VW Abgas Skandal was sind eure Gedanken

Sammelklagen sind in DE nicht nur nicht für ihren Erfolg bekannt, sie sind grundsätzlich nur in zugelassenen Ausnahmen in DE möglich.

2 vollkommen differente Rechtssysteme sind hierfür der Grund.
 
Also ich bin in einer Sammelklage die es in den Niederlanden versucht eingeschrieben. Ob dabei etwas erreicht werden kann weiß ich nicht, aber ganz ohne Finger klopfen sollten sie auch nicht davon kommen.
 
nur mal so als gegenfrage.
wegen was wollt ihr vw verklagen?
habt ihr persönlich irgendwelche nachteile?

und die erste klage in deutschland, wo jemand auf rückabwicklung des kv gepocht hatte ist meines wissenstandes nach noch offen,. da wurde aber dem kläger signalisiert das er keine chancen haben wird, den vollständig damals bezahlten preis zurückzubekommen. vw hatte dem kläger angeboten das auto zum zeitwert auf den kauf eines neuwagens anzurechnen, darauf verzichtet der kläger jedoch (im vorfeld der verhandlung wurde dies von vw zugestanden).

ich glaube so jeder diesel der auf dem markt ist wurde auf irgendeine art und weise manipuliert, ansonsten wären diese ultrastrengen grenzen nicht einzuhalten.
 
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nur mal so als gegenfrage.
wegen was wollt ihr vw verklagen?
habt ihr persönlich irgendwelche nachteile?

Kommt ganz darauf an, was mit diesem Softwareupdate, welches die Probleme beheben soll genau passiert.
Mehrverbrauch an Diesel? -> Nachteil
Weniger Leistung? -> Nachteil

Mal ganz abgesehen von den anderen Faktoren wie geringerer Zeitwert, da ggf. uninteressant für potentielle Käufer oder sonstiges.
 
Ich selbst habe das zuwenig verfolgt, aber so richtig viele hat es da nicht erwischt, oder?

Bei der Daimler Gruppe war mal was. Müsste ich aber mal genauer nachlesen.

Persönlicher Nachteil wäre eventuell das enziehen der Typengenehmigung. Denn dann kann man mit dem Fahrzeug nichts mehr anfangen. Abgesehen davon ist es ja eigentlich Betrug im großen Stil.

Ob man nun klagen sollte oder nicht ist dann eine andere Frage - bezüglich obs was bringen wird bzw. ob man was bekommt dafür.

Ganz klar ist mir auch noch nicht die Drosselung der Motoren. Denn ich glaube wenn man die Abgaswerte dennoch erreichen möchte, dann muss man bei der Leistung der Fahrzeuge etwas sparen, oder nicht?
 
nik_ schrieb:
nur mal so als gegenfrage.
wegen was wollt ihr vw verklagen?
habt ihr persönlich irgendwelche nachteile?

Betrug? Wertminderung des Autos? Aufwand?

Auch wenn der Service nur eine halbe Stunde dauert, muss man trotzdem hinfahren, warten, Urlaub nehmen etc.
Außerdem muss erst noch gezeigt werden, was die Maßnahmen bringen. Ich hab zum Glück noch einen 2.0er Motor, der wohl auch ohne Software die Grenzwerte schafft und somit nur die Software entfernt werden muss. Zumindest laut VW. Allerdings bezweifel ich das langsam, denn das hätten sie schon längst erledigen können, wenn sie wollten.

Das Auto an sich ist deswegen natürlich nicht schlechter, macht die Aktion aber nicht besser. Ich muss wegen NOx Werten einen 100er auf der Autobahn fahren, weil die dauernd überhöht sind usw. Es hängt ja doch ein Rattenschwanz an der Situation. Vor allem weil es dafür eine Lösung gäbe, würde aber ~1000€ mehr pro Auto kosten (Filter etc.) und die wollte sich VW eben sparen...

Außerdem wird gemunkelt das BMW durch die "unerklärbar guten" Werte von VW einen tollen Motor entwickelt hat um mithalten zu können.
 
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betrug -> da werden die einzelnen personen vor gericht gezerrt die dafür verantwortlich sind. vw an sich kann "nichts" dafür (außer die wissenden, aber die werden dafür ja verurteilt werden, hoffentlich).

wertminderung? warum wertminderung? dafür gibts doch die rückrufaktion, dass das auto so wird, wie es hätte sein sollen bei auslieferung. das ist aber auch sehr hypothetisch. bisher gibts hierzu nur spekulationen. die preise stehen momentan noch fest, auch der jährliche wertverlust. da muss sich noch zeigen ob es auswirkungen gibt.

aufwand? ich wette mit dir, dass wenn du da vorbeifahren solltest du sogar evtl. nen leihwagen kriegen solltest/wirst wenn es eben 1 oder 2 tage dauert das auto zu reparieren. und die hinfahrt, kommt drauf an wo man wohnt, aber du kannst ja gerne den urlaubstag in rechnung stellen oder auch die bezinkosten. vllt kriegst du ja geld zurück. aber dafür braucht man nicht klagen sondern einfach höflich fragen oder nen netten brief schreiben.

mehrverbrauch beim diesel. come on. das ist ja wohl an den haaren herbeigezogen. jeder weiß das die werte die vom hersteller angegeben sind utopie werte sind und die nur in der theorie erreichbar sind. ob du jetzt statt 1l, 1.2L mehrverbrauch hast. kommt zudem auch auf die fahrweise an. das ist mmn kein wirkliches argument, außer das auto säuft bei gleicher fahrweise 5l mehr.

weniger leistung. naja kommt drauf an. vw sagt ja, dass die leistung gleich bleiben solle. ob das auch im nachinein so ist, kann man nur rausfinden wenn man auf nen leistungsprüfstand geht und dann der gerichtsgang mit weiteren gutachtern. erstmal abwarten und nicht schon vorneweg solche konstrkte erstellen.

und es zwingt dich bei weitem keinre nur 100 auf der ab zu fahren.

hoffe das kennt ihr:
http://www1.wdr.de/nachrichten/wirtschaft/vw-abgas-urteil-bochum-100.html
 
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nik_ schrieb:
und es zwingt dich bei weitem keinre nur 100 auf der ab zu fahren.

Ich wohn in Österreich, da gilt das IG-L und das wird vollstreckt. Überschreitung der Geschwindigkeit kostet in dem Bereich sogar mehr als normalerweise.

Die restlichen Argumente sind keine Argumente. Du kennst die Verjährungsfristen bei solchen Delikten?
Abwarten ist nicht die richtige Taktik ;)

Hier sind die Antworten auf den Rest: https://verbraucherrecht.at/cms/index.php?id=2427

PS: Ich will mein Fahrzeug nicht zurückgeben oder Geld zurück, aber ich will das diese zeitnah behoben wird und vor allem nicht mehr vorkommt. Deswegen finde ich ist Druck von den Verbrauchern in Form von Klagen seitens Konsumentenschutzverbänden wichtig und unterstützendswert.
Ein Brief an den Händler der mir einen Urlaubstag erstatten soll ist dagegen ein Witz, da es dafür rechtlich keine Grundlage gibt.
 
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ja dann sag doch dass du aus österreich kommst. in deutschland gibts sowas net. und ob das verbraucherrecht aus österreich auch so in de gilt sind auch wieder 2 paar schuhe
 
Hi

gerade jetzt, bei der Wetterlage und der täglichen Feinstaubbelastung stellt sich doch die Frage

a. Warum die Drecksschleudern noch ohne Umrüstung auf die Straße dürfen

b. Warum eine vorsätzliche körperliche Beeinflussung von 82.000.000 mit möglicher Todesfolge mit
3.100 Euro Rente täglich honoriert wird?


Gruß
 
Mir ist das eigentlich recht egal. Mein jetziges Auto ist ein VW, und mein nächstes höchstwahrscheinlich (Sollte ich mich nicht kurzfristig nen A3 holen) ebenfalls ein VW sein. Abgas hin oder her.
 
@Hanni2k

Naja, die NOx Werte die in den USA überschritten werden und wegen dessen es hauptsächlich zum Skandal kam, tragen maßgäblich zur Feinstaubbelastung bei. In Europa gibts für diese allerdings keine strengen Grenzwerte (im Gegensatz zum CO2).

Insofern kann man das schon verbinden.
 
Durch die derzeitige Inversionswetterlage sind die Feinstaubwerte erhöht. Weil die Teilchen in den unteren Schichten bleiben und nicht aufsteigen können.
In den unteren Schichten der Atmosphäre ist es kalt und die darüber liegenden Schichten sind wärmer.

Allerdings finde ich spielt es keine Rolle ob VW, BMW oder wer auch immer, fossile Brennstoffe pusten alle irgend etwas aus und das es nicht gesund ist darüber muss man denke ich nicht streiten.
 
hallo7 schrieb:
@Hanni2k

Naja, die NOx Werte die in den USA überschritten werden und wegen dessen es hauptsächlich zum Skandal kam, tragen maßgäblich zur Feinstaubbelastung bei.

Hm ich dachte Feinstaub ist Feinstaub (Dieselruß), und NOx eben NOx.

Für das erste gibt es einen DPF, für das NOx eben AdBlue oder der NOx-Kat. Und beim letzterem hat eben VW geschummelt. Oder liege ich so daneben (oder ist das Haarspalterei :D)?
 
Schönes Beispiel für die Doppelmoral: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/feinstaub-feinstaub-exzess-durch-silvesterfeuerwerk-1.3318973 bzw. wo den Feinstaub kein Mensch interessiert ...

Zum Jahreswechsel häufen sich die guten Vorsätze: mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport treiben, allgemein mehr auf die Gesundheit achten. Doch vorher wird noch einmal kräftig gesündigt: Mehr als 100 Millionen Euro jagen die Deutschen zu Silvester in Form von Feuerwerkskörpern in die Luft, und das schadet nicht nur dem Geldbeutel: Mit der Böllerei belasten sie die Umwelt und sich selbst wie an keinem anderen Tag des Jahres. Rund 4000 Tonnen Feinstaub setzte das Silvesterfeuerwerk nach Schätzungen des Umweltbundesamtes frei, das entspricht 15 Prozent der Menge, die Autos und Lkw im ganzen Jahr erzeugen. Abgasaffäre? Hohe Schadstoffwerte gerade in den Innenstädten? Am Silvesterabend ist alles scheinbar vergessen.
 
@Hannik2k

Ja hast recht, es ist etwas unterschiedliches, allerdings ist die NOx Belastung eigentlich schon gefährlicher bzw. könnte man dagegen einfacher etwas tun.

Ich werf das immer zusammen, weil ich bei Überschreitung von einem der beiden 100 auf der Auftobahn fahren muss ;)

Und was mich am meisten aufregt

Als Konsequenz des „Abgasskandals“, wonach die realen Emissionen von Diesel-PKW deutlich höher sind als die durch die bisher geltende EU-Regelung vorgegebenen, wurden mit Entscheidung der EU vom 03.02.2016 die NOx – Grenzwerte angehoben: Für „Euro 6“ sind statt 80mg/km (0,080 g/km) bis 2021 nun 168mg/km (0,168 g/km) erlaubt und danach 120mg/km.

Der 100 wird bald immer leuchten und trotzdem wirds nicht besser werden, obwohl es möglich wäre.
 
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@ hallo7
Betrug? Wertminderung des Autos? Aufwand?
Wertminderung = hat es nicht gegeben, zumindest bis heute nicht. Dieselfahrzeuge sind gefragter den je!
Aufwand = auch wenn es aus einem anderen technischen Grund einen Rückruf gibt - was ja bei fast jedem Fahrzeug vorkommt - hast Du diesen zu akzeptieren oder mit dem Problem zu leben. Ist ja bei anderen Produkten das gleiche.
Der Aufwand ist also zu akzeptieren, solange er möglichst gering gehalten wird.

Betrug = ja, dafür sollte VW und alle anderen bestraft werden, aber darum geht es offensichtlich nicht, denn bei allen anderen wird ja, zumindest bis heute, ein Auge zu gedrückt. VW hat reichlich Geld, darum sind die jetzt dran.

Ich fahre aktuell einen A3 mit 2.0 l Diesel Maschine, bin also auch betroffen, aber was wäre denn die Alternative gewesen? Einen anderen Diesel eines anderen Herstellers? Die sind alle mehr oder weniger betroffen.
Einen Benziner der mehr verbraucht und andere Giftstoffe ausstößt. Elektrofahrzeuge sind noch nicht relevant, da nicht im gleichen Preisgefüge und auch sonst nicht gleichwertig.

Letztlich sollte man VW verdonnern die fehlenden Reinigungselemente in die Fahrzeuge zu verbauen - ist ja ohne weiteres möglich, kostet aber Geld. Passiert aber nicht, denn die die Klagen, wollen Geld und Entschädigung, nicht aber weniger Schadstoffe.

Ich persönlich finde es skandalös, dass sogar die neuen, heute zugelassenen Fahrzeuge quasi genauso schlecht sind wie die vor dem "Skandal". Aber es fehlt das Interesse seitens VW und der Politik.
Wir Käufer haben keine Wahl, entweder das unzureichende Produkt eines deutschen Herstellers oder das eines ausländischen. Was hinten raus kommt ist fast immer das gleiche......
 
DJ_We$t schrieb:
Allerdings finde ich spielt es keine Rolle ob VW, BMW oder wer auch immer, fossile Brennstoffe pusten alle irgend etwas aus und das es nicht gesund ist darüber muss man denke ich nicht streiten.

Ich als Radfahrer finde es spielt eine sehr große Rolle, ob mehr CO2 oder mehr NOx hinten raus kommt. Gerade jetzt kann man morgens auf dem Weg zur Arbeit kaum atmen, wenn man hinter einem kalten Diesel an der Ampel steht. Hinter einem Benziner (optimalerweise einem Saugmotor) hingegen hat man keine Probleme, das CO2 stört mich nicht direkt im Gegensatz zu den Stickoxiden. Warum kann man KFZ-Nutzern eigentlich nicht zumuten, selber Adblue zu tanken? Allein das würde schon viel ändern.

Also werden evtl. aus Kosten meiner Gesundheit irgendwelche Klimaziele erreicht. Von den Verbrennern kommen wir so oder so weg, aber diese Förderung von Dieselfahrzeugen zugunsten von Klimazielen war imho Körperverletzung in sehr großen Ausmaße. Dafür sollten eigentlich richtig viele Köpfe rollen.

Also ich noch ein Auto hatte, wars ein 2,5l Reihensechser Saugmotor Benziner. Der hatte zwar einen hohen CO2 Ausstoß, hat aber die Luft nicht so verpestet. Und mit 3000-5000km / Jahr eh irrelevant. Inzwischen hab ich eh kaum Auto mehr, furchtbar unrentabel als Großstadtsingle.
 
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