Was brauche ich an Zusatzlizenzen

nico1991

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Hallo zusammen,

ich habe Fragen zu 2 möglichen Szenarien, um eine Kosten/Nutzen Analyse zu machen. Es geht konkret um die Installation eine ERP Systems auf einen Server 2012.

Zunächst was bei beiden gleich ist und angeschafft werden muss:

-Server 2012 Standard Edition
-SQL Server 2012 Standard Edition

Szenario 1:
Auf den Client Computern wird die Client Software installiert, diese greifen dann auf die Datenbank zu.

Szenario 2:
Der Server 2012 wird gleichzeitig als TS konfiguriert und die Clients greifen via RemoteDesktop auf den Server zu.


In beiden Fällen sind ca. 25 Rechner im Netzwerk, davon brauchen 10 Zugriff auf den SQL Server, also müssen mit der Datenbank arbeiten. Demnach wären es in Szenario 2 auch 10 RemoteDesktop Sitzungen ca. Die restlichen 15 brauchen nur Zugriff auf freigegebene Laufwerke etc.

Die konkrete Frage lautet:
Was für Lizenzen brauche ich für Szenario 1 und was für Lizenzen für Szenario 2. Dabei spielen die Lizenzen für das ERP System keine Rolle, die sind vorhanden.

Aktuell läuft das ganze System wie in Szenario 1 beschrieben auf einem Server 2003 R2 32bit, dieser soll aber abgelöst werden!

LG Nico
 
Muss es fürs ERP SQL 2012 sein allein da kannst du mit einer 2008er R2 Lizenz unter Umständen kräftig sparen 2012 wird ja pro CPU Core lizensiert (4 sind frei ab dem 5. Core muss man zu Zahlen.

Ansonsten brauchst du bei der ts Lösung noch zusätzlich 10 Terminal Server CALs und natürlich 25 normale CALs wobei 5 schon immer beim Server dabei sind.

Aber ts würde eh nur Sinn machen, wenn ihr eh eine ts Infrastruktur habt, einen Kompletumstieg plant, oder du was mit Remote desktopapps basteln willst.

Bedenke auch, je nach Hardware kann ein ts auf dem DB Server auch auf die Performance schlagen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank erstmal für deine Antwort.

Nein, es muss nicht ein 2012er SQL Server sein. Hardware Leistung ist genug vorhanden und übertrifft die Anforderungen an DB und TS Server.

Könntest du mir vielleicht eine kleine Liste mit Links zusammen stellen und schreiben, davon 25Lizenzen, davon 10 Lizenzen, das wäre echt Klasse!

Das TS Konzept kommt nur in Betracht, da es einfach ultra nervig ist, bei Updates und kleinen Änderungen 10 Clients zu ändern, das nervt echt extrem wenn ich durchs ganze Unternehmen rennen muss und nen halben Tag mit dem Einspielen der Updates zu gange bin.

LG Nico
 
Das kommt halt auf die Client Software an, wobei mir persönlich noch keine Software untergekommen ist, die nicht per gpo oder per Änderung der regestry zu administrieren war.

Aber wieso links, da oben steht doch was du brauchst.

25 Windows CALs (5 sind pro Server Lizenz schon dabei, die gelten Domänen weit, zum Beispiel hast du bei 2 Servern schon 10 CALs)
10 Terminalserver CALs

Ich bin kein Lizenzmakler, bestellen tut das immer unsere Buchhaltung, ich Sage den nur immer was wir brauchen XD
 
Zuletzt bearbeitet:
jan4321 schrieb:
...5 sind pro Server Lizenz schon dabei, die gelten Domänen weit, zum Beispiel hast du bei 2 Servern schon 10 CALs...

Bist Du das sicher? Beim 2012er Server ist das meine ich weggefallen. Sicher bin ich mir aber nicht.
 
Die Lizensierung bei MS ist ganz einfach: Lizensiert werden entweder Geräte (Device-CALs), oder Personen (User-CALs). Hast du mehr Geräte als Personen (was heute praktisch immer der Fall ist, da auch Notebooks, Smartphones und im Zweifelsfall sogar Drucker als Gerät zählen) ist die Lizensierung nach Personen für dich günstiger. Dann gilt ganz einfach: Köpfe zählen! Die Anzahl an Personen, die Zugriff benötigen, ist gleich der Anzahl der Lizenzen die du brauchst. Wichtig ist: MS kennt keine gleichzeitige Verwendung, du musst immer mit der maximalen Azahl lizensieren.

Für dich konkrekt bedeutet das:
Szenario 1 (ich gehe von 25 Personen aus):
1x WS 2012 Std. (bei der OEM sind keine CALs enthalten)
25x Server 2012 User-CAL
1x SQL-Server 2012 Std.
10x SQL-Server User CAL (Beachte hierbei, dass du technisch sicherstellen musst, dass nur die lizensierten Benutzer auf den SQL-Server zugreifen können, die berechtigten Nutzer musst du dokumentieren.)

Szenario 2 (ich gehe von 25 Personen aus):
Die gleichen Lizenzen wie in Szenario 1 und zusätzlich
10x Server 2012 RDS-User CAL (Beachte hierbei, dass du technisch sicherstellen musst, dass nur die lizensierten Benutzer auf den RDS-Server zugreifen können, die berechtigten Nutzer musst du dokumentieren. Solltest du außerdem vorhaben, auf dem RDS-Server Office zu installieren, benötigst du für alle zugreifenden Geräte eine Office Volumenlizenz. Hierbei musst du beachten, dass kein von MS akzeptierter Weg besteht, die Anzahl der zugreifenden Geräte zu beschränken. Du musst hier in jedem Fall für jedes Gerät das zugreifen könnte, eine Office Volumenlizenz erwerben.)

Fazit: Mit einem RDS-Server spart der Admin vielleicht Arbeit, die Firma aber sicherlich kein Geld. Zudem ist zu beachten, dass der Betrieb von SQL-Server auf Servern, die noch andere Rollen außer dem SQL-Server ausführen, nicht supportet wird. Im Klartext: RDS-Server und SQL-Server auf einem System schließen sich aus.
 
Stimmt, dass das gar nicht Supported ist, hatte ich gar nicht mehr auf dem schirm...

Gut bei 2008R2 waren immer noch 5 Cals dabei, dass das bei 2012 nicht mehr so ist, nervt^^
Die Lizenzierung nach Usern muss man mal schauen, aber wie gesagt allein wegen den zusätzlichen TS CALs ist der Terminalserver schon unwirtschaftlich, solange ihr nicht den Komplettumstieg auf einen TS und Thin Clients plant.
 
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