Vermieter möchte Wohnung verkaufen und bietet Abfindung für vorzeitigen Auszug

Wie kommen wir denn jetzt auf Neuss, ich hatte das als Beispiel genannt, da ich da wohne, aber der TE hat meine ich noch nicht gepostet, wo er wohnt.
 
Berlin Neukölln, gute Ecke Neuköllns, der Stadtteil ist aktuell sehr hip, hier im Haus wohnen viele junge gepflegte Familien etc.
 
Update: Ich habe dem Vermieter eine Mail geschrieben mit einem Vorschlag (bewusst so gewählt um zu signalisieren dass das nur ein erster Aufschlag ist) der meine Bedingungen für einen Auszug in den nächsten Monaten beinhaltete. Seine Reaktion darauf war dass meine "Forderungen" für ihn "nicht annehmbar" sind und wir da "massiv" auseinanderliegen und sich die Sache für ihn damit "erledigt" hätte. Keine weitere Info. Ich denke dass es jetzt darauf hinauslaufen wird dass er versuchen wird die Wohnung mit mir drin zu verkaufen. Auch okay.
 
th3o schrieb:
Der Vermieter, wenn er mir durch die Zahlung von 10k mindestens 20k mehr in der Tasche hätte als wenn er die Wohnung mit mir drin verkaufen würde.
Habe ich doch gesagt, dass diese Rechnung nicht aufgeht
 
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Und ich war bereit das Risiko zu akzeptieren. Für mich ist es nach egal welcher Seite hin vorteilhaft. Es wäre vorzeitig vorteilhaft weil ich dann Geld mitnehmen hätte können. Jetzt ist es vorteilhaft weil ich sehr wahrscheinlich noch mindestens ein Jahr, eher mehr, hier wohnen kann. Alles entspannt.
 
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Das ist jetzt nicht weiter wichtig. Das Ding ist gegessen. Würde falls dann noch was passiert hier updaten.
 
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Es sind genau 9 Monate Kündigungsfrist, länger als 1 Jahr wird daher bei Eigenbedarfskündigung schwierig.
 
@boarder-winterman Ding ist dass der aktuelle Vermieter nicht auf Eigenbedarf mir kündigen wird, weil er den gar nicht hat, das hat er schon im Vorfeld klar gemacht. Und den Eigenbedarf muss man auch belegen, reicht nicht einfach nur zu sagen "Hab Eigenbedarf, raus da." Insofern müsste er sehr wahrscheinlich die Wohnung mit mir drin verkaufen, und das dauert ne Weile bei dieser Wohnung würde ich mal behaupten, und dann wird der neue Eigentümer mich mit den 9 Monaten Kündigungsfrist im schlimmsten Fall kündigen. Deswegen meinte ich mindestens noch ein Jahr, da ich nicht davon ausgehe dass diese Wohnung zeitnah verkauft wird.
Ergänzung ()

Schlumpfbert schrieb:
Wenn es als Verhandlungsbasis gedacht war, wollte er bestimmt >10k haben.
Korrekt, mein Betrag lag über 10k. Wenn er zu einer Übereinkunft kommen möchte dann bleibt man am Verhandlungstisch sitzen. Seine Mail wirkte total unprofessionell. Es ist doch klar dass ich, der ja so gesehen gar kein Interesse hat auszuziehen wenns nicht sein muss, mir einen freiwilligen Auszug vergolden lassen möchte. Das könnte man als Vermieter wissen/antizipieren. Und die Idee ist, dass man sich dann aufeinander zubewegt. So funktioniert eigentlich eine Verhandlung, aber nun gut :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei der Forderung von mehr als 10T € fūr 1Zimmer/40 qm würde ich als Vermieter allerdings auch denken, dass da keine ernsthafte Verhandlungsbasis besteht. Runde 3 Jahre Kaltmiete ist IMHO einfach nur unverschämt.
 
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Da finde ich dass du in dem Fall zu voreilig das Handtuch werfen würdest. Die 10k sind keine feste Forderung sondern ein erster Aufschlag. Ich als Vermieter würde cool bleiben und auf meiner Linie verhandeln. Und dann kann ich später immernoch sagen dass ich halt alles versucht habe um dem Typen den Auszug zu erleichtern, aber er wollte es halt nicht. Mein Vermieter hat die Flinte gleich ins Korn geworfen. Kann er machen. Aber für mich wirkts unprofessionell so als wenn das Ganze von Anfang an nicht ordentlich durchdacht wurde und jetzt ist man eingeschnappt.
 
Zuletzt bearbeitet:
th3o schrieb:
Er meinte bei seiner Summe auch gleich es sei seine "Schmerzgrenze", machte also gleich klar dass er nicht wirklich höher gehen möchte.

th3o schrieb:
Ich als Vermieter würde cool bleiben und auf meiner Linie verhandeln.
So wie es aussieht, meinte er das mit der Schmerzgrenze ziemlich konkret und er sieht möglicherweise keinen Zweck darin dich auf seine Linie runterzuhandeln.

Allerdings finde ich es schon krass, was auf Angebotsseite für ein Unterschied zwischen vermietet und unvermietet für eine 1-Zimmer-Wohnung in Neukölln im Schnitt besteht, eben habe ich so auf die Schnelle bei Immobilienscout ~ 60,- k€ überschlagen. Sicherlich steht bei Unvermieteten dann bedeutend häufiger, dass diese frisch renoviert vielleicht sogar saniert wurden, dennoch bleibt nach Abzug der Kosten dafür ja noch ne Menge über.
 
R.Kante schrieb:
Allerdings finde ich es schon krass, was auf Angebotsseite für ein Unterschied zwischen vermietet und unvermietet für eine 1-Zimmer-Wohnung in Neukölln im Schnitt besteht, eben habe ich so auf die Schnelle bei Immobilienscout ~ 60,- k€ überschlagen.
Aus Neugierde - wenn ein Mieter drin wohnt, kann der Besitzer zum Verkauf überhaupt eine Besichtigung anbieten?
Ohne freiwilliges Zustimmen des Mieter bezüglich Besichtigung müsste ein Käufer die Wohnung blind (bzw. auf Basis der letzten Fotos bevor der Mieter eingezogen ist) kaufen, oder?
 
Der Mieter muss die Besichtigung durchaus dulden. Aber er kann Zeitpunkt usw nach eigenem Ermessen bestimmen. Komplett verweigern kann er sich kaum. Er muss aber auch nicht Horden von Menschen täglich durch seine Wohnung laufen lassen.
 
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Es kommt doch ganz auf den Zweck an. Suche ich ein Investment, kaufe ich doch gerne eine vermietete Wohnung. Da kann ich gleich die Miete erhöhen und muss mich nicht selber um die Vermietung kümmern.

Brauche ich die für Eigenbedarf, dann sollte es doch auch möglich sein diesen durchzusetzen. Dann hat man ggf. eine JAhresmiete Verlust. Aber dafür zahle ich doch nicht 16 Jahresmieten Aufpreis, um eine entmietete Wohnung zu erwerben.
 
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Bei einer Neuvermietung kannst Du aber wesentlich mehr erhöhen als bei Bestandsmieten, ggfs. noch mit Modernisierungszuschlag.

Wobei Neukölln vermutlich Mietpreisbremse gilt
 
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