Um meine Idee weiter zu veranschaulichen und die Chancen auf eine mögliche Umsetzung zu erhöhen, denke ich, dass es am besten sein wird, einmal ein ganz konkretes Beispiel zu zeigen. Ich werde deshalb nun einfach meinen eigenen PC vorstellen. So sollte wirklich jeder eine klare Vorstellung davon bekommen, wie meine Idee aussehen könnte.
Ein möglicher Beitrag könnte beispielsweise wie folgt aussehen. Natürlich sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, es gibt unendlich viele Möglichkeiten, und jeder User hat die Freiheit, seine Vorstellung ganz nach Belieben zu gestalten, man kann alles Mögliche was einem wichtig ist in die Vorstellung reinschreiben. Angefangen von seinem Undervolting Konzept, Lüfterkurven, Linux Betriebssystem bis hin zu seiner Custom-Wasserkühlung, man kann wirklich über alles schreiben, was einem lieb ist, und dass man gerne mir der Community teilen möchte. Alle Kleinigkeiten und Details sind absolut erwünscht! Genau solche Details und Kleinigkeiten machen es ja erst richtig interessant, solche Beiträge zu lesen! Man kann dabei auch auf besonders interessante technische Einzelheiten eingehen, und somit lernt man auch immer etwas dazu.
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Liebe ComputerBase Community,
in diesem Beitrag möchte ich euch herzlich dazu einladen, meine Reise zum Hobby „PC-Building“ mitzuerleben, und wie daraus schließlich mein erster komplett eigenständig geplanter und gebauter PC entstanden ist.
Angefangen hat alles im Alter von 10 Jahren, das war im Jahr 2006, als ich zum ersten Mal den neuen Computer meines Vaters eigenständig benutzen durfte. Ich bin generell, seit ich denken kann, ein sehr technikaffiner Mensch und kann mich für Technik in jeglicher Hinsicht begeistern. Ob es nun eine Dampfmaschine, ein Verbrennungsmotor, eine Flugzeugturbine oder eine mechanische Uhr ist, es gibt eigentlich keine Maschine, die mich nicht faszinieren könnte.
Aus diesem Grund war ich natürlich auch stark beeindruckt, als ich zum ersten Mal einen Computer bedienen konnte. Denn auch ein Computer ist letztendlich eine Maschine, nur in einer anderen Form: ohne Zahnräder oder Getriebewellen, ohne interne Verbrennungen oder Kompressionskurven, ohne Ölpumpe oder Pleuelstangen. Stattdessen findet man dort Leiterplatinen, Kondensatoren, Spulen, Rechenprozessoren und viele andere hochpräzise technische Komponenten. Aber auch Strömungstechnische Komponenten lassen sich im Computer finden, die mit den Fluiden Luft - oder Wasser arbeiten und den Wärmeaustauschen gewährleisten.
Im Alter von 15 Jahren durfte ich mir dann zum ersten Mal meinen eigenen Computer kaufen, finanziert durch meine Eltern. Natürlich war das damals nur ein relativ normaler PC mit 8 GB DDR3-RAM, einer 500 GB HDD und einer GTX 750 GPU sowie einem i7-2600K mit 4 Kernen und 8 Threads. Diese CPU besitze ich sogar noch, und werde sie als Erinnerung auch behalten:
In den folgenden Jahren habe ich den PC immer wieder ein wenig erweitert. Insgesamt zogen schließlich 16 GB DDR3-RAM, eine GTX 1050 Ti, eine zusätzliche 120 GB SSD für Windows sowie ein neues Mainboard ein. Im Ganzen habe ich diesen PC rund 13 Jahre lang genutzt, und für meine Anwendungen hat er lange Zeit auch mehr oder weniger ausgereicht.
Trotzdem hatte ich immer den Wunsch, irgendwann einmal ein richtig gutes und hochwertiges System mit schnellen Komponenten zu besitzen. Leider fehlten mir dafür lange Zeit sowohl das Geld als auch die Zeit.
Die Jahre vergingen, das Leben geht heiter weiter, und irgendwann eröffnen sich dabei neue Möglichkeiten. So kam es letztes Jahr dazu, dass ich mir endlich ein komplett neues System leisten konnte. Einer der Hauptgründe dafür war unter anderem der Speicherplatz: Mit meiner alten 500 GB HDD hatte ich in den letzten Jahren ständig Probleme mit zu wenig Speicher. Oft musste ich ein Spiel deinstallieren, um ein neues installieren zu können. Auch meine später eingebaute 120 GB SSD für Windows war sehr schnell voll. Dadurch wurde mein gesamter PC mit der Zeit immer langsamer und träger. Aus diesen Gründen hatte ich irgendwann sogar die Lust am Hobby PC und Gaming verloren, weil mein System einfach deutlich an seine Grenzen gekommen war, und nichts mehr wirklich gut funktionierte. Somit hatte ich die letzten 3-4 Jahre den Pc für Gaming so gut wie garnichtmehr genutzt, nurmehr für Universität, also Studium.
Zwischendurch musste ich außerdem noch in ein neues Netzteil investieren, weil das alte irgendwann den Geist aufgab. Der endgültige Auslöser für ein komplett neues System war schließlich, dass mein Mainboard nach all den Jahren plötzlich kaputtging und der PC nicht mehr startete. Das war etwa im Februar 2025, und ab diesem Zeitpunkt ging die Reise dann richtig los.
Zunächst recherchierte ich nur kurz und kaufte mir relativ schnell einen fertig zusammengestellten PC (13400F, RTX 3050 8Gb, 16 Gb DDR5, B760M-K, 1TB PNY Sata SSD). Da mein alter PC komplett ausgefallen war, brauchte ich möglichst schnell wieder ein funktionierendes System. Ich habe auch noch einmal meine alte HDD angeschlossen, um meine Daten zu sichern.
In dieses System investierte ich anfangs also kaum Zeit, Hauptsache, ich hatte wieder einen funktionierenden Rechner. Das Einzige, was ich dort selbst aufgerüstet habe, waren zwei zusätzliche SSDs: eine mit 1 TB und eine mit 500 GB (Crucial MX500) für persönliche Daten vom Studium, Bilder und Videos. Insgesamt waren dann also schon 2,5 TB durch 3 verschiedenen Festplatten verbaut, ich hatte mir nämlich fest vorgenommen:
Nie wieder Speicherprobleme in meinem Leben, nach den Erfahrungen der letzten 13 Jahre.
Mit diesem Setup arbeitete ich bis etwa November 2025 und war grundsätzlich zufrieden. Der Performance-Unterschied zu meinem alten 13-Jahre-System war natürlich deutlich spürbar.
Dann hörte ich jedoch eher zufällig zum ersten Mal von sogenannten „NVMe-SSDs“. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nie von dieser „neuen Technologie“ gehört und dachte immer, dass SATA-SSDs bereits das Schnellste seien. Schnell prüfte ich mein Mainboard, und siehe da: Es hatte tatsächlich zwei NVMe-Steckplätze.
Mit viel Online-Recherche, einigen ChatGPT-Gesprächen und auch aus reinem Interesse entschied ich mich schließlich, eine NVMe-SSD zu kaufen und mein C: Windows-Systemlaufwerk darauf zu klonen. Mithilfe von Macrium Reflect und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung gelang mir das auch sofort problemlos. Und plötzlich fühlte sich mein PC erneut komplett neu an: Windows startete deutlich schneller, Programme öffneten sich nahezu sofort, alles fühlte sich einfach moderner, direkter und insgesamt deutlich schneller an.
Dieses Erlebnis entfachte endgültig meine neu entdeckte Begeisterung für PC-Hardware. Ich begann ab diesem Zeitpunkt mich intensiv mit allen möglichen Themen zu beschäftigen: Netzteile, CPUs, GPUs, Gehäuse, Lüfter, Airflow, Speicherlösungen und vieles mehr. Ich las in Foren, auf Reddit, schaute YouTube-Videos und informierte mich überall, wo ich konnte. Es machte einfach sehr viel Spaß in diese „neue Welt“ einzutauchen. Zwischen November und Februar begann ich dann, Stück für Stück neue Hardware zu kaufen und selbst aufzubauen.
Heute bin ich stolzer Besitzer eines für mich schon komplett übertriebenen, leistungsstarken Systems, von dem ich früher nie gedacht hätte, dass ich so etwas einmal mein „Eigen“ nennen darf. Der Plan und Bauprozess hat in etwa 4 Monate beansprucht, von November 2025 bis Februar 2026. Das Kabelmanagement habe ich insgesamt bestimmt 10-mal neugestaltet, um das Bestmögliche Ergebnis zu erzielen, ich habe mich bemüht so gut ich konnte:
Ich weiß selbst, dass dieses System für meine Nutzung überdimensioniert ist. Allein die 20 Kerne/28 Threads meiner CPU werde ich vermutlich nie vollständig auslasten. Auch die über 5 TB Speicher sind deutlich mehr, als ich jemals wirklich brauchen könnte, es ist eben alles ein bisschen eskaliert…. Natürlich habe ich auch meine alten SATA-SSDs von vorherigen Systemen wieder reaktiviert und dort eingebaut, hier meine älteste mit den 120 GB:
Es ist letztendlich sogar so weit eskaliert, dass auch kleine Details wie ein 90-Grad-12VHPWR-Kabel, eine GPU-Stütze und LEDs den Weg in meine Maschine gefunden haben. Lauter Dinge, die man eigentlich wirklich nicht braucht, aber ich war einfach völlig in diesem „Rabbit Hole“ der neuen Hardware-Leidenschaft gefangen und wollte mir einmal in meinem Leben einen wirklich perfekten PC-Build zusammenstellen, wenn ich schon mit so viel Euphorie dabei war, und das habe ich nun auch geschafft und mein Seelenfrieden ist wieder hergestellt.
Nun gehöre ich also ebenfalls zu den Leuten, die ein komplett übertriebenes Setup zuhause stehen haben, dass ich aber jetzt viele Jahre nutzen kann, diesmal jedoch ohne Speicherprobleme oder sonstige Einschränkungen. Eine letzte Sache noch: Ich habe natürlich auch an den Lüfterkurven gearbeitet und mein PC ist eigentlich quasi lautlos im Standardbetrieb, auch das ist etwas das ich vorher nicht gekannt habe, dass ein PC so leise sein kann!
Abschließend hier mein vollendetes Setup:
Maschine:
- Betriebssystem: Windows 11 Pro
- Gehäuse: Be Quiet! Pure Base 501 Airflow Window White
- Netzteil: Be Quiet! Pure Power 13 M 750W mit:
- Be Quiet! 12VHPWR 90° Kabel
- CPU-Lüfter: Be Quiet! Dark Rock Pro 5 Black
- Gehäuselüfter: Be Quiet! Pure Wings 3 140mm PWM White 2x
- Be Quiet! Pure Wings 3 140mm PWM White 3x High Speed
- ARTIC Case Fan Hub PWM Lüfter-Verteiler
- Mainboard: ASUS TUF Gaming B760-Plus WIFI
- GPU: ASUS Prime GeForce RTX 5070 OC
- Oddtone GPU-Stütze White
- CPU: Intel i7 14700KF
- RAM: KINGSTON FURY Beast RGB Schwarz DIMM 2x 16GB Kit 6000 Mhz CL30-36-36 on-die ECC
- NVMe: 1TB WD Black SN850X M.2 2280 mit Kühlkörper & LED-Beleuchtung (RGB)
- 1TB WD Black SN850X M.2 2280 mit:
- Be Quiet! MC1
- 1TB Crucial E100 M.2 2280 mit:
- Be Quiet! MC1
- Sata SSD: 1TB MX500 Crucial
- 1TB PNY CS900
- 512GB MX500 Crucial
- 120 GB Samsung 850 Evo
- USB: TP-Link UB500 Nano Bluetooth 5.3
Peripherie:
- Monitor: 2x Philips 24 Zoll FHD IPS 120Hz 24E2N1110
- Tastatur: Be Quiet! Light Mount Silent Linear
- Maus: Logitech G502 Hero
- Lautsprecher: Plyee 10W PC USB Speaker
- Kopfhörer: Bose QC35 Schwarz/Bose Soundsport
- Mauspad: Titanwolf 1200x600 Black
- Controller: Xbox
Anwendungen:
- Home Office
- Studium
- Arbeiten
- Lernen
- CAD
- Zocken
- Speichergrab
Bei jedem Start meiner Maschine habe ich ein breites Lächeln im Gesicht und freue mich über die tolle Hardware, die ich nun verwenden darf. Ich bin wirklich sehr stolz auf meinen ersten eigenen PC-Build und genieße ihn in vollen Zügen.
Vielen Dank für eure Zeit, ich hoffe, euch hat meine Vorstellung gefallen!
Liebe Grüße und einen schönen Frühlingsbeginn, jetzt wieder mehr rausgehen und das Leben und die Sonne genießen 🤘🏻🔥☀️😁

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So könnte beispielsweise ein Beitrag aussehen. Jeder, der möchte, könnte dann seine Gedanken dazu teilen, Feedback geben oder einfach seinen eigenen PC-Build vorstellen, in einem neuen, eigenen Beitrag. Die Beiträge können auch in Zukunft erweitert werden, wenn zb eine neue GPU verbaut wurde, oder oder….
Und wenn ich Eins ganz sicher weiß, dann das: Da draußen gibt es Leute, die noch 1000x krassere Systeme gebaut haben, ich bin nur ein kleiner Fisch im Aquarium 😂