WD60EZRZ wird mit nur 1,485TB erkannt

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Hallo Leute

Ich habe folgendes Problem, meine neue HDD wird nicht vollständig erkannt. Habe das Laufwerk über einen Sharkoon SATA Quickport am USB-Anschluss 2.0 angeschlossen. Mein Mainboard ist das P8P67Evo, OS Win7 64bit. Vielleicht kann ja einer von euch helfen, ich wäre sehr dankbar.

Gruß
gib-mir-was-ab
 
Das kann mehrere Gründe haben:

Der Chipsatz des Sharkoon (Firmware des Sata auf USB-Konverters) beherrscht keine Festplatten über 2-3TB.
Ggfls. gibt es ein Firmware-Update.

Das BIOS des Mainboards aus 2010 beherrscht keine 6TB-Platten. Ebenfalls nach BIOS-Update schauen.

Was es nicht ist:
Windows7 kommt mit 6TB klar.
Muss nur als GPT initialisiert sein.
Aber dann würden 2TB angezeigt werden und nicht 1,5xxxTB!
Intel Chipsatz kommt mit 6TB klar.

Was noch möglich ist:
Auf dem Board ist ein weiterer USB-Chipsatz von NEC (USB3), ist die Platte daran angeschlossen?
Da wäre auch eine Überprüfung der Firmware sinnvoll.

Nachtrag:
Welcher Quickport ist das genau?
Pro, XT, Combo?
http://de.sharkoon.com/product/1175/11018#specs
Beim XT z.B. steht, dass er über eSata 8TB Platten beherrscht, über USB aber nur max. 2TB...

Nachtrag 2:
Nur der Quickport Pro beherrscht über USB mehr als 2TB, da er einen anderen Controller hat.
Alle anderen Quickports für USB2 nutzen einen Jmicron-Chip, bei welchem bei 2TB Schluss ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe auch ein Sharkoon Quickport XT aus alten Zeiten rumliegen. Über eSATA funktionierte früher schon der Betrieb mit 4 GB-Platten, und mittels eines DeLock-Adapters eSATA auf USB3.0 konnte ich sogar 8TB-Seagates unter Datenträgerverwaltung Win7 einrichten und Daten darauf kopieren.
 
Killer65 schrieb:
Habe auch ein Sharkoon Quickport XT aus alten Zeiten rumliegen. Über eSATA funktionierte früher schon der Betrieb mit 4 GB-Platten, und mittels eines DeLock-Adapters eSATA auf USB3.0 konnte ich sogar 8TB-Seagates unter Datenträgerverwaltung Win7 einrichten und Daten darauf kopieren.
Widerspricht das dem, was ich geschrieben habe?
Auskunft war: über eSata gehen 8TB.
Ausserdem wissen wir noch nicht, welchen Quickport der TE hat. Der XT war nur ein Beispiel.
Wenn der Quickport des TE kein eSata hat, wäre dieser Weg verschlossen.

Die Idee mit dem eSata auf USB3-Adapter ist ok,
bloss so ein Adapter kostet 15 Euro,
da kaufe ich lieber gleich eine Dockingstation für 20 Euro, die USB3 und 8TB unterstützt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hui, dass ging aber sehr schnell, danke erstmal für eure Hilfe. Also das Laufwerk ist in GPT initialisiert und ist nicht am Renesas Electronics USB 3.0 Host Controller angeschlossen. Die Dockingstation ist keine Pro oder ähnliches, die ist so alt, dass sie noch nicht mal mehr auf der Sharkoon Seite zu finden ist. Das wird vielleicht auch der Lösungsansatz sein, aber was mich wundert, mit einer 4TB HDD kommt die Dockingstation zurecht. Zumindest wird sie erkannt und ich kann Daten darauf speichern. Seltsamerweise sind einige Daten nach einiger Zeit nicht mehr nutzbar gewesen, die HDD ist aber so gut wie neu.
 
gib-mir-was-ab schrieb:
...mit einer 4TB HDD kommt die Dockingstation zurecht. Zumindest wird sie erkannt und ich kann Daten darauf speichern. Seltsamerweise sind einige Daten nach einiger Zeit nicht mehr nutzbar gewesen, die HDD ist aber so gut wie neu.


Der Datenverlust kommt daher, weil der USB-Teil dieser Dockingstation eben nicht mit mehr als 2 TiB klarkommt. Durch Fehladressierung aller Adressen >2TiB landen die Zugriffe an einer anderen Stelle -> innerhalb anderer Daten.
Bei vorhandener Partitionierung holt sich Windows die Größe der Festplatte aus der Partitionstabelle, auch wenn Hardware oder Treiber gar nicht mit dieser Kapazität umgehen können.


Madnex hat zu dem Thema schon mal etwas ausführlicher gepostet:
[FAQ] Probleme mit 2,5 TB+ Festplatten
 
Zuletzt bearbeitet:
Aha, dass erklärt dann den Datenverlust. Ich habe mich umgesehen und zwei Dockingstationen sind mir dabei in die Hände gefallen. Sharkoon SATA QuickPort XT USB 3.0 und diese hier "https://www.amazon.de/Inateck-Dockingstation-Werkzeuglose-Installation-zus%C3%A4tzlichen/dp/B00PC4FVOO?ie=UTF8&ref_=cm_cr_arp_d_product_sims", dass ist dieses FD1006C. Beide sollten doch mit meinem Problem klarkommen, oder was meint Ihr?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wishbringer schrieb:
Glaube ich nicht, die alten USB-SATA Bridgechips unterstützen einfach noch keine Platten mit mehr als 2TB, weil sie nur bis zu 32 Bit breite LBAs erzeugen können und das 33. Bit, was für 4TB Platten nötig ist, wird dann abgeschnitten. Die von HDScratcher beschriebene Fehladressierung führt dann zum Datenverlust und wenn man die Platter direkt in so einer Dockingstation füllt, dann kommt man nach etwa so 1,8TB (in der Mitte liegt ja gewöhnlich der 12,5% große, für den MFT reservierte Bereich, erstmal über die 2TiB Grenze und gerade bei 3TB Platten überschreibt man dann eben immer die Partitionsinformationen und beim nächsten Einstecken ist die Platte RAW. Bei der 4T dürfte es wegen dem in der Mitte liegende MFT nicht passieren, da überschreibt man aber eben auch wild Dateien die Anfangs geschrieben wurden und erst wenn der MFT selbst jenseits der 2TiB Grenze geschrieben werden soll, dann wird die Platte beim nächsten Einstecken RAW sein und viel zu retten dürfte dann nicht mehr sein.

Das alte Gehäuse taugt für diese Platte nicht und sollte nicht mehr verwendet werden. Klemme sie intern an, aber achte darauf keinen einen/den Intel RST Treiber ab der Version 10.1 oder den Treiber von Microsoft zu verwenden! Welcher Treiber verwendet wird, zeigt Drive Controller Info an.
gib-mir-was-ab schrieb:
was mich wundert, mit einer 4TB HDD kommt die Dockingstation zurecht.
Das liegt daran, dass diese Platte mit Sicherheit schon vorher initialisiert war und in dem Fall liest Windows die Kapazität aus der Partitionstabelle aus. Adressierungsfehler durch falsche Treiber oder alte USB Gehäuse die solche Kapazitäten nicht unterstützen, fallen dann nicht bei der Initialisierung in der Datenträgerverwaltung auf, sondern erst mit der Zeit durch eben den Datenverlust bzw. wenn die Platte auf einmal RAW ist. Deshalb sollte man bei internen HDDs in den Fall auch nie in auf eine 3rd Party Partitionierungssoftware zurückgreifen, sondern die Ursache des Problems beheben.
 
Zuletzt bearbeitet: (Danke Madnex)
Holt schrieb:
Das alte Gehäuse taugt für diese Platte nicht und sollte nicht mehr verwendet werden. Klemme sie intern an, aber achte darauf keinen Intel RST Treiber ab der Version 10.1 oder den Treiber von Microsoft zu verwenden!
Da ist dir ein kleiner Flüchtigkeitsfehler unterlaufen. :)

@all
Es sollte heißen: "Aber achte darauf einen Intel RST Treiber ab der Version 10.1 oder den Treiber von Microsoft zu verwenden!"

RST = Rapid-Storage-Technology, was der AHCI/RAID-Treiber von Intel ist. Der älter "Intel-Matrix-Storage-Manager"-AHCI/RAID-Treiber (kurz MSM oder IMSM) unterstützt keine Festplatten mit mehr als 2 TB.
 
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