WARUM GENAU Stromsparmechanismen ausschalten

GrandTheft

Lt. Commander
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Dez. 2008
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Hallo zusammen,

man liest im Zusammenhang mit overclocking sehr oft, dass man die Stromsparmechanismen des Prozessors ausschalten solle, da diese zu Instabilitäten führten.

Jetzt meine Frage:
Was genau (!) im Zusammenhang mit den Stromsparmechanismen verursacht diese Instabilitäten ? Gibt es irgendwo eine Studie darüber / einen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass das tatsächlich so ist und warum es so ist ?

Gruß
GT
 
Ich habe sie immer bei jedem übertakteten Prozessor angehabt und hatte keine Problem:

Intel Core 2 Duo E4400 @ 3,33 GHz
Intel Core 2 Duo E8400 @ 4,2GHz
Intel Xeon W3520 @ 4,2GHz

Es soll wohl teilweise vorkommen, dass die Spannungsabsenkung beim Idle mit dem erhöhten Takt zu Instabilität führt.
 
Also ich hatte bis jetzt immer glück und bei mir haben die Stromsparmechanismen tadelos funktioniert. Allerdings geht der Effekt natürlich flöten wenn du den FSB erhöhst

Beim Core i7 geht er ja dann zum beispiel auf 12x 200 statt 12x 133 ... Brauch für mehr Leistung also mehr Strom. Wenn das Board aber nicht genug Strom bereit stellt. Phasenabgeschaltet wegen Stromsparfunktion, kann es halt zu hängern kommen.

Das ist im groben und ganzen alles.

Mist zu langsam :D
 
Hallo,

die Sparmechanismen auszuschalten bringt bei einigen Boards ausser höherem Verbrauch eh keine Besserung. Viele Mainboardhersteller schaffen es eben nicht die unter einem Hut zu bekommen und daher eigenen sich diese Board dann nicht für OC mit gleichzeitigen Stromsparmodi.

Bei den X58 und core i7 kombis scheint es da durch die Bank keine Probleme zu geben - also hier kann man das getrost anbehalten.

Es kommt wirklich nur darauf an ob das Board bzw die CPU damit klar kommt oder nicht - soweit jetzt meine Erfahrung.

@AkShen

beim i7 gibt es keinen FSB...
 
Bei den Stromsparmechnaismen passiert ja folgendes, die CPU wird auf einen kleineren Multi runter gefahren und die Spannung wird gesenkt.

Nur als Beispiel deine 3Ghz CPU mit dem Multi 9 bei einer FSB von 333Mhz (ist jetzt mal willkürlich genommen) hat einen V-Core von 1,35V. Diese Taktet Idle auf 1,1V bei einem Multi von 3 herunter, also auf 1Ghz.

Jetzt übertaktest du mit dem FSB auf z.B. 400Mhz was ja einer Taktrate von 3,6Ghz entsprechen würde. Der V-Core ist da jetzt erstmal egal. Aber sobald die Stromsparfunktion greift, wird wieder der Multi auf 3 und die Spannung auf 1,1V gesenkt, was jetzt aber nicht zur Taktrate von 1Ghz führt sondern zu 1,2Ghz (3x400). Hier kann es passieren das die CPU aber diesen Takt bei 1,1V gar nicht mehr mit macht und es instabil wird.
Jetzt stell dir vor du verwendest noch höhere Fsb oder Chiptakt (Chiptakt bei AMD) Werte so das IDle der Takt noch höher ausfällt. Den Rest kannst du dir ja denken. Deshalb sollte man diese gegebenenfalls ausschalten. Das muss man nicht immer tun, aber wenn man merkt das der Rechner nicht stabil läuft wäre dies eine Option den Fehler zu beheben oder die Taktraten so zu senken das der Rechner Idle stabil bleibt.
 
Also ich hab das immer so vermutet:
Wenn die CPU auf Standardtakt 3GHz mit Multi 9 und FSB 333 läuft, wird er mit Stromsparen auf 6 x 333 = 2GHz reduziert. Dabei wird die Spannung um einen bestimmten Prozentsatz oder auf einen festen Wert!? heruntergesetzt. Generell ist die Standardspannung höher, als man minimal benötigen würde.
Ist die selbe CPU jetzt aber auf 4GHz übertaktet und die minimal dafür benötigte Spannung ausgelotet, könnte es passieren, dass die reduzierte Spannung, die man meines Wissens nach ja nicht beeinflussen kann, nicht mehr für die neuen 2665MHz mit Multi 6 ausreicht.
 
Wie funkyfunk sagt, es geht darum, dass sich die Stromsparmechanismen eben in Dingen wie Vcore und Multiplikator einmischen. Schraubt man an denen manuell rum, kann es mitunter Probleme geben bei aktivierten Stromsparmechanismen.
 
Wenn die VCore im Bios fest eingestellt wird (für's OCing) und nicht mehr auf AUTO steht, sollten die Stromsparmechanismen die Spannung nicht mehr verändern können, oder liege ich da verkehrt?
 
Es kann zu Problemen beim Übertakten führen. Kann das aber nicht bestätigen, da die Prozessoren einfach zu viel Power mit dieser Architektur besitzen, reichen bei mir auch 1,2 GHz für alles aus(Filmcodieren ausgeschlossen).
 
Hatte bisher auch keine Probleme mit Stromsparmechanismen und OC. Weder beim E6600 (@3,6GHz) noch beim E8400 (@4GHz). Die Spannung wird halt nicht mehr geändert bei manueller Vcore sondern nur noch der Multi runtergeregelt.

Ich plädiere ja dafür, dass die Hersteller (AMD/intel) endlich dazu übergehen wie beim G200 die Spannungen seperat einstellen zu können. Also für 2D eine geringere Spannung wählen und für 3D dann ggf. mehr für die, die übertakten wollen. So könnte man richtig sparsame Systeme aufbauen die beim Surfen, Arbeiten usw. sehr wenig verbrauchen und erst bei Last dann im Stromhunger zuschlagen.
 
mreyeballz schrieb:
Ich habe sie immer bei jedem übertakteten Prozessor angehabt und hatte keine Problem:

Intel Core 2 Duo E4400 @ 3,33 GHz
Intel Core 2 Duo E8400 @ 4,2GHz
Intel Xeon W3520 @ 4,2GHz
...

AkShen schrieb:
Also ich hatte bis jetzt immer glück und bei mir haben die Stromsparmechanismen tadelos funktioniert. ...

cyrezz schrieb:
Hatte bisher auch keine Probleme mit Stromsparmechanismen und OC. Weder beim E6600 (@3,6GHz) noch beim E8400 (@4GHz). Die Spannung wird halt nicht mehr geändert bei manueller Vcore sondern nur noch der Multi runtergeregelt.
....

und genauso ist es bei mir und das ist auch der Grund für diesen Thread (manche sollten oben mal genau lesen vor dem posten, ich danke euch aber trotzdem ! Z.B. dass ihr es mir nochmal erklärt habt...:)).

Mir gelingt es seit langem nicht, nachzuweisen das am Ausschalten der Stromsparfunktionen im Hinblick auf Stabilität beim OC was dran ist. Es scheint wohl in Ausnahmefällen mal irgendwann bei irgendjemandem mal ein bisschen was gebracht zu haben, seiner Meinung nach.
Aber dass jetzt die ganze OC-community diese Funktionen von vornherein abschaltet, nur weil man das irgendwo mal gelesen hat, ist echt krass - verursacht werden dadurch nämlich ein Haufen Emissionen (Lärmemission weil wärmerer und damit lauterer Rechner, CO2-Emission weil mehr Stromverbrauch...) ohne einen wirklichen Zugewinn an Betriebsstabilität...

Ich schließe also nicht grundsätzlich aus, dass es Zusammenhänge in der Richtung geben könnte, aber es gibt offenbar genug Leute mit der gleichen Erfahrung wie ich sie gemacht habe (= ausschalten bringt nix).
(Mein Eindruck: Alles Übrige sind Vermutungen, die auf Hörensagen basieren.)

Gruß
GT
 
Der Hauptgrund wieso die Stromsparmechanismen beim OC abgeschalten werden, dürfte wohl der geringe Performanceverlust (im Promillebereich) bei Benchmarks sein.
 
Naja, wenn ich meinen Q6600 auf 3,6Ghz jage, bleibt er nur Stabil wenn ich EIST deaktiviere. Idle ist dem dann wohl die Spannung einfach zu niedrig. Von daher würde ich das alles nicht unbedingt gleich als Humbug abtuen. Nur in den meisten Fällen stellt es kein Problem dar wenn man nicht grade OC Rekorde brechen will.
 
balla balla schrieb:
Wenn die VCore im Bios fest eingestellt wird (für's OCing) und nicht mehr auf AUTO steht, sollten die Stromsparmechanismen die Spannung nicht mehr verändern können, oder liege ich da verkehrt?
Ich habe das nun erst in eine Richtung getestet, aber bisher macht das bei mir keinen Unterschied. Egal ob ich im BIOS die vCore auf Auto habe oder -0.100V einspare, die Cool and Quiet vCore mit x4 (0.900V) sowie x9 (1.050V) und x11.5 (1.150V) Multi interessiert das gar nicht und bleibt in allen Stufen unverändert.
 
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