Was spricht gegen Kubuntu?

And1.G

Lieutenant
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Hallo!
Immer wieder liest man, dass man ums verrecken kein Kubuntu benutzen soll, da dort die KDE-Einbindung einfach grauenhaft sei.
Was genau will man einem damit sagen? Was machen andere Distributionen da besser oder anders?
Ich kann das nämlich irgendwie nicht so nachvollziehen, ich finde mit Kubuntu lässt sich eigentlich ganz gut arbeiten... Deswegen interessiert mich das jetzt mal :)
 
Ich denke, dass das ein wenig übertrieben ausgedrückt ist. Ubuntu mit der GNOME Oberfläche ist meiner Meinung nach in den optischen Details besser angepasst. Ob du nun KDE oder GNOME nimmst, ist Geschmackssache.
 
glaubenskrieg ;)

als kde sich von v. 3.5 auf 4 geupdatet wurde, wurde alles geändert. Und damals waren einfach noch einem enge fehler drin - aber mittlerweile steht man kurz vor der version 4.6 und es ist schon ziemlich ausgereift geworden.
 
Tut mir Leid aber die Integration von KDE 3.5 in Ubuntu 7 und 6 X war ok. Wenn man dies mit Fedora vergleicht wo KDE wesentlich Stiefmüttterlicher behandelt wurde ist das Resultat stets gut gewesen. Bei openSuse ist KDE nun mal am besten gepflegt.

Im Ubuntuinternen vergleich ist KDE bei weitem nicht so angepasst wie Gnome. KDE ist relativ nah am Standard wie XFCE usw. Gnome hat andere Metacity themes, Audio themes, Menüleisten, Icons usw. Es sieht ja mitlerweile son bisschen Apple like aus. Da geht halt viel klicki ubuntu buntu Energie rein.
 
Das KDE bei openSuse besser gepflegt ist, ist auch kein Wunder, da es der Standard Desktop bei openSuse ist.
Mir persönlich ist KDE 4 aber viel zu überladen und lief bei mir nie so performant wie KDE3.5 oder Gnome. Ich nutze eigentlich immer Gnome als Desktop, egal welche Distribution. Ansonsten finde ich noch OpenBox ganz interessant.
 
Die Masse der eingefleischten Linux nutzer ist Gnomenutzer. Spricht allein dafür das alle Enterprise Distris und Community Distris dies als Standard haben bis auf Suse. Gnome ist halt auf Benutzbarkeit, weniger auf Features bedacht konstruiert. Mag für KDE Nutzer und Windowsfreunde total schwachsinnig klingen aber einen Menschen mit 0 PC Erfahrung an Gnome setzen und an KDE, Windows, XFCE das resultat wird man bald merken. Ich kann nur sagen das Gnome konzept ist logisch, so wurde es auch konzipiert. KDE betreibt eher feature fucking.
 
Nun gut, jetzt weiß ich warum KDE scheiße ist.
Aber wieso wird einem gesagt, dass wenn man KDE benutzen möchte, man bloß nicht Kubuntu nehmen soll, wegen schlechter Einbindung? Daran, dass nur für Gnome eigene Ubuntu-Grafiken erstellt wurden wird es ja wohl eher nicht liegen...
 
Naja, ich würds nicht an der KDE-Einbindung festmachen, aber ich find auch, dass Kubuntu eine eher weniger "einsteigerfreundliche" KDE-Distro im Vergleich zu Mandriva oder Suse ist, weil die Systemwerkzeuge irgendwie teilweise etwas hakelig sind. KPackage, das bei Kubuntu die Software-veraltung erledigt, vergisst bspw. manchmal Sudo-Rechte einzufordern, wo es eigentlich vorgesehen ist und in 80% der Fälle auch funktioniert. KPackage bleibt auch manchmal, bei mir zumindest, einfach beim Abfragen der Server hängen. Wenn ich Synaptic nutze, ist alles schick, aber Synaptic sieht auf KDE halt doof aus und ist nicht in der Kubuntu-Standardinstallation.
 
And1.G schrieb:
Immer wieder liest man, dass man ums verrecken kein Kubuntu benutzen soll, da dort die KDE-Einbindung einfach grauenhaft sei.

Das ist in meinen Augen Unfug. Kubuntu ist eine ausgesprochen gute DIstribution mit KDE als Basis. Funktional gibt es kaum was auszusetzen und optisch hat es durchaus einen Vorsprung gegen openSUSE. Zum Beispiel kommt Kubuntu mit dem viel moderneren Plymouth Bootsplash daher. Plymouth ist eines der am meisten geforderten Features bei openSUSE und wohl trotzdem auch nicht in der neuen 11.4 Version integriert.

Ich nutze Kubuntu seit Jahren und bin hoch zufrieden. Vor zwei Tagen habe ich übrigen auf KDE 4.6 upgedatet und bin begeistert. Das sieht nicht nur hervorragend aus, sondern auch viele kleine Fehler sind plötzlich verschwunden.

Ich meine auch, dass Gnome gegen KDE 4 wirklich altbacken aussieht. Sicher, Gnome ist logischer aufgebaut. Aber dafür sieht KDE viel besser aus und hat Effekte, die wirklich cool sind. Auch ist die Softwareauswahl viel besser. Kontact als PIM ist im Vergleich zu Evolution, das unter Gnome Standard ist, um Längen voraus. Das ist der beste PIM den ich überhaupt kenne.

And1.G schrieb:
Was genau will man einem damit sagen? Was machen andere Distributionen da besser oder anders?

Anders so manches aber besser kaum etwas.

And1.G schrieb:
Ich kann das nämlich irgendwie nicht so nachvollziehen, ich finde mit Kubuntu lässt sich eigentlich ganz gut arbeiten.

So sehe ich das auch. Kubuntu ist eine durch und durch runde Distri die immer besser wird.
 
Hmm... mal 11.04 mit Unity statt Gnome abwarten ;)
Auch wenn ich KDE auf Stock für das bessere UI halte, ich hab soviel an meinem Gnome rumgeschraut dass es auch keinen Unterschied mehr macht jetzt^^

Und was Programme angeht... es ist Linux... kenne kein Programm was man nicht integrieren, anpassen oder portieren kann, schau dir die beiden UIs etwas an und entscheide dann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kartoffel200 schrieb:
Die Masse der eingefleischten Linux nutzer ist Gnomenutzer.

Sicher? Mein Eindruck war eher, dass Gnome erst mit dem "Anfämger-Linux" Ubuntu wirklich FUss fassen konnte, während zuvor eine klare KDE DOminanz herrschte.

And1.G schrieb:
Nun gut, jetzt weiß ich warum KDE scheiße ist.
Aber wieso wird einem gesagt, dass wenn man KDE benutzen möchte, man bloß nicht Kubuntu nehmen soll, wegen schlechter Einbindung?

KDE ist nicht Scheisse ;) Es gibt nur gewisse Simplicity-Fetischisten die einem das ständig einreden möchten.

Und zu KDE & Kubuntu: Mein Eindruck ist, dass es Kubuntu Versionen gab, in denen Canonical die KDE Integration wirklich versaut hat. Das liegt vermutlich daran, dass Canonical halt sehr stark auf Gnome augelegt ist und im Irrglauben gelebt hat, dass man in KDE einfach ihre Gnome-Visionen nachbauen könne.
In den aktuellen Kubuntu Versionen finde ich die KDE Integration aber einigermassen solide.
Gut, Canonical hat da immer noch sowas wie 'PulseAudio' reingedrückt, was man bei einer KDE Distri vielleicht besser gelassen hätte (aber man kanns ganz einfach dienstallieren und hat dann wieder das funktionalere ALSA), aber ansonsten gehts eigentlich :)
 
Also ich kann zur KDE-Integration in Ubuntu nicht viel sagen, hab das nur mal kurz angetestet, aber dabei kam mir das nicht anders vor als das, was ich unter Arch benutze. Ich finde KDE ist eine sehr gute DE, die trotz der Vielfalt an Features und der guten Interoperabilität der einzelnen Komponenten. Es verwächst ja mit Akonadi zusehends weiter.

Bevor du dir Gedanken machst, warum denn alle sagen, warum kein Kubuntu - probiers doch einfach aus. Was stört die KPackage? - wenn sich das nicht bedienen lässt dann machstes halt zur Not über die Kommandozeile - das ist auch nicht schwer und recht schnell gelernt. Naja usw. - Das einzig Doofe ist denke ich auch die Pulseaudio-Einbindung, aber selbst das kann Phonon glaub ich seit KDE 4.5 verwalten.
Nochmal: Probiers einfach aus, Linux kann man doch anpassen und wenns nicht passt wirds passend gemacht ;)
 
Ich bin KDE-Nutzer seit KDE2 und habe die meisten Beta-Versionen mitgenommen. KDE ist auf Kubuntu in etwa so gut wie ein normales Beta1.
Ich kann dir nicht erklären, was die Kubuntu-Menschen falsch machen, aber was sie liefern ist schlicht Mist.
 
ich hatte mit meinem Kubuntu 7.10 damals mehr freude als heute :D

Würd eher zu PCLinuxOS greifen mit KDE
 
Ich habe beide Desktopsysteme unter v10.04 installiert und ich muss sagen, dass KDE mir persönlich viel mehr Möglichkeiten gibt! Unter Gnome hat man m. E. weniger Einstellungen (System, Desktop) und wird in manchen Bereichen windows-like bevormundet.

Nur so am Rand:
Selbst Linus Torvalds rät von Gnome kategorisch ab und benutzt selber KDE.. ;)

@ghorst:
Sorry, das ist schlicht blanker Unsinn!
 
Naja man sollte aber auch die Story kennen wieso Torvalds Gnome nicht so mag^^
Außerdem, naja Torvalds hat den Kernel erfunden, aber auch er ist kein Gott auf den man immer hören muss, genauso wenig wie auf Stallman usw.

Achja bin übrigens sehr gespannt auf Gnome3 :)
 
Fonce schrieb:
Naja man sollte aber auch die Story kennen wieso Torvalds Gnome nicht so mag^^

deshalb schrieb ich explizit: "Nur mal so am Rande" und hatte diese Aussage auch absichtlich nicht bewertet ;)
 
Öhm, dass Torvalds Gnome nicht möge, stimmt so auch nicht. Er mochte einmal vor langer lager Zeit Gnome nicht, weil damals, vor langer langer Zeit, wirklich vieles bei Gnome in Richtung Konfigurationseinschränkung lief - das ist aber schon lange nicht mehr so. Das Zitat mit den "Interface Nazis", auf das ihr sicher anspielt, stammt aus der KDE 4.0 Zeit und damals riet Torvalds explizit zu KDE 3 - wenn man denn ein DE einsetzen wolle.

Qt hat Gtk+ viele Funtionen voraus. Es ist verglichen mit Gtk+ wirklich Wahnsinn, was man damit alles machen kann. Aber ich kann mir nicht helfen, wann immer mir eine Linux-Anwendung abschmiert, ist es eine Qt-Anwendung. Ich laste das mal nicht KDE an, weil das selbst Windows-Programme betrifft. Der einzige Windows Web Browser, bei dem manchmal nach dem Wechsel aus einer Vollbildanwendung (Spiel oä.) das UI "kaputt" gerendert wird, ist Opera mit seinem Qt-UI.
 
Zuletzt bearbeitet:
MountWalker schrieb:
Der einzige Windows Web Browser, bei dem manchmal nach dem Wechsel aus einer Vollbildanwendung (Spiel oä.) das UI "kaputt" gerendert wird, ist Opera mit seinem Qt-UI.

Nein, das ist ein Fehler auf Microsoft Windows, der auch den Firefox treffen kann.
Der Fehler unter Windows trifft den Browser, der gerade zufällig während des Vollbildspielbetriebs auf Windows noch offen ist. Schaltet man dann aus dem Spiel auf den Browser ist alles im Eimer und unlesbar. Startet man einen andern Browser, so ist dieser dann noch funktionsfähig. Muss auch nicht bei allen Windows Spielen vorkommen. Closed Source, Überraschung! :evillol:

Mit dem Qt Framework und KDE hat der unter Microsoft Windows auftretende Fehler beim wechsel aus dem Vollbildspielbetriebs nichts zu tun.
 
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