Union möchte tägliche Höchstarbeitszeit kippen. 30,25-35,25 Wochenstunden verteilt auf drei Arbeitstage attraktiv?

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DerOlf schrieb:
Das Zauberwort heißt "Gasrückführung". Die ist an allen Zapfsäulen Pflicht ... und genau durch diese Einrichtung ist es nun auch eigentlich kein Problem mehr, beim Tanken zu rauchen.

Das "Zauberwort" hat damit nichts zu tun. Es gibt genug Leute die noch Kanister von Hand betanken oder biem Tanken nicht aufpassen und wenn da eine Riesen Lache ist, bringt deine Gasrückführung auch nichts.
 
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Das hat damit überhaupt nichts zu tun. Gasabsaugung war schon ganz richtig.

Und abgesehen davon, dass DerOlf ohnehin niemals direkt an den Zapfsäulen rauchen würde, würde selbst eine Lache nicht wegen einer Zigarette anfangen zu brennen.
 
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Hallo

Löschknecht schrieb:
Es gibt genug Leute die noch Kanister von Hand betanken oder biem Tanken nicht aufpassen und wenn da eine Riesen Lache ist,
Das man eine Benzinlache mit einer Zigarette entzünden kann ist ein falscher Hollywood Mythos.
Mit einer Zigarette kann man eine Benzinlache nicht entzünden, es ist unmöglich:
https://www.stern.de/neon/wilde-wel...h: Es,angezündete Zigaretten in Benzin fallen.
Zitat:
"Die Wahrheit ist nämlich: Es ist unmöglich, eine Benzinlache mit einer hineingeworfenen Zigarette zu entzünden.
Das haben Forscher im Auftrag der amerikanischen Justizbehörde herausgefunden. Dazu ließen sie insgesamt 723 angezündete Zigaretten in Benzin fallen. Das Ergebnis: Nicht ein einziges Mal entzündete sich dabei ein Feuer. Die Zigarette wurde vom Benzin sozusagen gelöscht. Die Behörde hatte die Forschung in Auftrag gegeben, da mutmaßliche Brandstifter immer wieder behaupteten, sie hätten das Feuer versehentlich mit ihrer Zigarette entfacht."

Löschknecht schrieb:
bringt deine Gasrückführung auch nichts.
Doch, die Gasrückführung bringt sehr viel.
Benzin im gasförmigen Zustand (in hoher Konzentration) das sich mit Luft (bzw. Sauerstoff) mischt kann man mit einer Zigarette entzünden.
Beim tanken entstehen Benzindämpfe (in hoher Konzentration) durch den Benzinfluß und da verhindert die Gasrückführung das entzünden.

Grüße Tomi
 
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@Löschknecht
Wenn dir die 700+ Versuche der US-Forscher nicht ausreichen, dann probiere es doch selbst aus.
Tanke einfach mal für 10-20c daneben, und wirf ne Zigarrette rein. Wenn du dir Sorgen machst, dann versuche das auf einem einsamen Rastplatz an irgendeiner Autobahn.
Es ist sogar egal, ob du dafür Super e5, e10 oder plus nimmst.
Nur wenn du Diesel nimmst, solltest du dem Tankwart bescheidsagen, denn das muss der nach deinem gescheiterten Versuch dann mit Ölbinder abstreuen und Diesel kippt man bitte auch nicht auf irgendeinen Rastplatz.

Am Rande: Kann mir jemand verraten, warum bei uns vor allem Diesel auf dem Hof landet?
Rutschen die Leute mit dem Zapfhahn irgendwie ab, oder warum wird vor allem Diesel daneben getankt?
Liegt es eventuell daran, dass das Zeug "zu billig" ist?
Ergänzung ()

Doch noch was zum Thema.
Wenn ich mir anschaue, wie viele meiner Kunden nach 8 Stunden Arbeit schon aus der Wäsche schauen, und was für eine Laune die nach Feierabend meist haben, dann halte ich es im Sinne des gesellschaftlichen Friedens für gefährlich, die tägliche Höchstarbeitszeit zu kippen.
Eigentlich ist das nur am Freitag etwas anders ... da machen aber viele auch schon früher Schluss, und die meisten freuen sich, dass sie wieder eine Woche geschafft haben.
Ich wäre nicht besonders überrascht, wenn die sich nach einem Montag mit 10-12 Stunden Arbeit dann gegenseitig an die Gurgel gehen.

Ausnahmeregelungen für Bereiche, in denen es nunmal nicht anders geht (Aussendienst, Dienstreisen, Montage, nicht aufschiebbare Arbeiten ... es wurden einige Beispiele genannt) halte ich hier für zielführender, als eine allgemeine Aufweichung der täglichen Maximalstundenzahl.
Letzteres wird uns mMn nur noch mehr Arbeitslose bescheren, weil es mir beinahe selbstverständlich erscheint, dass diese Regelung ausgenutzt werden wird, um noch ein paar mehr Stellen einzusparen.
 
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Hallo

DerOlf schrieb:
Letzteres wird uns mMn nur noch mehr Arbeitslose bescheren, weil es mir beinahe selbstverständlich erscheint, dass diese Regelung ausgenutzt werden wird, um noch ein paar mehr Stellen einzusparen.
Da solltest du nochmal drüber nachdenken, die Idee ist nur die tägliche und nicht die wöchentliche/monatliche Höchstarbeitszeit zu kippen.
Durch das kippen der täglichen Höchstarbeitszeit würde man auf den Monat gesehen nicht mehr arbeiten, da würde sich gar nichts ändern.
In 4x 10 Stunden Stunden schafft man nicht mehr als in 5x 8 Stunden, die Arbeitsleistung/-menge würde sich nicht im geringsten ändern.

Grüße Tomi
 
Tomislav2007 schrieb:
In 4x 10 Stunden Stunden schafft man nicht mehr als in 5x 8 Stunden, die Arbeitsleistung/-menge würde sich nicht im geringsten ändern.
Ggf. eher weniger würde ich mal tippen, da Konzentration wohl nicht linear abnimmt. Dies kann man aber mit Pausenoptimierung/Stückelung begegnen bzw. diesen Effekt abschwächen.

10h konzentriert sein natürlich schwerer als 8h^^
Kommt aber natürlich auf die Arbeit an, um was es sich handelt und jeder reagiert da individuell drauf.

MfG, R++
 
R++ schrieb:
10h konzentriert sein natürlich schwerer als 8h^^

Survey Reveals Employee Productivity Averages 2 Hours and 53 Minutes a Day​

22 January 2018
New research from the UK’s largest money saving brand has revealed that the average UK office worker is only productive for 2 hours and 53 minutes out of the working day; with social media and trawling news websites labelled as the main distractions affecting employee productivity each working day.
https://www.vouchercloud.com/better-living/office-worker-productivity

How much deep work can you do in a day?​

A study done by Anders Ericsson suggests that most people can’t do more than 4-hours of deep work in a day. Cal Newport, the writer of Deep Work, suggests the same in his book.

However, there are some outliers to every rule. Some exceptional performers are able to do 6-8 hours of deep work after months of creating a deep work ritual for themselves.
https://www.pesto.tech/resources/can-we-really-do-deep-work-more-than-6-hours-a-day

Also nur Ausnahmetalente sind in der Lage 6–8 Stunden konzentriert und damit effektiv zu arbeiten.

Tomislav2007 schrieb:
Arbeitsleistung/-menge würde sich nicht im geringsten ändern.
Nehmen wir mal an, dass der durchschnittliche Arbeitnehmer an ca. 4x5 Stunden von seinen 5x8 Stunden effektiv arbeitet.

Der durchschnittliche Arbeitnehmer arbeitet dann also an 5 Tagen 20 Stunden effektiv. Während sein ebenfalls durchschnittlicher Kollege an 4 Tagen nur 16 Stunden effektiv arbeitet.
 
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Hallo

Lipovitan schrieb:
Also nur Ausnahmetalente sind in der Lage 6–8 Stunden konzentriert und damit effektiv zu arbeiten.
Die Frage ist wie die Links zu deuten sind und was genau ist mit produktivem und hoch konzentriertem arbeiten gemeint ?
Produktives und hoch konzentriertes arbeiten heißt für einen Arbeitgeber (in der Regel) das auch Geld erwirtschaftet wird.
Es gibt aber auch arbeiten die erledigt werden müssen und womit kein/kaum Geld erwirtschaftet wird (unproduktiv sind).
Was ist mit den vielen Arbeitspkätzen wo man sich gar nicht bis kaum konzentrieren muss, fallen die da nicht drunter ?
Sind für einen Arbeitgeber der Pförtner und die Putzfrau produktiv ? Nein, für den Arbeitgeber kosten die nur Geld.

Lipovitan schrieb:
Nehmen wir mal an, dass der durchschnittliche Arbeitnehmer an ca. 4x5 Stunden von seinen 5x8 Stunden effektiv arbeitet.
Das mag auf Arbeitsplätze zutreffen wo man sich konzentrieren muss und wo man sich so eine Bummelei ungestraft erlauben kann.
Es gibt aber auch noch viele Arbeitsplätze wo man nicht viel bei denken muss oder wo man sein Gehirn komplett ausschalten kann.
Es gibt viele Arbeitsplätze wo man den ganzen Arbeitstag durchgehend arbeitet und für eine Pinkelpause jemand einspringen muss.
Es ist Arbeitszeitbetrug (Diebstahl) wenn man von 8 Stunden nur 4-5 Stunden arbeitet, ich weiß das die Realität oft anders aussieht.

Es ist witzig, der Büroschläfer kommt nach Hause und erzählt das er kaputt von der Arbeit ist während er sich in den Sessel schwingt.
Der Bauarbeiter der den ganzen Tag malocht hat geht nach Feierabend noch in die Muckibude, das erklärt aber die Figurunterschiede.
Bauarbeiter sind ein gutes Beispiel, auf dem Bau werden fast immer trockene und warme Tage ausgenutzt und es wird mehr gearbeitet.
Bauarbeitern würde das kippen der täglichen Höchstarbeitszeit helfen und die müßten nicht mehr so viel unter der Hand mauscheln.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Sind für einen Arbeitgeber der Pförtner und die Putzfrau produktiv ? Nein, für den Arbeitgeber kosten die nur Geld.
Auch Tätigkeiten wie die eines Pförtners oder einer Reinigungskraft sind für den Betrieb essenziell, selbst wenn sie keinen direkten Umsatz generieren. Sie ermöglichen mit ihrer Tätigkeit, dass andere produktiv sein können (z. B. Sicherheit, saubere Arbeitsumgebung). Produktivität umfasst also nicht nur Umsatz, sondern auch den Beitrag zum Gesamtbetrieb.

Die Studie von Vouchercloud bezieht sich auf Büroarbeit, wo Ablenkungen die effektive Zeit reduzieren, aber das Konzept der produktiven Zeit gilt auch für andere Berufe.
Tomislav2007 schrieb:
Es ist Arbeitszeitbetrug (Diebstahl) wenn man von 8 Stunden nur 4-5 Stunden arbeitet, ich weiß das die Realität oft anders aussieht.
In Büroumgebungen sind Ablenkungen wie Meetings, E-Mails oder soziale Interaktionen oft Teil der Arbeitskultur und werden von Arbeitgebern toleriert oder sogar gefördert. Das die durchschnittliche effektive Arbeitszeit bei 2 Stunden 53 Minuten liegt – nicht weil die Mitarbeiter faul sind, sondern weil die Struktur des Arbeitstages (z. B. ständige Erreichbarkeit) die Konzentration erschwert. Das ist kein Diebstahl, sondern ein systemisches Problem.

Große Tech-Unternehmen haben in ihre Büros speziell in Räume die für Ablenkung sorgen investiert. Sie sind Teil einer strategischen Investition in die Mitarbeiter, um deren Wohlbefinden, Kreativität und letztendlich die Produktivität und den Erfolg des Unternehmens zu steigern.
Tomislav2007 schrieb:
Bauarbeiter sind ein gutes Beispiel, auf dem Bau werden fast immer trockene und warme Tage ausgenutzt und es wird mehr gearbeitet.
Rund drei Viertel aller privaten Neubauten zeigen innerhalb der Gewährleistungszeit Mängel.
https://www.hausundgrund-leverkusen...drei-viertel-aller-neubauten-mangelhaft-6031/
Ist das mehr Arbeiten der Grund für die steigende Anzahl an Baummängeln?

Was ich damit sagen möchte: Ja, die Produktivität ist in handwerklichen Berufen direkter sichtbar und messbarer als in typischen Bürojobs. Insgesamt macht der Vergleich in diesem Zusammenhang jedoch wenig Sinn, da Büroarbeit intensive kognitive Konzentration erfordert, während die Produktivität von Handwerkern oft auf physischer Kontinuität und Routine basiert. Das reduziert zwar Ablenkungen, erfordert aber dennoch hohe Aufmerksamkeit für Qualität und Sicherheit.

Um am Beispiel beim Bauarbeiter zu bleiben:

Wenn der Bauarbeiter 10 Stunden arbeitet und nach 4 Stunden ermüdet, könnten die letzten Gewerke fehlerhaft sein, was zu Mängeln führt. Auch die Unfallgefahr steigt durch nachlassende Konzentration und das vernachlässigen von Sicherheitsbestimmungen.
 
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Khaotik schrieb:
Deutschland war mal für seine Arbeitsmoral bekannt - für mich mittlerweile häufig nur noch ein Mythos. Und das halte ich für bedauerlich.

Für die "Arbeitsmoral" gab es damals eine versorgte Familie, ein abbezahltes Eigenheim, und eine sichere Rente. Und zwar für die Arbeitsmoral einer einzelnen Person.

Und bei unverschuldeten Problemen gab es eine richtige Arbeitslosenversicherung ohne Vermögensdiebstahl und Billiglohndegradierung, und eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente.

Dann haben die Hartzreformen jedes Vertrauensverhältnis zerstört. Das halte ich für bedauerlich.

Und wer Familie und Eigenheim bereits aufgegeben hat, ist eben weniger motiviert und weniger erpressbar. Pech gehabt.
 
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Hallo

Lipovitan schrieb:
Die Studie von Vouchercloud bezieht sich auf Büroarbeit,
Lipovitan schrieb:
Insgesamt macht der Vergleich in diesem Zusammenhang jedoch wenig Sinn, da Büroarbeit intensive kognitive Konzentration erfordert, während die Produktivität von Handwerkern oft auf physischer Kontinuität und Routine basiert.
Und genau das hast du in deinem Beitrag 227 nicht so offensichtlich geschrieben, der Beitrag war zu allgemein gehalten.

Lipovitan schrieb:
Große Tech-Unternehmen haben in ihre Büros speziell in Räume die für Ablenkung sorgen investiert. Sie sind Teil einer strategischen Investition in die Mitarbeiter, um deren Wohlbefinden, Kreativität und letztendlich die Produktivität und den Erfolg des Unternehmens zu steigern.
Meinst du die Tech Unternehmen die genau so schnell Mitarbeiter einstellen wie Mitarbeiter entlassen ?
Ich glaube mittlerweile das diese "Wohlfühlarbeitsumgebung" nicht den Mitarbeitern dienen soll, sondern den Tech-Unternhmen hilft Mitarbeiter anzulocken.
Man lockt Mitarbeiter an und stellt so viele wie möglich ein und behält nur die Highperformer, wer wirklich will und kann sieht man erst im laufenden Betrieb.
Ich bin mittlerweile sehr kritisch gegenüber vielen Tech-Unternehmen geworden, die locken mit blinkenden Fassaden und kochen aber auch nur mit Wasser.

Grüße Tomi
 
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Lipovitan schrieb:
sondern weil die Struktur des Arbeitstages (z. B. ständige Erreichbarkeit) die Konzentration erschwert.
Tipp von mir: Benachrichtigungen von Outlook, Teams und Co. einfach abstellen. Ich reagiere dann nur noch wenn ich die Zeit finde in Outlook zu gucken und lasse mich nicht durch eingehende Emails oder Chats aufscheuchen.

Das hilft ungemein und sorgt für unterbrechungsfreie Arbeit.
 
Lipovitan schrieb:
Auch Tätigkeiten wie die eines Pförtners oder einer Reinigungskraft sind für den Betrieb essenziell, selbst wenn sie keinen direkten Umsatz generieren. Sie ermöglichen mit ihrer Tätigkeit, dass andere produktiv sein können (z. B. Sicherheit, saubere Arbeitsumgebung). Produktivität umfasst also nicht nur Umsatz, sondern auch den Beitrag zum Gesamtbetrieb.

Ich finde es erschreckend das man solche simplen und grundlegenden Zusammenhänge manchen Menschen erklären muss. Das ist ja nicht mal der Tellerrand über den @Tomislav2007 beim Denken hinaus kommt. Kleine Kinder verstehen den Wert solcher Berufe besser.

Nachdenken ist kostenlos und kein Verbrechen.
 
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Hallo

wilk84 schrieb:
Ich finde es erschreckend das man solche simplen und grundlegenden Zusammenhänge manchen Menschen erklären muss. Das ist ja nicht mal der Tellerrand über den @Tomislav2007 beim Denken nicht hinaus kommt. Kleine Kinder verstehen den Wert solcher Berufe besser.
Wo soll ich Berufe gewertet haben ? Ich habe nur geschrieben was viele Chefs denken, ich ehre jeden der arbeiten geht.
Ich arbeite in der Medizintechnik (Instandhaltung) und werde ebenfalls als nicht Umsatz bringender Kostenfaktor gesehen.
Es ist eine Tatsache das es in einer Firma etliche (für Chefs ungeliebte) Positionen gibt die keinen direkten Umsatz generieren.
Wer bekommt eher Boni wenn der Umsatz steigt, diejenigen die den Umsatz direkt erwirtschaftet haben oder die Putzfrauen ?
Wieso haben wir denn den Trend das Bereiche die keinen direkten Umsatz generieren (kostengünstiger) ausgelagert werden ?
Ich kann nichts dafür das du die Wahrheit nicht kennst/verträgst.

Grüße Tomi
 
Ich würde solche Berufe eher als geschäftssichernde Tätigkeiten sehen, welche indirekt schon den Umsatz beeinflussen.

Wer möchte in einem Unternehmen arbeiten, indem man selbst das Unternehmen reinigen soll? Und wenn man es nicht tut, wer will in einem mit der Zeit vollkommen verdrecktes Unternehmen arbeiten? Und wenn man selbst damit kein Problem hat, wird der schmutzige Arbeitsplatz schon dafür sorgen, dass die Qualität des Arbeitens und somit der Umsatz zurückgehen wird.

Und wenn das Unternehmen deshalb Schwierigkeiten hat Mitarbeiter zu finden, macht man auch schwerlich Umsatz.

Der Pförtner hat auch eine sicherheitsrelevante Position. Wenn es die so nicht mehr gibt und jeder Hanswurst das Unternehmensgelände betreten kann, wird das ebenfalls nicht geschäftsdienlich sein. Bei großen Geländen kann das auch eine unabdingbare Position sein. Ich bin beruflich öfter Mal auf dem Gelände von Anheuser Busch in Bremen.

Ohne Pförtner würde dort wahrscheinlich das Chaos ausbrechen.

Ein ordentlicher "Chef" sollte eigentlich nicht so eindimensional denken.

Ich würde sogar so weit gehen, dass der Nutzen dieser Positionen deren niedrige Kosten im Vergleich zu anderen Positionen im Unternehmen bei Weitem übertrifft. Das sind beides keine Berufe, die für ihr hohes Einkommen bekannt sind.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Wieso haben wir denn den Trend das Bereiche die keinen direkten Umsatz generieren (kostengünstiger) ausgelagert werden ?
Muss man dir jetzt echt erklären wie der Kapitalismus funktioniert ? Du bist doch dafür das z.B. Krankenhäuser Gewinnorientiert arbeiten müssen.
Solltest du irgendwann aus (Kostengründen) ausgelagert werden wäre das doch auch gut so oder etwa nicht ?
 
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JMP $FCE2 schrieb:
Für die "Arbeitsmoral" gab es damals eine versorgte Familie, ein abbezahltes Eigenheim, und eine sichere Rente. Und zwar für die Arbeitsmoral einer einzelnen Person.

Und bei unverschuldeten Problemen gab es eine richtige Arbeitslosenversicherung ohne Vermögensdiebstahl und Billiglohndegradierung, und eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente.

Dann haben die Hartzreformen jedes Vertrauensverhältnis zerstört. Das halte ich für bedauerlich.

Und wer Familie und Eigenheim bereits aufgegeben hat, ist eben weniger motiviert und weniger erpressbar. Pech gehabt.
Genau so sehe ich das auch. Am Anfang meiner Arbeitszeit (Anfang der 2000er) war ich hochmotiviert und hab mein Bestes gegeben. Aber spätestens seit 2019 hat sich das bei mir schlagartig gewandelt. Je mehr Du arbeitest und mehr verdienst desto aggressiver wirst Du vom Vater Staat in den Allerwertesten penetriert^^ und wenn ich wieder lese, Krankenversicherungen sollen noch weiter steigen und dies das Anans auch noch. Warum gehe ich dann überhaupt arbeiten? Lohnsteuer und die Sozialversicherungen fressen fast 50% vom Lohn auf (St.Klasse 1). Gehst Du einkaufen, zahlst Du Steuern. Auf meine Aktiengewinne muss ich Steuern zahlen (ich kaufe mit meinen eh schon versteuerten Geld diese Aktien, habe 100%iges Risiko und bei Gewinnen macht Vatterstaat die Hand auf. Aber wenn ich mal 100% Verlust erleide, kann ich dann die Hand beim Vatersaat aufmachen? lol ne, da habe ich Pech gehabt).
Kalte Progression & Co. machen dann noch den Rest. Selbst bei einer Gehaltsstufe höher, würde ich netto vielleicht einen Hunni mehr haben, muss aber dafür ne Menge mehr an Verantwortung und Arbeit tragen? Why? Dann lehne ich mich lieber zurück und genieße meine Worklife Balance.

In Deutschland sind die Zeiten, wo sich harte Arbeit lohnt, Geschichte. Deswegen habe alle keinen Bock mehr, weil nix mehr über bleibt vom Geld. Im Freunden- und Bekanntenkreis denken auch alle so. Es lohnt sich einfach nicht Vollgas zu geben. Wozu sich kaputt malochen, wenn am Ende eh kein Dank kommt und man der Dumme ist? Wenn ich so an meine Ellis und Großeltern denke, da hat ein Einkommen vollkommen gereicht und man konnte sich alles leisten und noch gut was auf die hohe Kante legen.
 
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NeoHazard schrieb:
Wenn ich so an meine Ellis und Großeltern denke, da hat ein Einkommen vollkommen gereicht und man konnte sich alles leisten und noch gut was auf die hohe Kante legen.

Nee, hat es nicht. Das ist doch Quark.

Es hat gereicht, ja. Aber als Arbeiterkind kann ich dir sagen wir waren damals auch bei allem am sparen.
Wir hatten alles was man als Kind brauchte, aber nie das neuest und nie das beste. Immer die Basics.
Gebrauchtes Auto, Urlaub an der Nordsee oder in Bayern. Klamotten von älteren Cousins, Schuhe genau 1 Paar modische und ein paar Fußballschuhe, einen Gameboy für zwei Brüder, nie ein echtes Fußballtrikot.

Es hat also gereicht, aber man konnte sich beileibe auch damals nicht "alles leisten". Und wir hatten 1,5 Gehälter.
 
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@NeoHazard

Es liegt daran, dass der Spitzensteuersatz heute bei deutlich niedrigen Einkommen greift als noch vor 20 oder 30 Jahren. Der %-Spitzensteuersatz ist zwar reduziert wurden - dafür trifft es jetzt deutlich früher auch "niedrigere" Einkommensgruppen. Somit zahlen teilweise schon Tarifangestellte, den Spitzensteuersatz.
(zur Entwicklung des Spitzensteuersatzes und Beitragsbemessungsgrenzen)

Verdeutlicht wird dies einfach, wenn man die Beitragsbemessungsgrenze des Spitzensteuersatzes im Verhältnis zum Durchschnittseinkommen betrachtet. Früher musste man das 18fache haben ... heute beim 1,8 fachen. Es sind halt die "breiten Schulter".

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Hallo

Kassenwart schrieb:
Muss man dir jetzt echt erklären wie der Kapitalismus funktioniert ?
Erklär das mal denen die nicht verstehen das es für Chefs/Arbeitgeber nicht produktive (im Sinne von keinen Umsatz direkt generieren) Mitarbeiter gibt.

NeoHazard schrieb:
In Deutschland sind die Zeiten, wo sich harte Arbeit lohnt, Geschichte.
Wenn du rein körperliche Arbeit meinst dann stimmt das, heute sind andere Qualifikationen/Qualitäten wichtig.

NeoHazard schrieb:
Wenn ich so an meine Ellis und Großeltern denke, da hat ein Einkommen vollkommen gereicht und man konnte sich alles leisten und noch gut was auf die hohe Kante legen.
Hatten deine Großeltern auch einen 65" TV, eine Playstation, ein iPhone, einen High End PC und Starbucks Kaffee für 5€ ? Ach ne gab es alles noch nicht.
Früher hat man sparsamer gelebt weil es weniger Spielzeug/Luxus gab und sein Geld bedachter ausgegeben (z.B. selber gekocht und Klamotten genäht).

Corto schrieb:
Wir hatten alles was man als Kind brauchte,
Und das war in den Zeiten wo ich Kind war (70-80er Jahre) deutlich weniger als Heute, vor allem wenn brauchen auch nur Luxus haben wollen bedeutet.

Grüße Tomi
 
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