Was studiert man am besten, wenn man sich intensiv mit Hardware beschäftigen will?

Stannis

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Hi.
Ich habe jetzt bald ein Semester Informatik hinter mir, was mir keinen Spaß macht. Ich bin von Anfang an in die Richtung, weil ich mich mit Hardware beschäftigen wollte. Das hatte ich schon zur Schulzeit gemacht (kleine Schaltungen gebaut), fand es interessant und würde es gerne im Beruf machen. Die eine Vorlesung, die sich hier damit beschäftigt, war auch die einzige, die wirklich aktiv Spaß gemacht hat.

Ich überlege jetzt, statt erst im Master (gäbes Technische Informatik als Studiengang), mich gleich schon im Bachelor mit dem Wunschgebiet zu beschäftigen. Ich habe wirklich keinen Draht zum Programmieren oder tollen Logarithmen, das sollen ruhig die Informatiker machen (auffälligerweise interessieren die sich kaum dafür, wie ihre Rechner eigentlich funktionieren. Ich hatte Info völlig falsch eingeschätzt und dachte, die beschäftigen sich auch sehr stark mit der Rechnerarchitektur).
Nachdem ich an der Fachhochschule Ulm mich über TI im Bachelor informiert hatte, aber nicht zugesagt habe, weil mir das, was ich hörte nicht gefallen hat (Technische Informatik im Sinne von hardwarenahen Programmen, nicht aber Entwickeln und Verstehen der Technik), könnte ich mir überlegen, an der Uni Ulm Elektrotechnik oder Informationssystemtechnik zu studieren (letzteres ist 50% Info 50% Etechnik, ganz grob gesagt. Viel mehr weiß ich nicht darüber).
Ich tendiere nach einem Gespräch mit einem ehemaligen Etechniker dazu, einfach mal reine Elektrotechnik zu machen - scheinbar versteht man da wirklich, was Sache ist und kann auch stark in die gewünschte Richtung, Mikroelektronik, gehen.

Da es hier ja nur so vor Leuten aus dem Bereich wimmelt und die Studentenforen überhaupt nichts Sinnvolles zu berichten wissen, wollte ich mal fragen, was ihr so davon haltet. Wenn ich begreifen will, wie Rechner wirklich auf unterster Ebene funktionieren, wie ich ein Signal über Funk senden kann etc. , bin ich dann bei reiner Etechnik richtig? Die anderen Gebiete der Etechnik will ich schon auch dabei haben, bzw. nicht nicht dabeihaben. Ich frage mich nur, ob das Klischeebild zutrifft, dass Etechniker sich zwar sehr intensiv damit beschäftigen, wie genau man den Transitor baut, aber nicht, was für Hardware ich aus ihm konstruieren kann?
Rückmeldungen wären sehr hilfreich :)
 

NuminousDestiny

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Ja Etechnik ist da wesentlich sinnvoller als allgemeine Informatik. Auch technische Informatik ist hier vllt. ein Stück zu weit darüber angesiedelt.
Evtl. wäre aber auch Physik mit der entsprechenden Richtung dann was für dich.
 

iks-deh

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In so gut wie keinem IT-Studiengang (ob Software- oder Hardwarelastig) wirst du um "Programmieren oder tollen Logarithmen" herumkommen. Vor allem kommt bei E-Technik bestimmt n schöner Batzen Physik auf dich zu ;-).
Vielleicht wäre der Studiengang "Mikroelektronik" was für dich.
 

Sherman123

Fleet Admiral
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E-Technik hat doch zu 90% auch nix mit Mikroelektronik zu tun, oder?
Letztendlich wirst du um eine ordentliche Basis-Ausbildung mit anschließender Spezialisierung (Master) nicht herum kommen.
Es gibt imho kein Studium, das mit Mikroelektronik und integrierten komplexen Schaltungen anfängt. (hat vielleicht auch gute Gründe)

Möglichkeiten:
E-Technik
Physik
Werkstoffwissenschaften (und später auf Halbleiterelemente)
Informatik (evt. technische Informatik)
Mechatronik
Automatisierungstechnik
.... es gibt eine Reihe von Studiengängen, die dir erstmal das Rüstzeug vermitteln. In manchen Studien gibts gleich direkt im Anschluss die für deine Interessen passende Spezialisierung. (aber ohne Lust am Programmieren wirds imho überall schwierig)
 

S!lent Death

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Selbst wenn du Mikroelektronik vertiefst wirst du nur die Grundzüge und Grundprinzipien von Hardware kennenlernen. Für Digitalschaltungen werden dir oft nur Logikgatter (und wie du daraus Funktionen realisieren kannst) erklärt und damit ist die technische Realisierung im Grunde abgehakt. Dazu gibts halt noch Vorlesungen auf Registertransferebene oder höher wo dir die Funktion eines µProzessor erklärt wird.

Aber Etechnik in Vertiefung Mikroelektronik ist da schon der richtige Weg. Technische Informatik sollte auch funktionieren.
 
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N_O_K_I_A

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Hi,

ich bin in 2 Wochen mit meinem B.Sc. in Elektrotechnik/Informationstechnik mit dem Schwerpunkt Mikroelektronische Systeme fertig.

Also das Grundstudium (Semester 1-3) ist sehr mathe- und physiklastig. Dazu kommen noch allerhand anderer Grundlagen in Sachen Programmierung, etc.. Zum Teil muss man sich echt durchquälen.
Im weiteren Studium lernt man dann wie man mit Programmen wie PSpice, Eagle, OrCAD, ADS Schaltungen simuliert und entwirft.
Du wirst zum einen Analogtechnik bekommen, aber auch Digitaltechnik mit Programmierung von Mikrocontrollern (Basic, C), FPGAs (VHDL) und DSPs.

Zu beachten ist, dass mein Bachelor 7 Semester lang ist.
Ich studiere an einer FH, ob man auch so viel "praktisches" an einer Uni lernt kann ich leider noch nicht sagen.
 

legan710

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So ganz hab ich jetzt nicht rauslesen können inwiefern dich die Hardware interessiert, also welche Aspekte davon und mit welcher Zielsetzung (Jobvorstellungen).

Generell hat Informatik, wie du gemerkt hast, nichts mit Technik i.S.v. Hardware zu tun.
Die Richtung zu Ingenieurswesen und Naturwissenschaften kommt da deutlich näher hin (je nach Zielsetzung). Allerdings kommen vor den interessanten Inhalten auch dort erstmal die hässlichen Grundlagen - ohne die geht es nicht.
 

Mike550155

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Wenn du dich spaeter in der Entwicklungsabteilung einer Firma sehen solltest, die Geraete bzw. Baugruppen entwickelt, ist m.E. Informationstechnik eine recht gute Wahl.

z.B. http://www.ei.tum.de/studienangebot/master/masterstudiengang-elektrotechnik-und-informationstechnik/

Auf jeden Fall solltest du den Master anstreben. Solltest du mehr an der Entwicklung von Bauelementen interessiert sein, sind Physik, Werkstoffwissendschaften auch ein guter Einstieg.

Bei reiner E-Technik (Starkströmer:)) kommt die Schaltungstechnik eigendlich ziemlich kurz weg, was du aber brauchen wuerdest.
Du musst dir irgendwann klar werden in welche Richtung die Reise gehen soll. Meine Empfehlung waere z.Z. Informationstechnik und dann im Master auf Medizintechnik spezialisieren. Das wird von der Industrie haenderingend gesucht und entsprechend bezahlt.

Um Programmierkenntnisse kommst du nicht mehr rum, und wird auch im Studium vermittelt. Als Hardwareentwickler musst du maschinennahes Programmieren zumindestens verstehen und es gibt auch kaum noch groessere Baugruppen ohne irgendwelchen "embedded systems". Das du dich spaeter dann im Beruf auf einen Bereich spezialisieren wirst und dann natuerlich das Programmieren anderen ueberlassen kannst ist eine andere Sache und haegt sowieso davon ab wo du mal unterkommst.
 

Stannis

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Danke für alle Antworten soweit! Ich gehe nachfolgend wegen diesem komischen computer-base-massenzitate-verbot nur auf die erwidernswertesten Beiträge ein, wenn ihr verzeiht.

Ja Etechnik ist da wesentlich sinnvoller als allgemeine Informatik. Auch technische Informatik ist hier vllt. ein Stück zu weit darüber angesiedelt.
Evtl. wäre aber auch Physik mit der entsprechenden Richtung dann was für dich.
Oh, Physik würde mich interessieren, aber zum Beruf möchte ich sie nicht machen. Ich denke meine Wunschgebiete wären dann in der Physik nur über die Materialwissenschaft zu erreichen und mir damit etwas zu spröde. Ich möchte einerseits verstehen, wie die Elemente funktionieren, andererseits aber auch einfach aus ihnen tolle Sachen bauen, allen voran Prozessoren und solche Dinge.
Hier mal wasder FH Karlsruhe Elektrotechnik und Informationstechnik, ich habe mir erlaubt gleich auf die Semester und Fach Übersicht zu verlinken.
Ja, ganz ähnliche Inhalte hat meine Wunschuni auch. Die große Frage für mich ist nur, auf welcher "Abstraktionsebene" man mit den Baukomponenten arbeitet. Ob man sich aufs Genaueste auf den Transistor versteift, oder aber sich ansieht, wie man Addierwerke baut, Bus-systeme usw.
So ganz hab ich jetzt nicht rauslesen können inwiefern dich die Hardware interessiert, also welche Aspekte davon und mit welcher Zielsetzung (Jobvorstellungen).

Generell hat Informatik, wie du gemerkt hast, nichts mit Technik i.S.v. Hardware zu tun.
Die Richtung zu Ingenieurswesen und Naturwissenschaften kommt da deutlich näher hin (je nach Zielsetzung). Allerdings kommen vor den interessanten Inhalten auch dort erstmal die hässlichen Grundlagen - ohne die geht es nicht.
Dem Interesse liegt folgender Gedanke zugrunde: Ich möchte von ganz unten anfangend verstehen, wie Computer funktionieren. Ich weiß wie komplex das ist, daher will ich nicht von der Softwareseite an die Sache herangehen, sondern die Hardware verstehen, soweit es geht, und später eines Tages mal entwickeln (man selbst denkt immer an Prozessoren, aber es gibt sicher auch andere tolle Bereiche).

Und ja, die Grundlagen müssen wohl ertragen werden. Damit kann ich mich abfinden. Fraglich ist eben nur, wie detailiert sich die Etechnik sich dann später mit dem beschäftigt, was mich reizt und interessiert. Und ich frag mich auch, ob zwischen Elektrotechnik und Elektro- und Informationstechnik überhaupt ein Unterschied besteht? Hier mal ein Link zu dem PDF der Uni Ulm zum Studiengang.

@Mike: Programmieren etc. ist ja nicht meine Abneigung - aber ein reines Studium nur über Softwarezeug ist eben nicht, was mir Spaß macht. Ich hasse es nicht, aber ich liebe es eben auch nicht.
Und ja, Master habe ich dann eigentlich vor. Da könnte ich zum Beispiel zur Technischen Informatik nach Heidelberg, die haben da sogar einen eigenen Lehrstuhl für Rechnerarchitektur. Aber voerst gilt es zu klären, inwiefern sich die Bachelorstudiengänge unterscheiden und wie sie mich auf den "richtigen Weg" führen.
Und ich möchte nichts machen, nur weil es gut bezahlt wird. Dann würde ich gleich Politikwissenschaft oder sowas studieren. Nochmal mache ich keinen prestigebegründeten Fehler. Diesmal studiere ich, was mich wirklich interessieren wird. Und mit Medizin habe ich nichts am Hut :) Ich will Chips designen und so Zeug.
 
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exa

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Mach E-Technik und vertiefe dann in Microelektronik. Dort werden genau die Sachen gemacht, mit denen man versteht, wie ein PC hergestellt wird. Dort wirst du auch selbst mal Hardware herstellen, also Platinen layout machen, und SMD Löten.

wichtig für die hardware sind die Fächer Grundlagen der E-Technik, Elektronik, Messtechnik, Mikroprozessoren, digitale Signalverarbeitung, intergrierte Schaltungstechniken (Waferaufbau), Rechnergestützter Schaltungsentwurf (Platinenlayout), Aufbau- und Verbindungstechniken (Platinenaufbau)...
 

ice-breaker

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Prozessoren werden heute durch Programmiersprachen designt (VHDL, Verilog), auf Hardwareseite gibt es da heute nimmer viel zu verstehen. Wie ein Flipflop funktiobiert ist ein wenig Elektrotechnik und dann sehr viel Physik.
Ich bin mir da nicht sicher, inwieweit sich dein Traum mit der Realität deckt.
 

exa

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ice-breaker

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Richtig aber auch auf einem Mainboard ist nur noch bedingt komplexe Logik vorhanden, eigentlich sind doch alles nur noch Bauteile, die zusammengebastelt werden. Ich habe ne Spannung von X, aber der Soundchip braucht ne Spannung von Y also brauche ich XYZ und das muss so und so angesteuert werden. Und so entsteht das komplexe Layout des Mainboards oder einer Grafikkarte, aber quasi alle Arbeit findet nachher in den verschiedenen Prozessoren (ich fasse den Begriff hier nun weit) statt.
Also soviel ist bei einem PC auf Ebene der Elektrotechnik imho nicht mehr zu verstehen, es geht dann ganz schneller tiefer in die Physik oder mehr High-Level in Softwarerichtung, denn ein Prozessor hat zwar eine ALU usw. und das kann man auch nachvollziehen, ist aber kaum Arbeit, vor allem wenn man sich klar macht, dass hinter einer simplen ALU gerade mal ein einfaches VHDL-Modul steckt. Gatter zusammengeschoben hat da niemand, das wird alles aus Tools synthetisiert.
 

exa

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Bei Hardware gehts aber nicht um die Berechnungseinheiten, sondern ums Endprodukt. Hardwareaubau ist wie du schon richtig sagst "nur" das verbinden der Bauteile auf einer Platine. Leidergottes ist dieses "nur" eine Wissenschaft für sich, und so wie du darüber redest, hast du anscheinend noch kein Layout gemacht. Die Krönung dürften moderne Mainboards sein, die mehr als ein Dutzend Lagen haben, und alle müssen verbunden werden zu einem gesamtkonzept, das funktioniert. Das ist aber bei hochfrequenzdatenleitungen (und davon gibts auf einem MB hunderte) leider nicht so einfach. Die sollten sich nämlich so wenig wie möglich ins Gehege kommen wegen übersprechen, EMV Verträglichkeit, Datenleitungslänge, Leitungsreflektionen, Widerständen der Leiter, Signallaufzeiten etc etc. Das ganze bitteschön in mehreren Spannungen. Löten muss man leider auch noch, was dann bei den Pads interessant wird, mit Flusseigenschaften des Lots, Temperaturkurven beim Reflow-, Dampfphasen-, oder Wellenlöten, Wärmeweiterleitung bei unterschiedlichen Bauteilgrößen etc etc.
 
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N_O_K_I_A

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Mike550155

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...und wie sie mich auf den "richtigen Weg" führen.
Und ich möchte nichts machen, nur weil es gut bezahlt wird. Dann würde ich gleich Politikwissenschaft oder sowas studieren. Nochmal mache ich keinen prestigebegründeten Fehler. Diesmal studiere ich, was mich wirklich interessieren wird. Und mit Medizin habe ich nichts am Hut :)Ich will Chips designen und so Zeug
Den richtigen Weg zu finden ist halt genau das Problem. Anfangs hast du gesagt, das du an Hardwareentwicklung interessiert bist und wohl schon kleinere Schaltungen gebaut hast (was dir gefallen hat). Daraufhin kamen dann Vorschlaege wie von mir
(Informationstechnik ->Medizintechnik bzw. E-Technik -> Mikroelektronik). Beides gangbare Wege in Richtung Hardwareentwicklung (Baugruppen/Gerate).
Ich habe dir nicht empfohlen Medizin zu studieren sondern Medizintechnik, das ist etwas GANZ anderes. Warum?

Die deutsche Industrie ist in dem Bereich recht gut aufgestellt und bietet fuer einen Hardwareentwickler ein interessantes und komplexes Aufgabenfeld. Z.B. im Bereich der bildgebenden Diagnostik (CT, MRI, Ultraschall):
-von der Versorgungsseite (Hochspannungs-, Hochleistungsnetzteile)
-vom Rechnerunterbau (Multiprozessorarchitekturen)
-komplexe Signalverarbeitung (FFT, Digitalfilter etc)

Da du aber in deinem letzten Beitrag erwaehnst das du "Prozessoren oder so Zeugs" entwickeln moechtest, stellt sich alles ganz anders da.
Das "logische Innenleben" eines Prozessors wird sehr gut verstanden und laesst sich ueber Softwarewerkzeuge gut beschreiben. Die Herausvorderungen in dem Bereich sind nicht so gross (Fleissarbeit). Die Grenzen des Machbaren bei der Prozessorentwicklung werden durch die Eigendschaften der verfuegbaren Materialien und durch den Stand der Fertigungstechnik gesetzt. In diesen Bereich wird sehr viel Arbeit investiert. Hier sind dann halt Werkstoffwissendschaftler und Physiker gefragt. Wohin wilst du also gehen?
 
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Stannis

Lieutenant
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Ich weiß ja selber nicht exakt, wohin die Reise gehen soll. Das mit den Chips war auch teils ein Beispiel - das stellt man sich unter TI nunmal vor, obwohl der Bereich sehr viel größer ist.
Der Studienberater in Ulm heute meinte auch, dass Physik für mich auch interessant sein könnte, wenn es in die Mikroarchitektur gehen soll. Ich glaube aber, dass das der falsche Weg ist. So bin ich auch bei Informatik gelandet, weil ich über einen längeren Weg am Ende das Wunschgebiet machen wollte, jetzt will ich es aber eher gleich machen.

Letzten Endes möchte ich mich mit alledem beschäftigen, was elektrisch Signale verarbeitet, also grob Rechner. Schaltungen, Sender und Empfängereinheiten, Prozessoren und so weiter. Ich kann ja kaum beurteilen was Freude machen wird, ich kenne ja alles nur vom Hörensagen.
Und da das alles so vage ist dürfte für den Anfang Elektrotechnik ja ganz passend sein, nicht wahr? Da merke ich dann schon, was Spaß macht und ich könnte eine Richtung einschlagen. Und evtl. sogar in Physik wechseln - oder einfach so mal 1 Semester Physik studieren - wenn ich das möchte. Geht halt etwas Zeit verloren, aber das ist mir langsam egal.

Und jo, das mit Medizin hatte ich wohl falsch verstanden. So wie du es beschreibst, klingt es schon nach einer interessanten Tätigkeit. Langfristig möchte ich irgendwo landen, wo man sich eben auf hardware-ebene mit der Datenverarbeitung beschäftigt. Da gibts in Deutschland ja eigentlich nur Intel in München.
Aber so langfristig überlege ich nicht mehr viel. Ich will jetzt einfach kurzfristig etwas machen, das mir Spaß macht und der restliche Weg wird sich dann hoffentlich kristallisieren.
Mit Etechnik sollten ja zumindest alle Grundlagen für eine spätere Spezialisierung in die gewünschte Richtung (bspw. im Master dann) offen stehen, nicht wahr?
 
G

geisterfahrer

Gast
Ich möchte nur mal erwähnen, das die Regelstudiendauer ziemlich kurz ist und mehrere Fachgebiete abzudecken auf ein verlängertes Studium hinauslaufen wird. Und nicht anderes möchtest du, weil eben Logik/Prozessoren (Technische Informatik), Bauteile/Fertigung (Physik) und Layout (?, gab's bei mir an der Uni nicht, sehe da auch nicht so recht die Wissenschaft darin. Optimierende Algorithmen die die Anordnung oder so berechnen, würde ich Informatikern zuteilen) nichts miteinander zu tun haben.
Ich selbst hab mit Halbleitern zwar nichts am Hut, aber ich kenne da entsprechende Leute, die sich geärgert haben, das sie nicht Physik studiert haben und dann die passenden Elektrotechnik Vorlesungen dazugewählt haben. Die Physik Grundlagen sind dann doch eher dünn im E-Technik Studium, insbesondere wenn man eine wissenschaftliche Karriere anstrebt. Ein Blick auf die Mitarbeiterliste entsprechender E-Technik Institute offenbart, das da 'ne Menge Physiker rumlaufen.
Ich persönlich würde kein zweites Mal Elektrotechnik studieren, da lernt man vieles aber nichts richtig, da man bei vielen Unis zulange mit Vorlesungen von Gebieten gequält wird, mit denen man nichts zu haben möchte und dem eigentlichen Lieblingsgebiet man Leute anderer Studiengänge wissenstechnisch vorbeiziehen sieht.
 
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