das Bokeh, die Sensorgröße für die Tiefenschärfe.

Mit einem kleinen Sensor ist es sogar einfacher ein schönes Bokeh zu bekommen, da die Zerstreuungskreise auf dem kleineren Sensor größer wirken.
 
leboef schrieb:
...
Kannst Du das näher begründen? Gerade die A7 ist meine momentane Wunsch-Kamera - eigentlich ist die Aussage nicht durch die bisherigen Rezensionen nachvollziehbar.

dazu musst du dich zu erst von dem Gedanken lösen das große Sensoren automatisch gut bedeuten...
 
Ich glaube es wäre hilfreich hier mal die Begrifflichkeiten noch mal zu eräutern. Es wird eine Menge zusammen geworfen.
Ich gebe aber auch zu, es in der Kaufberatung nicht gut erklärt zu haben. Ich habe das verbessert.

Bokeh steht für die Zerstreuungskreise und die Weichheit, die ein Objektiv erzeugt.
Die Tiefenschärfe sorgt wiederum dafür, ab wann Du Dein Motiv frei stellst.
Weniger Tiefenschärfe gibt es mit größeren Sensoren, kleineren Blenden, größerer Brennweite, geringerem Abstand zum Motiv.
 
pcpanik schrieb:
Bokeh steht für die Zerstreuungskreise und die Weichheit, die ein Objektiv erzeugt.
Die Tiefenschärfe sorgt wiederum dafür, ab wann Du Dein Motiv frei stellst.
Weniger Tiefenschärfe gibt es mit größeren Sensoren, kleineren Blenden, größerer Brennweite, geringerem Abstand zum Motiv.

Moment. Bokeh = Tiefenunschärfe - sprich der Bereich, wo die Tiefenschärfe keine Lust mehr hatte.


pcpanik schrieb:
Das Bokeh ist nicht vom Sensor abhängig! Die Optik ist verantwortlich für das Bokeh, die Sensorgröße für die Tiefenschärfe.

Mit einem kleinen Sensor ist es sogar einfacher ein schönes Bokeh zu bekommen, da die Zerstreuungskreise auf dem kleineren Sensor größer wirken.

Nee, umgekehrt... siehe http://www.mu-43.com/showthread.php?t=25093, http://www.photographerslounge.org/attachment.php?attachmentid=144&d=1279403015


@ moses

Die Unterschiede in der Bildqualität sind bei guten Lichtverhältnissen gering, unabhängig ob MFT, APS-C oder FF. Ist doch alles bekannt. Aber bekannt ist auch, dass FF Vorteile bei schlechten Lichtverhältnissen hat, durch bessere ISO-Empfindlichkeit und dem, worum es mir hauptsächlich geht: dem größeren Tiefenunschärfe-Bereich, dem Bokeh, das weiche unscharfe Zeugs im Hintergrund, ist doch egal wie es heißt, wir wissen alle worum es geht.
 
Nein, nicht umgekehrt, bei Deinen Beispielen wurde nicht mit der gleichen Tiefenschärfe gearbeitet.
Stelle mFT und FF bitte mal bei gleichen DoF nebeneinander.
Du musst Dir also die 5D bei f/5.6 zur PL2 mit f/2.8 anschauen. Und da dürfte Dir auffallen, dass es eigentlich keinen wirklichen Unterschied gibt.

Was Du meinst ist das DoF, Tiefenschärfe - von mir aus auch Schärfentiefe und ja, die ist mit größerem Sensor bei gleicher Blende kürzer.

Aber das ist nicht das Bokeh. Beim Bokeh geht es nicht um die Stärke, sondern um das Aussehen des Unschärfebereichs und der Zerstreuungskreise. Und das ist Linsenabhängig! Da kannst Du den größten Sensor der Welt hinter hängen, es wirkt sich auf das Bokeh nicht aus.

Das kannst Du mit einem Adapter prüfen, aber Du musst zwingend die gleiche Linse nutzen und das gleiche DoF einstellen.
Also, mit der A7 bekommst Du bei gleicher Blende eine kürzere Tiefenschärfe, welche Du mit dem mFT Sensor bei Offenblende nicht erreichst.
Aber das Objektiv bildet deshalb nicht anders ab.

Weil Du sagtest, Du würdest die Möglichkeiten der Optik nicht nutzen ... und das war der Punkt um den es sich hier jetzt drehte.

Aber weißt Du was, ich denke wir sind uns schon in etwa einig, dass wir alle wissen was der andere meint, oder nicht ...oder so. :D

Das weiß man doch!! :lol:


https://www.youtube.com/watch?v=U5z18bxoCzg
 
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leboef schrieb:
Moment. Bokeh = Tiefenunschärfe - sprich der Bereich, wo die Tiefenschärfe keine Lust mehr hatte.
...
Bokeh bedeutet aber nicht Menge der Unschärfe, sondern deren Qualität. die Menge kannst du dir im DoF Meter ausrechnen. Kannst hier auch nachlesen:
Klick
Du kannst viel Bokeh haben aber trotzdem schaut es "besch**en" aus. Wie oft hast du auf Wimpern fokussiert anstelle auf die Augen? Das hab ich sogar gestern mit meinem 30/2.8 gehabt...
leboef schrieb:
@ moses

Die Unterschiede in der Bildqualität sind bei guten Lichtverhältnissen gering, unabhängig ob MFT, APS-C oder FF. Ist doch alles bekannt. Aber bekannt ist auch, dass FF Vorteile bei schlechten Lichtverhältnissen hat, durch bessere ISO-Empfindlichkeit und dem, worum es mir hauptsächlich geht: dem größeren Tiefenunschärfe-Bereich, dem Bokeh, das weiche unscharfe Zeugs im Hintergrund, ist doch egal wie es heißt, wir wissen alle worum es geht.

Tiefenunschärfe wird überbewertet. Im Studio braucht man es selten bis nie. Und sobald man zwei Leute im Bild hat darf man bis F8 abblenden... Da hat man da auch nix von. Man muss penibel darauf achten das beide Augen Parallel zur Kamera sind sonst ist eins unscharf. Der einzige wirkliche Vorteil den ich seh ist bei Ganzkörperportraitsportraits mit viel Platz im Hintergrund. Da kann man mit so sündhaft teuren Gläsern wie dem 85/1.2L oder dem 135/2 L die Person freistellen. Wenn man will. Das geht in der Form mit mFT nicht. Für alles andere muss man nur das geeignete Glass nutzen. Ja, die sind in der Regel lichtstark weil, was bringt einem ein noch so Chremiges Bokeh wenn man kaum Tiefenunschärfe hat, allerdings was bringt einem eine Flut an Unschärfe im Hintergrund wenn es auschaut wie hin gek**kt und hin gesch**en!
Ich hoffe ja noch immer auf ein 67,5mm f1.2 für mFT, damit währe das Problem auch Vergangenheit. Evtl wird es noch ein 17mm f1.2 geben. Dann gibt es nichts mehr was mFT nicht kann!


Wenn es um Bokeh geht, gibt es nicht viel was über das 60/2.8 von Sigma geht!klick
 
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Macht die Sensorgröße das Bokeh eines canon EF 50mm f1.8 in irgend einer Form besser als an Crop? Bei gleicher Blende, gleichem motivabstand, abstand vom Motiv zum Hintergrund (wohl aber anderem Bildwinkel) schaut das Bokeh absolut gleich aus. Selbst die Menge ist gleich!
Was man hier aber bedenken sollte ist das sich der Bildwinkel, wie jeder weiß, sich ändert. Dadurch hat man einen anderen Motiv abstand. Das führt zu einem größerem Abstand zum Motiv und dadurch auch weniger Tiefenunschärfe. So ändert sich das Bokeh. Und nicht weil der Sensor größer ist.
 
@Modena.ch, was passiert denn bei Crop x2 wohl mit den Zerstreuungskreisen, wenn das gleiche Objektiv von Kamera FF nach Kamera mFT mit gleichem Abstand zum Motiv wandert?
Richtig! Alles doppelt so groß!

Was musst Du also tun? Den Abstand zum Motiv verdoppeln!
Klar, wenn man den verringert, werden auch wieder die Zerstreuungkreise kleiner.


Edit:

Zu Deinem Wikipedia Artikel, dieser behandelt die zulässigen Zerstreuungskreise, und weißt Du was mit denen ist? Die sieht man gar nicht! (Eben weil sie zulässig sind) und diese skalieren in der Tat mit dem Sensor, bevor sie unzulässig werden - und anfangen Bokeh zu bilden. Das wars dann aber auch schon.
Bis man Bokeh sieht ist der zulässige Zerstreuungkreis schon sehr weit um das Mehrfache überschritten.

Ich möchte an dieser Stelle noch mal etwas betonen: Bokeh hat nichts mit Freistellung zu tun!
Die ist nur von Brennweite und Blende abhängig. Freistellung erreicht man durch gezielt kurzen Tiefenschärfe-Einsatz.

Wenn Du also eine KB Linse nimmst und sie an einen mFT Sensor hängst, bekommt der mFT Sensor nur einen Ausschnitt des KB Bildkreises mit - und zwar mit exakt der gleichen Freistellung wie bei KB. Relativ zur Bildgröße wird durch den Crop x2 alles doppelt so groß auf dem Bild dargestellt. Auch die Zerstreuungskreise.

Warum nutzen KB Benutzer wohl Brennweiten von 100mm und mehr bei Portraits, und mFT "nur" 45mm? ;) (Klar, wegen Crop x2.)

Noch klarer kann ich es nicht mehr ausdrücken.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ pcpanik

Spätestens nach deiner PN musste ich aber auch lachen :D Ich denke, wir meinen alle dassselbe. Gesprochen wird trotzdem umgangssprachlich, sprich, es wird etwas "richtig" gemeint, aber es wird "falsch" beschrieben:

- mFT "verlängert" die Brennweite (stimmt so nicht, aber jeder weiß was gemeint ist)
- mFT "schluckt" 2 Blendenstufen (stimmt so auch nicht, aber siehe oben)
- mFT hat "kleineres" Bokeh (stimmt so auch nicht, aber siehe oben ^^)

Für mich beschreibt "Bokeh" beides - die Tiefenunschärfe, im Zusammenspiel mit den Zerstreuungskreisen (tatsächlich hier das erste Mal davon gehört, dass die so heißen), das ist für mich das "Bokeh" als Gesamtbegriff. Mag faktisch falsch sein, aber es ist doch klar, was gemeint ist ;)



@ [moses]

Ich hatte im Urlaub eine analoge Vollformat dabei, mit einer einer Cosinon S 1.9 50mm Linse. Zu 90% habe ich mit offener Blende fotografiert - im manuellen Fokus. Das war kein Problem. Im Gegenteil, so eine gelungene Freistellung in Portraits ist mir vorher nur mit einer Tele-Linse an APS-C gelungen.

Ich sehe daher bzgl. der Tiefenunschärfe schon 2 Vorteile im Vergleich zu mFT:

- im Vollformat hat man bei Fokussierungsproblemen immer noch Luft nach oben, sprich man kann immer noch abblenden
- für das gleiche Bokeh/Tiefenunschärfe müsste man bei mFT die Bildkomposition ändern (etwa näher dran gehen), das ist nicht immer glücklich.


Jedenfalls hat mich meine PEN E-PL3 schon ein bisschen enttäuscht. Ich hatte das 14-42 IIR Kit dabei.

- Im Landschafts-Detail finde ich die Ergebnisse nicht immer gelungen, enttäuschend unscharf.
- In Street kam der Autofokus nicht immer hinterher.
- Die Kamera-Software bildete 2 aufeinander folgende Bilder, unter gleichte Lichtbedingungen, mit annähernd gleichem Motiv, in unterschiedlichen Farben ab.
- Am frühen Morgen lichtete sie ein lichthelles Panorama im Automodus bei f18, f160 (!?) ab. So schlau müsste doch eine Automatik sein, dass sie auch im Sonnenschein die Blende bisschen öffnet, um das mit der Verschlusszeit zu kompensieren?

Das mag alles vielleicht eher an der E-PL3 liegen als an dem MFT-Sensor, aber wenn ich die Wahl hätte zwischen einer 2000€ E-M1 OMD und einer 2000€ A7, dann würde ich ohne Zögern eine A7 nehmen.
 
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