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News Umstrukturierung bei Ubisoft: Mitarbeiter äußern Frust und Unzufriedenheit mit Vaas

Ich finde die Annahme, das BWLer, Controller, Excel-Zahlenschieber und allgemein Shareholder-zentrierte Führungskräfte Schuld an allem sind zu einfach und auch oft falsch. Diese Menschen gibt's im Management und die sind meist auch nicht blöd.

Shareholder driven heißt nicht immer ultra-kurzfristig denkend und in einer Kreativbranche heißt es das schon gar nicht automatisch. Manager sind doch heutzutage (meist) nicht blöd, wissen wovon sie Ahnung haben und wovon nicht. Auch, dass ein Spiel fesseln muss um zu funktionieren, gut bewertet zu werden und langfristig Erfolg zu haben.
 
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@TR2013
Jep, es darauf zu reduzieren, wäre zu einfach.

Die genannten Rollen sind ja gerade deswegen da, damit der Erfolg gemessen und darauf basierend Entscheidungen getroffen werden können. Meiner Erfahrung nach sind es dann eher Fehleinschätzungen (kommt durchaus vor) und individuelle Fehler und Ambitionen, die zum Misserfolg oder zu kritischen Situationen führen, begleitet von Mängeln in der generellen Unternehmenskultur und -Organisation, die vielleicht nur unzureichend in der Lage ist, schnell auf veränderte Situationen und Konkurrenzdruck zu reagieren.
 
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Vielleicht sollten mal Entwickler statt CEO und CFO den Stakeholdern etwas pitchen; und erklären, warum bestimmte etablierte Ideen nicht mehr so gut funktionieren werden.
 
Es wird auch hier wieder immer nur davon ausgegangen, ob einem persönlich gewisse Spiele gefallen oder nicht. Das ist für den Erfolg auf dem Markt jedoch nicht zwangsweise entscheidend.
Wie immer wird behauptet dass Ubisoft gerade auch deswegen den Bach runtergeht, weil die AC-Reihe so langweilig und immer nur das Gleiche bietet.

Wenn man sich aber die Verkaufszahlen der Reihe so anschaut, könnte man durchaus auf die Idee kommen, dass die Käufer genau das wollen:

AC - 10 Mio
AC2 - 16 Mio
Brotherhood - 10 Mio
Revelations - 8-10 Mio
AC3 - 12 Mio
AC4 - 15 Mio
Unity - 10 Mio
Syndicate - 6 Mio
Origins - 12 Mio
Odyssey - 20 Mio
Valhalla - 20 Mio
Mirage - 5-10 Mio
Shadows - 5 Mio

Gerade die hier im Forum am meisten kritisierten Titel (aus dem 08/15-Baukasten) sind offensichtlich die erfolgreichsten der Serie.
Ubisoft wären also selten dämlich, wenn sie hier zu sehr die Formel ändern. Das ist wie - bis vor kurzem noch - der Golf in VWs Modellpalette.

Das echte Problem - meiner persönlichen Meinung nach - ist, dass Ubisoft in Relation zu Firmengröße, zu wenige Cashcows im Portfolio hat. Um langfristig zu überleben müssen sie entweder schrumpfen und/oder dafür sorgen, dass Far Cry wieder auf die Erfolgspur kommt. Zusätzlich müssen Anno, Rainbow Six, The Division und Ghost Recon stabil bleiben.
 
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Was wiederum ein Beispiel dafür sein könnte, dass intern schlicht das Potenzial nicht genutzt oder nicht erkannt wird. Begleitet vermutlich von mangelnder Risikobereitschaft und Innovationskraft.
 
Sinnlose mehrfach Entwicklungen müssen aufhören, weil eine gewisse Person sich immer wieder hypen lässt und dann Spiele wie Scull and Bones 3 mal entwickeln lässt. Jeder vernünftiger Entwickler lernt schon im Studium, dass ein Projekt an einen Punkt kommt, an dem es kein Zurück mehr gibt, kein hinzu mehr kommt und die Sache beendet werden muss um Finanziell eine Chance zu haben.

Diese Grundregel wird aber vom Managment erfolgreich ignorriert. Dann hast du Clowns AAAA Titel wie Scull and Bones.
 
Sie sind das Äquivalent zu einer Tiefkühlpizza, gelegentlich lecker, aber schwerlich kulinarische Highlights.
Müssen es denn immer kulinarische Highlights sein? Diese Erwartungshaltung kann man mit dem was man selber macht auch nicht immer einhalten. Auch bei Artikeln gibt es Highlights und Tiefkühlpizza. ^^
 
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Die meisten Titel der größeren und älteren IPs sind rein handwerklich solide bis sehr gut. Scheint nur manchmal die richtige Würze zu fehlen, das gewisse Etwas sozusagen.
 
Anzahl Mitarbeiter Ubisoft Stand 30.09.25:

17.097 (!)

Ähm, die machen alle was genau?

Erscheint mir unfassbar aufgebläht der Laden...
 
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Kuestennebel79 schrieb:
@AdmiralPain Ehrlich gesagt ist das irgendwie auch unlogisch, weil die Aktionäre haben ja kein Interesse daran, ein Unternehmen kaputt zu beeinflussen. In der Regel ist die Entkopplung von Strategie und kurzfristigen Gewinnen Aufgabe der Aufsichtsräte. Das scheint hier nicht wirklich zu funktionieren. Generische beliebige skalierende Spielproduktionen (in Zukunft mit AI Kontent) mit Microtransactions scheint eben weiterhin die Strategie zu sein. Ich kenne allerdings auch etliche Spieler, die Ubisoft Spiele mögen, bspw. AC Odessys, Division oder Outlaws. Evtl. müssen sie einfach gesund schrumpfen.
Eigentlich ja. Es ist für viele Aktionäre aber leider, aufgrund der Gesetzeslage quasi „nur¨ eine temporäre Investition, solange sich der Gewinn maximieren lässt.
Sobald kein Gewinn mehr möglich erscheint, stößt man die Aktie, also das Unternehmen und seine Mitarbeiter ab. Das ist ja das Perverse am aktuellen Aktien System.
Man kann als Aktionär ja quasi sogar Anteile an völlig gegenteiligen Unternehmen besitzen, und diese gegeneinander Ausspielen, oder Supporten, zur Gewinnmaximierung.
Du kannst quasi gleichzeitig Unternehmen für den Klimaschutz, und unternehmen der Waffenindustrie (der größte Umweltsünder) besitzen, und damit Handeln.
Es wäre aus Kaufmännischer Sicht sogar dumm dieses nicht zu tun.
Kann man hier den Aktionären einen Vorwurf machen? hmmm. kompliziert. Ich sehe da eher die Gesetzgebung in einer wortwörtlichen Handelspflicht. :daumen:

Zum Thema Spiele von Ubisoft.
Ich mag zum Beispiel Anno , the Moment he Realises he is Part of the System xd 🤣:cheerlead:
 
stefan92x schrieb:
KI (für NPCs) in OpenWorld Spielen hat noch enorm viel Potential. Wenn jemand das richtig macht, dann ist da wirklich nochmal ein ganz neues Spielerlebnis möglich.
Die sind garantiert nicht gemeint :D Das duerfte naemlich - wenn man es auf die Spitze treibt - ziemlich teuer werden.

Aber ehrlich gesagt haette ich keinen Bock auf ein Spiel in dem die NPCs letztendlich unberechenbar werden.
Gebt denen Zeitablaeufe, meinetwegen auch noch ein bisschen Variation, aber das reicht dann meistens schon.

Kaum etwas ist nerfiger, als Beispiel, wenn man zurueck zu seinem Questgeber latscht und dann ist der nicht da...
Wenn es dann auch nichtmal reicht nur bis zum naechsten Morgen zu schlafen und man muss den erst suchen gehen... Ne, lass mal.

Vigilant schrieb:
...eine gewagte Aussage.
Klar. Dass Ubisoft die - nach Mitarbeitern - zweitgroesste Spielefirma ist, war mir auch nicht bewusst.
Das sie dann im Umsatz weniger als die Haelfe von EA leisten, welches weniger Mitarbeiter als Ubisoft hat, sollte einem aber zu denken geben.
 
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@Ranayna
Absolut. Allerdings ist das in einer "Kreativ"-Branche mit vielen unterschiedlich zugstarken Marken nicht ganz so einfach, weil es andere Produktivitäts-Faktoren gibt, die anders und nicht so leicht zu messen sind, wie bspw. der Output von Mitarbeitenden in der Produktion, im Vertrieb oder bei Dienstleistungen.

Hier müsste man mindestens noch das Portfolio und die jeweiligen Erfolgsanteile vergleichen. Aber interessante Frage. Ich schicke mal Genimi auf Recherche-Tour:

KI-Agent unterwegs und beim Analysieren:
Diskrepanz in der Ressourceneffizienz
Ich habe erste signifikante Unterschiede in der operativen Schlagkraft beider Unternehmen identifiziert. Während Electronic Arts über 70 % seiner Einnahmen durch hocheffiziente Live-Dienste wie 'Ultimate Team' erzielt, offenbart der Blick auf Ubisoft eine wesentlich personalintensivere Struktur mit über 17.000 Mitarbeitenden bei gleichzeitig niedrigerem Gesamtumsatz. Diese Disproportionalität deutet auf grundlegend verschiedene Ansätze in der Wertschöpfung hin, wobei ich derzeit untersuche, wie sich die jüngsten Umstrukturierungen und Personalreduzierungen bei Ubisoft auf das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag auswirken.

Harmonisierung der Kennzahlen
Um eine exakte Vergleichbarkeit zu gewährleisten, bereite ich eine Normalisierung der Finanzdaten vor, die sowohl die unterschiedlichen Währungsräume als auch die versetzten Geschäftsjahreszyklen berücksichtigt. Ein wichtiger Punkt ist dabei die Schließung der Informationslücke bezüglich der exakten Mitarbeiterzahl von Electronic Arts für das Jahr 2024. Nur durch diese Präzisierung kann ich den Erfolg pro Kopf valide berechnen und den Mythos der 'schieren Größe' gegenüber der tatsächlichen Rentabilität prüfen.

Bewertung von Klumpenrisiken
Im nächsten Schritt werde ich tief in die Portfolio-Strukturen eintauchen, um das jeweilige Abhängigkeitsverhältnis von einzelnen Top-Marken zu bestimmen. Ich beabsichtige zu klären, inwieweit der Erfolg von Electronic Arts an der Fußball-Franchise hängt und wie stark Ubisoft durch die Leistung der Assassin's Creed-Reihe stabilisiert oder gefährdet wird. Dabei werde ich gezielt nach Marktanalysen suchen, die die langfristige Tragfähigkeit dieser monolithischen Umsatzträger im Vergleich zur Mitarbeiterleistung bewerten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem mit Ubisoft ist die absolute Eintönigkeit deren Games - Assassins Creed Teil Drölftausendachtzig und da hörts auf - ey hätten die Assassins Creed nicht wären die längst insolvent. Was der CEO macht ist sich die ganzen Jahre auf diesem einen Pferd auszuruhen ohne dabei mal ernsthaft neue Wege zu beschreiten - er läuft lieber nach als voran.
 
Ubisoft war für mich ein absoluter Lost-Cause als genau das hier passierte:

Aber auch anderswo läuft bei Ubisoft regelmäßig viel schief, etwa beim jahrelang verschobenen, mittelmäßigen Piraten-MMO Skull and Bones (Test), für das sicherheitshalber in völliger Realitätsfremde eine neue Gütekategorie erfunden wurde.

Wie man so dermaßen fern der Realität ist und das bei einem so unterdurchschnittlichem Game was bis hinter den Mond gehyped wurde und sich als absoluter Rohrkrepierer herausstellt....

Ich kaufe kategorisch nichts mehr von Ubisoft. Die machen für MICH schon mal gar keine Spiele mehr und ich habe die Splinter-Cell Reihe geliebt.
Starwars Outlaws habe ich mir in Videos angeschaut und nur noch den Kopf geschüttelt. Mit der IP hätte man so viel besseres machen können - die Schleichmechanik omg... das sah schon parodiert albern aus und dann der Knockout von einem Stormtrooper mit der Faust.

Naja, verschenktes Potenzial - sie konnten mal richtig gute Stealth-Games, Splinter Cell z.B. ;-)

Schade um die Mitarbeiter. Beruhigend das da welche von so Games wie Expedition 33 gezaubert haben und das Talent nicht verloren gegangen ist.
 
Wer über Jahre hinweg seelenlose Spiele entwickelt wo der Fokus auf der Open World liegt und das ganze möglichst groß sein soll, der steckt eben irgendwann mal in der Krise.
 
Tja bin mal gespannt wann sie auch den Trichter kommen, als Spielestudio gute Spiele zu machen und nicht weiter diesen digitalen Müll zu produzieren und jedem Buzzword hinterher zu rennen.
Aber ich wette das NFT Game, die ganzen Ki Nr. werden es am Ende richten. Also zu Grunde.
 
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