Was benötigt ein Prozessor für Virtualisierung?

Seekuh

Cadet 2nd Year
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Hallo,

ich habe vor mir ein Notebook zu kaufen, auf dem ich auch virtuelle Maschinen laufen lassen kann (Virtual Box).
Kann jeder moderne Prozessor (mit passendem BIOS...) Virtualisierung oder wird dafür extra Intels Vt-x bzw. AMD-V benötigt, was bringen diese überhaupt?
Es geht mir erstmal um diesen Prozessor , bzw. ist er leistungsstark dafür?

Viele Grüße
Seekuh
 
Was willst du virtualisieren? Eine kleine Linux-VM ohne DE? Oder 5x Windows Server 2012?
Ersteres sollte kein Problem sein, aber für mehr wirds knapp...
 
Die Features brauchst du wenn du Hardware direkt in der VM ansprechen willst, also für diese eine die Virtualisierung "umgehen" willst. Willst du z.B. in einer VM zocken ist es praktisch die Grafikkarte durchzureichen um ihre ganze Power zu nutzen. Nachteil des ganzen: Nur die VM kann dann die Graka nutzen, du braucht dann also eine zweite für die anderen VMs und das Host System. Andere Anwendung wäre ein System mit FreeNAS oder NAS4free mit ZFS. ZFS braucht direkten Hardware zugriff und deshalb muss ein Festplattencontroller direkt an die VM durch gereicht werden. Braucht aber dann noch einen zweiten für den Rest.
 
Für Virtualbox muss die CPU gar nichts können, außer genug Leistung haben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Virtualisierung_(Informatik)

Für ne Virtualisierung mit nem Hypervisor würdest du VT-d benötigen. Das würde auf einem Notebook aber relativ wenig Sinn machen und da gäbe es noch ein paar andere Sachen zu beachten ;)
 
Ich glaube VT-x bzw. das AMD-pendant sind für VirtualBox zwar kein Muss, bringen aber einen signifikanten Geschwindigkeitsgewinn und ich glaube es gibt auch keine Prozessoren mehr die das nicht unterstützen. VT-d und andere Funktionen sind in der Regel unnötig. Neben Prozessorleistung solltest du auch sicherstellen, dass du genug RAM hast um zwei OS parallel betreiben zu können.
Ansonsten hängt es wie MusicJunkie666 schon gesagt hat davon ab, was du damit machen willst und ob du dem virtuellen und physischen Computer gleichzeitig unter Last setzten willst. Soweit es den Prozessor angeht sind virtuelle Maschinen inzwischen nichtmehr viel langsamer als reale.

@Nilson: Du hast aber schon gelesen, dass es hier um ein Notebook geht?
 
Zuletzt bearbeitet:
Edit: Verdammt, er fragt nach VT-x und nicht nach VT-d, ok da ist das was ich schreib natürlich nicht hilfreich, trotzdem:
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Das waren eher allgemein Infos, da er ja gefragt hat was das überhaupt bringt.

Wikipedia fasst das nochmal gut zusammen:
Intel hat mit dem Q45-Chipsatz die Virtualisierungsfunktion „Virtualization Technology for Directed I/O“ (kurz VT-d genannt) eingeführt.[6][7] Das Pendant von AMD nennt sich IOMMU. Diese Techniken koordinieren den Speicherdirektzugriff und ermöglichen dadurch den Gerätetreibern (insbesondere Grafik- und Netzwerktreibern) in virtualisierten Systemen einen höheren Datendurchsatz.

Seite „Intel Virtualization Technology“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 21. September 2013, 21:32 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Intel_Virtualization_Technology&oldid=122753119 (Abgerufen: 21. März 2014, 22:29 UTC)

Auch aufschlussreich

http://www.thomas-krenn.com/de/wiki/Intel_VT_Virtualisierungsfunktionen_im_Überblick

Intel VT-d ermöglicht das Durchreichen eines PCI Gerätes direkt an ein Gastsystem mit Hilfe der bereitgestellten IOMMU. Damit kann etwa eine Netzwerkkarte dediziert einem Gastsystem bereitgestellt werden. Dadurch kann eine höhere Netzwerkperformance als mit einer emulierten Netzwerkkarte erreicht werden. Allerdings ist derzeit mit einer solchen Durchreichung dann keine live migration des Gastsystems möglich. Unter VMware konfigurieren Sie ein solches Setup bei aktiviertem Intel VT-d mit VMware VMDirectPath zum Durchreichen von PCI Karten.


Da das ganze ein Notebook ist und daher sowie so wenig "doppelt" ist das man durch reichen könnte und die CPU das eh nicht kann (kein VT-d) ist das ganze eh eher theoretischer Natur.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für die Antworten.
Ich werde nur ein paar Linux-VM aufsetzen, die selber nicht allzu viel machen müssen.
Fazit: CPU braucht nur genug Leistung, den Rest benötige ich gar nicht.

Viele Grüße
Seekuh
 
supastar schrieb:
Für Virtualbox muss die CPU gar nichts können, außer genug Leistung haben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Virtualisierung_(Informatik)

Für ne Virtualisierung mit nem Hypervisor würdest du VT-d benötigen. Das würde auf einem Notebook aber relativ wenig Sinn machen und da gäbe es noch ein paar andere Sachen zu beachten ;)

Und warum hat dann VirtualBox neulich ordentlich gemeckert und wollte die VM partout nicht starten, als ich vergessen hatte im UEFI VT-x zu aktivieren!?
 
Wahrscheinlich, weil die VM irgend eine spezielle Funktion nutzt, die ohne VT-x nicht verfügbar ist. Auch ohne AMD-v, VT-x oder VT-d laufen virtuelle Maschinen, nur manchmal eben eingeschränkt...
 
Und ich muss zugeben, mich mit Virtualbox nicht wirklich auszukennen.
Für mich ist sowas keine wirkliche virtuelle Maschine.

Der XP-Mode basiert auf Virtual-PC und der läuft unter Windows 7 Pro unabhängig von der Hardware.
Und den bekommt man mit ein wenig Gefrickel auch unter Windows 7 Home zum Laufen.
 
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