Was bleibt einem Beamten bei 3.800 brutto ?

Dierk-mit-e schrieb:
Zitiere von Dir: "Der "Einsatz des Lebens" ist also wohl mehr Theorie als Fakt..." sehr blauäugig. Könnte ich locker widerlegen.

Dann mach es doch!? Ich bin gespannt.... Ich habe in zwei Jahren in der Lebensmittelindustrie von mehr toten Anlagenmonteuren gehört als meine Schwester in 6 Jahren Großstadt-Polizeidienst von toten Kollegen.

Edit
Habe gerade mal gegoogelt und bin auf diese PDF gestoßen. In den Jahren 1991-2000 kamen insgesamt ganze 35 Polizisten in Deutschland gewaltsam um (siehe Grafik auf Seite 2). Bei über 200.000 Polizisten in Deutschland sind das im Schnitt also weniger als 0,002% pro Jahr, die gewaltsam ums Leben kommen. Oder einer von 57.000. Da kommen pro Jahr in Deutschland mehr Menschen durch Blitzschlag um, wenn man diesem Artikel glauben darf. Dann leg mal los mit deiner Widerlegung....
 
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und ich hab in 1 jahr von mehr toten durch verkehrsunfälle gehört, als ich pupsen konnte... was fürn vergleich ey. nur weil deine schwester nichts mitbekommen hat, heisst es nicht, dass es sie nicht gegeben hat?

achja, ein angriff muss ja auch nicht immer gleich tödlich enden.
 
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@|MELVIN|
M.E. unterscheiden sich die latenten Risiken der einzelnen Berufssparten in ihrer Qualität durchaus, wenngleich natürlich der eine Mensch im Tod nicht mehr "zählt" als der andere oder es einige Berufssparten gibt in der die Wahrscheinlichkeit zu sterben deutlich höher liegt als die bei Polizisten.

Es ist in meinen Augen einfach ein Unterschied ob man täglich mit dem unkalkulierbaren Risiko konfrontiert wird, sich mit unbekannten Person auseinanderzusetzen, deren Absichten man nicht kennt, oder ob das Gefährdungsrisiko aus, wie ekin06 bereits erwähnt hat, Arbeitsunfällen bzw. in diesem Zusammenhang menschlichen Unachtsamkeiten resultiert.


Ergänzung:
In der von dir verlinkten Studie steht übrigens auch: "Das Risiko eines Beamten, mit Tötungsabsicht bzw. -vorsatz angegriffen zu werden, ist erheblich höher als das eines Normalbürgers." (S.1)
Klar, hier wird nicht nach Berufssparten differenziert und Todesfälle werden nicht im Allgemeinen betrachtet. Aber es verdeutlicht, was ich mir qualitativ anderem Risiko meine. Die in der Studie direkt danach getroffene Aussage "Das Risiko eines Beamten, im Dienst infolge eines Angriffs getötet zu werden, ist jedoch in einem durchschnittlichen Jahr geringer als das Risiko eines Normalbürgers, Opfer eines tödlichen Angriffs zu werden." (S. 1+2) dürfte sodann auf Ausrüstung/Ausbildung etc. zurück zuführen sein.
 
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@ekin06
...ach und "könnte ich locker widerlegen" von Dierk ist ein besseres Argument?! Wie ich solche einseitige Kritik an Leuten mit anderer Meinung leiden kann....


@diRAM
diRAM schrieb:
Es ist in meinen Augen einfach ein Unterschied ob man täglich mit dem unkalkulierbaren Risiko konfrontiert wird, sich mit unbekannten Person auseinanderzusetzen, deren Absichten man nicht kennt,....

Dieses Risiko haben beispielsweise Inkassomitarbeiter im Außendienst, Gerichtsvollzieher und Sozialarbeiter auch (um nur einige zu nennen). Da hab ich zum Teil krassere Geschichten von Bekannten aus diesen Berufsgruppen gehört als von meiner Schwester.

Edit
Meine Mutter ist übrigens Lehrerin an einer Förderschule und wurde bei Ausübung ihrer Arbeit bisher öfter angegriffen als meine Schwester.
 
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Ich habe nie bestritten, dass es bei bestimmten Berufsgruppen, welche teilweise einen ähnlichen oder den selben Aufgabenbereich wie Polizeibeamte, oder zumindest das selbe Klientel als Adressaten haben, zu ähnlichen oder gleichen Risiken kommen kann. Nichts desto trotz manifestiert sich eben dieses Berufsrisiko besonders signifikant in der Funktion eines Polizeibeamten.

Und immer noch, deine Schwester ständig als Beleg für deine Argumention anzuführen ist schlicht nicht tragfähig, da sie ein Einzelfall ist. Die Ergebnisse der von dir zitierten Studien sind da schon eher belastbar.
 
@Melvin

Nein, das ist nicht mein Argument. Und schon gar keine Kritik an Dir. Ihr müsst nicht immer alles Geschriebene persönlich nehmen, ich kenne Dich doch gar nicht.
Wenn bei Dir "Unter Einsatz des Lebens" nur Tote zählen, hast Du eventuell recht, weil mich Statistiken nicht interessieren. Für mich zählt schon, Glück gehabt zu haben..nämlich das der andere nicht abdrückt.
Und "echte" Zahlen...bekommt sowieso keiner zu sehen, das wird schon, wie so vieles in diesem Land, verschweigen oder schöngeredet.
Du hast Deine Meinnung und das soll auch so sein. Ich will und darf nichts "erzählen" und wenn Du mir nicht glaubst, ist es Deine Sache.
Ausserdem geht es hier um Gehalt und nicht um Erlebnisse...Tote...oder was weiss ich.

Ich schreibe meine Meinung (bzw. plaudere aus dem Nähkästchen). Mehr nicht.

Dierk
 
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