Wahl des Studiengangs

ML95

Lt. Junior Grade
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Hallo liebes Forum,

zurzeit bin ich am überlegen, ob ich den Studiengang Technisches Management und Marketing oder Wirtschaftsingenieurwesen antreten soll.
Ich habe euch mal die Modulpläne verlinkt, falls ihr euch die mal ansehen mögt:

TMM: http://hshl.de/assets/Broschueren/Studiengaenge/TMM/120318ModulplanTMM.pdf

WING: http://hshl.de/assets/Broschueren/Studiengaenge/WING/120313ModulplanWING.pdf

Also mir ist klar, dass ich letztendlich selbst entscheiden muss und auch werde, welchen Studiengang ich wähle und habe dazu auch schon Studienberatungen und Probevorlesungen in beiden Bereichen in Anspruch genommen.

Kurz zu mir; ich werde im kommenden Sommer mein Abi machen mit den LKs Erdkunde, Deutsch dem 3. Abiturfach Mathe und dem 4. Abiturfach Englisch.
Interessiert bin ich eher in die wirtschaftliche Richtung, Physik habe ich in der Oberstufe nicht belegt, dafür bin ich aber in Mathe recht gut. Dass die Schulfächer nur begrenzt als Referenz im Studiengang heranzuziehen sind, ist mir bewusst, aber ich denke sie geben eine Art Grundtendenz wieder.

Und nun kurz zu den Studiengängen selbst.
Also da der TMM-Studiengang wirtschaftlicher ausgerichtet ist als WING, käme das eher meiner wirtschaftlichen Orientierung zugute. Auch hier werden technische Inhalte gelehrt, aber halt weniger als im WING.
Nachteile bei TMM waären, dass dieser Studiengang nahezu nicht etabliert ist, nur wenige Hochschulen bieten ihn an. Später in Vorstellungsgesprächen möchte ich nicht erklären müssen, dass es ein "abgespeckter" BWL-Studiengang mit ein wenig Technik ist, das könnte denke ich falschnegativ aufgenommen werden.
Zudem müsste ich täglich eine Stunde zum Studienort fahren und auch abends/nachmittags wieder zurück. Für mich persönlich ist das ein wichtiger Punkt.

Der WING-Studiengang hingegen ist in meiner Heimatstadt zu studieren.
Auch hier kann ich druch Vertiefungen im Bereich Marketing oder techn. Einkauf ab dem 4. Semester wirtschaftliche Schwerpunkte setzen, der Technikgrundanteil ist jedoch höher.
WING ist einfach etablierter auf dem Arbeitsmarkt. Zudem sind ja fast alle Ingenieursrichtungen, WING insb. bei Arbeitgebern sehr gefragt.
Meine Sorge ist, dass ich insb. mit der Physik in den techn. Fächern der ersten drei Semester nicht zurecht komme.
Andererseits wurde von den Professoren gesagt, dass nach dem 1. Semester der Schulstoff abgehandelt ist und alle die gleiche Basis haben, egal ob man in der Oberstufe Physik hatte oder nicht.
Zudem gehe ich stark davon aus, dass wie in den letzten jahren Vorkurse angeboten werden, um den Rückstand auszugleichen.



Naja, von euch wäre es echt nett, wenn ihr z.B. eine Einschätzung zu den Studiengängen geben könntet. Evtl. findet sich ja der ein oder andere, der WING oder sogar TMM studiert und seine Erfahrungen teilen möchte.

Besten Dank schonmal und nen guten Rutsch,

ML95
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du meinst, dass du die technischen Sachen schaffen kannst (d .h. lernen) --> WIng (ist aber wohl der schwerste von den dreien oben)

Auch nach einem WIng Studium kannst du die in jeden beliebigen Bereich spezialisieren sowohl im technischen als auch BWL Bereich. Die eigenen Interessen können während des Studiums wechseln, da bist du mit einem breiter gefächerten Studium besser dran.
 
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@Fairy Ultra

Ja, der Studiengang soll recht schwer sein. Das habe ich mir auch schon einmal sagen lassen :)

Dass der Studiengang sehr generalistisch angelegt ist, gefällt mir persönlich sehr gut.

Danke für deine Antwort.
 
Moin und frohes Neues!

Aus meiner bisherigen Erfahrung kann ich sagen, dass die Abiturfächer (inkl. Noten) eigentlich nichtssagend sind. Deine Abi dient lediglich der Hochschulzugangsberechtigung. Wenn man sich später im Studium für irgendwas motivieren kann, spielt es keine Rolle ob ich das als Leistungskurs hatte oder nicht. Bestes Beispiel ist da immer Physik. Das ist auch hinterher locker zu schaffen.
Beide Studiengänge sind inhaltlich sehr ähnlich, ich persönlich würde aber eher zu TMM greifen, allerdings rein intuitiv. Was man hinterher aus seinem Studium macht ist einem selbst überlassen. Wichtig sind vernünftige Basics und ein sicheres auftreten. Ich würde versuchen in den Semesterferien ein paar Praktika zu machen um zu sehen wo es hingehen soll und ggf. Kontakt zu einem späteren Arbeitgeber zu knüpfen. Es kann dir hier keiner sagen welches der Königsweg der Studiengänge ist. Was jetzt irgendwie oder irgendwann gefragt ist, ist absolut unwichtig. Wenn du fertig bist, hat sich die Sache vllt um 180° gedreht.

Ich würde ich mir die Sache mit der Pendelei gut überlegen. Kenne viele Komilitonen die das hinbekommen , aber auch viele die es nicht packen. Musst du genau 1h pendeln bist du von zu Hause am Campus bist oder ist das nur die Zugfahrt, also zzgl. An/Abreise Bahnhof? Ich würde dir aber empfehlen von zu Hause auszuziehen und sich ggf eine kleine Bude zu nehmen. Der Vorteil vor Ort zu sein wird meiner Meinung nach oft unterschätzt, hängt aber natürlich stark vom Studiumsumfeld etc. ab.

Summa summarum würd ich zu TMM greifen und von zu Hause ausziehen. Allerdings muss man die ganze Geschichte finanziert werden. Meiner Meinung nach ist das aber alles keine Hexerei. Man muss eben wissen wie wichtig einem seine berufliche Ausbildung ist.
 
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@EvilMoe

Auch dir ein frohes neues Jahr.

Also wenn ich Zugfahrt (ca. 30 min), Busfahrt (ca. 10-12 min) und jeweils die Wartezeiten zusammenrechne wäre ich bei gut 1h pro Weg, dh. eigentlich 2h pendeln am Tag. Für mich persönlich ist das echt ein großes Manko, ich bin für so etwas einfach nicht der Typ, zumindest im Studium würde mich das sehr belasten. Habe es ja schon einmal testen dürfen.

Darüberhinaus fühle ich mich beim WING Studiengang irgendwie wohler. Ist schwer zu bestimmen warum, aber es war in den Probevorlesungen zu beiden Studiengängen schon spürbar. Der Studienort und die Anreise ist sicherlich ein Grund, aber insgesamt hat die ,Chemie' bei WING besser gestimmt, weshalb ich persönlich auch eher hierzu tendiere.

Das mit den Abifächern und den Noten habe ich schon oft gehört, da das Studium allgemein als eine Art Neustart angesehen wird.

Eine gute Grundlage ist m.E. in beiden Fällen gegeben. Problem/Bedenken bei TMM wäre, dass dieser halt wenig etabliert ist und in Vorstellungsgesprächen evtl. erklärungsbedürftig ist.
WING ist halt etabliert und trotzdem gefragt. Zusammen mit den Gründen von oben kommt meine Tendenz zum WING zustande.

Danke für deine Antwort :)
 
ML95 schrieb:
Also wenn ich Zugfahrt (ca. 30 min), Busfahrt (ca. 10-12 min) und jeweils die Wartezeiten zusammenrechne wäre ich bei gut 1h pro Weg, dh. eigentlich 2h pendeln am Tag. Für mich persönlich ist das echt ein großes Manko, ich bin für so etwas einfach nicht der Typ, zumindest im Studium würde mich das sehr belasten. Habe es ja schon einmal testen dürfen.
Wenn du nicht einmal 2 Stunden täglich pendeln kannst, dann vergiss das mit dem Studium. 2 Stunden pro Tag sind vollkommen normal und verkraftbar. Man kann sich auch anstellen :rolleyes:

Du kannst die Zeit beim Pendeln auch vernünftig nutzen und mit Karteikarten oder ähnlichem auf dem Weg lernen :)
 
Cokocool schrieb:
Wenn du nicht einmal 2 Stunden täglich pendeln kannst, dann vergiss das mit dem Studium. 2 Stunden pro Tag sind vollkommen normal und verkraftbar. Man kann sich auch anstellen :rolleyes:

Du kannst die Zeit beim Pendeln auch vernünftig nutzen und mit Karteikarten oder ähnlichem auf dem Weg lernen :)

Also wie du von meiner Einstellung zum Bildungspendeln auf meine Studierfähigkeit schließt ist mir doch sehr schleierhaft, aber naja.

Zudem sind Menschen verschieden. Wenn du mit dem Bildungspendeln gut klar kommst ist das schön, aber keine Garantie oder kein Grund dafür, dass andere Menschen das auch können müssen :rolleyes:
 
Wenn man nicht den Mut und die Disziplin hat täglich eine Stunde zur Uni zu pendeln und wieder zurück, dann ist man wohl ziemlich weich. Ein Großteil der Studenten schafft sowas ohne Probleme. 2 Stunden zur Uni zu pendeln sind ein Witz gegen ein hartes Studium...

Wenn du vor dieser kleinen Hürde Angst hast, dann solltest du deine Einstellung wohl überdenken :)
 
Cokocool schrieb:
Wenn man nicht den Mut und die Disziplin hat täglich eine Stunde zur Uni zu pendeln und wieder zurück, dann ist man wohl ziemlich weich. Ein Großteil der Studenten schafft sowas ohne Probleme. 2 Stunden zur Uni zu pendeln sind ein Witz gegen ein hartes Studium...

Wenn du vor dieser kleinen Hürde Angst hast, dann solltest du deine Einstellung wohl überdenken :)

Aus meiner Sicht geht es hier nicht um Mut oder ob man "weich oder hart" ist, sondern um das persönliche Wesen und den Charakter.
Es ist einfach so, dass ich ein Typ Mensch bin, den so etwas wie pendeln ablenkt und belastet. Ich muss mich aufs Studium allein konzentrieren und in Ruhe (d.h. zumindest nicht in Bus oder Bahn) lernen können.

Aber das ist meiner Meinung nach ganz individuell. Evtl. stören dich andere Dinge, über die ich wiederum lachen könnte. ;)
 
ML95 schrieb:
Es ist einfach so, dass ich ein Typ Mensch bin, den so etwas wie pendeln ablenkt und belastet.

Viel Spaß, wenn du später schon ein Haus gebaut hast und dann eine neue Arbeitsstelle/Versetzung kriegst und pendeln musst. :)

Was für ein First-World-Problem... die 50% Jugendarbeitslosen in Spanien wären sicherlich froh mit einem Pendel"problem" von 2 Stunden
 
Cokocool schrieb:
Viel Spaß, wenn du später schon ein Haus gebaut hast und dann eine neue Arbeitsstelle/Versetzung kriegst und pendeln musst. :)

Was für ein First-World-Problem... die 50% Jugendarbeitslosen in Spanien wären sicherlich froh mit einem Pendel"problem" von 2 Stunden


Später, im Beruf, zu pendeln wäre schon etwas anderes. Mein Hauptproblem ist das der öffentl. Verkehrsmittel. Klingt komisch, ist aber so. Später würde ich mich ins Auto setzen und losfahren, fertig.

Im Falle des Studiums würde ich erst 20-30min zum Bahnhof pedalieren, dort auf den Zug warten, in der Zielstadt den Bus nehmen und dann zur FH.
Abends/nachmittags das gleiche Spielchen umgekehrt.

Wie gesagt, sowas belastet mich persönlich nur, man mag darüber denken wie man will. Später im Beruf kann sich das wie gesagt ändern, die Umstände ändern sich, Menschen ändern sich.

Abgesehen davon ist das mit dem Pendeln nicht der Hauptgrund, der mich zum WING-Studium tendieren lässt ;)

PS.: Spanien ist trotz allem auch ein "Erste-Welt" Land
 
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4badd0n schrieb:
Und da hast du deine Antwort! ;)

Genau, wie oben erwähnt.
Die Chemie insgesamt hat bei TMM halt weniger gestimmt, als bei WING. Das Pendeln trägt sicherlich einen Teil dazu bei, ist aber nicht der alleinige Grund.

Es ist halt genau wie du es sagst. ;)
 
Naja wenn ich mir die zwei Modulpläne so ansehe, ist es eigentlich egal was du studierst. Der Wing der dort angeboten wird, sieht eher nach BWL mit ein bisschen Maschienenbau aus.
 
Airbag schrieb:
Naja wenn ich mir die zwei Modulpläne so ansehe, ist es eigentlich egal was du studierst. Der Wing der dort angeboten wird, sieht eher nach BWL mit ein bisschen Maschienenbau aus.


Das kann in der Tat sein. Wählt man z.B. Marketing/Vertrieb oder Technischer Einkauf als Schwerpunkte, so wie ich es plane, dann ist der wirtschaftliche Anteil schon hoch. Kommt mir persönlich gelegen, da ich wirtschaftlich interessiert bin und gut klar kommen. Daher bin ich ja auch gezielt auf der Suche nach einem Studiengang mit großem wirtschaftlichen Anteil.

Es gibt auch Qualitätsmanagement als wählbaren Schwerpunkt, wodurch man wieder eine techn. Vertiefung hätte.

WING ist halt sehr vielseitig und breit gefächert. ;)
 
ML95 schrieb:
WING ist halt sehr vielseitig und breit gefächert. ;)

Ich studiere ja selber WINF (im Prinzip Wing mit Fachrichtung Informatik). Wenn man sich dann aber mal ansieht in welche Richtung die meisten gehen, ist es dann nicht mehr so breit gefächert wie man glaubt. Vor allem wenn man dann auch anfängt zu arbeiten, sieht man dass man mit vielen anderen Studiengängen (Mathe z.B.) das Gleiche erreichen kann.
 
@Airbag

Ja, das kann gut sein (hab ja noch keine Erfahrungen in der Arbeitswelt ;) )

Aber ich denke, ein Studium ist eher keine Visitenkarte für einen bestimmten Beruf, sondern eher eine Grundqualifikation für bestimmte Bereiche.

Als WING geht man eben meist in die freie Wirtschaft, was man als Mathematiker auch tun kann.

Vermutlich gibt es für so gut wie alle Studiengänge eine Tendenz, was das spätere Arbeitsumfeld betrifft, die für einen Großteil aller Absolventen zutrifft und sich etwa im naturwissenschaftlich/ingenieurwissenschaftlichen Bereich z.T überschneiden, z.B. WINGs oder Mathematiker.
 
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