Unterscheiden sich DDR5 RAM-Module unterschiedlicher OC-Profile aber gleicher "Güteklasse" technisch überhaupt?

RealMax123

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Bei den meisten DDR5 Serien gibt es ja unzählige verschiedene OC Profile, aber ich frage mich ob die Module mit diesen unzähligen OC Profile über technisch unterscheiden, oder ob es vielleicht nur deutlich weniger verschiedene "Güteklassen" gibt, z.B

Güteklasse I:
DDR5-7600 CL36
DDR5-7200 CL34
DDR5-6800 CL32
DDR5-6400 CL30
DDR5-6000 CL28

Güteklasse II:
DDR5-7200 CL36
DDR5-6800 CL34
DDR5-6400 CL32
DDR5-6000 CL30
DDR5-5600 CL28

Güteklasse III:
DDR5-6800 CL40
DDR5-6400 CL38
DDR5-6000 CL36
DDR5-5600 CL34
DDR5-5200 CL32

Güteklasse IV:
DDR5-6400 CL40
DDR5-6000 CL38
DDR5-5600 CL36
DDR5-5200 CL34

Güteklasse V:
DDR5-6000 CL40
DDR5-5600 CL38
DDR5-5200 CL36

Güteklasse VI:
DDR5-5600 CL40
DDR5-5200 CL38

Güteklasse VII:
DDR5-5200 CL40

Güteklasse VIII:
OEM-JEDEC Ware

Aber gibt es, wenn wir z.B. in die "Güteklasse III" schauen zwischen DDR5-6800 CL40 ... DDR5-5200 CL32 überhaupt einen technischen Unterschied?

Oder sagen sich da die Modulhersteller einfach, wir machen basierend auf dem Vermarktungspotential aus den "Güteklasse III Modulen" einfach 35% DDR5-6000 CL36, 25% DDR5-6400 CL38, 25% DDR5-6800 CL40, 10% DDR5600-CL34 und 5% DDR5200-CL32 und beschreibt den Module einfach die entsprechenden XMP und Expo Profile ein?

Denn wen dem so wäre könnte man ja vielleicht einfach den Module mehrere XMP oder Expo Profile einbeschreiben, scheinbar scheint es da ja Möglichkeiten zu geben. Oder man macht die Endkonfiguration erst On-Demand wenn eine Bestellung vorliegt. Oder man liefert einfach eine detailierte Konfigurationstabelle mit, was genau für die manuelle Konfiguration eingestellt werden soll.

Denn wenn man (die OEM-JEDEC Ware mal ausgenommen) von bislang 25 verschiedenen OC Profilen auf 7 Güteklasse runterkommen wüde, dann würde das den Logistikaufwand reduzieren und die Verfügbarkeit verbessern.
 
Jeder Chip ist etwas anders und hat kleine defekte.
Es wird sicher eine Mischung aus was die jeweiligen Riegel auf jeden Fall schaffen, und Marketing sein.
Es sind ja auch jede Menge Riegel mit Specs am Markt, die kein CPU Controller jemals lange bespielen kann. Sie sind extra teuer und leute mit genug geld kaufen sie und nutzen das nie aus, oder machen in Foren Threads auf, in denen sie fragen, warum sie nicht stabil auf den Takt kommen.

Technische unterschiede gibt es im unterschiedlichen Binning nicht.
Ein Chip wird Millionenfach produziert und dann automatisiert getestet.
 
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Es gibt keine "Güteklassen", es gibt DRAM-Chips wie DDR5-4800 CL40, DDR5-5600 CL46 oder seit kurzem  DDR5-6400 CL52. Das sind die JEDEC-Spezifikationen für DRAM-Chips, andere werden gar nicht erst hergestellt. (Ja richtig gelesen, es existiert gar nichts anderes als deine "OEM-JEDEC-Ware"). Wie dir sicherlich auffällt bleibt die Latenz gleich, wenn der Takt ansteigt, es werden nur entsprechend mehr Taktzyklen gezählt.

Das meiste Zeug, was als "Gamer-RAM" verkauft wird, sind schlicht minderwertiger DRAMs mit niedriger Spezifikation, z. B. DDR5-4800 die unter RGB-Blingbling-Kühlkörpern versteckt werden, dann übertaktet werden und dir dann als zum Beispiel als "DDR5-6000" verkauft werden.
 
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Ich wäre vorsichtig, RAM in solche Güteklassen zu unterteilen. Neben dem Takt und dem CL-Wert spielen noch zahlreiche Subtimings eine Rolle, die alle vor allem auch von den jeweiligen Speicherbausteinen abhängig sind und sich individuell immer etwas unterscheiden. Auch die Anzahl der Lagen des RAM-Moduls spielt eine Rolle, insbesondere für die Signalintegrität. Das Zusammenspiel sämtlicher Faktoren bestimmt letztendlich, welche Eigenschaften und welches Potenzial der RAM mit sich bringt.

Am besten sind meines Wissens nach aktuell die SK Hynix-Speicherbausteine (M-Die und A-Die), die unter anderem in G.Skill Trident Z5 eingesetzt werden.

Bei HardwareLuxx gibt es einen interessanten Sammelthread.
 
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Da spielt sehr viel hinein, Takt und eine primäre Latenz sagen erst mal nur wenig.
Es gibt noch viele weitere Latenzen, diverse Volt, Ohm, verschiedenen Chip-Hersteller mit unterschiedlichen Revisionen, dann spielen auch noch die Ranks eine Rolle, und so weiter.
RAM ist viel komplizierter als man glaubt, da sich einzulesen dauert und ist kompliziert.

Siebenschläfer schrieb:
Das meiste Zeug, was als "Gamer-RAM" verkauft wird, sind schlicht minderwertiger DRAMs mit niedriger Spezifikation
Das kannst du dir zwar einreden um deinen kauf schönzureden, aber faktisch trifft das einfach nicht zu.
 
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Wolfgang.R-357: schrieb:
Das kannst du dir zwar einreden um deinen kauf schönzureden, aber faktisch trifft das einfach nicht zu.
Was trifft da nicht zu? Der ganz normale für 1,1 V produzierte DRAM wird auf 1,35 bis 1,4 V hochgejagt und bringt dann halt längere Balken in Benchmarks.
 
Das wort minderwertig ist vielleicht nicht ganz das richtige.
Es ist RAM mit Bling-Bling Marketing.

Die besten Module landen im Rechenzentrum, schlechtere in Workstations, der Rest beim Endkunden.
Wenn der Hersteller innerhalb von 24/7 innerhalb von 4 Stunden Ersatz liefern muss, nimmt er halt die besseren ICs ab und lässt sie innerhalb der Spezifikationen laufen. Die Riegel bekommen ueber ihre Laufzeit auch mehr zu tun, als Endkundenspielzeug
 
madmax2010 schrieb:
Die besten Module landen im Rechenzentrum, schlechtere in Workstations, der Rest beim Endkunden.
Das meiste auf dem Markt ist schlicht "JEDEC-OEM-Ware", beim Client in Form von SO-DIMMs.

Und minderwertig passt schon. JEDEC-OEM-Ware gibt es ja inzwischen mit 6400 MT/s, aber unter den meisten Bling-Bling-Kühlkörpern steckt ja uraltes, langsames Zeug.
 
Siebenschläfer schrieb:
aber unter den meisten Bling-Bling-Kühlkörpern steckt ja uraltes, langsames Zeug.
hast du da eine quelle?
 
RealMax123 schrieb:
Sowas gibt es bei RAM nicht, dafür aber genauso "Binning" wie bei Prozessoren. Und ja, natürlich macht es sowohl technisch als auch in der Praxis einen Unterschied ob DDR5-5200 CL40 oder DDR5-6000 CL32.
 
Es ist relativ einfach, es werden gar nicht so viele unterschiedliche Speicherchips produziert.
Da diese aber zu tausenden vom Band laufen, werden sie nach der Fertigung in Kategorien einsortiert.
"Binning."
Ist das gleiche wie bei CPUs, wo auch unterschiedliche Modelle aus dem selben Wafer geschnitten werden.
Lediglich eine abschließende Qualitätskontrolle entscheidet darüber, ob es eine relativ langsame oder relativ schnelle CPU wird.
Bzw. wollen die Hersteller eine möglichst breite Produktpalette bereitstellen.
Es kann also auch sein das in einem Arbeitsspeicher-Riegel (oder einer CPU) Chips stecken, die tatsächlich auch mehr schaffen würden.

Es gibt eine Spezifikation für Arbeitsspeicher. JEDEC.
Bei normalem DDR5 Speicher, also UDIMM, geht es glaube ich bis 5.600MT/s bei 1,10V. Das ist auch das Maximum das Intel und AMD CPUs nativ unterstützen.
Alles drüber ist dann eine Übertaktung.
Die Module werden getestet und wenn der Hersteller sieht das die Chips auch höhere Geschwindigkeiten und/oder niedrigere Latenzen schaffen, werden sie als solche verkauft mit entsprechend hinterlegten Übertaktungsprofilen, XMP oder EXPO.

Es gibt dutzende Latenzen, die wichtigste ist die immer erstgenannte, CL (CAS Latency). Daran kannst du grob die Geschwindigkeit abschätzen.
Die Rechnung ist ganz einfach:
2000 / Takt * Latenz. Ergebnis Zeit in Nanosekunden. Je niedriger, desto besser.
Beispiel:
DDR5-6000 CL30, also der übliche "Standard"-Speicher.
6000 und CL30 ergibt 10ns.
Wenn wir zum Vergleich vermeintlich schnelleren nehmen,
DDR5-6800 CL34
ergeben sich auch 10ns.
Beide sind also in der Realität etwa gleich schnell.

Es gibt natürlich noch dutzende Subtimings, die alle auch eine Rolle spielen und am Ende kann sich auf dem Papier ein minimaler Vorteil ergeben.
Im Grunde ist das aber das gleiche nur in anderer Verpackung.

Der schnellste, den du aktuell kaufen kannst, ist DDR5-8200 CL36. Das ergibt 8,78ns.
Diese Riegel brauchen dann aber schon 1,45V und das ist schon deutlich mehr als die Standard 1,10V.

Dann wird mit zunehmender Geschwindigkeit die Signalstabilität ein Problem, also die Kommunikation zwischen CPU und Arbeitsspeicher.
Dazu gibt es inzwischen neben den üblichen UDIMM-Modulen die neuen CUDIMM-Module mit eigenem Taktgenerator auf den Riegeln.
 
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Diese Einteilung in Güteklassen halte ich für verwirrend. Hängt von vielen Faktoren ab.
Güteklasse VIII müsste eigentlich die Beste, weil stabilste sein. Ist viel Marketing dabei denke ich.
Ab 6400 wird es schon instabiler, deswegen hat man ja CU-DIMM entwickelt oder setzt LPDDR ein.
Auch müsste man die Spannungen einbeziehen.
 
KnolleJupp schrieb:
Bzw. wollen die Hersteller eine möglichst breite Produktpalette bereitstellen.
Es kann also auch sein das in einem Arbeitsspeicher-Riegel (oder einer CPU) Chips stecken, die tatsächlich auch mehr schaffen würden.
Genau das. Es kann außerdem passieren, dass bessere Chips schlechter gelabelt werden, wenn die Nachfrage entsprechend ist.

Theoretisch versucht jeder Hersteller seine Chips möglichst günstig zu fertigen, die die Spezifikation gerade so erfüllen. In der Praxis gibt es immer eine Serienstreuung. Diese kann ma nutzen und quasi die besseren Chips abschöpfen und daraus Produkte bauen die besser als der Durchschnitt sind. Nennt man (wie mehrfach oben erwähnt) Binning.

Bei RAM Chips kann man den Bin grob über die reale Latenz abschätzen. Nicht immer hat das Produkt mit der höchsten Taktrate auch die niedrigste absolute Latenz. Und nicht immer schafft das Kit mit der niedrigsten Latenz (mit angehobenen Timings) auch den höchsten Takt.
 
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madmax2010 schrieb:
Die besten Module landen im Rechenzentrum, schlechtere in Workstations, der Rest beim Endkunden.
Wenn der Hersteller innerhalb von 24/7 innerhalb von 4 Stunden Ersatz liefern muss, nimmt er halt die besseren ICs ab und lässt sie innerhalb der Spezifikationen laufen. Die Riegel bekommen ueber ihre Laufzeit auch mehr zu tun, als Endkundenspielzeug
Hast du dazu eine Quelle? Meiner Einschätzung nach, und die ist höchst laienhaft, würde das bedeuten, dass die RAM-Produzenten sehr viele sehr gute Chips produzieren und das kann auch nicht sein?! Wenn schon fast 80% der Jahresproduktion in Rechenzentren landet, macht das keinen Sinn, viel mehr denke ich, dass alles, was die geforderte Spec schafft, beim jeweiligen Kunden landet. Korrigiert mich bitte. 😊
 
Alles was die jeweilige Spec schafft landet beim Kunden. Es kann natürlich sein, dass Module für Rechenzentren z.B. einen erweiterten Temperaturbereich haben und deshalb anders getestet werden.

Außerdem kann es sein, das die interne Organisation der Ramchips und damit das Silizium anders ist. Es gibt ja nicht nur eine Sorte/Größe. Zu behaupten das alle besseren Chips auf Server Modulen landen ist etwas einfach gedacht.
 
KnolleJupp schrieb:
Bei normalem DDR5 Speicher, also UDIMM, geht es glaube ich bis 5.600MT/s bei 1,10V. Das ist auch das Maximum das Intel und AMD CPUs nativ unterstützen.
Der angebotene JEDEC-Speicher ist seit 2025 auch mit 6.400 MT/s erhältlich. Die Spannung ist immer 1,1 V bei DDR5 und die Latenz (in ns) ist immer gleich:

https://www.kingston.com/datasheets/KVR64V52BS6-8.pdf

Die Chips schaffen höhere Latenzen und höheren Takt, wenn die Spannung aufgedreht wird. Ja, auch diese. Macht aber kein OEM im normalen Laptop.

KnolleJupp schrieb:
DDR5-6000 CL30, also der übliche "Standard"-Speicher.
Im üblichen "Standard"-Speicher stecken in der Regel minderwertige DDR5-4800-Chips, also genau nicht die Chips vom o. g. Kingston-SODIMM und eben auch nicht diese hier: https://www.kingston.com/datasheets/KVR56S46BS6-8.pdf

Die 4800er werden dann eben mit 1,35-1,4 V Überspannung übertaktet und laufen dann mit 6000 MT/s. Und nach ein paar Jahren sind sie dann halt auch Schrott. Diese Produktkategorie nennt man deshalb auch RAMsch.
 
Das Einzige was man über einen Ram Riegel der Spec X (Jedec/XMP/EXPO) weiß ist, dass die Spec erfolgreich verifiziert wurde. D.h. man kennt die Mindestperformance.

Von welchem Stapel die ICs jetzt kamen, das kann dir keiner sagen.
Es kann sein, dass die Produktion so gut war, dass 90% aller ICs die Topanforderungen der Premiumlinie (sei es RAM oder CPUs) erfüllen. Aber da man nicht nur Premiumprodukte verkaufen kann muss man auch die Guten "schlechter" verkaufen.

Besser kann ein Ramriegel/CPU immer laufen wenn man manuelle Konfiguration vornimmt, schlechter darf das Produkt nicht sein als das Verkaufsversprechen. Der Klassiker dazu war früher, dass teilweise die CPUs mit den schlechtesten Verkaufswerten am Besten übertaktbar waren. (Intel Core2Duo Zeiten)
 
Ich würde sogar schätzen das die Qualitätsreihenfolge heutzutage eher so sein dürfte:

1. Workstations
2. Gaming-PCs
3. Server
4. Creator-PCs und Media-PCs
5. Office-PCs

Denn heute geht ja der Trend zu immer grösseren Clustern von kleinen und billigen Einzelservern. Und spätestens seit es Kubernetes gibt kann man die Server-Rechenleistung ziemlich frei und flexibel verteilen, und auch Cloud-vServer von Google Cloud, Microsoft Azure, Amazon AWS, Yandex Cloud, VK Cloud, etc. zukaufen.

Wenn da mal ein Server ausfällt dann fällt er eben aus, ist dann nicht so schlimm wenn man einen Cluster aus z.B. 8 Controller-Nodes, 48 Worker-Nodes und 4 Backup-Servern hat und die Option externe Rechenleistung zuzukaufen.
 
Es gibt keine Qualitätsreihenfolge. Arbeitsspeicher ist erstmal Arbeitsspeicher.
Es gibt normalen UDIMM Speicher für Consumer-Plattformen. Intel Sockel 1851, AMD Sockel AM5 usw.
Und dann gibt es die ganzen ECC-Arbeitsspeicher, RDIMM, LRDIMM usw.
Man kauft Arbeitsspeicher, der zur Plattform passt und die wählt man je nach dem was man mit dem Rechner machen will.

Klar, baue ich einen Spiele-Rechner, ist es üblich schnellen, werksübertakteten Speicher zu nehmen.
Dafür gibt es die zahllos vielen Riegel mit XMP/EXPO und diversen Geschwindigkeits- und Latenz-Angaben.
Da spielt Datenintegrität eine ehr untergeordnete Rolle, zur Not gibt es halt einen Bluescreen und das Spiel stürzt ab...

Baue ich eine Workstation, einen Server, nutze ich den Rechner beruflich usw.
werde ich um solchen Speicher einen großen Bogen machen. Da spielt Datenintegrität eine große Rolle.
Da nehme ich JEDEC-konformen Speicher, der idealerweise mit der nativ von der CPU oder den CPUs unterstützten Geschwindigkeit läuft,
ohne jede Übertaktung und je nach gewählter Plattform echten Registered-ECC Speicher.

Und nein, es ist bei einem Server nicht egal wenn der mal ausfällt, ganz im Gegenteil... :rolleyes:

Dann gibt es neuerdings noch die ganz neuen CUDIMM/CSODIMM Speicher, mit zusätzlichem Taktgenerator.
die laufen dann bei hoher Geschwindigkeit stabiler, müssen aber von der CPU unterstützt werden.

Es gibt Qualitätsunterschiede innerhalb der einzelnen Hersteller.
z.B. die G.Skill Aegis Serie ist zwar sehr günstig, ist aber quasi die Resterampe des Herstellers.

Wobei Hersteller ist relativ, es gibt ja gar nicht so viele Hersteller von Arbeitsspeicher-Chips.
Neben einigen Niechenherstellern gibt es nur vier große:
Samsung Electronics und SK Hynix aus Südkorea, Micron Technology aus den USA und Kioxia Holdings (ehemals Toshiba) aus Japan.
Die stellen natürlich nicht nur Arbeitsspeicher-Chips her, sondern auch GDDR für Grafikkarten, HBM-Speicher, NAND-Flash für z.B. SSDs usw.

Alle anderen kaufen lediglich Chips dieser Hersteller und bauen diese auf eigene Platinen und verkaufen sie unter eigenen Marken.

Nur anhand des sehr großen Angebots, kann man keine Rückschlüsse auf Qualität ziehen.
Bei manchen Herstellern gelten bestimmte Serien von Chips als besonders gut oder weniger gut.

Mit z.B. Thaiphoon Burner https://www.thaiphoonburner.com/download
kannst du auslesen welche Chips in deinem Arbeitsspeicher stecken.
Wie das Tool mit aktuellen Riegeln klar kommt, weiß ich nicht. Es wird leider nicht mehr weiterentwickelt.

Ich habe z.B. noch einen älteren Rechner mit DDR4 Arbeitsspeicher.
Das ist DDR4-3200 CL16 von Crucial. In Wahrheit sind da aber nur DDR4-2400 Chips drauf und ganz genau Micron E-Dies.
Zu DDR4 Zeiten galten Samsung B-Dies als die Königsklasse.

PS: Heute nimmt man ja gerne DDR5-6000 CL30 mit 10ns. Mein Uralt-Speicher kommt auch auf 10ns...

Andere Beispiele:
Spiele Rechner, z.B. https://geizhals.de/corsair-vengeance-rgb-silber-cudimm-kit-48gb-cmhc48gx5m2x8400c40-a3360985.html
Workstation, z.B. https://geizhals.de/kingston-valueram-udimm-64gb-kit-kvr56u46bd8-64-a3632843.html
Server, z.B. https://geizhals.de/kingston-server-premier-rdimm-32gb-ksm56r46bd8-32ha-a3297818.html
Da gibt es keine Qualitätsunterschiede, nur verschiedene Anforderungen.
 
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KnolleJupp schrieb:
Baue ich eine Workstation, einen Server, nutze ich den Rechner beruflich usw.
werde ich um solchen Speicher einen großen Bogen machen. Da spielt Datenintegrität eine große Rolle.
Da nehme ich JEDEC-konformen Speicher, der idealerweise mit der nativ von der CPU oder den CPUs unterstützten Geschwindigkeit läuft, ohne jede Übertaktung und je nach gewählter Plattform echten Registered-ECC Speicher.
Bei Workstations sehe ich das genauso, und bei Servern hätte ich es früher auch so gesehen, aber inzwischen nicht mehr.

Da zählt heuter eher "billig & schnell"

Wenn man z.B. einen bzw. 8 CN + 48 WN + 4 BN Cluster hat, dann hab der Ausfall von bis zu 4 Nodes keinerlei Einfluss auf die Leistungsfähigheit, und selbst der Ausfall von z.B. 10 Nodes bedeutet nur knapp 11% Leistungsverlust, was nicht dramatisch ist. Zudem können die Aufgaben der WNs auch externe Clouds übernehmen.
 

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