News Virtuelle Partnerbörse: Meta erweitert Facebook um KI-Dating-Assistenten

mischaef schrieb:
Und auch früher schon gab es Menschen, denen so etwas schwer fällt oder erst gar nicht das soziale Umfeld dafür haben.
Wir haben einige GenZ bei uns im Betrieb und die allermeisten bekommen eine halbe Panikattacke, wenn die jemanden anrufen müssen und/oder wir sie auf Teams (weil die Remote oder o.ä. arbeiten) anrufen.

Ich würde mal behaupten, dass so was früher eher verhaltenstechnisch die Ausnahme war.

Und bezüglich des sozialen Umfelds: Dann schafft man sich eben eins? Tretet ein Ehrenamt an, geht in ein Verein, etc. pp. von nichts kommt nichts.

mischaef schrieb:
Dafür war man früher räumlich eher begrenzt.
Ja und? Das ist jetzt was schlechtes oder wie? Selbst in den 70ern, 80ern etc. konntest du deinen Wohnort frei bestimmen (vielleicht nicht in der DDR oder UdSSR, aber in den meisten anderen Teilen Europas schon)
 
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mischaef schrieb:
Im Grunde ist es nichts anderes, als wenn ich in der Disse
Gibt es da jemanden hier? Bei mir war Disse immer vorher voll, nachher voll. In 90% der Fälle weiß ich auch nicht was da vor Ort so passiert ist. Und in 100% der Fälle ist das auch besser so. Ist alles schon 20 Jahre her. Insofern egal ;) Also falls es da zu Beziehungen samt Drama gekommen ist, hat das offensichtlich jeder vergessen.

Ich habe meine Frau in einem Spiel kennengelernt. Ich war tatsächlich noch nie auf einer Dating Plattform. Ich mein so lange man sich nicht an irgendeinem Ort trifft und die Person direkt sieht, führt das ja immer dazu, dass man potenziell irgendwas erzählt oder gezeigt bekommt, was nicht der Realität entspricht. Heute alles etwas einfacher als damals.

Wenn man auch eher introvertiert ist, wird man weder damals noch heute auf die Idee gekommen sein, einen Ort der Wahl aufzusuchen und dort dann Frauen anzusprechen. Da ist eine Dating App oder generell das Internet wohl der bevorzugte Weg. Ansonsten brauch man so Szenarien wie ein spontaner Auffahrunfall, wo dann beim Aussteigen auf beiden Seiten "Liebe auf den ersten Blick" entsteht. Total realistisch ;)
 
mischaef schrieb:
@Tici
Also ich habe meine Frau damals auf 1Live kennengelernt. Wir sind jetzt seit 16 Jahren verheiratet und haben einen tollen 13jährigen Sohn...soviel dazu...
Wie kann man das verstehen? Habt ihr euch übers radio kennengelernt?
Denn 1Live ist ja ein Radiosender vom WDR.
 
Tici schrieb:
@BAR86 Definitiv, ich habe mich in einer Projektarbeit über ähnliches geschrieben und das was ich da herausgefunden habe ist meiner Meinung nach eher traurig. Was mich nur trauriger macht, ist dass Firmen darauf profit schlagen und (wie man hier sieht) Leute so tief in der Spirale drin sitzen und denken dies sei normal. Aber du hast recht, darüber aufregen bringt nichts.
Ja, das GEshäftsmodell von all diesen Systemen und Apps, Social Media ist doch immer gleich: man gaukelt vor ein Bedürfnis der LEute anzusprechen, in Wirklichkeit hat man nur eine Lücke gefunden um an die Daten zu kommen...
Die gesellschaftlichen Veränderungen sind völlig egal.

Wir leben in einer Welt in der wir Online-Daten. In ein paar Jahre wird es normal sein wenn man "KI Dates" hat und wiederum in einigen Jahren, vielleicht Jahrzehnten hat jeder einen netten, hübschen Haushaltsroboter. Kinder kriegen dann wirklich nur noch die wenigsten oder Menschen die aus Glaubensgründen viele Kinder in die Welt setzen sollen
Ergänzung ()

mischaef schrieb:
Und auch früher schon gab es Menschen, denen so etwas schwer fällt oder erst gar nicht das soziale Umfeld dafür haben.
ja, ich hab' mich auch dazu gezählt, ich wär wohl immer noch zu feige, ein Mäderl anzusprechen, wäre da nicht ein Schicksalsschlag gewesen und die anschließende Therapie hat dann einiges geradegerückt
Ergänzung ()

Blaexe schrieb:
Nein? Die sEMG Steuerung ist vollkommen neu und funktioniert laut Nutzerberichten bereits praktisch perfekt. Das ist eine tatsächliche Innovation.
ich weiß nicht, was sEMG STeuerung ist, aber ich habe erst kürzlich verschiedene Anwendungen gesehen wo Leute mit ihren AR Brillen Kräne und Roboter gesteuert haben etc...
 
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BAR86 schrieb:
ich weiß nicht, was sEMG STeuerung ist, aber ich habe erst kürzlich verschiedene Anwendungen gesehen wo Leute mit ihren AR Brillen Kräne und Roboter gesteuert haben etc...
Es ist etwas komplett anderes. Umgekehrt. Du hast ein dünnes Armband an was deine elektrischen Muskelsignale misst und kannst damit mit Mikrobewegungen deine Brille steuern. Egal wo deine Hände sind, ob vor dir, neben dir oder auch in deiner Jeanshose oder Jackentasche.
Du kannst sogar "schreiben" indem du mit einem "gedachten Stift" z.B. auf deinem Oberschenkel handschriftliche Bewegungen ausführst.

Ist hier ja auch Off-Topic und so weit wollte ich auch gar nicht ins Detail - kann nur nicht verstehen warum sowas innovatives nicht mal thematisiert wird.
 
Tici schrieb:
Ja und? Das ist jetzt was schlechtes oder wie? Selbst in den 70ern, 80ern etc. konntest du deinen Wohnort frei bestimmen (vielleicht nicht in der DDR oder UdSSR, aber in den meisten anderen Teilen Europas schon)
In Polen auch nicht...nur der Vollständigkeit halber...^^

Aber ich soll umziehen, nur um eine Partnerin zu finden? Schon ein bissel viel...

@edenjung
1Live hatte auch eine Dating-Plattform betrieben. Keine Ahnung, ob es die heute noch gibt.
 
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Facebook. Facebook? Habe ich doch irgendwann schon mal gehört, wann aber war das gleich nochmal?

Facebook goes Dating-App...

Ob das die Rettung sein wird? Wer nutzt heute noch Facebook? Klingt so, als hätte der Konzern erkannt, dass es immer noch die gleichen Leute sind, die von Anfang an dabei sind. Das aber nicht wahrhaben will.
 
Tici schrieb:
Früher war dein "Konkurrent" bei einer Dame, Job oder was auch immer der Hans-Jörg gegenüber. Heute ists (bzw. so empfinden es viele) die ganze Nation.
Für die Dame und den Job ist es aber nicht verkehrt, wenn es mehr als zwei Optionen gibt. ;)

Nicht umsonst ist beides in Städten öfters vorzufinden als auf dem Land.
 
mischaef schrieb:
In Polen auch nicht...nur der Vollständigkeit halber...^^
Aber ich soll umziehen, nur um eine Partnerin zu finden? Schon ein bissel viel...
Du hast das Argument der räumlichen Begrenzung gebracht. Aber was wäre deine Option wenn du eine auf Tinder, Bumble, Instagram und co. am anderen Ende der Republik kennenlernst? Fernbeziehung bis zum Sankt Nimmerleinstag?
Wie gesagt, wenn du nur in deinem stimmen Kämmerlein sitzt wirds natürlich schwierig, jemanden zu finden. Für normale Leute mit normalen Hobbys sollte es aber eine machbare Aufgabe sein.
 
Tici schrieb:
Selbst in den 70ern, 80ern etc. konntest du deinen Wohnort frei bestimmen (vielleicht nicht in der DDR
Das ging in der DDR auch, aber unter Umständen wurden einem Knüppel zwischen die Beine geworfen.
Zum Beispiel war Wohnraum sehr knapp und dann wurde sortiert, wer wo wohnen durfte. Auch hat der alte Job einen unter Umständen nicht so einfach losgelassen. Damals gab es nicht nur das Recht auf Arbeit sondern auch die Pflicht zur Arbeit. Ohne neuen Job hat man dich nicht aus dem alten entlassen. Wenn man irgendwo gebraucht wurde, dann war die Kündigungszeit auch gerne mal ein halbes Jahr.



Die Dating-Apps, Google, YouTube, usw. machen doch alles das gleiche: Leute auf der Plattform halten.

Wenn Facebook in die gleiche Kerbe schlägt (und warum sollten sie auch nicht?), dann sucht die KI nicht zueinander passende Leute, sondern Pärchen die für maximale Aktivität auf der Plattform sorgen. Drei Mal dürft ihr raten, aus was diese Aktivität wohl meistens bestehen wird. Auch das Geschwafel um "Wischmüdigkeit" deutet in diese Richtung.
 
Tici schrieb:
Alleine schon, dass sich viele Leute nicht durch Social Media dauerhaft im Vergleichmodus mit anderen befinden.
Verglichen hat man sich früher genauso viel, mit dem Nachbarn, den Skatkollegen dem Onkel, der im Ausland wohnt. Und natürlich den Stars in der Bravo und der Hitparade.

Magersucht ist beispielsweise in den 70ern bekannt geworden. Davor hat frau sich per Mieder die Lungen und Rippen gequetscht.

Krankhafte Vergleiche und Körperideale hat es in der Menschheit leider immer gegeben und wird es weiterhin geben. Der Narziss-Mythos ist ja über 2000 Jahre alt.
 
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wern001 schrieb:
Bei den Partnerbörsen läuft es doch so: Frauen zu 95% Fakes (Fakes die abzocken wollen oder vom Betreiber bezahlte Fakes um Männer bei Laune zu halten damit sie weiter Geld an den Betreiber zahlen). Männer -> Zahlschweine
Zumindest waren die Fakes teilweise Real. Bilder zeigten immer noch reale Menschen, wenn auch stark gephotoshoppt und bei der gefakten Kommunikation saß immer noch irgendwer am Handy um die Kunden warm zu halten. Heute macht das alles die KI.
Nichmal bei den 190er Nummern kann man sich noch sicher sein. Ich mein, wer hört in der "Situation" so genau hin das man die KI Stimme raushören würde...;) :mussweg:


KI in der Partnersuche wäre schon interessant. Wenn es denn vernünftig eingesetzt werden würde/könnte.
Die Socialmedia Plattformen verfügen über unermesslich viel Datenmaterial von Personen.
Eine entsprechend trainierte KI wäre durchaus in der Lage daraus Personen zu identifizieren die wahrscheinlich zu einander passen könnten. Den Rest muss Mensch allerdings dann selber erledigen. ;)
Allerdings würde das nur dann wirklich Funktionieren wenn es durch NonProfit Organisationen betrieben würde. Hinterher könnten sich wirklich zufriedene und zahlungskräftige Kunden ja immer noch durch Geldspenden bedanken!
 
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KI, KI, KI.. ich kann es nicht mehr hören.
Profile abzugleichen und ähnliche Profile anzuzeigen hat überhaupt nichts mit KI zu tun. Das ist einfach nur ein SQL-Datenabgleich, der einen bestimmten Schwellenwert (> = anzeigen) überschreitet.
 
@ErnstHaft99 Wovon ich schrieb ist kein einfacher Stichwortabgleich. Der Mag Hunde und die mag Hunde. Passen genügend Stichworte zusammen. Das ist als würde man einen Rechenschieber mit einem modernen Smartphone vergleichen. Mit beidem kann man im Prinzip Rechenaufgaben lösen.

Heutige KI könnte Persönlichkeitsprofile erstellen, Wirtschaftliche und Ökonomische Variablen berücksichtigen. Es kann sogar politische oder religiöse Tendenzen "erraten" von denen die "Kunden" nichts bewusst preisgegeben haben. Es kann aus tausenden Posts das eine herausfinden in dem man sich verplappert hat oder auf einem der hunderten Fotos versehentlich den Ehering am Finger hatte irgendwo im Hintergrund. Es kann anhand der Bildanalysen sogar einschätzen ob man wirklich der gesellige Partymensch ist...und und und...

Die Datenmengen die SocialMedia Betreiber seit Jahrzehnten horten sind unbeschreiblich. Bisher hat man mit gewöhnlichen Algorithmen nur an der Oberfläche des möglichen gekratzt. Mit heutiger und zukünftiger KI lassen sich die Datensätze beliebig und zielgerichtet kombinieren und Schlussfolgerungen treffen lassen.
Solch ein Einsatzgebiet ist bei der Partnersuche noch harmlos.
Genausogut lassen sich aber auch unerwünschte Personen auf dem Wohnungsmarkt aussieben oder Personaler könnten die Belegschaft aussieben. Ja ich weiss, es wird ohnehin schon gemacht. Aber die Dimension wird sich extrem steigern.
 
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samuelclemens schrieb:
Heutige KI könnte Persönlichkeitsprofile erstellen, Wirtschaftliche und Ökonomische Variablen berücksichtigen. Es kann sogar politische oder religiöse Tendenzen "erraten" von denen die "Kunden" nichts bewusst preisgegeben haben. Es kann aus tausenden Posts das eine herausfinden in dem man sich verplappert hat oder auf einem der hunderten Fotos versehentlich den Ehering am Finger hatte irgendwo im Hintergrund. Es kann anhand der Bildanalysen sogar einschätzen ob man wirklich der gesellige Partymensch ist...und und und...
Können tun die viel mit vorgefertigten statistischen Annahmen. Leider gibt es dann so etwas wie die Varianz - Streuung um den Mittelwert. Nur weil ich 20 Bildern von Partys hochgeladen habe, lässt das keine Rückschlüsse zu, wenn man sonst wenig Bilder hochläd.
Was man in den Kontaktbörsen sucht, weiß man am besten selbst, denn das gibt man im Profil an. Da braucht niemand Eingruppierungen durch die KI, die stimmen können oder oftmals nicht.
Wenn Generation Vollpfosten alle privaten Informationen zur Verfügung stellt, am besten noch mit Zeitstempel und Ortsangabe in Google Maps verlinkt, ja dann mag die KI treffsicherer sein.
 
Blaexe schrieb:
Es ist etwas komplett anderes. Umgekehrt. Du hast ein dünnes Armband an was deine elektrischen Muskelsignale misst und kannst damit mit Mikrobewegungen deine Brille steuern. Egal wo deine Hände sind, ob vor dir, neben dir oder auch in deiner Jeanshose oder Jackentasche.
ah ok, das ist tatsächlich für ein kommerzielles Produkt ziemlich innovativ wenn es funktioniert.
 
ErnstHaft99 schrieb:
Was man in den Kontaktbörsen sucht, weiß man am besten selbst
Der unterschied ist jedoch du kannst nur eine sehr begrenzte Menge an Datensätzen/Profilen sichten. Beurteilung, Auswertung und filtern nimmt auch nen sehr großen teil an "Arbeitszeit" weg.
Zudem hat man nur auf die Daten zugriff als normaler Kunde die die Person auf dem Profil preisgibt.
Die KI kann jedoch aus Millionen Profilen genau die herausfinden die deiner Person am besten entsprechen.
Ich rede dabei nicht nur von den Datensätzen die man explizit auf der Partnerbörse eingetragen hat.
KI kann inzwischen auch googeln!

Die 20 Partybilder sind ja nur Indizien. Da gebe ich dir recht. Eine gut trainierte KI wird sich aber nicht nur auf diese Information verlassen. Wenn sonst nichts über dich zu finden ist wirst wohl eher kein Partymensch sein.
Diese Menschen sind in der regel sehr freizügig was SocialMedia Präsenz angeht. Oder deine sonstigen SocialMedia Auftritte zeigen dich viel mit Kind und Kegel im Urlaub. Die 20 Partybilder aber lassen sich auf eine oder 2 Events zurückführen.

Der Punkt ist letztendlich wieviel Daten zur Person vorliegen. Je mehr umso besser die Schlussfolgerungen die man daraus ziehen kann.
Das gefährliche ist jedoch das eine reihe "harmloser" Informationen in Kombination zu unerwünschten Rückschlüssen führen kann.
Oder wenn Menschen mit unlauteren Absichten mittels Webscraping eigene Datenbanken unterhalten und unzensierte eigene KI Modelle darauf loslassen.
 
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