Was tun gegen große Firmen die in Deutschland kaum Steuern zahlen, aber hier riesige

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PC_Geek

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Gewinne machen?

Wie könnte man sie eurer Meinung nach dazu bringen, dass sie hier mehr Steuern zahlen?
Wie müssten die Gesetze und Steuererhebungen eurer Meinung nach geändert werden?
 
Schwacher Eingangspost für so ein Thema ... aber egal.

Wirksames Mittel: Kreditezinsen aus Intercompany-Beziehungen innerhalb von Konzernen dürfen nicht mehr Gewinnreduzierend bei Tochtergesellschaften angesetzt werden.

Bsp. SAP: hier gibt eine Tochtergesellschaft aus dem Ausland der deutschen SAP ein paar Milliarden Kredit und reduziert über den Kreditzins den hier zu versteuernden Gewinn.

Hier braucht der Gesetzgeber nur einschränken, dass Kreditzinsen innerhalb des Konzerns nicht GuV wirksam sind. Schon würde dort wo Gewinne entstehen auch die Steuern gezahlt.
 
_killy_ schrieb:
Schwacher Eingangspost für so ein Thema ... aber egal.
In der Kürze liegt die Würze. :)
Ich wollte jetzt auch nicht zu viel schreiben, da ich auch nichts falschen schreiben wollte, ich mich dafür auf diesem Gebiet besser auskennen müsste und polemisch wollte ich auch nicht schreiben, weil z.B. Firma XY kaum was zahlt, deswegen habe ich auch keine Namen genannt.

Aber du kannst gerne noch etwas darunter schreiben, falls du wichtige Punkte zu diesem Thema ansprechen möchtest.

Wirksames Mittel: Kreditezinsen aus Intercompany-Beziehungen innerhalb von Konzernen dürfen nicht mehr Gewinnreduzierend bei Tochtergesellschaften angesetzt werden.

Bsp. SAP: hier gibt eine Tochtergesellschaft aus dem Ausland der deutschen SAP ein paar Milliarden Kredit und reduziert über den Kreditzins den hier zu versteuernden Gewinn.

Hier braucht der Gesetzgeber nur einschränken, dass Kreditzinsen innerhalb des Konzerns nicht GuV wirksam sind. Schon würde dort wo Gewinne entstehen auch die Steuern gezahlt.

Klingt interessant. Warum wird das aber noch nicht so gemacht? Also wo ist der Haken?
 
Hier braucht der Gesetzgeber nur einschränken, dass Kreditzinsen innerhalb des Konzerns nicht GuV wirksam sind. Schon würde dort wo Gewinne entstehen auch die Steuern gezahlt.

das wäre aber ein ganz massiver eingriff in die buchführung. wenn sie nicht guv-wirksam sind, dürfen sie auch generell nicht auftauchen. man kann in der buchführung ja nicht einfach geldbewegungen unter den tisch fallen lassen. und wenn nach amerikanischem recht die sap mutter zinsen für kredite an ausländische tochterunternehmen verlangen kann, dann müssen die auch in deutschland bei der tochter gebucht werden.
deine idee klingt zwar gut, aber das wort "einfach" passt da leider nicht rein ;)

@PC_Geek: die threaderöffnung genügt nicht den pug-regeln:
https://www.computerbase.de/forum/t...-politik-und-gesellschaft-pug-regeln.1751287/
wenn du nicht möchtest, dass der thread deshalb geschlossen wird, solltest du deinen eingangspost dringend überarbeiten, bevor ein mod ihn sieht und den thread den regeln entsprechend zumacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Pauschalsteuer auf alle Geschäfte wäre auch eine Möglichkeit - ich glaube die USA macht das so!

Das Problem sind aber nicht die Möglichkeiten diese zu erheben bzw. zu kassieren - das ist einfach!
Das Problem ist die Korruption in D - es gibt doch eine riesige Lobby gegen solche Steuern und wenn die Politiker sowas einführen würden, dann könnten sie eben nach ihrer glorreichen Karriere nicht mehr bei den Konzernen Geld abziehen für so Jobs wie Aufsichtsrat der nie anwesend ist aber dennoch Geld bekommt - oder Vorlesungen von 20 Minuten für 200.000 € Aufwandsentschädigung!
Nicht zu vergessen die Dr.-Titel die gern mal vergeben werden für gewogene Entscheidungen - ganz großes Thema in den USA - machst Du was für die USA, bekommst Du einen Orden und/oder einen Titel die auch hinreichend dotiert sind!
Das beste ist, niemand sieht die offensichtliche Bestechung als Korruption an!
 
Hi, heißes Thema!

Vielleicht liegt es auch am Steuerrecht selbst? Und wer ist dafür zuständig? Richtig, unsere Regierung! Also mMn machen die Unternehmen/ Konzerne etc. alles um Kohle zu verdienen und die Regierung spielt denen natürlich zu und warum?

Ich meine das Leute wie Gerhard Schröder es vormachen, wie man "bescheißen" kann, denn die Wirtschaft bestimmt doch letzten endes was in deutschlands Regierung entschieden wird, mMn!

Stichwort: Energiewende

@PC_Geek
Um deine Frage zu beantworten, dass ist für den einzelnen extrem schwierig bis unmöglich und auch wenn man vielleicht meint man hat den richtigen Volksvertreter gewählt, tut dieser nicht immer dass, was das Volk möchte.
Was ich persönlich noch meine ist, dass man sein Geld (soweit es möglich ist) auch in Deutschland ausgibt, sodass es hier bleibt und die Firmen unterstützt also den Mittelstand!



Cu der Pry
 
@ Lübke

Diese Probleme würden nicht enstehen, da:

1. Steuerbemessungsgrundlage ist die Steuerbilanz - somit würden nur dort die Zinsen nicht gezeigt
2. die Handelsbilanz bliebe davon verschont - gezahlte Zinsen an Intercompany Gesellschaften werden gezeigt
3. in Konzernen wird in der Konzern-Bilanz und GuV sowieso alle Intercompany-Geschäfte herauskonsolidiert, diese würde somit auch keine Änderung aufweisen

Schon heute sind ja Handelsbilanz und Steuerbilanz nicht gleich. Auch im Ausweis des Gewinns. Somit wäre es für den Gesetzgeber kein Problem eine solche Regelung zu schaffen.
 
nur mal so: vllt sollte man sich auch gedanken machen, warum es gewisse steuerbegünstigungen gibt. steuereinnahmen aus betriebsgewinnen sind nicht das einzige, wovon wir profitieren. obwohl wir ein kleines, rohstoffarmes land ohne strategischen oder sonstigen wert sind, behaupten wir uns an der weltspitze der wirtschaft und haben einen sehr hohen beschäftigungsgrad und mit den höchsten wohlstand weltweit. um sowas zu erreichen gehört auch eine geschickte wirtschaftsorientierte politik dazu. große arbeitsplatzreiche unternehmen nach deutschland zu locken bzw hier zu halten ist teil dieser politik. unmittelbar verlieren wir hier steuererträge, mittelbar aber nehmen wir aber durch lohnsteuern z. b. gelder ein, die subunternehmen profitieren massiv davon, wenger arbeitslose sparen steuerausgaben, etc. sicher haben auch lobbyisten hier und da ihre finger im spiel, aber es steckt auch nicht selten kalkühl dahinter. und unser erfolg in der weltwirtschaft trotz unserer schlechten vorraussetzungen gibt dieser politik auch irgendwo recht.

@_killy_: die zinsen beeinflussen doch das ek. wie willst du das verbuchen? :O
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Lübke

Kleiner Grundkurs Handelsbilanz vs Steuerbilanz :D

Bsp. Kauf einer Maschine - Nutzungsdauer 10 Jahre, lt. AfA Tabelle des Finanzamt über 5 Jahre abzuschreiben

In der Steuerbilanz würde somit der Kaufpreis über 5 Jahre abgeschrieben werden. In der Handelsbilanz möchte das Unternehmen gerne die 10 Jahre zeigen, da die Maschine auch über 10 Jahre genutzt wird. Somit kann auf Basis der Handelsbilanz-Abschreibungen auch die Preiskalkulation für die Produkte erfolgen, die mit der Maschine hergestellt werden.

Somit ja, das EK in Handels- und Steuerbilanz wird abweichen.

ok?
 
Ein erster Schritt in die richtige Richtung wären da vielleicht mal Europaweite einheitliche Steuergesetze, damit die Firmen mit dem angeblichen Hauptsitz in Irland es wenigstens nicht ganz so leicht haben.

Steuergesetzgebung ist ein sehr komplexes und schwieriges Thema. Ich habs im zuge der Weiterbildung zum WfW ein Jahr lang über mich ergehen lassen müssen. Da gibts ne Sonderregelung für die Sonderregelung für die Sonderregelung und genau deswegen gibts da so viele Schlupflöcher. Das Problem:

Das gesamte Steuergesetz ist so aufgewuchert und gewachsen weil immer wenn es eine Ausnahme gab, dafür ein neues Gesetz entwickelt wurde, dass sich da einfach niemand ran traut und genau deswegen wird sich da auch so schnell nichts verändern.
 
Gerade dadurch verhinderst du aber nicht diese Form der Steuervermeidung.

Simples Beispiel der Steuervermeidung ;)

Konzern A hat:
-> eine Tochtergesellschaft in Deutschland die "D GmbH" und - Steuerquote 25%
-> eine Tochtergesellschaft auf den Cayman Islands die "C plc" - Steuerquote 2%

Die "C plc" nimmt 100 Mio. € Kredit zu 4% auf. Die "C plc" verleiht dann der "D GmbH" die 100 Mio. € zu 10%. Die Differenz von 6% muss die "C plc" zu 2% auf den Cayman Islands versteuern. (= 100 Mio. * 6% * 2% = 0,12 Mio. € Steuern) Die "D GmbH" spart (25% - 2% = 23%) auf 100 Mio. zu 10% Zins € 23% Steuerlast. (2,3 Mio. € Steuern weniger)

Würden die Intercompany Darlehen nicht steuerlich berücksichtigt müsste der Konzern A 2,3 Mio € Steuern mehr zahlen.

Einheitliche Steuergesetze in Europa helfen somit nicht. Außerhalb von Europa gibt es dann ja weiterhin Steueroasen.
 
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