Warum haben wir so tiefergehende Gefühle?

Harper

Lieutenant
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Hi,

ist die Welt wirklich durch Formeln zu beschreiben? Ist alles geklärt, sind unsere Gefühle nur vorhersehbare Reaktionen? Oder steckt irgendetwas größeres dahinter? Warum gibt es Philosophen, warum bringen sich Menschen um?

Warum haben wir Gefühle wie Trauer wenn wir z.B. einen traurigen Song anhören? Habt ihr auch manchmal das Gefühl, dass ihr irgenwie mehr seid als pure Wissenschaft? Das es irgendetwas Höheres geben muss, irgendeinen Zweck?

Gruß an alle Melancholiker
 
Mir geht es ähnlich, ich erschrecke mich manchmal selbst vor mir, wie ich mit meinen jungen 22 jahren dasitze und über das leben nachdenke...ich finde, die gesamte menschheit, hat das wichtigste, was es überhaupt gibt aus den augen verloren, nämlich das Leben selbst. Jeder Mensch hat nur eine Chance auf der Erde, nur eine Zeitspanne, die er für sich gestalten und nutzen kann. Aber was macht die Gesellschaft daraus? Für die meisten Menschen ist es eine Zeit, die geprägt ist von Erfolgsdruck, Existenzängsten, dem Gefühl der Gesellschaft etwas schuldig zu sein oder etwas beweisen zu müssen etc...

Nur die wenigen, meinetwegen mit viel Geld oder anderen Privilegien, gesegneten Menschen können wirklich das machen, was sie möchten und ihre einmalig auf Erden gegebene Zeit geniessen.
Von der Ungerechtigkeit, dass in manchen Ländern Lottojackpots von über 150Millionen Euro (!!!!) ausgeschüttet werden, während Millionen (!!!!!!!!) von Menschen, Kindern, Alten in der dritten Welt, entschuldigung, verrecken, weil sie nichtmal ein Stück Brot haben, was wir im Wald den Hirschen hinwerfen würden, davon brauchen wir garnicht anzufangen...

Da kocht es in mir wirklich hoch.

Und dann gibt es noch einige Dinge mehr, die die Verkommenheit der Welt und der großen Masse an Menschen die darauf leben, wiederspiegeln.

Dazu gehört auch, das von dir angesprochene Thema Gefühle...Wer kann es sich noch erlauben Gefühle zu zeigen, wen interessieren noch die Gefühle der Mitmenschen?

....
 
Habt ihr auch manchmal das Gefühl, dass ihr irgenwie mehr seid als pure Wissenschaft? Das es irgendetwas Höheres geben muss, irgendeinen Zweck?

Das Gefühl habe ich manchmal auch.
Wenn ich allerdings mal ein wenig tiefsinniger darüber nachdenke, warum das so ist, komme ich zum Entschluss, dass diese Gedanken an eine höhere Macht wieder nur das Fantasieprodukt des Menschen ist.

Der Mensch denkt sich so etwas wie einen Gott aus, weil er Angst hat und nicht weiß, weshalb Dieses und Jenes so ist.
Wenn wir etwas nicht verstehen, fühlen wir uns überfordert. Wir haben Angst.
Deshalb brauchen wir Trost und Rückhalt. Dies eben durch Religionen und einer höheren Macht, dem Gott bzw. Götter.
Ich glaube nicht an so etwas. Schließlich leben wir hier in der Realität und nicht in einem Film, wo es Gespänster oder Derartiges gibt.

Das mal zum Thema "Höhere Macht".


Wie du sicherlich weißt, steuert unser komplexes Nervensystem, das Gehirn, all unsere Informationen und Gefühle.
Ich denke, es gibt im Gehirn einfach gewisse Zusammenhänge von Nerven, die uns bei trauriger Musik traurig werden lassen.
Da ich kein Neurologe oder Mediziner und kann dir deshalb wenig darüber erzählen bzw. meine Meinung äußern.

Warum gibt es Philosophen

Ich denke mal, es sind eben diese Menschen, die sich um die banalsten Dinge des Lebens und der Welt Gedanken machen.
Ich glaube, es liegt einem im Wesen, zu philosophieren und über Dinge zu sinnieren oder nachzudenken.
Entweder man ist der eher nachdenkliche Typus Mensch oder eben nicht.

Gruß an alle Melancholiker

Sogar bei ComputerBase findet man seinesgleichen.
Sei gegrüßt! :)
 
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Sinnloser Thread, weil du weder Antworten finden noch Änderungen bezwecken kannst.
Egoismus ist halt ein evolutionärer Antrieb.

Wenn du allerdings Gesellschaft und Mitgefühl suchst, so kann ich dir sagen, dass zumindest jeder Mensch, der etwas im Kopf hat, regelmäßig diese Gedanken haben wird.


EDIT:
Ich merke grade, dass ich eigentlich die ganze Zeit Post Nr.2 im Kopf hatte. Ist dann natürlich darauf, aber auch in gewissen Grenzen auf den Startpost bezogen.
 
Komische Frage, aber die Fragestellung an sich sagt schon viel über dich aus ...

Das alles vorherbestimmt ist jein, ich glaube nicht wirklich daran, halte es aber genauso wenig für unmöglich ... das unsere Handlungen in gewisser Weise vorherbestimmt sind ja daran glaube ich, nein das weis ich sogar, denn das ist praktisch bewiesen.
In wie weit das geht und in wie fehrn ich noch über einen wirklich freien willen verfüge weis ich aber nicht und "glaube" es auch garnicht wirklich wissen zu wollen, denn ändern würde es nichts :p

Warum es Philosophen gibt ? ... das ist kompliziert :p vor allem würde ich da differenzieren, es gibt viele Gründe warum, über was und in welchem ausmaß man sowas macht ... wie von meinem Vorredner schon gesagt liegt es gewissermaßen in der Natur des Menschen, der Mensch ist neugierig, Philosophieren ist auch nichts anderen als Forschen, wenn auch auf einer anderen Ebene ...

Warum sich Menschen umbringen ? ... ob du es verstehst oder nicht, aber es gibt Menschen für die ist ein Mord logisch ... andere lassen sich wieder blind von ihren Gefühlen leiten (siehe unten) ...

pstar1988 schrieb:
Von der Ungerechtigkeit, dass in manchen Ländern Lottojackpots von über 150Millionen Euro (!!!!) ausgeschüttet werden, während Millionen (!!!!!!!!) von Menschen, Kindern, Alten in der dritten Welt, entschuldigung, verrecken, weil sie nichtmal ein Stück Brot haben, was wir im Wald den Hirschen hinwerfen würden, davon brauchen wir garnicht anzufangen...
Du gehörst wahrscheinlich auch zu denen die Wasser sparen, weil in Afrika Menschen verdursten was ?

pstar1988 schrieb:
Dazu gehört auch, das von dir angesprochene Thema Gefühle...Wer kann es sich noch erlauben Gefühle zu zeigen, wen interessieren noch die Gefühle der Mitmenschen?
....
Jeder kann sie zeigen, in einem gewissen Rahmen, aber viele Gefühle sind auch einfach nur "unangebracht"

Gefühle sind wichtig und gut, aber man sollte sich nie Blind von ihnen leiten lassen und das ist leider etwas was viele nicht können, ihre "Handlungen" logisch zu hinterfragen und dann erst zu Handeln und sich eben nicht blind von ihren Gefühlen leiten zu lassen, denn das ist es was man dann als unangemessen ansieht, wenn Menschen eben etwas tun was für andere nicht logisch nachzuvollziehen ist ...


PS: Das ist sowieso das größte Laste der Menschheit, dieses irrationale und unüberlegte Handeln, denn die wenigsten Menschen überlegen bevor sie handeln oder können ihre Handlungen später sachlich begründen ... wenn wir das mal endlich überwunden haben können wir die Erde in Vulkan umbenennen und alle in Fireden und Wohlstand das Universum erkunden :)
.
 
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Hi,

solch weltbewegende Fragen ;) Also wirklich, hier hast du mal einen Philosophen, der gerade seine Abschlussarbeit anfängt und zufällig zum Thema Determinismus (ist alles vorbestimmt?) und freier Wille schreiben wird.

Warum es mich gibt? Keine Ahnung, kann ich dir nicht sagen, mich interessiert es irgendwo, warum das alles so funktioniert, oder eben auch nicht. Philosophen halte ich für Metawissenschaftler. Eigentlich ist es Textwissenschaft und keine Geisteswissenschaft. Wenn ich im Studium eines gelernt habe, dann, das Mathematiker die wahren Geisteswissenschaftler sind, weil sie neues schaffen. Neue Formeln, neue Erklärungen etc. Physiker und Chemiker hängen da mit drin, da sie sich der gleichen Methoden bedienen, aber im Grunde nur das erklären was bereits da zu sein scheint.

Philosophen sind die, die die anderen Wissenschaftler antreiben und die Fragen aufwerfen, die sie zu klären haben. Warum ist eine Null nichts, was ist eine Eins... Alles was man in der höheren Mathematik lernt, ist eigentlich eine Frage der Philosophie. Die Mathematik versicht dies nur in Formeln zu fassen.

Die anderen Fragen nach den Gefühlen, tja, darüber musst du selbst nachdenken. Das meine ich gar nicht böse, ich forsche ja gerade selbst auf dem Gebiet. Die Neurologie versucht das Leben mit dem Gehirn zu erklären, mit den Verbindungen zwischen den Synapsen, mit Chemie und Physik. Das gelingt denen teilweise sehr gut, das sehe ich auch ein. Natürlich sind Gehirnvorgänge pure Chemie, aber es ist noch lange nicht alles erklärt und geregelt.

Sicherlich gibt es Kausalzusammenhänge. Trifft ein Lichtstrahl auf eine Rezeptorzelle, wird etwas ausgelöst und wir haben eine Rotwahrnehmung oder so etwas.

Aber Gefühle sind noch lange nicht geklärt. Warum schlägt das Herz schneller, wenn wir Angst haben? Was ist denn Angst, wie entsteht sie und was löst sie aus und auf welche Weise? Und wo sind die Zusammenhänge?

Das Problem ist, dass Emotionen oder auch Erlebnisse (im Sinne von internen Erlebnisse, nicht wie das Erlebnis einer Autofahrt oder so) nicht erklärbar sind.

Ich kann dir da beispielsweise einen Text von Bieri ans Herz legen, wenn du verstehen willst, was das bedeutet, was die Gehirnforscher wissen (können) und warum Emotionen wissenschaftlich nicht wirklich greifbar sein können.

Lies dir mal folgenden Text durch (habe mich da heute selbst durchgequält und ihn exzerpiert):

http://www.denkabende.de/kognition/bieri.rtf

Ansonsten kann ich dir ein Buch von Abel ans Herz legen, Geist, Gehirn, Computer.

Ein hochintelligenter Mann, habe meine Zwischenprüfung bei ihm abgelegt und mehrere Kurse bei ihm besucht.

http://www.philosophie.tu-berlin.de...of_dr_guenter_abel/abel_literaturverzeichnis/

Da taucht das Buch auch auf.

Hoffe etwas weitergeholfen haben zu können :)

Reine Gehirnchemie kann es nicht erklären, das haben mir meine Kurse zur Neurologie und Wissenschaftstheorie gezeigt, da haben wir viele komplexe Texte von aktuellen Forschern gelesen. Woher Gefühle etc. kommen, ist weiterhin schlichtweg unklar. Die Neurologie kann uns viel erklären, aber bei weitem noch nicht alles. Und solange noch nicht alles von den Neurologen geklärt ist, braucht es Philosophen. Denn wenn die recht haben, sind alle Philosophen obsolet.

Und selbst wenn sie "recht haben", gilt immer noch die Poppersche Forschungslogik ;)
 
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Warum schlägt das Herz schneller, wenn wir Angst haben?

Adrenalinausschüttung;)

Die Angst selber ist zum Einen eine Schutzreaktion auf Unbekanntes, zum Anderen aber auch eine konditionierte Reaktion auf unliebsame Gegebenheiten.
 
Aber trotzdem ist die Empfindung von der körperlichen Reaktion getrennt. Angst ist da ei zu einfaches Beispiel, das ist zu leicht auf Überlebensinstinkte zu reduzieren. Das Gefühl der Angst ist nicht die körperliche Reaktion der Angst. Vielleicht kann man die Angst vor schlechten Nachrichten anführen, denn die haben mit Überleben und Schutzreaktion vor einer Bedrohung nicht so viel zu tun wie die "eigentliche Angst".

Oder die Liebe, die mehr ist als der Trieb nach Fortpflanzung, oder Eifersucht. Diese Dinge sind körperlich noch viel schwerer zu erklären auf der physiologischen Ebene. Beispiel, warum liebt man eine Frau, die einem doch so oft sowas von auf den Sack geht und das Leben einfacher wäre, würde man sie einfach in die Wüste schicken? Warum sollte ein Gehirn so etwas tun? Und wie und wo entsteht eben diese Emotion? Die physiologische Reaktion im Gehirn kann man in einer gewissen Region lokalisieren, aber die Emotion nicht erklären, die Empfindung um die es geht. Wir nehmen das ja wahr und es ist etwas, was biologisch eigentlich total überflüssig ist. Jetzt bin ich da mal auf die Erklärung gespannt, wie genau das funktionieren soll, dass das von Chemischen Molekülen abhängig ist und wie es halbwegs plausibel erklärt werden kann.
 
Naja biologisch gesehen liegt der Grund für "Pärchenbildung" halt in der gemeinsamen Erziehung des Nachwuchses. Die Mutter alleine hätte/hat es alleine natürlich wesentlich schwieriger. In der Natur gibt es ja auch Pärchen (Tauben z.B.). Und wo es keine Pärchen gibt, gibt es Gruppen meistens. Die Tiere, wo nur die Mutter (oder vielleicht nur der Vater) auf die Nachkommen achtet, sind ja meistens dann auch Tiere, wo es nicht lange dauert oder einfach geht bzw. gar keine Erziehung/Schutz notwendig ist.

Die Frage, ob Gefühle nur chemische Prozesse in unserem Körper sind, oder ob doch mehr dahinter steckt, ist gleichzeitig auch die Frage des Bewusstseins bzw. der Seele an sich. Aus religiöser Sicht ist ja die Seele mehr als nur der Körper und damit die Prozesse die in diesem vor sich gehen. Damit können Gefühle auch etwas "übernatürliches" darstellen.

Als Atheist und Logiker tendiere doch eher zu der Annahme, das sich wahrscheinlich alles auf irgendwelche Prozesse in unserem Körper reduzieren lässt. Damit nimmt sich aber zumindest für mich nicht die Wichtigkeit von Gefühlen wie Liebe und Geborgenheit. Egal was der Grund dafür ist, dass wir fühlen und denken wie wir es nun einmal tun, es ist gut, dass wir zu solch (teils) edlen und großartigen Gefühlen fähig sind.
 
Ich halte die religiöse Sicht auch für Quatsch, bzw. halte Religion für einen Luxus, den wir aufgrund unseres Gehirnwachstums und der daraus resultierenden Fähigkeit zur Entwicklung von Technologie entwickelt haben. Es ist quasi ein Auswuchs der Evolution, den es nicht braucht. Also ich habe nichts gegen Glauben, der gibt Menschen Kraft und Vertrauen, was etwas Gutes ist. Aber ich glaube nicht unbedingt an einen Gott. Gott ist ein Begriff für mich, der der Erklärung des bisher unerklärbaren dient. Es meint das Gleiche, da ist es mir egal, ob man ihn Gott, Allah oder Herr nennt.

Aber darum geht es ja gar nicht.

Wenn jemand den verlinkten Bieri-Text wirklich gelesen hat, wird die Fragestellung klarer. Ich versuche es mal auf wenige Zeilen zu kürzen.

Er spielt das Gedankenexperiment durch, dass das Gehirn maßstabsgetreu vergrößert wird und eine Art Fabrik darstellt, durch die man hindurchgehen kann. Dabei gibt es einen Führer (im Sinne von Fabrikführer, keine Nazis ;)), der auf dem neuesten Stand der Wissenschaft ist, besonders eben Neurologie etc. Bieri hat bis vor kurzem auch noch an der FU gelehrt, ist also kein Anachronismus.

Hier kann man durch das ganze Gehirn gehen und sich alle Synapsen erklären lassen und die Beziehungen erklären und so weiter. Gehirnchemie ist reine Mechanik. Ich verwende weiterhin den Begriff der Gehirnchemie, auch wenn vieles Physik ist, das ist in dem Sinne auch nicht so wichtig.

Vieles ist determiniert, wie das was ich oben geschrieben habe. Reaktion erzeugt Reaktoin, erzeugt Reaktion... Das muss dann vorhersehbar sein. Aber Menschen sind das nicht. Reaktionen durch Gefühle sind klar (Herzschlagen bei Angst und Liebe, Schnaufen und Muskelanspannung bei Wut). Auslöser von Gefühlen auch. Nur warum wir Gefühle haben und sie beurteilen können, das ist die Frage. Warum beeinflusst etwas physikalisch unbestimmbares unser Handeln?

Beispiel. Man ist in einer Beziehung (auf klassischer Art und Weise). Die Freundin knutscht mit einem anderen rum, man sieht das, schnauzt die Freundin an und haut dem anderen Typen aufs Maul. Die Kausalkette ist klar. Liebe, man erwartet Vertrauen, das Vertrauen wird verletzt, die Freundin baut mist, man empfindet Wut und reagiert entsprechend. Klar senden die Gehirnzellen die Signale, aber das ist nur Chemie, das sind leblose Moleküle die aus Atomen und Elektronen und Neutronen bestehen die den Regeln der Physik folgen.

Warum kann ich denn dann auch anders reagieren? Wenn es NUR Chemie ist, kann ich doch genauso gut die Freundin wegziehen und zur Rede stellen, ohne dem Typen aufs Maul zu hauen. Ich kann mich auch zwischen beide setzen und versuchen, mit beiden darüber zu reden. Du ey, was ihr da macht, das find ich nicht so dufte.

Ein und der selbe Mensch reagiert unterschiedlich in eigentlich gleichen Situationen. Ich spreche hier von einem durschnittlich begabten, halbwegs normal intelligenten Menschen, kein Neuköllner Asi, der sowieso nur mechanisch durch die Gegend wabert und fürs auf die Straße rotzen Respekt will. Nur warum?

Befinden wir uns in der Fabrik, passiert es, dass eine Situation eintrifft, die gleichen Synapsen mit der gleichen Information gefüttert werden und somit das gleiche Programm ausgeführt wird. Aber für das Gefühl ist da kein Platz. Der Endeffekt ist einfach, dass Physik keinen Raum für Emotionen lässt. Ebenso wenig wie Chemie. Wann sagt denn bitteschön die Salzsäurelösung "Ne du, heute lös ich das Teil nur zur Hälfte aus, das tut mir leid, aber mit der anderen Hälfte hab ich Mitleid".

Das Gehirn ist aber zu so etwas fähig. Ich rede mit einem Menschen über etwas, ich setze ihn außer Gefecht oder ich töte ihn. 3 Optionen der Konfliktbewältigung und dazwischen gibt es noch eine Million andere, aber alle durch das gleiche Gehirn ausgespuckt.

Und da kommt der unverständliche Teil, das was Loopo sagte, wir sind zu "edlen" Gefühlen und Handlungen fähig. Aber es gibt keine Erklärung, denn es gibt immer noch den "missing link" in der Kausalkette, den man nicht begreifen kann. Es ist unzweifelhaft, DASS sich alles im Gehirn abspielt, Die Theorie, dass der Geist im Herzen sitzt, ist durchaus widerlegt. Es ist nur immer noch die Frage WIE es funktionieren kann. WO es stattfindet, kann man ja auch sagen. Aber selbst bei dem eng eingeräumten Rahmen, gibt es keine plausible Erklärung, warum Emotionen eine Wirkung haben, da sie physikalisch und chemikalisch nicht greifbar sind.

Ach und wenn das noch wer liest ;) Was Loopo zum Geist sagt, die Seele und der Geist sind im Grunde das Gleiche. Es ist der Sitz des Ichs, der Gedanken, der Gefühle und so weiter. Nur Seele ist religiös aufgeladen, und somit für die Philosophie nicht wissenschaftlich. Wenn man in der Philosopühie von Geist spricht, ist es aber das, was in der Theologie Seele genannt wird. Hier haben wir eine Begriffsunschärfe, bzw. um eine unterschiedliche Definition von etwas, was grundlegend das Selbe sagt. Von daher halt eich die Begriffe für austauschbar.
 
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