Vertragsproblem mit der Telekom

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Hallo lieber Computerbasler,

ich stehe vor einem großen Fragenzeichen wie ich bei folgendem Sachverhalt mit der Telekom weiter machen soll:

Im Juli bestellte ich im örtlichen Telekom-Shop einen Anschluss in meiner neuen Wohnung mit Entertain und VDSL50.
Der Verfügbarkeitscheck war positiv, nur als es zur Buchung kam, erhielt der Mitarbeiter jedes mal einen Fehler.
Seine Aussage war dann, es müsse erst mal DSL6000 gebucht werden, da in der Wohnung noch kein Anschluss der Telekom liegt.
Wenn dann der Techniker da war, kann auf VDSL50 und somit Entertain aufgestiegen werden. Eine direkte Buchung von VDSL50 bei einem neuen Anschluss sei nicht möglich.
Ich ließ mich also darauf ein, sodass zum 1.8 der Techniker den Anschluss für DSL6000 legte.
Anschließend wollte der Shop Mitarbeiter meines Vertrauens den Anschluss auf VDSL50 aufstocken und Entertain dazu buchen - Wieder eine Fehlermeldung.
Es wurde mehrfach ein Ticket ausgestellt, dass der Anschluss und der Verteilerkasten überprüft werden soll. Ergebnis: Es ist kein Port mehr frei für meinen Anschluss und somit ist es nur möglich DSL6000 zu schalten.
Entertain ist damit nicht möglich und eine Lösung des Problems war nicht in Aussicht.

Nach Beratung des Mitarbeiters stellt ich der Telekom eine Frist bis Mitte September, bis zu der ich meinen gewünschten Anschluss bereitgestellt haben möchte.
Dazu kam es nicht und somit schrieb ich eine außerordentliche Kündigung, da der Anschluss den ich ursprünglich bei dem Shop Mitarbeiter bestellt habe nicht zur Verfügung steht.
Nach 8 Wochen!! erhielt ich nun ein Schreiben, dass eine Kündigung nicht möglich ist, da es sich um eine Vertragslaufzeit von 24 Monaten handelt.

Was jetzt?
Ich werde nun erneut zu dem Mitarbeiter gehen (alles wurde bei derselben Person gemacht) und ihm den Fall schildern und dann soll er das klären.
Schließlich hat er mir den Ablauf wie beschrieben geschildert und somit den gewünschten Anschluss versprochen.
Es meinten bisher auch mehrere Mitarbeiter, dass in diesem Fall eine außerordentliche Kündigung kein Problem sei.

Was sagt ihr dazu, hat jemand mit einem solchen Sachverhalt Erfahrung oder weiß wie die rechtliche Grundlage aussieht?

Für jeden Tipp bin ich dankbar!
 
Du hast von der Telekom eine Auftragsbestätigung bekommen wo hoffentlich VDSL50 drin steht. Mit dieser Auftragsbestätigung dann in Kopie die Kündigung schreiben und sich darauf berufen, dass die bestellte Leistung nicht erbracht werden kann. Das alternitve Angebot der Telekom mit DSL6000 möchtest du nicht annehmen.

Natürlich nicht vergessen die Lastschriftvereinbarung zurückzunehmen und entsprechend die abgebuchten Beträge fleißig vom Konto wieder zurückbuchen lassen. Die Telekom kommt immer mit Gutschrift ... welche aber einen laufenden Vertrag voraussetzt ...

Nicht klein kriegen lassen. Bei der Hotline kannst du mittels Ansage "Beschwerde" auch in die Beschwerdehotline durchgestellt werden. Hier kannst du ebenfalls deinen Sachverhalt schildern und nachfragen wie du dich verhalten sollst, da du an dem alternativen Angebot der Telekom nicht interessiert bist.

Ich würde auf alle Fälle immer darauf beharren, dass kein Vertrag zustande gekommen ist, da der Vertragsgegenstand "VDSL50+Entertain" nicht lieferbar sei und das "DSL6000" keine Alternative zu dem Vertragsgegenstand sei.

ok?
 
Leider steht in der Auftragsbestätigung Bereitstellung DSL6000, da der Shop Mitarbeiter (gleichzeitig Area Manager, dem habe ich mal was zugetraut) aber meinte das müsse so sein, damit dann auf VDSL50 aufgestockt werden kann, habe ich das so hingenommen.
Ich habe mir vorher extra zusichern lassen, dass eine Kündigung möglich sei, falls alle Stricke reißen.
Dies ist ja nun der Fall, nur leider verweigert das die Telekom. Ich habe zudem extra alle Absprachen unter meiner Kundennummer verzeichnen lassen.
Dort ist also auch zu sehen, dass DSL6000 gebucht wurde um aufzustocken, da es anders zuerst nicht möglich war.
 
am besten dann die Absprachen ausrucken lassen und wenn er es denn macht vom Shop Mitarbeiter gegenzeichnen lassen das du da was in der hand hast, dann nochmal kündigung mit dem verweis darauf das nur gebucht wurde wenn VDSL50 geschaltet wird.
 
MMn kommst du aus dem Vertrag nicht raus. Du hast einen Vertrag über 6k geschlossen, die werden geliefert.
Mündliche Nebenabreden bedürfen der Schriftform. Du hast den Vertrag so unterschrieben, die mündlichen Nebenabreden sind somit kein Vertragsbestandteil.
Ggf mal mit einem Anwalt sprechen
 
Du hast den Vertrag so unterschrieben, die mündlichen Nebenabreden sind somit kein Vertragsbestandteil.

kannst du das begründen?

Das Problem was ich hier sehe ist das du das mündliche nicht Nachweisen kannst, im Gegenteil zum Post über mir, bin ich der Meinung das du im Recht bist, allerdings dadurch das im Moment Wort gegen Wort steht du schlechte Karten hast. Hast du Zeugen für die Absprachen? Sowas sollte man sich sonst auch schrftlich geben lassen.
 
schau in die AGBs der Telekom: "mündliche Nebenabreden bedürfen der Schriftform".
D.h. solange der TE diese nicht nachweisen kann ist Essig
 
Das Schlimme ist ja, die Telekom arbeitet nicht mit Verträgen die man unterschreibt sondern man bekommt nur Auftragsbestätigung zugeschickt.

Der Shop-Mitarbeiter hat dich aber auch über den Tisch gezogen/oder wusste es nicht besser. VDSL50 lässt sich sofort buchen (hab ich auch gemacht) ohne vorher DSL6000 haben zu müssen.

Du bleibst meines erachtens auf den Vertrag sitzen. Ansonsten Rechtsanwalt aufsuchen und der muss sich dann um deinen Fall kümmern.
 
methadron schrieb:
schau in die AGBs der Telekom: "mündliche Nebenabreden bedürfen der Schriftform".
D.h. solange der TE diese nicht nachweisen kann ist Essig

dann wäre das ja vom Shop Mitarbeiter gar "Betrug". Da er wissen sollte das diese Absprache keine Gültigkeit hat. Frage ist gibts, dafür Zeugen. Falls ja lohnt sich der gang zum Anwalt eher als ohne Zeugen. Aber in erster Linie sollte man den Mitarbeiter erst die Gelegenheit zur Klärung geben.
 
Vielen Dank für all die Antworten.
Aktueller Stand ist: Ich habe mit dem Shop-Mitarbeiter gesprochen, er hat den Telekom Kundenservice kontaktiert, die Situation erklärt und wird nun schriftlich die Nebenabsprache, die damals getroffen wurde nachreichen.
Hoffentlich klappt das.
 
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