Was haltet ihr von deutschem Gangsta Rap?

King von Kollegah und Sonny Black von Sonny Black a.k.a Bushido waren sehr starke Alben dieses Jahr.

Ob man die Musik jetzt gut findet oder nicht, sei jedem selbst überlassen.
Es ist einfach Entertainment.


Verstehe nur die deutschen Medien nicht, wenn man über Bushido und andere Künstler spricht. (Beispiel Stress ohne Grund).


Eminem z.B. war in seiner Anfangszeit um ein vielfaches "schlimmer", was die Texte angeht. Man erinnere sich an "Kim" u.Ä.




Kollegah hat auch schon mehrfach klargestellt, dass es nur Entertainment ist.

Ich für meinen Teil mag die Wortspiele/Wortwitze in seinen Texten.





http://www.youtube.com/watch?v=JAE0KtU0tuc


http://www.youtube.com/watch?v=ZOdKqfUbNdk

Des Weiteren spendet er verdientes Youtube-Cash an diverse Organisationen.... muss man auch mal sagen und ihm zugutehalten.
 
Mein genanntes Universalgenie ist lyrisch noch einen Ticken stärker (okay, ein zwei Reime sind dann imo einfach silbenanzahlmäßig "unrund" und "schlecht" - aber das ist subjektiv).

Wie war denn Kool Savas, als er noch KKS war :D Ich sag nur Sachen wie Pimplegionär...

Geprägt eben durch die Staaten (die sind Deutschrap ja immer ein paar Jahre voraus. Was heute in Amiland "In" ist, wirds in x Jahren im Deutschrap sein).
Keep it Gangsta - Savas :
"Wollte Jerry Curls haben, Blau tragen
MC Eiht sein, und BITCH zu jeder Frau sagen
Wollte seine Stimme UND wollte seinen Style
Wollte nix anderes hören, als "Music To Drive By ""

"Too $hort hat mein Leben verändert, seit Frank ihn mir zeigte
Ich kann jede Zeile, dachte wirklich Frauen sind Scheiße
Ich sagte - Biatch statt Bitch - schrieb nur noch über Hoes
Ich war - Too $hort "Baby on the Microphone""

Die (damaligen) Anfänge von deutschem Gangsterrap haben halt stark die Staaten imitieren wollen, da dort das ja durchaus erfolgreich war. Compton mit seinen Leuten hat halt den Grundstein gelegt.

Ich hör mir sogut wie alles an und schau was der Künstler musikalisch/lyrisch daraus gemacht hat.
Das kann bei letzterem dann noch so geil sein, wenn es nicht "in den Kopf" geht, dann ists für mich nutzlos.
Denn ansonsten könnte man auch "Gedichte" schreiben^^

Bushido hab ich kein einzigen Song vom neuen Album gehört. Soll aber eher "back to the roots" sein.
Wobei ich Bushidos Stimme ähnlich langweilig/einfach finde wie Kollegahs im "Zuhaltertapestyle" - monoton, gelangweilt halt.
Auf "King" sind beattechnisch schon ein paar Bretter dabei, das gefällt mir :)
 
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Mir gefällt an sich Deutschrap auch sehr gut. :) Ich mag auch diesen "Proll"-Rap z.B. von Farid Bang und Kollegah :D
 
Von Bushido und die ganzen Pappnasen halte ich nichts...

Aber Fanta 4 und den ganzen alten Rap aus den 90er finde ich echt gut.
 
Deutscher rap entwickelt sich im Untergrund immer weiter weg von den US-Wurzeln, wie vor etlichen Jahren der französische, und das ist auch gut so, sonst lernt das Genre hierzulande nie auf eigenen Beinen zu stehen, wenn es immer nur us-Trends kopiert.

Das was hier als gangsta rap bezeichnet wird is aber nachwievor nix mit dem ich mich identifizieren wollen würde. Bzw. Nicht mehr. Ich bin da einfach rausgewachsen und brauch Futter für den kopf und keine (sorry) stumpfe scheisse ala ich bin der härteste und bums deine mudder. Egal wie gut es technisch is. Kolle mit seinem koksticker pimp ding Boss gelaber.. Ich versteh ehrlich nicht wie man sich das noch anhören kann nach dem x-ten Album in der art.
Abgesehen davon kann ich die meisten wie auch ihn nicht ernst nehmen in ihrer Rolle und zitier da gerne huss und hodn auch wenn ich das nur selten höre.

Ich hör da eher sowas: https://www.youtube.com/watch?v=-QEoxKXr3DQ
https://www.youtube.com/watch?v=9Y_ugORQhYg
https://www.youtube.com/watch?v=FN0vB9gME4A
 
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Also ich sage vorab, dass ich mich nicht sehr für Gangsta-Rap interessiere und mich in diesem Genre, das ja wie kein anderes von den zahlreichen Beziehungen der Akteure untereinander (positiver und negativer Natur) geprägt ist, dementsprechend nicht sehr auskenne. Für mich ist das auch kein Gangsta-Rap. Entweder weiß man, dass die Texte nicht ernst gemeint sind (s. Kollegah) oder man nimmt sie einfach nicht ernst, sondern sieht es als Proll-Gehabe an, auch wenn die Rapper mit allen Mitteln versuchen, es als ernsthaft zu verkaufen (s. Haftbefehl, Bushido, etc. Wobei Bushido meiner Ansicht nach trotz vieler Kontroversen hinter der Fassade ein normaler, durchaus netter Mensch ist. Oder er kann es halt einfach genial vortäuschen. Darüber möchte und kann ich mir kein genaueres Urteil erlauben, da es der Person so oder so vermutlich nicht gerecht werden würde. Interessant ist jedenfalls das 16Bars-Interview mit ihm von Februar diesen Jahres).

Jedenfalls ist Kollegah der einzige Rapper, den ich feiern kann. Ich höre noch nichtmal so viel seine Musik, habe keines seiner Alben, da ich musikalisch sonst in einem ganz anderem Bereich unterwegs bin.
Aber ich finde seine Art einfach cool. Er ist definitiv eine Ausnahme im Business. Bei ihm ist die Trennung zwischen der Kunstfigur "Kollegah" und dem bürgerlichen Felix Blume, der Jura studiert, rhetorisch wahnsinnig begabt und hoch intelligent ist, einfach offensichtlich.
Er ist mir persönlich einfach total sympathisch, auch deshalb weil er sich selbst nicht so ernst nimmt. Da hat es gleich eine ganz andere Wirkung, wenn er sich in seinen Tracks 3 Minuten lang selbst feiert.
Auch eine tolle Sache ist der Track "Du bist Boss". Daran merkt man einfach, dass Kollegah im Grunde kein Proll ist, auch wenn seine sonstige Musik natürlich den gegenteiligen Eindruck vermittelt.

Über andere Rapper möchte ich mich nicht äußern. Kann ich auch eigentlich wie gesagt nicht, da ich deren Musik, Vita und sonstige Umstände zu wenig kenne.

Zum Thema Rap als Ursache von Gewalttaten:
Für mich ist das großer Schwachsinn, genauso wie die Hetze gegen Ego-Shooter. Sicherlich kann aggressiver Rap oder ein Ego-Shooter Aggressionen hervorrufen und bei manchen sogar zu Wutausbrüchen führen. Man kann vielleicht in machen Fällen sogar soweit gehen und sagen, dass diese Medien eine (wahrscheinlich eher untergeordnete) Variable in dem ganzen komplexen Wirkungsgefüge sind. Aber doch niemals der alleinige Auslöser solcher Gewalttaten.
Dann müsste man genauso auch Film, Fernsehen und evtl. sogar ein paar Büchern eine solche Wirkung unterstellen. Da ist bisher noch keiner mit angekommen meines Wissens nach.
Aber wer dann raus geht und Leute zusammenschlägt oder gar Amok läuft, der hat andere Probleme. Ganz ehrlich.
Es ist halt so bequem, die Schuld solchen Medien in die Schuhe zu schieben, wenn mal wieder etwas passiert ist. Dann hat man etwas, worüber man sich ein paar Tage oder Wochen das Maul zerreißen kann, ehe das Ganze wieder ergebnislos versandet.
Ohne den wirklichen, sehr vielschichtigen und komplexen Ursachen mal nachzuspüren.

Ich merke, ich schweife aus. :)
Von daher soll hier erstmal Schluss sein. Meine Meinung zum Rap an sich, zu den Akteuren und zum Rap als Ursache von Gewalt habt ihr ja jetzt gehört.

Einen schönen Abend und ein tolles Restwochenende wünsche ich noch allerseits.

Beste Grüße,

ML95
 
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Kollegah ist Gold gegangen nach einem Tag.

Anscheinend halten recht viele was von Rap hier in Deutschland. ;)

Btw: Ich schätze Kollegah (und zum Teil auch Farid) sehr. Ja, sie reden über Mütter ficken, Koks ticken und was weiß ich noch alles. Es gibt aber einen gravierenden Unterschied zu dem Rest (den ich nicht höre, nur zur Info): Sie pushen die Jugendlichen was gutes für ihren Körper zu tun, ins Fittnesstudio zu laufen anstatt sich gelangweilt zu Hause einen Joint zu drehen oder ähnliches.

Ich dneke, Kollegah und Farid sind dabei eine ganze Generation zu prägen, was davor Bushido und Sido gemacht haben (2003-2009). Aber mit einer besseren Vorbildfunktion.

Kollegah beim Fittnesstraining ist schon Pflicht geworden. :)
 
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@Mr. Bush*
Das geht sogar soweit das King bei mir im Fitness Studio gespielt wird...
Finde es ja prinzipiell gut das die Musik vielen Leuten beim Trainieren hilft, aber dann soll man mich damit verschonen.

Zum training optimal -> https://www.youtube.com/watch?v=acZzYsWbVk4

Finde Gangsa Rap einfach peinlich, es gibt wirklich guten HipHop, aber solch einfallslose Texte sind einfach kacke.
 
meine Generation kann nicht wirklich mitreden, aber höllisch auf den Keks geht mir bei Konzertbildern die gesamte Szenerie mit dem eintönig wippenden Arm in der Luft, die einzige Motorik des RAP-Liebhabers. buff-buff-buff, ohne irgendwelche musikalische Note.
:freak:
 
Crebase schrieb:
meine Generation kann nicht wirklich mitreden, aber höllisch auf den Keks geht mir bei Konzertbildern die gesamte Szenerie mit dem eintönig wippenden Arm in der Luft, die einzige Motorik des RAP-Liebhabers. buff-buff-buff, ohne irgendwelche musikalische Note.
:freak:

Das ist eben nur deine Wahrnehmung. Das Publikum zum Grooven zu bringen ist nicht so einfach wie du es darstellst, zudem basiert originale Rapmusik auf teilweise sehr musikalischen Samples aus dem Jazz und Soul Bereich. Produzenten sind meistens fanatische Vinyl Musiksammler die eben einzelne Parts in ihren Drumcomputer samplen, das sample zerstückeln (choppen), und wieder neu zusammensetzen. Die Stimme des MC's bzw. Rappers ist im grunde nur ein weiteres Instrument welches den Groove unterstützt, man spricht da vom Flow der Stimme, also den Rhytmus in dem Worte ins Mic gerappt werden. So ensteht sowas wie komplexe Polyrythmen, also eine Stimme die mit dem Beat im Einklang "rollt". Wobei sich die Güte des Flows oftmals erst wirklich erschliesst wenn man pflanzliche Substanzen inhaliert hat :D

Ist halt wie in anderen Musikrichtungen auch, es gibt da verschiedene Güteklassen wenn man so will. Gangstarap, also krasse texte funktionieren halt immer bei den Kids, das ist der einfachste Weg um eine bestimmte Zielgruppe zu erreichen. Hinzu kommt noch das Gangstarap Produzenten sich oft nicht diese Mühe beim Produzieren geben, also eher mit presets aus virtuellen Instrumenten zufrieden geben oder von Youtube & co. sampeln. Die sind halt eher resultatsorientiert, deshalb fehlt dann dort oftmals einfach der Funk. Die richtigen Hip-Hop Produzenten sind eher prozessorientiert, dort ist Originalität halt wichtiger.
 
Kevon schrieb:
Wie oben im Titel steht, interessiert mich mal, wie ihr zu Deutschrap steht?
Oft wird ja behauptet, dass Farid Bang, Kollegah, Bushido usw. die Jugend zerstören würden. Findet ihr, dass die Texte zu weit gehen oder könnt ihr euch bei den Texten manchmal ein Lächeln nicht verkneifen?

Ich lache ständig darüber, wenn ich das höre. Das die Musik allerdings die Kinder zu schlechteren Menschen macht, dass glaube ich nicht. Die Probleme habe, die haben die Selbigen wo anders her.
 
Mr. Bush* schrieb:
Kollegah ist Gold gegangen nach einem Tag.

Anscheinend halten recht viele was von Rap hier in Deutschland. ;)

Justin Bieber, One Direction & Miley Cirus verkaufen sich auch richtig gut, trotzdem machen sie für den Großteil der Menschen keine gute Musik. Die Verkaufszahlen kann man leider nicht als Maßstab nehmen, wobei KING von Kollegah mit KILLA von Farid einfach hammer Alben waren. Deinem restlichen Text stimme ich voll und ganz zu, wollte nur nochmal loswerden, dass man das nicht pauschalisieren darf.
Zum Thema Rap wäre keine Musik: Das ist Ansichtssache. Jemand der Fan der Barocks ist, könnte Klassik auch als Abklatsch bzw. Rückgang der Musik interpretieren. Die Musik wurde in den Jahren meiner Meinung nach immer einfacher herzustellen. Während vorher ganze Monate an einem Stück gesessen wurde, werden Alben im Jahrestakt produziert. Das hat natürlich die Folge, dass die Musik auch meistens einfacher wird. Aber jemand der Rap nicht als Musik bezeichnet, kann sich als Techno Fan genauso wenig Musikliebhaber nennen, denn seine Musik ist mMn einfacher herzustellen als Rap, da hier der Songtext komplett fehlt. Damit will ich nicnt sagen, dass Techno schlecht ist, sondern es ist mMn nur ein passendes Beispiel.
 
Ich kann mit Sido, Aggro Berlin, Bushido, Farid Bang, Kollegah usw. nichts anfangen. Bin eher der Old Schooler und höre 90er Rap Gruppen an die in ihren Texten nicht immer "bling bling, Kohle, Geld, Drogen, halbnackte Bitches, getunte Autos, viele Knarren, große Villa, ich war im Knast, das ist mein Revier und töte dich alda" vorkommt.

Too Strong, Fanta 4, Toni L & Advanced Chemistery, Stieber Twins, Spax, Linguist, die Klasse von 95, Tecroc, Zeb roc ski usw. Die haben noch von "Rhymes and Poetry" was verstanden.
 
Ich höre mir zwar fast alle Musik an, aber von Gangsta Rap halte ich absolut überhaupt nichts
 
Für mich ist der Deutsche Ganstag Rap ....Prollo Schrott, fertig. Farid Bang, Hafti usw, sind doch nur Lappen, die Komplexe haben bis zum geht nicht mehr, oder eben clever und die Dummheit der Kids zu nutzen wissen.
Der beste Rapper in Deutschland meiner Meinung nach ist Prezident aus Wuppertal, finde auch Absztrakkt gut oder Curse früher, wobei ich ja eher auf Metal stehe.

https://www.youtube.com/results?search_query=prezident+menschenpyramiden
 
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Für mich ist Gangster Rap keine richtige Musik, aber gute Unterhaltung. Die Texte sind offensichtlich nicht ernst gemeint - die Rapper lachen doch abends über sich selber.
Auch gegen Bushido habe ich nichts. Die meiste Kritik stammt von Leuten, die ihn nie gehört haben. Für mich klingt sein neustes Album "Sonny Black" wie eine Parodie des Hassrappers Bushido, den alle in ihm sehen. Ich muss jedes mal lachen wenn ich so eine Zeile höre wie "Ich werf einen Blick in meinen Spiegel und ich grinse böse".
Oder niemand hasst Schwule, nur weil in einem Song das Wort Schwuchtel benutzt wird oder was weiß ich was die Kritiker in solchen Texten rauslesen. Gangster Rap unterhält und motiviert. Deshalb verkauft es sich auch so gut.
 
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