Was haltet ihr von Personal Leasing?

ich bin in unserer firma im betriebsrat und habe daher auch immer etwas überblick was einstellunegn und so angeht.
es war bei uns so, dass in den vergangenen 2-3 jahren ein unheimlicher aufwind herrschte und niemand so recht sagen konnte, wie lange das anhält. folglich wurden erst einmal mehr leasingkräfte angefordert, so dass wir zeitweise bis zu 70 leasingarbeiter beschäftigt hatten, obwohl normalerweise nur etwa 10-15 geplant waren um urlaube, krankheitsfälle kleinere spitzen etc. auszugleichen. da dieser aufwind aber nach wie vor anhält, haben wir innerhalb der letzten zwei jahre etwa 100 leasingkräfte übernommen und haben nur schon wieder etwa 40 kräfte im einsatz.
daher finde ich seriöse leasingfirmen eigentlich eine gute sache für alle beteiligten. zum einen für die firmen die solche spitzen abfedern müssen, man spart sich feste einstellungen und somit fallen weniger kosten an. Für die leasingkräfte ist es ein schritt in die arbeitswelt, klar ist die bezahlung nicht imemr rosig, aber es ist ein anfang. desweiteren sparen sich die kräfte das massenhafte bewerbungen schreiben, weil sie über ihre firma kontakte zu anderen firmen knüpfen können und so evtl. einen fuß in die tür bekommen. und wenn es dann wie bei usnerem beispiel einstellungen gibt, werden üblicherweise leasingkräfte die mans chon kennt bevorzugt, anstatt den aufwand mit stellenausschreibungen, bewerbungsgesprächen etc. zu treiben. und letztlich ist esfür die betreiber der leasingfirmen ein gutes geschäft.
wenn es also in einem fairen rahmen läuft, haben eigebntlich alle beteiligten nur vorteile davon.

einziger haken sind die schwarzen schafe, die es in diesem bereich sicherlich genauso gibt wie in jedem anderen bereich auch.


mfg
 
Ein Arbeitgeber, der einen Mitarbeiter fest anstellt, zahlt z. B. den Tariflohn und die anfallenden Lohnnebenkosten. Holt er sich jemanden von einer Zeitarbeitsfirma, so wird auch dieser Mitarbeiter nach dem Tariflohn (z. B. für Maurer) bezahlt. Zusätzlich kalkuliert die überlassende Firma aber noch einen Betrag zur Abdeckung des eigenen Unternehmensrisikos ein sowie einen Beitrag zur Finanzierung der internen Verwaltung.

Es entfallen dagegen häufiger Zulagen, die sich aufgrund längerer Betriebszugehörigkeit ergeben, weil die Fluktuation in den Zeitarbeitsfirmen tendenziell höher ausfällt als in anderen Betrieben.

Die Kosten sind allerdings nicht immer entscheidend. Manchmal will man sich einfach nur die Arbeit sparen, die mit Stellenausschreibungen zusammenhängen. Und dann kommt noch der Faktor Zeit hinzu. Wenn ein Mitarbeiter kurzfristig ausfällt, so bekommt man über die Zeitarbeit eher schnellen Ersatz als wenn man erst langwierig Anzeigen schaltet.

Wenn ich als Unternehmer einen Lageristen beschäftige, mit dem ich zufrieden bin, dann werde ich doch nicht einfach dem Mitarbeiter kündigen und mich an eine Zeitarbeitsfirma wenden, nur um mir einen neuen Lageristen zu suchen. Denn bei der Zeitarbeit fallen nun einmal die Kosten an, die mit der Personalbeschaffung zusammenhängen. Und diese Kosten wetden letzten Enden natürlich wieder auf die Kunden abgewälzt.
 
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@ supastar
auf zeitarbeiter zurückzugreifen ist für firmen viel flexibler. nur den kündigungsschutz zu lockern würde dennoch bedeuten ganz reguläre einstellungen udn kündigungen durchzuführen. das kostet einfach viel zeit und geld. so kannst du bei der leasingfirma anrufen und sagen: ich brauche am montag 12 leute für dies und jenes. und dann bekommst du die.
natürlich hat das einen gewaltigen menschenhändlertouch, aber wie ich weiter oben geschrieben habe, ist es , jedenfalls aus meiner sicht und in unserem betrieb, nur von vorteil für alle beteiligten...
 
Salut keshkau,

spekulierst du hier nur wild oder wie hast du empirische Erkenntnisse aus deinem Berufsleben zu diesen Theorien?

Würde mich beruflich wirklich sehr interessieren, denn wir rekrutieren einen Teil unseres Lagerpersonals mit Hilfe von Zeitarbeitsfirmen. Aber irgendwie läuft bei uns etwas anders wie von dir beschrieben.
 
Ich komme selbst aus dem Personalbereich. Daher liegen mir häufiger konkrete Angebote von Zeitarbeitsfirmen vor, in denen Mitarbeiter im kfm. Bereich angeboten werden. Wenn ich da ein Monatsgehalt von z. B. 2.500 Euro (bzw. 3.000 Euro inkl. Lohnnebenkosten) nehme, kann ich leicht einen Stundensatz berechnen (3.000 : 4,33 : 40 = 17,32). Nun verlangt die Zeitarbeitsfirma aber z. B. 20 Euro für einen solchen Mitarbeiter. Und das ist scheinbar erst einmal teurer.

Weiter oben habe ich von der Auflösung von Vollzeitstellen geschrieben und dass es wenig Sinn macht, hier umzustrukturieren. Wenn man als Unternehmen aber z. B. nur vorübergehend Lagerpersonal sucht, dann lohnt der ganze Aufwand nicht, den die Personalbeschaffung mit sich bringt. In diesem Fall ist der Aufschlag, der bei der Zeitarbeit zu zahlen ist, locker verkraftbar.

Ganz konkret: Eine Stellenanzeige in der Wochendausgabe der Rheinischen Post kostet Geld. Anschließend erhalte ich 300-350 Bewerbungen. Das heißt, drei Wochen lang liegen täglich mindestens 20 neue Bewerbungen auf dem Tisch, die man sichten muss. Davon kann ich 300 gleich wieder zurückschicken und es bleiben 20-40 Kanidaten übrig, die es wert sind, ein zweites Mal unter die Lupe genommen zu werden. Von diesen Bewerbern lädt man dann 8-10 ein. Und am Ende bleiben doch nur ein oder zwei Leute übrig, die wirklich auf die Stelle und in das Unternehemn passen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich ist es eine gute möglichkeit über Leasing´s firmen in ein arbeitsverhältniss zu kommen das dachte ich auch und wie schon gesagt wird wohl auch schwarze schaafe geben unter denen denn wenn ich euch jetzt erzähle:
hab mich als elektriker bei einer leasings firma beworben die auch stellen als elektriker ausgeschrieben haben doch nach ner zeit bekahm ich keine antwort von denen bis auf einmal--> sie hätten keine als elektriker aber als Produktionshelfer<-- und noch während der zeit in der ich in der produktion arbeitete und nen unbefristeten vertrag abgewickelt hatte schrieben sie wieder ne stelle als elektriker in ner zeitung aus!

Stellenanzeige lautet gesucht : Elektriker Mechatroniker und als letztes Produktion-irgendwas

Da komm ich mir doch schon recht verarscht vor! denn als die arbeit in der ersten Produktion´s firma beendet war bekommt man nicht ne elektriker arbeit nein eine reifen auf en LKW räum arbeit
darum denk ich das manche mit stellenausschreibungen auf "Menschenfang" gehen

und als ich dem scheff erkläre das ich ne andere arbeit gefunden hab wird er auf einmal total nett und will mir sogar noch mehr geld geben- über andere die bei ihm beschäftigt sind lästert er lol aber von dem hab ich jetzt genug echt!

so ist das und ich geb auch zu es gibt bessere leasings firmen mei collech arbeitet bei einer und ist auch foll zufrieden.
 
Salut,

Danke keshkau für deine Antwort. Wir rechnen hier etwas anders, ich hoffe daß die kopierte Exceltabelle einigermaßen ansehnlich dargestellt wird.

Beispiel Lagerarbeiter aus unserem Betrieb:

Lohn -- Stunden -- Monat -- UG/WG 50% -- Jahr -- LNK 25% -- Gesamt
15,00 -- 173 ----- 2.595,00 -- 000,00 -- 31.140,00 -- 0000,00 -- 31.140,00 = Leasing
11,50 -- 173 ----- 1.989,50 -- 994,75 -- 24.868,75 -- 6.217,19 -- 31.085,94 = eigener AN

Die Euro-Differenzen in diesem Beispiel auf das Jahr hochgerechnet, sind bei Vollbeschäftigung auf den ersten Blick marginal. Auf den zweiten Blick aber groß: der Leiharbeiter für € 15/h all.incl. wird nicht krank, er geht nicht in Urlaub, nicht in Kur, bekommt weder Fahrgeld noch Essengeld. Seine Arbeitsleistung ist statistisch gesehen um 24 Urlaubs- u. 6 Kranktage höher. In Euro = ~ 3.450.- Ersparnis.

Habe ich keine Vollbeschäftigung, kann ich den Leiharbeiter mal einen Monat aussetzen, der festangestellte Lagerarbeiter kostet mich aber immer, ob er Arbeit hat oder nicht. Dann geht die Rechnung eh nicht auf.
 
Diese Rechnung geht prima auf. Allerdings hängt das auch vom konkreten Aufgabengebiet ab. Es gibt viele Produkte und Dienstleistungen, die (dem Kunden gegenüber) sehr erklärungsbedürftig sind. Da benötigt ein Arbeitnehmer eine nicht zu unterschätzende Einarbeitungszeit, bis an ihn vernünftig (und allein) einsetzen kann. Deshalb greifen wir nur äußerst selten auf Leiharbeit zurück, sondern legen bei Bedarf einen Zahn zu oder machen Überstunden, bis sich herausstellt, dass man besser eine komplett neue Stelle schafft.
 
Salut,

klar kann man dies nicht verallgemeinern, aber im gewerblichen Bereich sind bei uns als Großhandelsfirma die Reibungsdifferenzen nicht so groß. Jede Zeitarbeitsirma würde ich auch nicht nehmen - man muß sich schon auf gewisse Dinge verlassen können und Ersparnis alleine macht auch nicht glücklich.

Zudem, bisher haben wir aus diesem Zeitpersonal allein in den letzten 3 Jahren ~ 20 Neueinstellungen gezogen, die Besten halt, die ihre Chance bei der Leasingfirma konsequent genutzt haben und nicht beim ersten Anfall von Arbeit gleich davonliefen. ;)
 
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