cyqu_rayte schrieb:
Diese Transparenz ist zwar einerseits erschreckend , ermoeglicht aber sehr hohen Komfort. Wahrscheinlich wird erst mit dem semantischen Web klar, was fuer einen Vorteil das bringt.
Wie naiv muss man sein um dies derat lax abzutun? Aber vermutlich gegen die VDS Sturm laufen ...
Wessen Komfort erhöht ein solcher Cookie? Deinen? In wie fern?
Der einzige, der aus der Sammlung eines solch imensen Datenmaterials profitiert ist Google und die die über Google Werbung schalten.
"An die Bedürfe des Nutzers angepasste Werbung" hat wohl wahrlich nichts mit Nutzerfreundlichkeit zu tun, sondern dient einzig und allein denen die Werbung schalten. Denn natürlich ist die Gewinnerwartung höher wenn man Werbung direkt an die Zielgruppe adressiert.
In wie fern dies mit den von dir weiter oben genannten Prinzipien der Firma Google in Einklang gebracht werden kann ist mir vollkommen schleierhaft.
Aber zugegeben, das "Potenzial" des Missbrauchs ist gross. Selbst wenn Google vertrauenswuerdig ist, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein anderer Konzern ohne moralische Prinzipen so viel Macht erlangt. Da muesste man einige Sicherungen einbauen. Wie genau, wage ich noch nicht einzuschaetzen.
Darf ich dir die Datenschutzrichtlinien von Google nochmal ins Gedächnis rufen. Ich hoffe doch du hast sie gelesen, als du dich für die Dienste angemeldet hast.
Wenn selbst die eigenen Datenschutzrichtlinien von Google schon ein Witz sind, wie soll man dann noch ernsthaft glauben, dass Google daran interessiert ist Nutzerdaten wirklich vertrauenswürdig zu behandeln.
Woher nimmst du die Gewissheit, dass Google so viel Vertrauen im Umgang mit den Nutzerdaten verdient hat? Hast du irgendwelche handfesten Gründe die dich zu der Schlussfolgerung veranlassen, dass Google in der Beziehung vertrauenswürdig ist? Hast du berichte von externen Datenschutzprüfern?
cyqu_rayte schrieb:
Und du hast immer noch nicht begruendet, warum du personalisierte Werbung so schlimm findest?
Ich finde sie nicht schlimm.
Aber man sollte nicht ausblenden, was personalisierte Werbung ist. Sie ist eben nicht im Interesse des Nutzers sondern ist einzig und allein im Interesse der Werbenden.
Ganz einfaches Beispiel:
Wenn ich bei Google den Suchbegriff Laptop eingebe, dann sind die ersten drei präsentierten Einträge Werbung für Anbieter von Laptops (immerhin als solche gekennzeichnet, wenn auch nicht wirklich deutlich). Schön mag man meinen, sicher im Sinne des Kunden, dass er gleich einen Shop präsentiert bekommt in dem er einen Laptop kaufen kann.
Doch ist dies wirklich der günstigste Shop? Bietet er den besten Service und die beste Qualität?
Würden die ersten drei Seiten Links zu Testergebnissen, Bewertungen, ... von Produkt und Shop sein, dann wäre dies wohl viel eher im Sinne des Nutzers, meinst du nicht?
Also bleibt die personalisierte Werbung eben nur das, was sie ist:
- Optimierung des Gewinns durch Werbung.
cyqu_rayte schrieb:
Wer als Mitarbeiter sich ein Hybrid-Auto kauft, kriegt es subventioniert. 20% der Arbeitszeit stehen zum voellig freien Arbeiten zur Verfuegung. Es gibt keine besonderen Ordnungsvorschriften, was heisst, dass die Bueros das totale Chaos sein koennen, solange Leistung geliefert wird.
Ich weiss nicht, ob es nicht auch andere Firmen gibt, die aehnlich agieren, aber wenn, dann haben sie es noch nicht zu so grosser Bekanntheit gebracht.
Na das ist ja ganz toll, dass Google die Hybrid Lüge auch noch mit macht ... aber das steht auf nem anderen Blatt.
Ob es Firmen gibt die ihren Mitarbeitern ein ähnliches Umfeld bieten?
Ja sehr viele und sogar sehr Bekannte. SAP ist ein Beispiel, Microsoft ein anderes. Alle auf ihre Weise, aber keinesfalls schlechter als Google.
Ein derartiges Umfeld wird in vielen Unternehmen geboten wo die Kreativität der Mitarbeiter besonders gefordert ist. Einfach weil sich für den Unternehmer gezeigt hat, dass er so das Optimum aus seinen Mitarbeitern heraus bekommt.
Auch hier gilt: Was dem Arbeitnehmer zwar dient hat seine Wurzeln aber dennoch in den wirtschaftlichen Interessen des Unternehmers.
Google spendet eben nicht einfach Geld irgendwohin, sondert foerdert vielversprechende Projekte und subventioniert zukunftsweisende Wettbewerbe. Zum Beispiel fuer Weltraumprojekte.
Google investiert jedes Jahr 20% des Gewinns fuer solche Sachen.
Na ob die Weltraumforschung nun der Sektor ist in dem wir uns unbedingt weiter entwickeln müssen um die momentan in unserer Welt vorherrschenden Probleme zu bewältigen, ich weiß es nicht.
Was ist mit Microsoft? Bill Gates spendete bis jetzt einen Großteil seines Privatvermögens an die von ihm ins Leben gerufene Stiftung die sich unter anderem auch mit der Bekämpfung von Malaria beschäftigt. Bis zu seinem Tod will er 90-95% seines Vermögens an diese Stiftung übertragen.
Was ist mit SAP? Der Gründer Dietmar Hopp übertrug 70% seines Aktienvermögens an die von ihm gegründete Stiftung die sich sehr stark im Bereich der Medizin, der Bildung an Schulen und Universitäten, dem Jugensport und für soziale Einrichtungen einsetzt.
Was nochmal macht Google jetzt so anders?
Warum gilt diese Begruendung nicht? Google schafft nicht mehr Freiheit, aber auch nicht weniger.
Ich wuerde gern wissen, warum genau dieses Argument nicht ueberzeugend ist.
Du sagst es selbst. Google schafft nicht mehr Freiheit. Und sie stellen auch nicht mehr Informationen zur Verfügung. Die Suchalgorithmen von Microsoft und Yahoo sind mindestens genau so ausgereift und diese Firmen waren bereits vorher auf dem chinesischen Markt aktiv.
Google unterdes akzeptiert die in China voherrschende Zensur und unterwirft sich ihr, kritisiert sie auch nicht.
All das wäre nicht mal zu kritisieren, wenn Google denn wenigstens ehrlich den Grund des Engagementes in China benennen würde.
Sie haetten gegen das Gesetz gehandelt, wenn sie diese Seite nicht ausgesperrt haetten. Lieber die Seite irgnorieren oder sich mit dem Gesetz anlegen und groessere Konsequenzen riskieren?
Google hätte nicht zwangsläufig gegen das Gesetz gehandelt (wie ja in dem Artikel schön heraus gearbeitet wird). Man hat sich nur aus Angst vor dem rechtlichen Neuland und vor einem möglichen Rechtsstreit mit der Sekte zurück gezogen.