Warum kommt die Nazizeit-Debatte wieder hoch?

  • Ersteller Ersteller dagobert50gold
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Der DDR Vergleich ist auch sehr präsent in letzter zeit. Den finde ich aber auch passender weil er vielen Dingen nahekommt die gerade passieren. Das SWIFT-Abkommen welchem die EU-Volksverräter jetzt doch zugestimmt haben ist so ein Beispiel. Volk kann wählen aber am Ende entscheidet das Politbüro. DDR halt ;)

Edit: Wo ist eigentlich der SWIFT Fred hin? Da gab es doch mal einen?
 
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Ich weiß nur eins - ich bin entgegen der landläufigen Stimmung höchst zufrieden damit, wenn die Nazikeule wieder schwingt. Denn auch wenn es uns kollektiv nervt immer und immer und immer wieder mit diesem Thema konfrontiert zu werden, hat diese Omnipräsenz doch immerhin dazu geführt, dass wir einem Aufklärungs-Overkill näher stehen als der Gefahr, dass durch Verdunkelung und Mystifizierung rechte Thematiken wieder salonfähig werden.
Schau nach Europa! In den Niederlanden sind die Rechtspopulisten drittstärkste Kraft, in Österreich gibt es sogar zwei rechte Parteien mit zweistelligen Ergebnissen und in Ungarn stellt das rechtskonservative-rechtsextreme Lager sogar die 2/3-Mehrheit.
Solange wir Deutschen unseren Stock im Arsch schön stecken lassen und alles was mit N anfängt und mit azi aufhört tabuisieren, wird uns sowas nie passieren! Und das ist verdammt noch mal gut so!
 
Ja, das mag wohl sein, aber du übersiehst da was: 2013 ist nicht das gleiche wie 1933. Wir haben einen enorme Zuwachs an gebildeten Leuten, eine ungleich dichtere Verflechtung der Staaten und anteilsmäßig auch viel mehr Migranten als heute. Wenn dir heute jemand sagt, er sei Jude, dann assoziieren wir als erstes das dritte Reich und dann kommt das geistige Schulterzucken: "Ja und? Glaub doch was du willst."

Allein schon aus purem Eigennutz werden wir keine rechte Regierung mehr wählen, weil das Prinzip des Faschismus wirtschaftlich, kulturell und ethisch quasi der 386er in der heutigen Zeit darstellt. Keine Firma will unnötig hohe Zölle auf importierte Waren aus Frankreich zahlen. Niemand will das sämtliche Dönerbuden aus seiner Stadt verschwinden oder das sein polnischer Arbeitskollege nach Hause muss.

Es besteht keine Gefahr mehr. Wie auch? Bei den Rechten sammelt sich doch fast nur unser Abschaum, der nicht mehr Schritt halten kann. Schon zu meiner Schulzeit gab es bereits wieder Witze über Adolf und Juden. Und das war nicht irgendwie Ausdruck rechtsgerichteter Gedanken sondern einfach das Mittel von Jugendlichen, denen die Dominanz unserer Vergangenheit langsam überdrüssig geworden ist. Daher sind Bekannte, Politiker oder andere Leute, die einen Nazivergleich bemühen, in meinen Augen nur nicht in der Lage, echte Argumente zu finden.

Ich schätze, es dauert noch bis etwa 2050, bis sie alles normalisiert hat. Das heißt: Keine Nazivergleiche mehr, kein starren mehr wenn so ein Trottel mit einem Hakenkreuz am Rucksack durch den Bahnhof latscht und sicherlich auch keine Leute mehr, die meinen, Faschismus sei noch eine Gefahr.
 
@Odium: da muss ich dir aber wehement wiedersprechen. diverse experimente haben gezeigt, dass das, was damals in deutschland abgelaufen ist, jederzeit und in jedem land der welt wieder passieren kann. sieh dir mal filme wie die welle oder das experiment an. die beruhen auf tatsachen. jeder ist beeinflussbar und wenn die masse etwas für gut hält, neigt auch der einzelne dazu, sich von der stimmung und der euphorie anstecken zu lassen. wenn wir unsere vergangenheit totschweigen und vergessen, sind wir potentielle opfer für so ein massenphänomen.

auf der anderen seite muss ich aber auch sagen, dass es imho in deutschland übertrieben wird. der braune schandfleck in unserer geschichte ist kein grund, uns für unsere herkunft zu schämen. ich bin kein nazi und meine großeltern waren auch keine nazis. das thema muss in der schule generation für generation weitergegeben werden um eine wiederholung zu verhindern. aber patriotismus sollte auch in deutschland erlaubt sein und nicht mit rechtsradikalismus gleichgesetzt werden.
 
Weil die Nazi-Zeit noch nicht so lange her ist. Weil wieder viele Menschen rechtes Gedankengut für gar nicht so schlecht halten.Weil Extremismus wieder massiv hochkommt. Weil immer noch Millionen von Menschen davon betroffen sind. Weil viele Menschen Krieg für ein Mittel der Politik halten. Weil die ganze Welt wieder massiv aufrüstet. Weil Chauvinismus wieder in vielen Staaten offen in den Fordergrund kommt (siehe USA unter Bush).

Um es zusammenzufassen: Weil es gar nicht so schlecht ist, wenn man diese Zeit im Kopf hält. Der Mensch lernt in der Regel nicht aus der Geschichte. Aber ständige Wiederholungen regen den Lernprozess an.
Aus diesem Grund ist es gut, dass das Thema ständig neu aufgerollt wird! Ich verstehe eher die Leute nicht, die sagen, man soll die Zeit zwar nicht vergessen,aber es ist schon zu Tode gequatscht. Das ist ein Widerspruch in sich selbst. Wenn man wirklich nicht mehr darüber reden würde,wärees für uns alle bald wie es der 30 Jährige Krieg ist. Wir wissen dass es ihn gab,wir wissen welche Folgen der hatte, aber es ist schlicht egal.
 
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Helios co. schrieb:
Weil die Nazi-Zeit noch nicht so lange her ist. Weil wieder viele Menschen rechtes Gedankengut für gar nicht so schlecht halten.

Was hat denn "rechtes Gedankengut" mit Nationalsozialisten zu tun ?
Was meinst du denn damit wenn du schreibst das "wieder viele Menschen rechtes Gedankengut für gar nicht so schlecht halten" ?
 
diese nazi-debatten kommen daher, weil die menschen anscheinend nicht in der lage sind, zu begreifen, was damals passiert ist. sicherlich sind die konsequenzen des weltkrieges bezüglich der kräfteverteilung auf der welt sichtbar, aber sie ist dennoch eine völlig andere als damals, darum sind die meisten vergleiche auch deplaziert. man soll nicht vergessen nein, aber ständig daran erinnert zu werden ist auch falsch.
 
Was hat denn "rechtes Gedankengut" mit Nationalsozialisten zu tun ?

Muss ich das wirklich kommentieren?
Leute die heute "Rechts" sind, verurteilen auch nicht die Taten des NS-Regimes. Ganz im Gegenteil,entweder leugnen sie diese oder halten sie sogar für gerechtfertigt.


diese nazi-debatten kommen daher, weil die menschen anscheinend nicht in der lage sind, zu begreifen, was damals passiert ist.
Was damals passiert ist, ist auch extrem weitläufig. Die meisten interessieren sich heute nicht mehr dafür, und das ist das Problemn auf das ich hinweisen wollte.
In immer mehr Ländern werden Nazis heutzutage wieder glorifiziert. Die meisten verstehen gar nicht was Sudentendeutsche sind, oder was der Unterschied zwischen Aussiedlern und Russen ist.
Nur um einige Beispiele zu nennen. Für die meisten ist der Krieg mit der Judenvernichtung verbunden. Mein Gott, viele 20 Jährige wissen nicht einmal wer den Krieg angefangen hat!:freak:
Aber das ist nur ein kleiner Tropfen Wasser auf dem heißen Stein, im Vergleich zu dem was sonst noch alles passiert ist.

Auch sind die Folgen nicht nur die bestehen Machtverhältnisse auf hoher Ebene. Die gesamte Denkweise,die Wirtschaft in Europa etc.wurde durch den Krieg verändert.
Unsere Gesellschaft ist eine Folge des Krieges und dessen was da passiert ist!

Und zu glauben dass das nicht mehr passieren kann, ist schlicht dumm!

Aber ja, es ist armselig dass der NS und der 2WK heute auch sehr gerne als Druckmittel eingesetzt wird, um beispielsweise politische Gegner zu deklassieren etc.

Und genau da muss ich sagen, macht es Sinn, dass das Thema unter die Leute gebracht wird. Eine anständige Aufklärung tut hier not! Und da reichen 45 Minuten die Woche und das höchstens 2 Monate lang nicht aus!
 
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Der Nachbar schrieb:
Ich denke es liegt daran, weil zu der Zeit des Naziregimes die Politik vielfältige Medienmanipulation einsetzte, die eine weltweite Manifestion des Grauens durch Propaganda ermöglichte.
Sonst müsste man auch mit Österreich, Russen und den Türken als Kriegsverbrecher daherkommen.
Aber wie Medieneinfluss so ist, irgendwann ist Gewalt nur Medienselbstinszenierung und daher kann man leider auch die USA nicht als die schlimmsten Kriegsverbrecher hernehmen, weil es eben das geerbte Vorrecht der Deutschen ist. Aber halt, eigentlich müsste es Österreich sein. Immerhin war Hilter kein Deutscher.

Der Nazivergleich wird wie täglich Brot geschnitten und nur ein Bruchteil wird von jedem persönlich aufgefangen. Mediale Ereignisse im Volksmittelpunkt können das aufschaukeln, also fehlt es nicht mehr weit, wenn Deutschland wieder Weltmeister wird zu meinen, das Deutschland die Gegner mit ihrer Nazigangart auf dem Spielplatz unterdrückt haben soll.

Mich würde eher interessieren, woher dieser latente Anti-Amerikanismus immer wieder herkommt, die Leute sogar dahingehend bringen, die USA als die größten Kriegs/Menschenrechtsverbrecher zu betiteln. Vor Hitler, Stalin, den Roten Khmer, Saddam Hussein, Japan und wenns um Menschrechte geht auch die Türkei. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die USA einen Genozid betrieben haben...

DiVaheight schrieb:
Ich weiß nur eins - ich bin entgegen der landläufigen Stimmung höchst zufrieden damit, wenn die Nazikeule wieder schwingt. Denn auch wenn es uns kollektiv nervt immer und immer und immer wieder mit diesem Thema konfrontiert zu werden, hat diese Omnipräsenz doch immerhin dazu geführt, dass wir einem Aufklärungs-Overkill näher stehen als der Gefahr, dass durch Verdunkelung und Mystifizierung rechte Thematiken wieder salonfähig werden.
Schau nach Europa! In den Niederlanden sind die Rechtspopulisten drittstärkste Kraft, in Österreich gibt es sogar zwei rechte Parteien mit zweistelligen Ergebnissen und in Ungarn stellt das rechtskonservative-rechtsextreme Lager sogar die 2/3-Mehrheit.
Solange wir Deutschen unseren Stock im Arsch schön stecken lassen und alles was mit N anfängt und mit azi aufhört tabuisieren, wird uns sowas nie passieren! Und das ist verdammt noch mal gut so!
Tabuisieren der Nazizeit und unpassende VErgleiche haben nichts mit einer seriösen Aufarbeitung dieser Zeit zu tun, die richtiger Weise wichtig und unerlässlich ist, will man aus Geschichte endlich mal was lernen. Tabuisierung schützt garantiert nicht davor, das sowas wieder passieren kann unter anderem Namen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
was ist eigentlich diese links-rechts debatte überhaupt seit 100 jahren? das sollte doch mittlerweile doch auch abgehakt sein. diese ideologien haben sich aufgelöst, miteinader vermischt. schaut euch links und rechts in der politik an. das ist doch ein witz. die in der mitte machen das rennen.
 
Das liegt aber nicht daran, dass sie so gut sind, sondern weil es sogenannte Volksparteien sind, die das gesamte Spektrum abdecken wollen. Dafür nimmt man einen Profilverlust in Kauf, der zur Wischi-Waschi und kein Ergebnispolitik führt. Eine grundlegende Änderung der Situation ist somit nicht möglich, weil nur kleine, halbgare Schritte gemacht werden. Die Menschen scheuen sich halt vor großen Veränderungen, weil es gut gehen kann oder nicht und es die Wähler wahrscheinlich stärker treffen würde.
 
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Mustis schrieb:
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die USA einen Genozid betrieben haben...
stimmt. die amerikaner baten die indianer freundlichst, von ihrem eigenen land und boden zu verschwinden. hundertausende zivile opfer in angriffskriegen tun wir auch als bilateralschaden ab kein problem.

es geht nicht darum, den amerikaner schlecht zu machen. da gibt es genug leute, die differenzierter über ihre geschichte und politik denken, haben aber schlichtweg nix zu sagen.

amerika ist nicht die erste und wird wohl auch nicht die letzte imperiale macht sein, die so agiert. sie sind fast überall stationiert, denken die dabei an den frieden aller menschen? wohl kaum.

machen wir uns nix vor über die absichten der usa.
 
John Connor schrieb:
stimmt. die amerikaner baten die indianer freundlichst, von ihrem eigenen land und boden zu verschwinden. hundertausende zivile opfer in angriffskriegen tun wir auch als bilateralschaden ab kein problem.

es geht nicht darum, den amerikaner schlecht zu machen. da gibt es genug leute, die differenzierter über ihre geschichte und politik denken, haben aber schlichtweg nix zu sagen.

amerika ist nicht die erste und wird wohl auch nicht die letzte imperiale macht sein, die so agiert. sie sind fast überall stationiert, denken die dabei an den frieden aller menschen? wohl kaum.

machen wir uns nix vor über die absichten der usa.

Es ist doch ziemlich geschmacklos, hier anhand der Anzahl der Opfer zu entscheiden, ob ein Genozid stattgefunden hat oder nicht. Was den Genozid so besonders macht, ist die technische Rationalität und das Kalkül, was dahintersteckte und nicht die Anzahl der Toten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist aber auch ziemlich Geschmacklos die immense Anzahl an Opfern zu ignoreren die diese Außenpolitik zu verantworten hat. Nur weil es hier ein bisschen, da ein bisschen und nicht "nach Plan" stattfindet. Ich meine es läppert sich halt. Der Plan dahinter ist eben immer neue Absatzmärkte zu erschliessen und Rohstoffe zu sichern. Die Nazis glaubten dass ihre Rasse die beste sei und alle anderen vernichtet werden müssten. Die USA glauben dass ihr System das beste sei und alle anderen vernichtet werden müssten.

Ich denke Tote sind Tote, töten ist ein Verbrechen. Der Grund ist mir dabei ziemlich egal. Nur zur Selbstverteidigung akzeptiere ich das.
 
Metalhead85 schrieb:
Es ist doch ziemlich geschmacklos, hier anhand der Anzahl der Opfer zu entscheiden, ob ein Genozid stattgefunden hat oder nicht. Was den Genozid so besonders macht, ist die technische Rationalität und das Kalkül, was dahintersteckte und nicht die Anzahl der Toten.
Für die Opfer ist es ziemlich egal was dahinter steckt, wenn deine Familie umgebracht wird überlegst du auch nicht ob dies ein "systematischer" oder "nicht systematischer Mord" war, you can change the frame, but the picture raimans the same!
 
Es ist wohl ein Unterschied ob ich gezielt Volksgruppen vernichten will oder aber ob es zivile Opfer bei Kriegen habe. Das eine ist eine gezielte aktion mit dem Ziel, diese Menschen zu töten, dass andere nicht. Natürlich spielt es für die Opfer weniger eine Rolle, dennoch ist die Intention sehr Wohl entscheidend bei der Beurteilung eines solchen Vorfalls.

Der vergleich der USA als angeblich größte Kriegsverbrecher mit oben genannten Gruppen ist ebenso unspassend um nicht zu sagen dämlich wie die hier angesprochenen Nazivergleiche...
 
die dimension war schon einmalig in der sie das durchgezogen haben, das macht aber andere vorfälle und kriege nicht weniger schlimm. und ich finde es genauso verwerflich wenn die amis samt backup vom natoverbund überall einmarschieren oder das sich israeliten und palästinenser seit jahrzehnten gegenseitig abschlachten.
und es ist auch kein wunder das die USA so verhasst sind in vielen östlichen ländern, wenn man mal sieht, was sie teilweise für ein desaster hinterlassen haben.
 
John Connor schrieb:
stimmt. die amerikaner baten die indianer freundlichst, von ihrem eigenen land und boden zu verschwinden.

Naja, die Europäer haben mit dem Abschlachten der Indianer angefangen.
Die Indianerkriege der USA kamen erst viel später und die Indios in Südamerika wurden ohne Zutun der USA von den Spaniern & der katholischen Kirche fast ausgerottet. :rolleyes:
 
Der vergleich der USA als angeblich größte Kriegsverbrecher mit oben genannten Gruppen ist ebenso unspassend um nicht zu sagen dämlich wie die hier angesprochenen Nazivergleiche...

Die größten Kriegsverbrecher sind die USA wirklich nicht. Aber sie reihen sich schon in die Top Ten ein. Man darf nicht vergessen, dass im Vietnamkrieg massiv Zivilisten (bewusst) vernichtet wurden. Sei es durch Napalm oder die verschiedenen Agents.

Wie dem auch sei. Eins sollte unbestritten sein: Die USA ist eine der größten Kriegstreibernationen. Ich finde es doch bedenklich, dass jetzt erst herauskommt, was alles im Kalten Krieg passiert ist. Sei es die Kubakrise, die defacto die USA zu verantworten haben, weil sie sich das Recht herausnahmen überall Raketen zu stationieren, den Soviets wiederum einen Strick draus gedreht haben,und direkt einen atomaren Krieg in Betracht zogen!


Man muss sich mal vorstellen, was gewesen wäre, hätten die Soviets auf jede Provokation ähnlich reagiert (Atomwaffen in der Türkei, in Japan, ständige Auklärungsflüge über! dem sovietischen Luftraum etc.)? Dann wäre die Kubakrise nur eine von vielen(sehr vielen) Krisen gewesen.

Auch die Stellvertreterkriege in Vietnam und Korea waren eine Folge bestimmten imperialistischer Aktivitäten der USA zum Ende des 2WK. Man sollte nicht vergessen, dass die Teilung dieser Staaten bewusst durch die USA herbeigerufen wurde, und sich frei entwickelte kommunistische Ansätze in diesen Ländern massiv kriminell ausgerottet wurden (es haben sich freie kommunistische Räte in Südkorea und Südvietnam gebildet,die wirderum von US Besatzungstruppen und den eingesetzten Marionettenregierungen teils brutal zerschlagen wurden).

Womit ich die Kriegerklärungen seitens der Kommunisten nicht rechtfertigen will. Nur kann man eben hier die Schuld nicht nur einer Seite geben, wie es so oft getan wird.


Das gößte Stück, meines Erachtens, fand jedoch in den 80ern statt,als die USA bewusst eine Annäherung bestimmter europäischer Staaten an die UDSSR unterminierten, in dem sie UBoot Einsätze fakten. Das das Ganze zu einer Mobilmachung in der UDSSR führte wissen bis heute nur wenige.

Ich finde man sollte endlich mal ein ausgewogenes Maß ansetzen. Die USA sind nicht besser als die Russen (bzw. Soviets),die Chinesen oder jede andere Großmacht! Sie vertreten ausschließlich ihre eigenen Interessen und sind auch bereit zu diesem Zweck Krieg zu führen. Alle Seiten rechtfertigen das mit Frieden, Gleichheit, Gerechtigkeit etc.

Nur den USA kaufen wir das aus irgendeinem Grund ab. Warum? Ich weiß es nicht!
Zumal immer deutlicher wird, dass hinter den Aktionen der letzten Jahre (insbesondere unter Bush) auch eine Ideologie steckt, die hochgradig bedenklich ist! Es ging eben nicht nur um Absatzmärkte. Es ging auch um einen Glauben (auch um eine Art von Erlösungsglauben, wie es ihn im 3Reich gab)! Und das ist eine neue Dimension, die es im großen Maßstab seit dem 2WK meines Wissens nach nicht mehr gab.
 
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