Vertraut ihr Google?

Wie viel Daten darf Google von mir verwenden?

  • Solange ich dafuer besseren Service kriege, darf Google alles von mir wissen!

    Stimmen: 13 6,5%
  • Ich bin grundsaetzlich etwas Misstrauisch bei Datenspeicherung, aber bisher vertrau ich Google

    Stimmen: 84 42,2%
  • Ein paar Sachen gehen mir schon zuweit, aber ich bin mir nicht sicher, was noch akzeptabel ist.

    Stimmen: 61 30,7%
  • Google geht zu weit, ich wuerde es verbieten, wenn ich koennte!

    Stimmen: 41 20,6%

  • Umfrageteilnehmer
    199

cyqu_rayte

Ensign
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März 2005
Beiträge
186
Mich wuerde mal interessieren, wie sehr ihr Google vertraut, wenn es um persoenliche Daten geht.

Google ist kein Standard-Konzern, das ist hier wahrscheinlich allen bekannt. Die Firmenphilosophie ist ungewoehnlich und ihre Gratis-Anwendungen-Strategie nicht weniger.

Aber wie sehr kann man diesem Konzern vertrauen, dass er wirklich nichts mit unsern Daten anstellt, dass "evil" sein koennte?
 
[X]Ich bin grundsaetzlich etwas Misstrauisch bei Datenspeicherung, aber bisher vertrau ich Google

Also Google halte ich für einen Vertrauenswürdigen konzern.
Zwar habe ich schon viel gelesen über googles informationen sammlung, allerdings habe ich bis jetzt keinen anhaltspunkt gefunden, der mich zum glauben bewegt das google böse absichten haben könnte.
 
Ich bin absolut gegen das Datensammeln, dass diestertage leider üblich geworden ist. In den 80er Jahren gab es noch Demonstrationen, als der Staat wissen wollte, in welchem Haushalt es ein Telefon gibt und in welchem nicht. Und heute geben die Menschen nahezu alles freiwillig preis :(

Ich nutze daher keine Google-Anwendung, höchsten sehr selten ihre Suchmaschine. Wobei ich auch da eu.ixquick.com bevorzuge.
 
Also meine Such Historie lass ich nicht speichern. Und ich hoffe mal, das da dann auch nicht viel mehr gespeichert wird.
 
Naja, schlimmstenfalls kriegen wir halt auf unsere Person zugeschnittene Werbung. Und werberesistent sind sicher schon einige
 
Ich denke dass der Faktor Privatsphäre im Internet derzeit massiv unterschätzt wird. Jugendliche stellen im StudiVZ oder MySpace wesentliche Informationen über ihr Privatleben frei verfügbar ins Netz, ohne abzusehen, welche Folgen das hat (schon heute schauen sich viele Personaler im StudiVZ ihre potenziellen Kandidaten an und treffen u.a. aufgrund der privaten Selbstdarstellung ihrer Bewerber ihr Urteil). Amazon speichert jeden Klick, erarbeitet dadurch ein personaliertes Werbeprofil bis hin zu personalisierten Kaufvorschlägen per E-Mail. Google speichert jahrelang alle eingegebenen Suchen eines Users und vermag diese per Cookies zu bündeln und gegebenenfalls mit einem konkreten Benutzernamen, dessen Google-Mail-E-Mails (die ohnehin schon analysiert und auf passende Werbung zu geschnitten werden) und z.B. Google Maps Anfragen zusammenzufügen. Die Marktmacht dieser möglichen Zusammenfassungen wird auf jeden Fall noch unterschätzt, User geben viel zu viele kostbare Daten ohne mit der Wimper zu zucken täglich und freiwillig heraus.

Der Datenschutz wird in den USA viel lascher gehandhabt als z.B. hier in Deutschland. Besonders bei amerikanischen Firmen wie Google sollte man also aufpassen, was man von sich preisgibt: Der Handel mit persönlichen Daten ist nach amerikanischem Gesetz nämlich keineswegs rechtswidrig.

Gruß, webbi
 
Alle die Dinge, die du gerade als Beispiele nanntest, sehe ich als Vorteil der Datenspeicherung. Was hast du an personalisiertem Service auszusetzen?

Ich bekomme lieber Werbung ueber Sachen, die mir gefallen, als ueber irgendein Buch, dass zufaellig gerade Bestseller ist. Und wenn Google Maps sich automatisch meinen Vorlieben anpasst, freue ich mich ueber das "Zuvorkommen".
Auch die Personalisierung von Suchergebnissen finde ich gut. Und warum? Weil ich dann Sachen schneller finde!

Das Problem ist doch nur das Missbrauchspotential. Aber solange Google seine Daten nicht an Spammer verkauft oder veroeffentlicht, habe ich nichts auszusetzen. Und ausserdem vertraue ich Google. Mir gefaellt einfach der ganze Aufbau, die Fuehrung. Aber da kann man sicher unterschiedlicher Meinung sein.
 
Ich hab nix zu verbergen. Sollen sie meinen belanglosen Datenmüll ruhig haben. ;D Was ich aber nicht mehr ok finde ist wenn Leute von irgendwelchen Ämtern an der Tür klingeln und mich zwingen Informationen über alles mögliche preiszugeben. Auf so einen Gestaposcheiss kann ich verzichten.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich hab bisher noch keine wirkliche alternative zu google gefunden. da zu gehört für mich auch eine schlanke, schnelle startseite, die sich auf den allerersten blick erschließt.
 
ich hoffe das google das macht was sie vorgeben zu tun, nämlich die daten die sie über nutzer haben nicht auswerten und für weitere zwecke verwenden.

[X]Ich bin grundsaetzlich etwas Misstrauisch bei Datenspeicherung, aber bisher vertrau ich Google
 
Es ist immer wieder fastzinierend ...
Auf der einen Seite wird hier in von einem sehr großen Teil der Boardies Google das Vertrauen ausgesprochen.

Dabei hat wohl keiner hier Einblick in die internen Abläufe des Unternehmens Google. Wo, welche Daten, für wen abrufbar sind bleibt den Nutzern von Google weitestgehend verschlossen. Selbst die AGB der diversen Dienste können bestenfalls einen Anhaltspunkt bieten. Wie genau es die Firma mit dem Datenschutz denn nun wirklich nimmt, kann der Nutzer kaum beurteilen.

Alles in allem haben wir bei StudiVZ, Google und Co. über viele Nutzer eine sehr ausführliche Datenbasis vorliegen, die Werbung geschickt auf den Nutzer zugeschnitten platziert, das Verhalten des Nutzers bis ins Detail erforscht und auch noch "merkt".

Hinzu haben wir, speziell bei Google, ein Unternehmen welches sehr aktiv an der Meinungsbildung der Weltbevölkerung beteiligt ist. Manipulation der Suchalgorithmen wäre kein Problem und so lassen sich Meinungen durchaus beeinflussen.

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Auf der anderen Seite haben wir dann Threads in denen es um den angeblichen Überwachungsstaat Deutschland geht. Dort ist die Meinungslage eine ganz andere und jene die dort Stasi 2.0 schreien, sprechen hier Google ihr Vertrauen aus.

Dabei ist die Gesetzeslage für jeden Einsehbar. Es gibt diverse Kontrollinstanzen die darüber wachen, dass Gesetze und Vorschriften eingehalten werden und für den Bürger gibt es ein hohes Maß an Transparenz.

Die letzten Urteile des BVerfG und die sofortige Aussetzung der beanstandeten Ermittlungsverfahren zeigen sehr gut wie toll diese Kontrollmechanismen funktionieren.

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Ich sehe in Firmen wie Google und StudiVZ eine große Gefahr für unsere individuelle Freiheit. Denn hier kontrollieren einzig und allein finanzielle Interessen den Umgang mit den Daten.
 
Wen wir die internen Abläufe kennen würden bräuchten wir kein Vertrauen...
 
Man könnte die Schaffung von Transparenz gegenüber den Kunden durchaus aus vertrauensbildende Maßnahme werten.

Vertrauen ist nicht gleich blindes Vertrauen, worauf du wohl hinaus willst.
 
Falls Google (die Wirtschaft) nicht einen Pakt mit unseren Staatsorganen oder anderen Staaten schliesst, nicht auf meiner Festplatte herumwühlt und auch nicht im Schlafzimmer steht, sehe ich noch Chancen in Sachen Datenschutz und Datensicherheit. Solange es konsequente Gesetze und Instanzen gibt, die Datenmißbrauch überzeugend verhindern und verfolgen.
Wirklich eng wirds, wenn man selbst dem Staat nicht mehr vollends vertrauen kann. Dann ists auch für den letzten mit dem eher unfreiwilligem Dulden oder Resignieren bei Google & co. entgültig vorbei.

Datenspeicherungen hat man leider bereits jetzt an jeder Ecke, teils staatlich gefördert. Auch Versicherungen oder Vermieter haben bereits ihre eigenen Datenbanken und Zentralregister, von Staat und Medien zwar immer mal wieder angeprangert, aber nie wirklich unterbunden.

Ich nutze weder Portale wie StudiVZ oder MySpace, noch habe ich meine persönliche Homepage.
Allerdings gibt man nicht selten auch freiwillig oder notwendigerweise zb. bei Bewerbungen jede Menge persönliche Daten über die Anschrift hinaus an Dritte weiter. Was passiert damit? Dasselbe in grün.

Ein aus diesen Informationen mehr oder weniger öffentlichen Daten erstelltes Profil ansich ist ja auch nicht wirklich das Problem, wenn, dann die Verwertung selbigens. Zugeschnittener Werbemüll ist da noch das allerkleinste Übel, würde es denn nur dabei bleiben.

Kurz und gut. Ich vertraue Google nicht mehr oder weniger wie anderen Firmen mit seriösem Image. Ich ungutes Gefühl und bitterer Nachgeschmack bleibt.
Leider kann man gegen eine Speicehrung von Daten im Internet nicht allzu viel tun. Das Internet vergisst nie! Ist eigentlich schon sogut wie zu spät für alle IST-Nutzer. Transparenz und angebliche Sicherheiten sind da leider auch kein Heilsbringer, sie suggerieren es nur. Bleiben also noch die Hoffnung und das Vertrauen, wo wir wieder beim Threadtitel wären. ;)
 
Wo immer auch Informationen über Menschen gesammelt werden, ist der Schritt diese zu missbrauchen nur noch sehr klein! Es müssen sich nur die Umstände ändern (Gesetz, Stichwort Schäuble und co.) und schon sieht die Sache grundlegend anders aus!

Deshalb traue ich auch niemandem, der mir vor so einem Hintergrund weismachen möchte, dass er vertrauenswürdig sei (selbst wenn er wirklich die allerbesten und redlichsten Absichten hat, was sich aber - wie die Geschichte schon oft bewiesen hat - immer sehr schnell ändern kann, sobald sich die Umstände ändern und es dann plötzlich angeblich "erforderlich" und "notwendig" machen, dass "andere Seiten aufgezogen werden!"

Mit den Informationen über Menschen werden heute schon Unsummen verdient (sowas müsste auch mal unterbunden und verboten werden, finde ich völlig unmoralisch und dreist) und das ist gewiss kein Zufall, sondern sollte ganz allgemein gesprochen zu denken geben!
 
Es braucht doch keine Gestzesänderungen um das Vertrauen zu verlieren, oder den Missbrauch voran zu treiben.

Holzbrink zahlte für das StudiVZ damals etliche Millionen Euro. Dabei waren das einzige Kapital des Portals die eine Millionen Nutzerprofile (ca. die Zahl der Nutzer zum Zeit des Verkaufs).

Es gibt kaum Gesetze, die den gewerblichen Handel mit Nutzerprofilen verbieten so fern entsprechende Klauseln in den AGB (welche der Nutzer ja meist bestätigt ohne sie wirklich zu lesen), und selbst wenn illegaler Handel betrieben wird, hat der Staat so gut wie keine Handhabungsmöglichkeit.

Einzig und allein die vielen Millionen Nutzer die bereitwillig alle möglichen Daten über sich ins Internet stellen tragen die Schuld an der Entwicklung. Firmen wie Google nutzen lediglich die Chancen die leichtsinnige Nuzter ihnen bieten.

Wie kann man sich auf der einen Seite über die Vorratsdatenspeicherung aufregen und dann auf der anderen Seite im StudiVZ eine derart hohe Menge an Daten für jeden Abrufbar machen wie sie der Staat durch eine missbräuchliche Anwendung der VDS nicht in hundert Jahren bekommen würde?

Der Vergleich mit den Bewerbungen hinkt da schon sehr. Schließlich ist die Informationsdichte in einer Bewerbung alles andere als breit gefächert. Der nutzen der dort Preis gegebenen Informationen ist außerhalb des Bewerbungsverfahrens nahezu gleich null.

Wenn ich aber im StudiVZ innerhalb von kürzester Zeit ein komplettes Profil über einen Menschen erstellen kann (welche politischen Ansichten, welche Meinungen, was macht er in der Freizeit, welche Musik hört er, welchen Beziehungsstatus hat er, mit was für Freunden treibt er sich rum, ...) dann ist das ein ganz anderes Kaliber.
 
Hinzu haben wir, speziell bei Google, ein Unternehmen welches sehr aktiv an der Meinungsbildung der Weltbevölkerung beteiligt ist. Manipulation der Suchalgorithmen wäre kein Problem und so lassen sich Meinungen durchaus beeinflussen.
Davor habe auch ich etwas Angst. Vor einem Informationsmonopol von Google. In Deutschland sind es um die siebzig Prozent, die Google nutzen, oder?

Und die Treffer werden manipuliert, in jedem Land andere Treffer. Sucht in China mit Google mal nach "democracy", ihr werdet nur noch 3 (!) Prozent der Treffer erhalten, die ihr in Europa habt. Kam neulich in Planetopia, wenn ich mich nicht irre.
Und wenn ihr nach diesem Massaker der chinesischen Regierung an ihren eigenen Volk sucht (mir fällt der Name nicht mehr ein) werden es exakt 0 Treffer sein.
 
Meiner Meinung nach ist Vertrauen in einen Konzern von der Größe Google's unangebracht und sogar naiv. Wissen ist Macht, und besonders Google macht einen nicht unbedeutenden Teil seines Umsatzes durch und mit Informationen.
Geld regiert die Welt. Das ist schon seit langem so und wird auch wohl noch sehr lange so bleiben, und für Geld gehen viele auch gern mal über Leichen.
 
Das China Beispiel ist echt gut.

Ich kann mich noch gut erinnern als Google damals überlegte ob man in Richtung China expandieren will und dann die Zensur der chinesischen Regierung mit macht, oder ob man es lieber bleiben lässt.

Aber auf einen Markt wie China kann man natürlich verzichten und da führt man dann lieber die eigenen Grundsätze ad absurdum (was nutzt eine Suchmaschine die Themen einfach ausblendet?!) um einen Milliarden Markt zu erschließen.

Wie kann man dort noch von Vertrauen sprechen? Wenn die Kohle stimmt, dann beteiligt sich Google sogar an der Zensur.
 
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