Union möchte tägliche Höchstarbeitszeit kippen. 30,25-35,25 Wochenstunden verteilt auf drei Arbeitstage attraktiv?

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NeoHazard schrieb:
Aber wenn ich mal 100% Verlust erleide, kann ich dann die Hand beim Vatersaat aufmachen? lol ne, da habe ich Pech gehabt).
Wenn du die Verluste realisierst, kannst du den Verlusttopf für Aktien verwenden, dann werden deine realisierten Gewinne und Verluste verrechnet.
 
Was ich aber schon sagen muss:
wir haben von den 1,5 Gehältern zwei Kinder und ein Haus bezahlen können. Ohne das hätte man sicher auch mehr luxus haben können.
 
Corto schrieb:
Gebrauchtes Auto, Urlaub an der Nordsee oder in Bayern. Klamotten von älteren Cousins, Schuhe genau 1 Paar modische und ein paar Fußballschuhe, einen Gameboy für zwei Brüder, nie ein echtes Fußballtrikot.

Unwichtiges Zeugs. Meine Eltern fahren auch heute noch den alten Golf 4, obwohl das Eigenheim (15 Minuten Busfahrt bis zum Stadtzentrum) abbezahlt ist.

Das scheint so ein neoliberaler Standardtrick zu sein, ständig mit Fernsehern und Smartphones anzukommen, um Wohlstand vorzugaukeln. Und Wohnungskosten aus allen Warenkörben zu lügen.
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Tomislav2007 schrieb:
Früher hat man sparsamer gelebt weil es weniger Spielzeug/Luxus gab und sein Geld bedachter ausgegeben (z.B. selber gekocht und Klamotten genäht).

...oder Audioelektronik vom Sperrmüll geholt, und sich das Reparieren selbst beigebracht. Geht nur in den heutigen Mickerwohnungen mit ordnungsfanatischen Eltern nicht mehr - kein Wunder, dass nur noch "Consumer" dabei herauskommen.

Bastelkeller ist Grundausstattung.

Und gutes Spielzeug hatte ich genug: Lego, Fischertechnik, und das:

https://norbert.old.no/kits/ee2000/ee2003.html

Nur den EE2007 mit der Bildröhre hatte ich nicht, der war viel zu teuer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja die Zeiten ändern sich, wenn heute irgendwas mit bluetooth nicht mehr klappt, was willste da groß Basteln?

der Kapitalismus mit seiner Erzeugung von Begehrlichkeiten hat uns halt in den letzten 60 Jahren komplett gef*ckt.
Ich kann da auch keinem Kind oder Elternteil böse sein, ich merke es ja selbst wie ich konsumiere.
 
LEGO und gute und große Röhrenfernseher waren damals doch bestimmt auch teuer.
 
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Wir hatten eine große Kiste voll mit altem Lego. Ich wusste lange garnicht das es da so richtige Sets mit Anleitung gibt :D

Fand ich aber auch arg langweilig, sowas aus passenden steinen zusammenzubauen nach Anleitung :D
 
Das Zeug war eigentlich irre teuer.

https://www.hifi-archiv.info/Universum/1980-zweite Ausgabe/

Wenn man das mal auf die Gehälter von damals bezieht.

Ich frage mich heute noch, wie meine Eltern das gemacht haben. Haus, Auto, Urlaub, Stereoanlage, TV, Radio. Ein Gehalt, zumindest bis ich aus dem gröbsten raus war. Danach ging meine Mutter halbtags.

Ja, Haus war nicht teuer, viel Eigenleistung. Auto war untere Mittelklasse, Urlaub Schwarzwald. Trotzdem hatte ich viel Spielzeug, konnte nicht meckern.

Und meine Eltern haben es trotzdem noch geschafft, rel. viel Geld auf Seite zu legen. In den letzten Jahren haben sie mir immer wieder was zugesteckt, aus irgendeiner Vermögensanlage, die mal wieder fällig war.

Mein Dad war kein Großverdiener. Durchschnitt.

Wenn ich an meine Freunde / Klassenkameraden von der Realschulzeit nachdenke, war das bei den meisten so. Da kann man jetzt wieder mit "anekdotischer Evidenz" kommen, aber ich bin da echt bei @NeoHazard
 
Na klar waren Konsumgüter auch damals teuer, ein Amiga 500 hat über 1.500DM gekostet, was eine Stange Kohle war. Oder ein 486er PC mit Monitor und Maus fast 3 Mille. Videorecorder oder Sony RöhrenTV auch schweine teuer gewesen. Manche tun so als ob es damals gar keine Elektronik gab und wir alle in Höhlen gelebt haben lol
Damals war auch die Qualität 100x besser, allein bei Lego sieht man es. Früher konnte und hatte man Elektronik repariert, heute alles Wegwerfartikel. Auch bei Autos, damals Bauteile aus Metall (Fensterheberritzel) hielten ewig, heute aus billigsten Plastik die häufig kaputt gehen, etc. pp..

Guck mal in das Prospekt von damals. Weißt Du was damals 7.000 Deutsche Mark wert waren? Da ist heute die Elektronik zum Verdienst Peanuts ;)

Heute kann sich jeder Harzi einen 65" TV für 300€ kaufen, früher musstest Du mind. Ein dickes Monatsgehalt für opfern.
 

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Corto schrieb:
Naja die Zeiten ändern sich, wenn heute irgendwas mit bluetooth nicht mehr klappt, was willste da groß Basteln?

Mit Arduino und 3D-Drucker sind die Möglichkeiten grenzenlos. Nur nicht in einem Popelmietknast mit 8 m²-Legebatterie als "Kinderzimmer", und ohne Bastelkeller.

Skaiy schrieb:
LEGO und gute und große Röhrenfernseher waren damals doch bestimmt auch teuer.

Dafür spielen mit demselben Lego heute noch die Enkelkinder.

Und den Fernseher rechne auf monatliche Kosten bei >10 Jahren Nutzungsdauer um, dann ist der Preis nur noch ein Witz im Vergleich zu den Wuchermieten. Auch damals.
 
NeoHazard schrieb:
Na klar waren Konsumgüter auch damals teuer, ein Amiga 500 hat über 1.500DM gekostet, was eine Stange Kohle war. Oder ein 486er PC mit Monitor und Maus fast 3 Mille. Videorecorder oder Sony RöhrenTV auch schweine teuer gewesen.
Die Sachen waren damals ebenfalls sehr teuer.
Ich erinnere mich an "unseren" ersten Fernseher. Die Eltern hatten in ihrem Wohnzimmer einen großen Farb-TV.
Mein Bruder und ich haben dann ein halbes Jahr unser Taschengeld gespart, und davon einen SW-TV mit <30cm Bilddiagonale gekauft.
Der Unterschied zu heute: Heute spart niemand mehr ein halbes Jahr auf ein Elektrogeräzt, weil er genau weiß, dass jedes Elektrogerät nach 6 Monaten bereits obsolet ist. Deswegen sind die Teile mittlerweile auch so billig, dasss man sich von einem Monatsgehalt gleich 10 kaufen könnte.
Entsprechend werden die Dinge dann auch gewertschätzt.
Den ersten Fernseher meines Lebens hatte ich insgesamt 20 Jahre lang. Zeigt mir EINEN Hersteller, der sowas heute überhaupt nmoch im Programm haben will. Man entwickelt lieber etwas, das zuverlässig in absehbarer Zeit nach dem Gewährleistungsablauf den Geist aufgibt, und dann nur neu gekauft werden kann.
Dieser "Elektroschrott in spe" ist natürlich viel billiger.

Das wohnen ist dafür unglaublich viel teurer geworden ... die meisten zahlen ca. 50% ihres Nettoeinkommens für die Warmmiete. Dennoch spielen die Mietkosten bei den Neiddebatten rund um das Bürgergeld nie eine Rolle ... genausowenig, wie die Gehälter der Coaches, zu denen man die BG-E,mpfänger regelmäßig schickt, um die Arbeitslosenzahlen schönzurechnen.
In meiner heimatstadt zahlt das Amt maximal €450,- warm für eine Wohnung mit bis zu 45m². Solche Wohznungen gibt es extrem selten, und die Politik des JC ist, dass der BG-Empfänger die Differenz dann halt aus dem Regelsatz berappen muss. Viele BG-Empfänger haben dadurch nicht €520,- Regelsatz, sondern eher was bei €400,-.
Das ist in der Debatte aber vollkommen egal ... da gehts ja auch nicht um Grundsicherung, sondern um ein neues Presskommando für den Niedriglohnsektor.

Was die "niederen Berufe" wirklich leisten, muss wohl tatsächlich durch einen mehrwöchigen generalstreik klargestellt werden. Erst wenn der Chef keine Lust mehr hat, über Müllberge zu seinem Sessel zu klettern, wird er eventuell einsehen, was die Reinigungskraft wirklich wert ist.
Dazu, sie besser zu bezahlen, wird man ihn trotzdem zwingen müssen ... aber dafür kann der Chef nichts ... da ist er auch nur Getriebener.
 
DerOlf schrieb:
... die meisten zahlen ca. 50% ihres Nettoeinkommens für die Warmmiete. Dennoch spielen die Mietkosten bei den Neiddebatten rund um das Bürgergeld nie eine Rolle
So viel ist es bei mir (noch) nicht, aber, bei allem Meckern muss man auch das positive benennen - Die Nebenkostennachzahlung 2023 konnte ich mir letztes Jahr über das Jobcenter wieder holen. Ich zahle 130€ Abschlag auf die NK und 2023 war das Heizöl teuer, somit hatte ich über 800€ Nachzahlung.

Das kann man beim Jobcenter einreichen. Man muss sich halt nackig machen und alles offen legen. Nach drei Monaten bekam ich die komplette Knete zurück. Die Nachzahlung und die Abschlagszahlung des Monats. Ist nichts anderes als Bürgergeld.

Hab jetzt die aktuelle Nachzahlung für 2024 hier. Sind nur "465€", bin gerade dabei, den Antrag fertig zu machen.

Man muss halt sehen wo man bleibt.
 
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Hallo

DerOlf schrieb:
Was die "niederen Berufe" wirklich leisten, muss wohl tatsächlich durch einen mehrwöchigen generalstreik klargestellt werden.
So wie zu Corona als für Systemrelevante Pflegekräfte geklatscht wurde, was ist davon übrig geblieben ?
Nichts, die schieben immer noch Stunden ohne Ende, über nur 10 Stunden täglich würden die sich freuen.
Das kippen der Höchstarbeitszeit würde für die nur bedeuten das sie es nicht mehr illegal machen müssen.

DerOlf schrieb:
Erst wenn der Chef keine Lust mehr hat, über Müllberge zu seinem Sessel zu klettern, wird er eventuell einsehen, was die Reinigungskraft wirklich wert ist.
Dazu, sie besser zu bezahlen, wird man ihn trotzdem zwingen müssen ... aber dafür kann der Chef nichts ... da ist er auch nur Getriebener.
Das wird nicht so schnell passieren, dafür sind Hilfsarbeiter zu einfach/schnell ausgetauscht und Nachschub ist (noch) ausreichend vorhanden.

Grüße Tomi
 
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-Doppelpost-
 
Zuletzt bearbeitet:
Tomislav2007 schrieb:
Hallo


Das man eine Benzinlache mit einer Zigarette entzünden kann ist ein falscher Hollywood Mythos.
Mit einer Zigarette kann man eine Benzinlache nicht entzünden, es ist unmöglich:

Wenn du meinst

Bekanntlich entstehen aus der Lache Dämpfe und die sind entzündlich.
 
Hallo

Löschknecht schrieb:
Ich meine gar nichts, das haben Forscher für ein Gerichtsgutachten heraus gefunden.
https://www.stern.de/neon/wilde-wel...h: Es,angezündete Zigaretten in Benzin fallen
Zitat:
"Die Wahrheit ist nämlich: Es ist unmöglich, eine Benzinlache mit einer hineingeworfenen Zigarette zu entzünden.
Das haben Forscher im Auftrag der amerikanischen Justizbehörde herausgefunden. Dazu ließen sie insgesamt 723 angezündete Zigaretten in Benzin fallen. Das Ergebnis: Nicht ein einziges Mal entzündete sich dabei ein Feuer. Die Zigarette wurde vom Benzin sozusagen gelöscht. Die Behörde hatte die Forschung in Auftrag gegeben, da mutmaßliche Brandstifter immer wieder behaupteten, sie hätten das Feuer versehentlich mit ihrer Zigarette entfacht."


Löschknecht schrieb:
Bekanntlich entstehen aus der Lache Dämpfe und die sind entzündlich.
Bekanntlich haben die Dämpfe einer Lache eine zu geringe Konzentration.

Grüße Tomi
 
man ist doch heute überwiegend schon bei 7-8 Stunden nicht 100% effektiv und leistungsbereit - warum sollte man noch 4 Stunden mehr "arbeiten".

Das mag am Band funktionieren, aber sonst für den AG kein Zugewinn
 
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MrMorgan schrieb:
Das mag am Band funktionieren
Das ist ein Trugschluß, dass Bandarbeit keine Kopfleistung oder Arbeitspausen benötigt. Im Gegenteil, je wiederholter und 'anspruchsloser' die Arbeit ist, desto mehr macht sich ein solcher Leistungseinbruch bemerkbar. Beispiel: Für die eingeplante Arbeit am Band sind 5 Arbeiter eingeplant. Nach 6 Stunden muss dann ein Sechster dazu und nach 8 ein Siebter dazu, um die Leistung vom Band nicht drosseln zu müssen.
 
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ja ich wollte die Leistungswillen von Bandarbeitern nicht negativ framen ;)

Nur ist es (z.b. an einem Büroplatz) oft so, das du nach 8-9 Stunden einfach nur noch rum pimmelst sozusagen und gar nicht mehr produktiv bist ;)
 
Löschknecht schrieb:
Bekanntlich entstehen aus der Lache Dämpfe und die sind entzündlich.
Probier es doch einfach mal aus.

@Exit666
Ich weiß, dass man sich vieles beim JC wiederholen kann. Es ging auch nicht um Gejammer über die Jobcenter oder darum dass das Leben als BG-Empfänger so hart ist.
Es ging mir einzig um die Debatte rund um die Kosten des Sozialsystems. Da zählen Kaltmieten ebenfalls mit hinein ... und ganz ehrlich, sogar die Kaltmieten übersteigen bei vielen mittlerweile das, was das Amt zu zahlen bereit ist.

Ich bin sehr froh, an diesem Verein nicht mehr zu hängen, und ich rate jedem, JEDEN Job anzunehmen, bevor er einen Antrag auf BG stellt.
Ans Jobcenter wendet man sich erst, wenn man kurz vor der Obdachlosigkeit und dem Hungertod steht. Aber das hat wenigstens den Vorteil, dass das JC dann keinen von Generationen erwirtschafteten Wohlstand mehr vernichten kann ... das hat man ihnen dann schon abgenommen.
 
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