Verdummung der deutschen Jugend – Gründe?

Habt ihr euch auuch schon mal die Frage gestellt ob es überhaupt noch intelligente Teenager gibt?


Meiner Meinung nach liegt das am Weed u dessen 'Gesellschaft'


jeder will qler als der nächste sein,ergo mehr rauchen ,weitere Hosen u weniger denken. die Mädelz fahren total drauf ab
 
Zuletzt bearbeitet:
es gibt prozentual sicher mehr intelligente teenager als wirklich (!) fähige politiker.

dumme frage. natürlich gibts intelligente teenies. mich zum beispiel :D ;)

nee mal im ernst, die jugendlichen, die ständig mist bauen, fallen in der öffentlichkeit doch viel stärker auf als die intelligenten und ruhigen.

ist doch genauso wie in den hardwareforen: da schreiben auch hauptsächlich leute rein, die probleme mit der hardware haben. berichte, wie toll die frisch gekauften sachen doch sind, hab ich hier bisher eher selten gelesen.
 
Klar gibt es intelligente Teenager. Ich sehe hier im Forum genug davon, ich sehe in meiner schulischen Umgebung viele, und im Freundeskreis auch. Was du mit "Weedgesellschaft" meinst, ist mir auch nicht klar. Also alle sind gewiss nicht darauf aus, sonst könnten wir gleich von der Klippe springen, wenn nur noch Drogen in den Köpfen aller Teenager umherschwirren würden.

Es hängt wohl maßgeblich vom Umfeld ab, wie man die Gesellschaft einschätzt. Bei mir hängt das auch von der Ecke Berlins ab, in der ich gerade unterwegs bin. ;)
 
k4li schrieb:
Habt ihr euch auuch schon mal die Frage gestellt ob es überhaupt noch intelligente Teenager gibt?


Meiner Meinung nach liegt das am Weed u dessen 'Gesellschaft'


jeder will qler als der nächste sein,ergo mehr rauchen ,weitere Hosen u weniger denken. die Mädelz fahren total drauf ab

Natuerlich. - Warum sollte es keine intelligenten Teenager mehr geben? Ich kenne genug Teenager die sehr schlau sind und ,,ab-und-zu" etwas zu sich nehmen.. (alkohol).

mfg
 
Ich behaupte weiterhin, dass das Topic an sich seine Richtigkeit hat, wobei ich das weniger an Äußerlichkeiten wie Klamotten (da hatte wohl jede Nachkriegs-Jugendgeneration ihre eigenen derben Entgleisungen ;)) oder Konsumverhalten (die meisten FBler konsumieren im Bereich Elektronik selbst fleißigst :)) festmachen möchte, sondern an den schon vorher genannten Faktoren Erziehung und Schulbildung.
Und da muß man letztendlich sehen können, dass es auf jeden Fall noch genügend Jugendliche und junge Erwachsene gibt, die sich zivilisiert aufführen können und auch nicht auf den Kopf gefallen sind.
Allerdings muß man auch sehen, dass es auch einen Anteil an dieser Altersgruppe gibt, der früher weniger auffiel, obwohl er sicher lich auch vor Jahren schon vorhanden war. Und dass sind eben die Leute, überdie wir in den vergangenen Posts reden.
 
Na klar, es gibt leise Leute, die blöd sind :D
Aber wenn sich 18jährige Gymnasiastinnen beim Praktikumsbericht hinsetzen und schreiben: "Das haben wir dann anderst gemacht." falle ich vom Glauben ab.

Es wird einfach zu wenig gelesen (nein, Bild, TV-Zeitschriften, chatten und Videotext zählen nicht dazu!), zuwenig privat gebildet, die Eltern sind ja selbst teilweise strohdoof, der Fernseher ist das Kindermädchen usw

Und die Inhalte in der Schule kann man bisweilen den Hasen geben, denn die Lehrpläne sind zum Teil einfach nur Leerpläne - und wenn ich mir einen Großteil der Lehrer ins Gedächtnis zurückrufe, die versucht haben, mich zu unterrichten... dann wundert mich nix mehr. Ich hatte einige engagierte, aber es gab eben etliche, die einfach nichts taugten und die Diskussion nach einer Privatisierung der Lehrerschaft weiter angeheizt haben.

Sollte der Fall eintreten, daß ich mal Kinder haben werde, wird zuerst die Glotze aus dem Haus geschmissen oder es werden Kanäle gesperrt. Dann kommen Bücher ins Haus, die der/die Kleine lesen kann, wenn ihm langweilig ist oder kann mit Lego spielen oder es werden Reisen in Zoos und Museen unternommen.

Die restliche Zeit kann er dann draußen im Dreck wühlen, damit er keine Allergien bekommt und nicht fett wird.
 
@b-runner: Sehr richtig! Jedoch kommt es auch mir manchmal so vor, als dass es mit dem (Bildungs-)Niveau von Jugendlichen und Heranwachsenden ziemlich bergab geht (siehe z.B. Erstwählercheck - TV-Total)! Da erwächst der Eindruck, dass die Jungs und Mädels einfach zu cool sind, um sich für Allgemeinbildung oder z.B. Wahlsystem zu interessieren. Sicher tut man hier dem einen oder anderen Unrecht, wenn man in Kollektiven spricht, wie man auch an der Beteiligung an den gesellschaftlichen/ politischen Themen hier im Forum sehen kann, aber dieser Eindruck entsteht einfach (und nicht nur im Fernsehen)!

Allerdings ist dieses Thema wohl ein echter Dauerbrenner und ich höre mittlerweile in meinen Sätzen meinen Vater reden (über mich ;)).

Hier noch zwei ältere Zitate von zwei auch schon etwas älteren Herrschaften: :)

Aristoteles schrieb:
Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.

Sokrates schrieb:
Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.

Greetz,
 
Und wie ich meinen Vater in mir und durch mich reden höre! :D

Deine Zitate sind genial. Muß ich gleich mal auf meiner Platon-CD suchen, ob ich auch was hab :)

Tja, die Griechen hatten eben schon lange vor uns eine progressive Demokratie und waren den Problemen ebenso ausgesetzt wie wir ;)
 
Dann kommen Bücher ins Haus
Oh, blutrichter, erst dann? Ich hätte wetten können, dass Du jetzt schon welche hast... :)

Zum Thema Schule denke ich, dass man hier keine eindeutiges Urteil fällen kann. Das hängt von vielerlei Faktoren wie Lage (Stadt/Land), Einzugsgebiet, Altersstruktur der Lehrerschaft und vor allem der Schullform ab.
In einer großsstäditsche Hauptschule werden mit Sicherheit weniger Inhalte ins Schülervolk gestreut als in einem schnuckeligen Gymnasium im Landkreis Hastenichtgesehen.
Und ein hochmotivierter Junglehrer macht wohl eher guten Unterricht, als einer mit 30 Dienstjahren, der kurz vor der Pension steht und die Zeit bis dahin täglich bereute, nicht in die Forschung gegangen zu sein.
Ich kenne es aus der Familie und aus dem Bekanntenkreis: Lehrer werden ist ein hartes Brot; wer heil durch das Studium gekommen ist, wird im Referendariat zurechtgeschliffen.
Allerdings ist dieses Thema wohl ein echter Dauerbrenner und ich höre mittlerweile in meinen Sätzen meinen Vater reden (über mich ).
Hm, stimmt, geht mir ähnlich (vor allem wenn ich an die Schule denke, auweh).
Wenn man doch nur wüßte, wie man 14-Jährigen die Erkenntnisse vermitteln könnte, die man mit 24 hat. Da wäre schon vieles gewonnen!
 
Siischer, siischer! :)
Bei uns ist es eine Kleinstadt gewesen, (Ladenburg am Neckar). Die Lehrer waren im Schnitt schon älter, das ist richtig und wir hatten wenige junge, die sich engagiert haben, höchstens mal die Referendare.

An unserer Hauptschule (alle Schulen lagen nebeneinander) ging es zu wie im Zoo. Ich sollte mal als Schülervertreter dem dortigen Rektor was vorbeibringen, als ich in das Gebäude rein bin, mußte ich mich erst mal ducken, weil dort nur Stühle, Schuhe und anderes durch die Gegend geflogen ist.
 
b-runner schrieb:
Und ein hochmotivierter Junglehrer macht wohl eher guten Unterricht, als einer mit 30 Dienstjahren, der kurz vor der Pension steht und die Zeit bis dahin täglich bereute, nicht in die Forschung gegangen zu sein.
Ich habs eigentlich genau anders rum erlebt. Die Lehrer, die noch während meiner letzen Schulzeit in Pension gegangen sind waren mit Abstand die besten, die ich jemals hatte. Dagegen waren einige andere junge Kollegen echt fehl am Platz, die werden sich schon nach 3 Jahren Lehrerdasein ärgern, warum sie nicht in die Forschung gegangen sind. ;-)

Da ich beruflich in sehr vielen Schulen unterwegs bin, (zuletzt war ich in zig Schulen in Düsseldorf und Hamburg) lerne ich natürlich auch sämtliche Schulformen mal von außenstehender Position kennen. Aber was einem da manchmal begegnet, lässt einen echt schaudern. In einer Hauptschule musste ich gleich miterleben, wie ein vielleicht 10(?) jähriger Knirps eine Lehrerin extremst beschimpft hat (Mo**er*fu**er war da fast noch das harmloseste). Das beste daran war ja noch, dass die Lehrerin dazu nicht mehr allzuviel gesagt hat. Auf dem Schulhof war natürlich ne fette Musikanlage aufgebaut, wo die ganze Zeit HipHop rausdrönte und in den Schülerkreisen erstmal die Zigaretten (wenn es überhaupt welche waren...) rumgingen. Die Mannschaft dort war vielleicht 12-15 Jahre alt. :rolleyes: Das passte alles voll ins Klischee.
Das lässt sich aber keinesfalls auf alle Hauptschulen übertragen, habe auch schon durchaus positive Erfahrungen dort erlebt. Ich war auch schon froh, wieder gesund aus Gymnasien oder Realschulen zu kommen.

mfg Simon
 
@Simon. Du hast ja schon hier geschrieben, das die Lehrer keine Respektspersonen mehr sind. Das ist richtig, aber woran liegt es?
Doch nicht nur an den Lehrern. Deren Ausbildung kann ich nicht beurteilen. Vielleicht sollten neben dem fachlichen Wissen verstärkt der Umgang mit den Kindern und Jungendlichen vermittelt werden.
Die Eltern machen auch viel kaputt. Zum einen kümmern sie sich nicht mehr ausreichend um Ihre Kinder und wenn sie sich einmischen auch noch verkehrt.
In meinem Bekanntenkreis ist auch so eine Maske. Der Kleene hat ein Elternbrief bekommen. Die erste Antwort (noch bevor er den Zettel ausführliche gelesen hatte) war: Die soll mir mal kommen, meinem Sohn hier etwas zu unterstellen. Zum Filius: Kannst deiner Lehrerin sagen, wenn ich nicht komme dann unser Anwalt.
Letztendlich ist nicht viel passiert, da der Junge wirklich dummes Zeug gemacht hat. Rennt aber jetzt mit einer großen Klappe durch die Gegend. Respekt vor Lehrern jetzt gleich null, Papa kümmert sich (zumindest da drum). :(


Blutricher schrieb:
Sollte der Fall eintreten, daß ich mal Kinder haben werde, wird zuerst die Glotze aus dem Haus geschmissen oder es werden Kanäle gesperrt. Dann kommen Bücher ins Haus, die der/die Kleine lesen kann, wenn ihm langweilig ist oder kann mit Lego spielen oder es werden Reisen in Zoos und Museen unternommen.
Löbliches Vorhaben, dein Job kannst du dann am Nagel hängen. Kinder sind teilweise in Fulltimejob. Am besten gleich ein halbes Dutzend, dann passen die auf sich gegenseitig auf. Oder du nimmst Eltern oder Schwiegereltern mit ins Haus. Wenn sie wollen, und nicht Dauerurlauber sind und als Rentner sowieso nur Streß haben. :D Tja, die Großfamilie ist ein Auslaufmodel.
Weitere Nachteil ohne Fernseher: Die Kinder werden bei "Wer wird Millionär" nicht über 500 € kommen, da sie die Namen der Teletubbies nicht kennen. :D
Äah, meiner hat die auch nie gesehen. Das ist Verblödung von Kleinkindern höchsten Grades. Kann ja auch nur von der Insel kommen. :freak:
 
Lehrer betrachte ich heute nicht mehr als Lehrer, sondern als Pädagogen. (so sollte es eigentlich ja sein).
Leider hat man es verpennt, den Zeichen der Zeit ins Auge zu sehen. Das die Eltern sich nicht mehr so um ihre Kinder kümmern ist nix neues, aber sehr großes Problem. Bei diesem Problem lassen sich jedoch nur die Symptome bekämpfen, die Ursachen liegen dank der Gesellschaft in zu weiter ferne als das sich da irgendwas ändern ließe. Deswegen sollten die Lehrer auch eine gewisse Erziehung vollstrecken. Das fängt schon in der Grundschule an, gerade da ist es wichtig. Wird man dort schon versaut, gibts in den späteren Stufen garantiert Probleme.
Dabei sollte sich der Lehrer für eine Methode entscheiden. Entweder er nimmt die sanfte Tour und versucht, ein gutes Verhältnis zu seinen Schülern aufzubauen. Ein wichtiger Punkt dabei ist auch die Anrede. Ein Lehrer kann bis zur 10.Klasse frei entscheiden, wie er seine Schüler anredet. Die Schüler Siezen im Normalfall den Lehrer. Ich möchte mal behaupten, dass wenn man sich gegenseitig duzen kann, ein ganz anderes Verhältnis aufgebaut wird.
Zwei zweite Variante ist die harte Methode. Hier werden Störenfriede sofort nach ein bis zweimaliger Verwarnung rausgeschickt. Strafarbeiten sind auch ein relativ wirksames Mittel. Leider machen es hier viele Lehrer falsch, indem sie einfach nur drohen. Wenn die Schüler merken, dass der Lehrer am Ende doch nicht den Mumm hat, sich konsequent durchzusetzen, ist es vorbei. Das ist das schlimmste Szenario, was es gibt, kommt aber leider relativ häufig vor denk ich.

Nicht ganz unwichtig, ist ein interessanter und ausgewogener Unterricht. In Fächern wie Physik, Bio und Chemie sollten alle 2 Stunden ein Praxisversuch entweder vorgezeigt, oder von den Schülern selbst durchgeführt werden. Auch in anderen Fächern sollte man den Unterricht nicht zu dröge gestalten. Es kann genauso viel und besser Lernstoff vermittelt werden, wenn der Unterricht den Schülern "schmackhaft" gemacht wird. Es geht.

mfg Simon
 
@Simon
Dem kann ich nur Zustimmen.
Wie die pädagogische Ausbildung letztendlich aussieht kann ich nicht berurteilen. Ich denke aber Lehramtsanwärter sollten besser auf diese Fähigkeiten untersucht werden.
Einmal drastisch ausgedrückt, ein Weichei oder Heulsuse hat im Klassenzimmer nichts zu suchen. Ich bin schon ein paar Jährchen aus der Schule, wir haben es aber auch geschafft das sich eine Lehrerin heulend verabschiedete hat.
Dannach gab es allerdings für die Klasse eine Zeit lang wenig zu lachen. :(

Kinder und Jugendliche müssen geführt werden. In den demokratischen Familien herrschte oft das Chaos. Gegenseitiger Respekt muß dagegen vorhanden sein.
Da aber Lehrer (Pädagogen) oft familiäre Aufgaben mit übernehmen müssen, sollten sie dazu Ausgebildet sein und das entsprechende Instrumentarium erhalten.

edit:
@Blutrichter.
Bist schon wieder dazwischen gekommen. ;)
Kinder brauchen beide Elternteile bzw. es ist wünschenswert wenn zwei zur Verfügung stehen. Das ist von der Natur schon ganz praktisch eingerichtet.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich denke, dass es nicht nur an den lehrern liegt.
diese ausbildung ist nicht ganz einfach erst mal mindestens 5 jahre studieren und dann 2 jahre refendariat und neben dem studium noch einige praktika...
dann kommen die "fertigen" lehrer hochmotiviert an die schule, mit dem neusten didaktischen material, merken aber sehr schnell, dass die schüler keinen bock haben, sich nicht vorbereiten, keine hausaufgaben machen und ihre bildung, die ihnen in den arsch geschoben wird und für die sie zum glück noch nicht mal was bezahlen müssen, für normal und selbstverständlich halten. wer da nicht auf dauer den spaß am beruf verliert.....
außerdem ist man als lehrer grundsätzlich in einer rechtfertigungsposition z.B. warum die schüler nun hausaufgaben machen müssen usw.
ich denke, dass das desinteresse an bildung auch sehr an der Konsumbewegung hängt. d.h., dass wir immer mehr dahingegen dressiert bzw. manipuliert werden, dass wir uns nur aufs konsumieren beschränken und somit andere für uns denken lassen, und wir das dann als normal und richtig ansehen.
dadurch, dass wir immer mehr konsumieren sollen, werden wir auch zu kleinen egos manipuliert, die nur ihre bedürfnisse kennen bzw. ihre bedürfnisse immer sofort gestillt haben wollen. dass hat wiederum zur folge, dass wir bei nicht befriedigung der bedürfnisse frustriert und mit ablehnung reagieren.
so denke ich ist das auch in der schule, denn die ist mitlerweile einer der einzigen orte, wo noch etwas von kindern und jugendlichen gefordert wird, d.h. dass sich die kinder und jugendlichen aktiv verhalten müssen und nicht wie sonst sich zurücklehnen können und einfach konsumieren können.
vielleicht ist das auch einer der gründe für die verdummung.
die "jugend" (was für ein dummes wort) ist meiner meinung nach einfach total überfordert mit den anforderungen, die in der schule an sie gestellt wird. so ist die frustrationstoleranz wahrscheinlich auch fast gar nicht vorhanden.
in der schule werden halt nicht DIE bedürfnisse nach konsum befriedigt, wie es z.b. leichte konsumgüter (musik, freizeit...) tun.
so hat die verdummung wahrscheinlich auch mit der immer mehr zunehmenden Konsumgesellschaft und der damit verbundenen reizüberflutung zu tun!

desweiteren finde ich, dass das curicullum für die einzelnen fächer viel zu voll ist. wie sollen die lehrer die masse an die schüler weitergeben, dass auch noch was hängen bleibt und man nicht einfach nur durch alles "durchrauscht"?
WENIGER IST OFT MEHR
generell ist noch zu sagen, dass wir in unserem "gesellschaftstrend" das auge fürs wesentliche verlieren und das wirkt sich dann auch auf die jugend aus!
ich selber habe nur angst vor einer 2klassengeellschaft, die sich jetzt ja schon durch die idee der elite unis abzeichnet!
dann heißt es wahrscheinlich: man kommt nur weit mit geld und dem damit verbundenen abschluss, aber das ist ja schon wieder ein anderes thema... :-)
wir sind den usa schon immer näher!!!(vor allem mit gesellschaft, lifestyle und weltbild)
 
aus eigener erfahrung bin ich in der schule für viel kleinere klassen, max. 15 leute pro klasse, da der unterricht dann viel effizienter ist, der lehrer seine schüler besser kennt und gezielter fördern kann. außerdem können sich die schüler nicht hinter der masse verstecken und sind gezwungen mehr mitzumachen.
 
Das ist sicherlich besser, weil der einzelne Schüler mehr am Unterricht teilnehmen muß, aber da kommen dann wieder die Politiker und fragen danach, wer die zusätzlichen Lehrerstellen bezahlen soll.

Neben der NOtwendigkeit der zusätzlichen massiven Investition in Schulsysteme auf finanzieller Ebene, ist vor allem aber auch eine Anhebung des Niveaus der Lehrpläne angebracht. Wenn die heute noch immer so sind wie zu meiner Zeit, sind sie nicht besonders doll. Teilweise irrsinnig zu schwer für eine Stufe, weil die Grundlagen in einem anderen Fach fehlen, teilweise völlig unnötig (wen interessieren die Reisanbaumethoden in Südchina? - die Kids kennen nicht mal annähernd die europäischen, geschweigedenn die deutsche Geographie).
 
Ich finde auch, dass man bei weitem die Lehrer überbeschuldigt. Sie sollen auf der einen Seite jeden Schüler individuell fördern, auf der anderen Seite platzen die Klassen mit 30 Schülern aus allen Nähten. Wenn ich sehe, dass an unserem Gymnasiumin den siebten Klassen durchgehend 33 Schüler sind, die dann bis zum Abitur abbauen, dann sehe ich, dass genau in dieser kritischen pubertären Phase zuviel auf einen Haufen kommt.

Und es ist ja nicht nur das. Ich kann nur von Berlin sprechen, aber hier bricht das Chaos aus. Die Lehrer sind gewzungen, Schüler mit einem gewissen Durchschnitt eine Empfehlung für das Gymnasium, für die Gesamt/Realschule oder die Hauptschule auszugeben. Das ist aber total unabhängig von der persönlichen Einschätzung. Ein Schüler, der sich gerade so auf 2,3 in der sechsten Klasse zwängt, wird erstmal ans Gymnasium verwiesen, obwohl offensichtlich ist, dass er keine Chance hat. Noch schlimmer ist, dass Schüler versetzt werden müssen. Demnächst bleibt eben keiner mehr sitzen, Lernbehinderte kommen an normale Schulen und alle möglichen Leistungssparten werden in eine Klasse gepfercht.

Was soll das denn? Am besten ist dann noch, dass es demnächst in der 2ten, 4ten udn 6ten Klasse Vergleichsarbeiten geben soll. Ganz toll, bei einem Lehrplan, der nur zu 60% festgelegt ist und zu 40% von jeder Schule selbst bestimmt wird. Wie kann man sowas machen? Soll das repräsentativ sein? Das ist der gleiche Mist, wie das Abitur nach 12,5 Jahren, in das ich hätte fahren sollen. Das erste Halbjahr der 11ten Klasse bleibt normal, dann geht die Kursphase los. Und was soll das bringen? Soll ich mich dann im Winter irgendwo an einer Uni einschreiben? Zumal, wie soll der Lehrplan gequetscht werden, wenn einfach mal ein halbes Jahr gestrichen wird?! In der elften Klasse geht es schon so zügig durch den Stoff, das hat nichts mehr mit "wenn ihr fertig seid, dürft ihr malen" zu tun...

Ich denke, man kann die Aufgaben der Eltern nicht Schritt für Schritt auf andere übertragen. Es werden nur immer Ausreden gesucht, weil die einzelnen Teile unserer Gesellschaft einfach nicht mehr fähig sind, ihren Teil zu erfüllen. Sündenbock sind dann immer die, die es augenscheinlich am Besten haben. Der Lehrer zum Beispiel, der hats doch gut, 24 Unterrichtsstunden in der Woche, hoch, eigentlich ein toller Halbtagsjob. Dem können wir richtig was aufbrummen, Schüler sind weder stressig noch hat der Lehrer außerhalb der Schule etwas für die Schule zu tun...
 
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