till69 schrieb:
... sollte als Gateway die IP deines Routers anzeigen
Wobei es durchaus
zwei 0.0.0.0 Routen geben kann. Je nach Konfiguration erstellt zB OpenVPN zwei zusätzliche Routen (redirect-gateway def1), einmal 0.0.0.0/1 und einmal 128.0.0.0/1, um die eigentliche Standardroute 0.0.0.0/0 zu .. .. overriden (deutsches Wort dafür?!?).
FaDam schrieb:
Insgesamt 5 Dns.
Welcher wird nun benutzt?
Das ist nicht so einfach zu beantworten. Die Namensauflösung ist ein recht komplexer Vorgang, weil sie aus mehreren Schritten und auch mehreren Auflösungstechniken besteht.
Grundsätzlich läuft das erstmal so ab:
1. Prüfen ob es der eigene Name ist
2. In der hosts Datei nachschauen
3. Primären DNS fragen
4. Sekundären DNS fragen
5. NetBIOS und weitere Auflösungsmechanismen
3. und 4. sind aber nicht so sequentiell wie man denken sollte, weil es jeweils mehrere Versuche mit aufsteigenden Timeouts gibt und dann ggfs auch
parallele Requests rausgeschickt werden - je nachdem ob dann doch noch der Primäre oder eben schon der Sekundäre antwortet.
Bei mehreren DNS auf verschiedenen Schnittstellen wird es noch komplizierter. Normalerweise sollte Windows sich dabei an die Metrik halten, also an die Schnittstelle, die den günstigsten Weg verspricht (niedrige Metrik = besser).
Weil das alles noch nicht kompliziert genug ist, kommt dann auch noch IPv6 ins Spiel. Sofern möglich wird Windows stets eine Namensauflösung via IPv6
als erstes versuchen je nachdem ob auf den Schnittstellen überhaupt IPv6 aktiv ist.....
Wie man sieht hängt die Namensauflösung von mehreren Faktoren ab und ist alles andere als trivial. Meine Ausführungen erheben daher keinerlei Anspruch auf Richtigkeit oder gar Vollständigkeit. Hinzu kommt, dass zB die IPv6-Präferenz erst mit Windows 8 Einzug gehalten hat, wenn ich mich recht erinnere. Das heißt, dass dieser Ablauf auch Änderungen unterliegt. Mit WireShark kann man sich das sonst im Detail anschauen, indem man auf der jeweiligen Schnittstelle nach DNS filtert. So kann man zumindest in der eigenen Konstellation - zB bei 5 Schnittstellen mit 5 DNS - prüfen wie Windows dabei vorgeht.
Ein rudimentärer, reiner DNS-Test wäre ansonsten mit nslookup möglich. Einfach "nslookup computerbase.de" eingeben und Windows stellt einen DNS-Request an den hoffentlich richtigen DNS-Server. Den Ablauf im Falle eines Timeouts kann man damit allerdings nicht sehen.