Vergangenheitsbewältigung der NS-Zeit

I N X S

Captain
Registriert
Jan. 2007
Beiträge
3.448
Hallo Leute,

Ich würde es nicht hier reinschreiben, wenn ich nicht wirklich verzweifelt wäre ;)

Ich muss eine Hausarbeit schreiben über das thema "Ist die Vergangenheit der NS-Zeit bewältigbar? und mir fällt zu dem thema keine gescheite gliederung usw ein :( wenn ich immerhin wüsste wie ich dac ganze aufbauen sollte und welche themen ich ansprechen soll, dann würde es mir leichter fallen zu recherchieren und struktur reinzubringen, aber so bin ich ratlos und komm einfach auf keinen grünen zweig.

wär euch sehr für eure hilfe dankbar

greetz
 
Wenn jemand Vorschläge zur Gliederung hat kann er sie posten.
Alles was weiter führt sollte der Threadersteller selber machen, es ist seine Hausaufgabe und wir sind - wie mehrfach angemerkt - kein Hausaufgabenboard.

Ansonsten wird geschlossen.
 
Um gottes willen, es wär auch ein bischen zu viel verlang wenn ich von euch irgendwas formuliert bekomme.

ich möchte denkanstöße, themenvorschläge und eventuell gliederungen, da ich wirklich eine totale blockade habe.
 
Eine Hausarbeit wofür? Es ist schon ein kleiner Unterschied, ob man eine kurze Abhandlung für die Schule oder ein mehrseitiges Pamphlet für das Studium schreiben muß ;)

Eine Struktur bekommst bzw. hast du schon dadurch, daß es eine Ja/Nein-Frage ist: Das ganze fängt wie immer mit einer Einleitung an und endet mit einer Konklusion, dazwischen sind die Argumente pro oder contra »Ist die Vergangenheit der NS-Zeit bewälbar?«. Du mußt also Argumente herantragen, die sowohl für als auch gegen die Bewältbarkeit des Nationalsozialismus sprächen.

Wichtig ist hierbei zum einen die Ausgewogenheit der Argumentationen und zum anderen die "Realitätsnähe" deiner Argumentationskette. D.h. die Hauptaufgabe besteht wohl darin, einen weitreichenden Eindruck dafür zu gewinnen, wie die Bewältigung der NS-Zeit in den vergangenen Jahrzehnten ausgesehen hat und die Tendenz bis heute in die Beantwortung der Frage einfließen zu lassen.

Das ganze kann/soll(te)/muß man je nach Umfang der Hausarbeit auf nationale, europäische oder weltweite Blickwinkel beschränken bzw. ausdehnen, wieweit du gehen willst, hängt ganz von dir ab.

greetings, Keita
 
Ein Punkt den zu ansprechen könntest ist die 68er-Generation.
Du kannst auch ein darüber recherchieren, welche Auswirkungen es gab wenn ein Politiker (nach dem 2. WK) dem ehemaligen Nazi-Regim angehörte.
 
- die anfänge
- wie kam es zur großen akzeptanz?
- die machtübernahme
- machtstrukturen während des dritten reiches
- nachkriegszeit
- bild deutschlands der siegermächte und anderer staaten in der nachkriegszeit bis heute
- umgang der deutschen mit der thematik 2 generationen später
- kommentar
- fazit
 
Gliederung:

- Was ist passiert ?
- Folgen, für die damaligen und für die heutigen Menschen(Politik,Bundeswehr)
- Fazit -> ist die NS-Zeit bewältigbar ? Ja/Nein, wieso ?

Ich denke diese Gliederung ist ganz ok.
Du erklärst was passiert ist und was die Folgen sind,
dies soll zeigen was die Menschen durchmachen mussten und der Leser/Zuhörer
kann sich auch eine eigene Meinung bilden !

Den ersten sowie zweiten Punkt kann man wieder in Unterpunkte unterteilen.
 
Hi!

Hast Du schon mal daran gedacht, Dich anhand weniger, punktueller Ereignisse aus der jüngeren oder älteren Vergangenheit zu orientieren, die Du diskutierst?

Wie etwa: NS-Personal im "neuen" Deutschland der 50er Jahre. Wie war der Umgang im Westen und Osten mit der Nazi-vergangenheit? Welche Folgen hatte etwa dies für den Umgang mit der Verangenheit in der BRD? Welche Reaktionen folgten darauf? Stichwort 68er bewegung, nachhaltige Aufdeckung von nazi-Biographien in der Politik (Kiesinger, Filbinger) usw. Wie war die Reaktion der Bevölkerung darauf? Warum wollte man in den 50ern alles vergessen und verdrängen und welche Probleme schuf dies bis heute für einen unverkrampften Umgang damit? Stichwort "Befehlsnotstands-Debatte" ...
Oder: Wie reagierte die deutsche Geisteswelt auf die Katastrophe? Wie ging diese damit um? Stichwort Paul Celan u.a. ...
Oder: welche Wellen schlagen diese Fragen in der jüngster Zeit (Walser/Bubis-Streit-> wie sehen die Positionen aus? Welche Rolle kann der Begriff "Kollektivschuld" spielen?), wie etwa auch jetzt Oettingers "Rede", welche Positionen werden darin deutlich? Woran entzüdet sich der Streit? Wie gehen die jeweiligen Lager mit der Vergangenheit um (große Verdienste im nachkriegsdeutschland einerseits -> fragwürdiges Verhalten im Umgang mit der eigenen Vergangenheit).

Ich denke, wenn Du Dich an solcher Art fragen orientierst, kommt alles ganz von alleine ...
 
Ich hab mir jetzt mal alles durchgelesen und finde alle Beiträge sehr hilfreich. Mein besonderer Dank gilt dabei Keita und rumpel01!
Meine Hausarbeit werde ich für die Schule schreiben und sie soll 8-10 seiten lang sein. wenn ich mir rumpelspunkte so anschaue komme ich damit auch hoffentlich hin, allerdingt fehlt mr oft der bezug zur fragestellung "ist die vergangenheit bewältigbar?". Vielleicht kannst du dazu noch kurz was sagen ;)

Ansonsten - ihr seid die besten!
 
I N X S schrieb:
das thema "Ist die Vergangenheit der NS-Zeit bewältigbar?

Du hast doch bestimmt die Möglichkeit, mit dem/der LehrerIn über die Hausarbeit zu sprechen.
Wenn dir die NS-Zeit thematisch nicht so liegt (immerhin kann man den Stoff nicht in 3 Tagen erarbeiten), bliebe ja auch die Möglichkeit einer eher allgemeinen Herangehensweise an die Frage: Ist Vergangenheit überhaupt bewältigbar? Wer soll/muss/will etwas bewältigen? Bewältigt sich die Vergangenheit auch von allein, wenn die Zeitspanne nur groß genug ist (Beispiel Völkermord der weißen Einwanderer im Gebiet der heutigen USA, Versklavung des schwarzen Kontinents durch europäische Nationen, die Kreuzzüge)?
Ist eine Bewältigung von jedermann Pflicht? Was wird durch Bewältigung erreicht? Kann man etwas erreichen? Wer stellt fest, dass jemand etwas bewältigt hat?

Da du in 8-10 Seiten eh nicht das ganze Thema erschlagen kannst, such dir das heraus, wozu dir noch am meisten einfällt - am besten mit aktuellem Bezug ... z.B.: Hast du diese Vergangenheit zu bewältigen? Oder deine Mitschüler?
 
Keita schrieb:
Eine Hausarbeit wofür? Es ist schon ein kleiner Unterschied, ob man eine kurze Abhandlung für die Schule oder ein mehrseitiges Pamphlet für das Studium schreiben muß ;)
greetings, Keita

Etwas OT, aber ich kann dieses Wort nicht mehr lesen, wenn es nicht im richtigen Zusammenhang verwendet wird.

Ein Pamphlet ist eine Schmähschrift und ich glaube nicht das eine Hausaufgabe, egal für welchen Zweck, polemisch oder niveaulos und unsachlich sein soll.
 
Zuletzt bearbeitet:
@I N X S:

Mithilfe der Diskussion der Art und Weise, wie man in der Vergangenheit in der BRD und/oder DDR umgegangen ist, kannst Du die grundsätzlichen Schwierigkeiten dieses Sachverhaltes für die Gegenwart und Zukunft skizzieren, und zwar in etwa so:

Wie gut ist es der deutschen Gesellschaft gelungen, die dunklen 12 Jahre zu verarbeiten, wo gibt es immer noch Probleme und merkwürdig komplexbehaftete Abwehrreaktionen? Stichwort: "Wir können nichts mehr davon hören!" (obwohl das Interesse für andere historische Sachverhalte durchaus da wäre) Welche Strukturen stecken hinter den unterschiedlichen Umgangsweisen mit der Vergangenheit und welche ist besser für deren Bewältigung geeignet?

Hilft Dir dies eher für Deine Fragestellung?
 
@ I N X S

du hast ja schon eine ganze Reihe guter Vorschläge genannt bekommen. Ich möchte mich daher nur auf einen Gedanken beschränken, der m. E. noch nicht genannt wurde:

Wenn ich das Thema deiner Hausaufgabe "Ist die Vergangenheit der NS-Zeit bewältigbar?" lese, stolpere ich gedanklich sofort über das Wort "bewältigbar". Etwas bewältigt zu haben, steht für mich wie etwas "zu Ende geführt" / "vollbracht" / "erledigt" zu haben. Etwas provokant könnte ich daraus auch dein Thema in "Kann man unter der Vergangenheit der NS-Zeit einen Schlußstrich ziehen?" umformulieren. Die Thematik erhielte dadurch plötzlich eine ganz andere Richtung, zu der mir allein schon 10 Seiten einfielen.

Ich möchte dich mit meinem Beitrag nicht verunsichern. Aber auf diese Begriffbestimmung der "Vergangenheitsbewältigung" würde ich schon zusätzlich eingehen.
 
So nochmal Danke an alle ich bin schon fleissig am recherchieren und schreiben.

@MacII

Eben über diesen Begriff bin ich per definition auch schon gestoßen. deshalb differenziere ich zwischen beschäftigt und bewältigt. jedoch die zwischenfragestellung mit dem schlussstrich eröffnet neue möglichkeiten und passt besonders bei der Walser-Bubis debatte.

Echt klasse hilfe hier, ich glaube ich würde ohne euch heute noch im dunklen tappen.
 
So ich bin nun fertig mit der Arbeit, wenn jemand interesse hat, kann er sich ja melden, ich denke da sollte es rechtlih keine probleme geben oO
 
Zurück
Oben