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Niemand schaut einfach nur so nach diesen Sachen und fragt sich, ob was davon überflüssig ist. Vor allem nicht, wenn kein Speicherplatzmangel vorliegt.
Ist das unter Windows wirklich so? Mir ist ja klar, dass es keinen richtigen Paketmanager gibt, aber demnach gibt es auch überhaupt kein Dependency-Management oder sowas, was einem das sagen kann? Heilige Scheiße...
Unter Windows gibt es tatsächlich kein zentrales Dependency-Management (seitens des Betriebssystems). Das OS stellt lediglich definierte Ordner bereit, in denen Anwendungen bestimmte DLLs finden können.
Dafür, dass die nötigen Abhängigkeiten auch vorhanden sind, ist jede Anwendung bzw. deren Installer selber verantwortlich, sofern es keine DLLs sind, die ohnehin Bestandteil der Betriebssysteminstallation sind. Genau dafür stellt Microsoft die "Redistributables" von bspw. den VC++ Bibliotheken oder der .Net-Runtimes zum Download bereit. Der Installer eine Anwendung liefert die passende Redistributable entweder direkt mit dem Installer aus oder lädt die während des Installationsprozess runter und installiert es. Wenn der Installer das nicht macht, muss der Nutzer im ungünstigsten Fall die Dependecy selber runterladen und installieren.
Beim Deinstallieren einer Anwendung werden dann üblicherweise die VC++ Redist oder die .Net-Runtime auch nicht mit deinstalliert. Denn mangels zentralem Dependecy-Management kann der Deinstaller der Anwendung ja nicht wissen, ob nicht auch eine andere Anwendung die selbe Abhängigkeit weiterhin benötigt. Dadurch hat man mit der Zeit eben eine wachsende Liste an installierten VC++ Bibliotheken und .Net-Runtimes. Einige können quasi Karteileichen, weil die einzige Anwendung, welche genau diese Ausgabe braucht, längst deinstalliert ist. Andere wiederum werden durchaus weiterhin von Anwendung X benötigt, obwohl Anwendung Y (welche den Kram ursprünglich installiert hat), längst deinstalliert ist.
@Conqi: Ja, das ist bei .net so ein Ding. Die Runtime 2.0 hat wegen der Implementierung der Generics mit der Kompatibilität der Versionen 1.0 und der 1.1 gebrochen.
Die Version 4.8.1 ist die neuste Version des "alten" .net Framework. Darauf basieren noch Teile von Visual Studio und SQL-Server Management Studio.
Danach gab es .net Core und .net Standard mit einer eigenen Versionierung. .net Core ging bis 3.1 und ich meine .net Standard bis 2.0
Mit .net 5 hat Microsoft die verschiedenen .net Standards (Legacy, Core und Standard) wieder zu einem Framework und einer Runtime wieder vereint.
Ihr seht Leute, kein Chaos, alles cool, kein Problem.
Das ist ja wirklich so schlimm wie es im ersten Moment klang, und das im Jahre 2026? Und ich hab mich schon über Windows aufgeregt ohne dieses Wissen, was soll ich denn jetzt noch mehr motzen?
So siehts aus. Und leider gibts keine einfache Möglichkeit, abzufragen wann welche Runtime zuletzt genutzt wurde. Dazu müsste man nämlich die NTFS Dateiüberwachung aktivieren und könnte dann darüber erfahren welche Runtimes verwaist sind.
Es bleibt ja auch die Frage, wie alt diese Windows-Installation ist. Ist das eine aktuelle Neuinstallation oder wurde das Betriebssystem seit Windows 7 (z.B.) immer nur mal wieder mit einer neuen Version aufgefrischt oder besteht dieses Windows 11 als Neuinstallation seit dem Zusammenbau dieses PCs im Jahre xx?
Ohne die genaue Historie zu kennen, werde ich überhaupt nichts in Richtung mögliches Löschen empfehlen.
Ist gar nicht so schlimm, im Linuxbereich gibt es das auch. Da ist nicht auch nicht alles immer sauber paketiert oder alle Abhängigkeiten gepflegt. Und was kratzt mich das, ob hier und da mal eine DLL rumliegt.