Was passiert mit einer SSD nach 8 Jahren ?

Haudrauff schrieb:
@Ball_Lightning & audioph1le

Durch den 2. Satz könnte man darauf kommen, dass der TE von einer FP spricht und sich nun fragt ob es bei SSDs auch so sein könnte.

Stimmt, muss sich doch um eine HDD handeln. Hab mich schon gewundert. 40GB wären auch sehr unüblich gewesen.

Dann bin ich doch weiterhin im Besitz der ersten Consumer SSD ;)
 
Deathdrep_KO schrieb:
Wenn du ein "normales" "SSD-Nutzungsverhalten" hast, also OS und ein paar wenige, wichtige Programme, dann könnte deine SSD wohl im Schnitt 10 Jahre alt werden ... aber wer von uns hat noch so alte Hardware im Rechner? (Riva TNT/Voodoo Banshe/ATI Rage anyone) ... als Hauptcomputer?

Ich hab mal einen Zusatz angefügt.
Natürlich läuft viele alte Hardware von vor 10 Jahren noch. Ich hab auch sowas im Badezimmer zum Video guggen.
Aber wer hat so nen alten Kram als Haupt-Computer für die tägliche arbeit?

Außer Computergehäuse empfehle ich keinerlei Hardware welche älter als 8 Jahre ist für den alltäglichen Betrieb.
 
"Außer Computergehäuse empfehle ich keinerlei Hardware welche älter als 8 Jahre ist für den alltäglichen Betrieb. "

Würde ich so auch nicht sagen. Ich hoffe mal mein Netzteil mit 700W wird noch lange lange leben. Das hat 80P Silber und ist seit einem Jahr im Gebrauch. Aber ich hoffe dennoch dass ich da erstmal kein neues kaufen muss. Das Einzige was mir da passieren kann ist, dass es einen neuen ATX Std. oder neue Spannungen in den PC schaffen, dann bin ich im Eimer mit meinem "alten" Netzteil.

So eine alte Festplatte weiter zu nutzen halte ich für sinnvoll, immerhin passt da ein BluRay Film drauf ;)

Ich ärger mich immer noch, dass wir damals den Amiga 500 weggeworfen haben. Das war noch Hardware. Alleine die Tastatur hat mehr ausgehalten als die heutigen Logitech und MS Dinger. Und der rote Joystick hat auch nach 100 000 Schaltvorgängen noch funktioniert.

"Aber wer hat so nen alten Kram als Haupt-Computer für die tägliche arbeit?"

Das ist es wohl eher, obwohl vieles von dem, was wir alle kaufen totaler Nonsense ist. Das habe ich aber erst nach mehrmaligen Bekehrungsversuchen von einem Freund eingesehen. Wofür neuen Prozessor? Warum neuen Ram, warum neuen Prozessor und neue Grafikkarte?

Letztendlich habe ich seit ca. 3 Jahren einen Q6600, 4GB Ram, mir dann später eine ATI 4550 und eine Creative Audigy 2 (gebraucht) gekauft und bin damit zufrieden. Der Quad läuft z.T. schon untertaktet, weil ich die Leistung nur brauche wenn ich am Videoschnitt sitze. Und ansonsten reicht es auch so. Durch die FullHD Grafikunterstützung braucht der Prozessor kaum zu ackern. Das Netzteil ist mir dann auch mal abgeraucht und ich habe für 90€ ein 700W gekauft mit 80P Silber, welches 5 Jahre Garantie hat. Ein DVD-Laufwerk. Später vielleicht werde ich mir ein BluRay Laufwerk auch für meinen PC kaufen, ich bezweifel es aber, weil ein BD im Notebook reicht mir.

Spielen habe ich mir abgewöhnt (mehr oder weniger), höchstens bei Diablo 3 könnte ich schwach werden, da warte ich aber auf die Voraussetzungen und ich denke dass mir dann nur eine neue Grafikkarte schon raushilft. Der Quad kann auch auf Ghz laufen....

Ist also immer so ne Sache mit Neukauf.

Und um aufs eigentliche Thema zu kommen:
Eine heutige gekaufte 40 , 60 oder 80GB SSD lässt sich dann vermutlich nur als übergroßer USB-Stick nutzen mit nem USB3.0 auf SATA Adapter, einfach weil die Datenmenge (je nachdem WAS man macht) zunimmt.
 
nach 8 jahren habe ich wahrscheinlich schon 4 solcher ssd's in die tonne getreten....... ))) jede 2 jahre eine neue, leistungsfähigere samt neuen pc wird man sich eh leisten können bzw. müssen )
 
Eine wirklich interessante und total beitragsrelevante Antwort. Vielen Dank für die Information.

Wikipedia.org schrieb:
[...]MLC-Chips haben mit 10.000 Zyklen je Zelle eine zehnmal geringere Wiederbeschreibbarkeit.[...]

Kleiner Mathe-Exkurs:
Wir lassen die MTFB mal außer Acht.
Eine 60GB Platte kann also etwas weniger als 10.000 Mal (je nach Wear-leveling-Algorithmus) wiederbeschrieben werden. Gehen wir hier einfach mal von 50% aus. Also 5.000 Schreibzyklen
Also kannst du ca. 300.000 GB schreiben bevor die Platte dann langsam aufgibt.
Wenn du also täglich 10 GB schreibst, kannst du 82 Jahre lang die SSD dauerbeschreiben.

Klar wird das eher nicht klappen, aber man erkennt, dass der Ausfall einfach Zufall ist. Keiner kann bzgl. der SSD die du kaufst eine Aussage treffen.
 
Ich habe meine USB-Glaskugel befragt und bin zu folgenden Ergebnissen gekommen:

  • Die Kapazitätsabnahme durch kaputten Zellen stellt kein Problem dar, da der Effekt durch Zellteilung der intakten Zellen überkompensiert wird. Unter Umständen könnte die Festplatte durch die höhere Zahl der Zellen jedoch wachsen (z. B. von 2,5" auf 3,5") oder mehr Strom verbrauchen. Deswegen empfiehlt es sich, einen flexiblen Einbaurahmen und ein zweites Netzteil zu verbauen.
  • In jedem Fall dürfte die SSD stark verstauben, falls das PC-Gehäuse keinen Staubfilter besitzt oder die SSD nicht regelmäßig gereinigt wird.
  • Wenn du dir über die Haltbarkeit nicht im klaren bist: nach EU-Richtlinie muss jede Festplatte mit einem Haltbarkeitsdatum versehen werden (steht meist unter den Nährwertangaben)

Ernsthaft, bitte wer in Gottes Namen betreibt denn in acht Jahren noch eine heutige SSD? Die werden einem dann auf ebay nachgeschmissen und wenn du Daten haltbar sichern willst, warum brauchst du dann eine?

lg joe
 
Kpunkt schrieb:
IErnsthaft, bitte wer in Gottes Namen betreibt denn in acht Jahren noch eine heutige SSD?
Ernsthaft, bitte wer in Gottes Namen betreibt denn jetzt noch SCSI-Platten mit 4,3 GB? ;)

Antwort: Der da.
 
Der auch (IBM DCAS-34330).

Eine gemeingültige Aussage über die Haltbarkeit von SSD kann wohl keiner machen. Auch bei Festplatten kann man bestenfalls nur einen Durchschnittswert errechnen. Wenn aber gerade deine Platte/SSD weit unterhalb des Durchschnitts liegt, hilft dir das auch nichts...

Ich betrachte solche Speichermedien daher als Verbrauchsmaterial mit variabler Haltbarkeit. Wenn deine Platte nach 8 Jahren noch perfekt läuft - freu dich drüber. Bei wichtigen Daten sollte man aber nicht auf eine einzelne Hardware vertrauen, sondern ein Backupkonzept mit niedriger Fehlerquote erarbeiten. Egal ob die Platte/SSD 8 Jahre oder 1 Tag alt ist.
 
CHaos.Gentle schrieb:
Kleiner Mathe-Exkurs:
Wir lassen die MTFB mal außer Acht.
Eine 60GB Platte kann also etwas weniger als 10.000 Mal (je nach Wear-leveling-Algorithmus) wiederbeschrieben werden. Gehen wir hier einfach mal von 50% aus. Also 5.000 Schreibzyklen
Also kannst du ca. 300.000 GB schreiben bevor die Platte dann langsam aufgibt.
Wenn du also täglich 10 GB schreibst, kannst du 82 Jahre lang die SSD dauerbeschreiben.

Gilt diese Rechnung auch für die Master File Table, die immer am selben Ort steht?
Kann eine SSD den Speicherort dieser MFT ebenfalls verlagern und somit die Zellen schonen?
 
Ich denke mal nicht, dass Wear-leveling einen Unterschied zwischen "normalen" und MFT-Bytes macht.
 
Wie lange eine SSD hält hängt eigentlich nur von der geschriebenen Datenmenge ab. Die Zellen können 10.000 (bis 30.000 bei MLC, SLC das 10 fache) mal geflasht werden. Ganz grob kann man also sagen, so oft kann die Kapazität an Daten geschrieben werden. Wer das in 8 Jahren schafft, der wird die Daten höchsten noch für ein paar Monate auslesen können.
Was passiert, wenn man die SSD heute beschreibt und dann 8 Jahre in den Schrank stellt?!? Gute Frage, vielleicht hat sie die Daten dann noch, vielleicht auch nicht mehr.
 
Das ist ne unsinnsrechnung.

Nur weil die Zellen "theoretisch" so lange halten "müssten" , "sollten" sie 8 Jahre überdauern. Das sieht man schon bei Festplatten wie schnell die mal den Geist aufgeben können. Natürlich sind dort auch mechanische Teile die nicht zu vergleichen sind. Aber auch USB-Sticks gehen mal kaputt, und bei SSDs wirds nicht anders aussehen. Daher kann man gar keine Prognosen erstellen. Wie schon geschrieben, wenns wirklich so lange halten sollte ich das Ding eh nur noch als portable Lösung für Daten geeignet und dann gibt es sicherlich schon USB3.0 Sticks, welche schneller sind und vielleicht 20-30€ kosten.
 
Zurück
Oben