Reglohln schrieb:
Das sind aber schlicht Anekdoten. Nicht mehr und nicht weniger. Ja, solche Menschen gibt es. Und nun? Die wird man auch mit Anwesenheits-Boni nicht davon abhalten.
Mag sein, aber zumindest haben die einen Vorteil, die das nicht nutzen.
Reglohln schrieb:
Was definierst du denn als signifikante Menge? 5%? 20%?
Reglohln schrieb:
Und es gibt natürlich auch rechtliche Mittel, die bei hohen Fehlzeiten genutzt werden können. Zum Glück aber nicht solche, wie ich sie bei deinen Aussagen befürchten würde. Und glücklicherweise (hust) kann man auch Menschen wie dich, die meinem Gefühl nach nur Unruhe unter den Mitarbeitenden schüren, auch nicht einfach so "entfernen".
Ich stifte Unruhe? Sind also jene, die keinen Bock auf ihre Arbeit haben, bei Unzufriedenheit mit dem Gelben Urlaubsschein winken und der Rest dann die Arbeit mitmachen darf? Das schöne ist doch, viele machen noch nicht mal ein großes Geheimnis untereinander draus. Da wird ja oftmals auch offen unter den Kollegen darüber gesprochen, dass man halt mal krank macht, wenn das Wochenende mal zu Hart war oder der Chef einem auf den Keks geht.
Reglohln schrieb:
Zum Glück aber nicht solche, wie ich sie bei deinen Aussagen befürchten würde.
Was befürchtest du denn? Das jeder gekündigt werden soll, der mehr also 10 Tage im Jahr fehlt? Keine Lohnfortzahlung ab dem ersten Tag? Auspeitschen?
Bevor wir uns aber im kleinklein verstricken - mir persönlich geht es um das generelle Problem, dass solche Sozialsysteme ausgereizt und ausgenutzt werden. Der Grundgedanke ist grundsätzlich gut und richtig - dass man bei Krankheit nicht direkt in finanzielle Not kommt oder sich dazu genötigt fühlt, aufgrund finanziellem Druck auf die Arbeit gehen zu müssen (wenn es z.B. keine Lohnfortzahlung gäbe).
Das es aber aus meiner Erfahrung raus auch gerne mal für ein paar Tage Extra "urlaub" verwendet wird oder gar als niederschwelliges Druckmittel ggü. dem AG, damit hab ich so meine Probleme.
Das mag in größeren Betrieben, wo das einer von 100 macht noch verkraftbar sein. Was ist, wenn das aber in Firmen mit 50 Mann schon 5 Stück machen? Es wird irgendwann zum finanziellen Problem.
Gefühlt überall geht es immer um den mündigen Bürger und Eigenverantwortung aber wenn es um sowas geht, hätte man doch immer gerne die Vollkasko-Versicherung ohne persönliches Risiko. Das soll mal schön mein AG für mich tragen.
Das man eine gut bezahlte Arbeit hat, ein recht vernünftiges Sozialsystem und ein damit verbundener, gewisser Wohlstand ist für mich kein Grundrecht sondern ein Privileg auf der Welt. Der ein oder andere sollte sich dessen mal bewusst werden und sich auch entsprechend verhalten. Sonst kann das mit dem gut bezahlten Job auch mal schneller vorbei sein als einem Lieb ist.
Wer noch nicht begriffen hat, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland nicht mehr der Nabel der Welt ist, sollte mal dringend die Augen aufmachen. Deutschland war mal für seine Arbeitsmoral bekannt - für mich mittlerweile häufig nur noch ein Mythos. Und das halte ich für bedauerlich.