Webdesign neben C++ machen

1337hAx'

Lt. Junior Grade
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Hey Leutz, ich hab so ca. vor 'nem Monat mit C++ und dem Buch "C++ - Lernen und professionell anwenden" angefangen und komme mäßig voran. Habe grade mal ca. 75 Seiten und bin noch bei dem Thema "Verwenden von Funktionen und Klassen". Bisher gefällt mir das Buch eigentlich ganz gut, nur widmet man sich der Erklärung (meiner Meinung nach) sehr kurz zu. Und das dann auch sehr abstrakt, zwar mit Programmbeispielen, aber nichts greifbarem.
In ca. 2 Monaten habe ich mein Schülerpraktikum in einer Firma, die dazu bereit ist, mich auch an praktische Aufgaben heranzulassen.
Kurz vorweg:
Bitte macht mir keinen Unmut, dass ich dort Schwierigkeiten bekommen könnte, nur weil ich noch nicht sehr weit mit C++ bin. Die haben mich dort gut ausgefragt, zu viert, und das noch auf englisch...

Das soll aber gar nicht Hauptthema dieses threads sein. Vielmehr möchte ich mich hier mit der Web Programmierung/ dem Webdesign befassen. In der Schule thematisieren wir schon einige Zeit HTML und es gefällt mir!
Generell möchte ich gerne mal als "Ausgleich" auch was Richtung web machen, da ich mir schon immer ein bisschen know-how aneignen wollte und durchaus interessiert bin, sollte das doch keine Schlechte Idee sein, oder?

Ich suche also gute Fachliteratur, die didaktisch gut aufgebaut ist, und nicht nur als Nachschlagewerk fungiert!
Am besten flächendeckend (können auch mehrer Bücher sein, ich sollte Zeit auftreiben können und mein Lerntempo ist relativ hoch) mit vielen Übungsaufgaben, Beispielen und auch Hintergrundwissen. Das Wissen soll sich tief in meinem Hirn verankern, und auch irgendwie anwendbar sein. Ich möchte keine unglaublich abstrakt formulierten Sätze, die ich mir 20 mal durchlesen muss, wenn ich nicht ganz auf der Spur bin. Sowas braucht man auch nicht, oder?
Vielleicht also etwas ausführlicher HTML, hinzu JavaScript und dann das übliche, was danach kommt.
Ich kenne mich nicht sehr gut auf diesem Gebiet aus, also seid bitte gnädig, wenn ich gerade der Schädel platzt :)

MfG 1337hAx'
 
asdfman schrieb:
Benutzen wir in der Schule :)
Gibt's dazu vielleicht auch ein geschlossenes Buch, oder ist das schon das Nonplusultra?
Um kosten brauch ich mich nicht zu scheren. Jeder hat seine Mittel und wenn es mir etwas bringt, kann ich dem Hersteller was zurückgeben, und das Buch nachträglich kaufen...
 
HTML selber ist sehr simpel. Genauso CSS, was du dann wahrscheinlich auch verwenden willst. Da reicht es, sich kurz mal das Konzept dahinter anzuschauen und dann bei Bedarf entweder auf SelfHTML oder ein Nachschlagewerk zurückzugreifen.

Bei JavaScript sieht's aber anders aus. Leider kann ich dir dahingehend nichts empfehlen. Mit der Sprache habe ich mich nie beschäftigt.
 
Ich habe auch schon gemerkt, dass mir HTML relativ einfach fällt. Ist wirklich relativ selbsterklärend. Der knackende Punkt ist dann wohl JavaScript.
 
character schrieb:
Selfhtml ist doch total veraltet und wird seit 7 Jahren nicht mehr aktualisiert. Steinzeitkram.
Da sich vieles nicht geändert hat bzw. der alte Kram immer noch gilt... immer noch eine meiner wichtigsten Anlaufstellen, wenn mir doch mal was entfallen ist.

@TE
Du musst dich aber entscheiden: Webprogrammierung oder Webdesign. Beides unter einen Hut bringen ist kaum anständig machbar. Entweder du bist Programmierer oder Designer. Programmierer denken allesamt relativ geradlinig, die wollen das etwas funktioniert. Designer ist die Funktion egal, die wollen hübsch-hübsch-hübsch-mit-rosa-Sahnefüllung.
Ich hab bisher noch niemanden getroffen, der beide Aspekte auch nur halbwegs anständig unter einen Hut gebracht hätte. Genau deshalb gibts ja auch Arbeitsteilung.

Beim Design geht es um Benutzbarkeit, Typographie und im weitesten Sinne auch Psychologie (z.B. Wie muss ein Shop aufgebaut sein, damit Leute eine niedrige Hemmschwelle zum Kauf haben?). Dem Programmierer geht es um Semantik und technische Leistungsfähigkeit... und natürlich um SEO.
 
W3Schools wäre auch noch eine gute Adresse.
Finde es unglaublich, das ihr HTML durchnimmt. Ich mein, wir machen Altbacken Delphi/Pascal :freak: :D
 
Ich fande damals das Buch "Little Boxes" für HTML/CSS ziemlich gut, da gibt's wohl auch neue Versionen von: http://little-boxes.de/

Aber ja, danach interessanter ist wohl JavaScript, da sich momentan ja auch alles in Richtung Web-Apps/Single Page Applications etc. bewegt. Für JavaScript hatte ich mir aber nie ein Buch gekauft, sondern nur kurz ein Tutorial/Course von Tutsplus.com angesehen, wenn man vorher schon viel programmiert hat (C++/C#/Java), kommt man damit gut weg.

Mit kleinen Projekten, in denen man versucht, das alles mal anzuwenden, kommt man dann auch am besten voran.
 
Daaron schrieb:
Da sich vieles nicht geändert hat bzw. der alte Kram immer noch gilt... immer noch eine meiner wichtigsten Anlaufstellen, wenn mir doch mal was entfallen ist.

Es gibt aber eben dutzende bessere Anlaufstellen, insbesondere für Anfänger. Du weißt ja schon wie der Hase läuft, aber bei selfhtml gibt es halt immer noch so Highlights wie "Layer (Netscape)", "Framesets und Frames definieren" und die Browser-Kompatibilität beinhaltet Konqueror und Netscape, Chrome aber nicht, weil es den damals noch gar nicht gab.

Als Referenz ist das MDN dank Suche, Aktualität und Korrektheit ohnehin ungeschlagen. Sitepoint ist auch gut.

W3Schools ist übrigens nicht so toll. http://www.w3fools.com/
 
Also ich verbinde eher PHP (o.ä.) als Javascript mit guten Websiten. Meiner Meinung nach sollte man Javascript nur, wenn wirklich nötig oder als Zusatz, wenn auch ohne alles funktioniert, verwenden.
Grade am Anfang.

Ich bin normal mit aktivem NoScript im Web unterwegs und ich reg mich regelmäßig auf wie oft man für einfachste funktionalität mit Websiten ohne Javascript absolut nichts anfangen kann.
 
Gut, bei mir sollte es eindeutig eher Richtung Web Programmierung gehen. Webdesign hört man halt immer so oft :rolleyes:
 
xlolx schrieb:
Finde es unglaublich, das ihr HTML durchnimmt. Ich mein, wir machen Altbacken Delphi/Pascal :freak: :D
Delphi ist doch eigentlich toll, damit kann man schöne objektorientierte Dinge machen. Ich glaub, das hat sogar OpenGL-Bibliotheken -> 3D-Programmierung. Pascal war damals auch witzig...
Der gaaaaaaanz gewaltige Unterschied zwischen Delphi/Pascal und HTML ist: HTML ist keine wirkliche Programmiersprache, sondern eine Auszeichnungssprache. In HTML definierst du nur die semantische Struktur deiner Inhalte. Du könntest genauso gut SVG als Programmiersprache bezeichnen, obwohl das Ding am Ende nur bunte Bilder malt.

HTML als Schulinhalt macht in meinen Augen nur Sinn, wenn man direkt JS hinterher wirft, denn erst dann kann HTML mehr als statische Dinge darstellen... also bunte Bilder malen.

Znrl schrieb:
Also ich verbinde eher PHP (o.ä.) als Javascript mit guten Websiten. Meiner Meinung nach sollte man Javascript nur, wenn wirklich nötig oder als Zusatz, wenn auch ohne alles funktioniert, verwenden.
Äpfel und Birnen...
PHP ist eine von unzähligen Möglichkeiten, serverseitige Dynamik in den ansonsten starren HTML-Code zu bringen: PHP & Co ERZEUGEN HTML-Code... oder andere Inhalte. Du kannst alle Seiten, die du in PHP schreibst, genauso gut auch in Ruby, Perl, Python, ASP.NET, C, C++, serverseitigem JavaScript, Java,.... schreiben.

JavaScript hingegen ist eine unumgängliche Technologie für all die Momente, wenn deine Webseite mehr können soll als statische Bilder und Texte darstellen. Sobald du flüssige Nutzerinteraktion willst MUSST du JS verwenden.

Was alles nur mit JS funktioniert:
- anständige Bildergalerien mit Lightbox... CSS3-Lightboxen sind totaler Schwachsinn, die haben einen signifikant höheren Bandbreitenbedarf, sind weniger flexibel und gehen bei vielleicht 50% der User wie gewünscht
- anständige, browserübergreifend identische Steuerelemente für <audio> und <video>
- an den oberen Bildschirmrand "gepinnte" Navigation... du glaubst gar nicht, wie hoch das die Usability der Seite verbessert
- zuverlässige Formular-Validierung bevor der User eine Server-Interaktion auslöst -> Kundenfreundlichkeit steigt extrem
- Scrollen statt klassischer Pagination -> wieder, viel mehr Kundenfreundlichkeit, vor allem bei Shops mit vielen Artikeln pro Kategorie (also: viel mehr Umsatz)
- eine Möglichkeit, <select> zu skinnen... geht in CSS einfach nicht, da weite Teile von <select> und <option> im Shadow-DOM liegen
- brauchbare, asynchrone Mass-Uploader
- WYSIWYG - Texteingabe... ohne kannst du jedes Forum vergessen, von Maildiensten ganz zu schweigen
...

HTML allein kann GAR NICHTS.
HTML + CSS3... kann einiges, aber noch lange nicht genug... und das, was es kann, kann es nur auf bestenfalls 2/3 der Browser
HTML + JS... zuverlässiges Verhalten auf allen Browsern, selbst nem IE6

Ich bin normal mit aktivem NoScript im Web unterwegs und ich reg mich regelmäßig auf wie oft man für einfachste funktionalität mit Websiten ohne Javascript absolut nichts anfangen kann.
Klarer Fall von: Selbst Schuld. Mit NoScript'ern hab ich inzwischen kein Mitleid mehr. Warum auch? NoScript ist Pseudo-Sicherheit. Hast du hier im Forum JS aktiv? Sicherlich, schon allein um die verbesserten Eingabefelder, die Lightbox-Galerien,... nutzen zu können. Schon hast du eine Schwachstelle im System, denn sobald CB gehackt wird (siehe: Computec Media - Hack) hast du den Schadcode eh drauf.
 
Ich habe hier kein JavaScript an ich mache es nur an, wenn etwas nicht funktiert, was ich brauche und dann einzeln und nicht generell. Ja das ist umständlich...
Ich meine aber auch eher, dass man grade Menüs auch ohne JavaScript funktionsfähig erstellen sollte, häufig funktionieren ja nichtmal die Links.
Dass man damit dann die Usability etc. erhöhen kann ist ja auch OK das zähle ich als "Zusatz, wenn alles funktioniert".

Mit "PHP (o.ä.)" meinte ich genau das was du ja schriebst, eben Serverseitig.

Ist aber wohl irgendwo auch ne Frage der Anforderungen und von persönlichen Präferenzen.
 
Meine Empfehlungen was HTML/CSS betrifft wären:

- Little Boxes (Deutsch)
- Head First HTML/CSS

Kein Nachschlagewerk. Es ist wirklich gedacht für Einsteiger. Die Head First Reihen sind für mich mit die besten Lernbücher, um in die verschiedenen Thematiken reinzukommen! Am Anfang kommt es einem komisch vor, weil da so viel Kritzeleien und Spielchen drin sind. Aber das hab ich wirklich zu schätzen gelernt. Es ist halt keine anspruchsvolle Fachliteratur, sondern ein Lernbuch... und lernen tut man damit garantiert ;)

Gibts übrigens auch auf Deutsch, aber mir gefallen die Originalausgaben besser, weil die deutsche Variante teilweise schlecht übersetzt ist.

Ansonsten kann ich auch noch thenewboston.org. Der Typ kann auch sehr gut erklären und hat ein sehr weit gefächertes Wissen!
 
Znrl schrieb:
Also ich verbinde eher PHP (o.ä.) als Javascript mit guten Websiten. Meiner Meinung nach sollte man Javascript nur, wenn wirklich nötig oder als Zusatz, wenn auch ohne alles funktioniert, verwenden.
Grade am Anfang.

Ich bin normal mit aktivem NoScript im Web unterwegs und ich reg mich regelmäßig auf wie oft man für einfachste funktionalität mit Websiten ohne Javascript absolut nichts anfangen kann.
Versuch mal eine gescheites UI, also eines welches wirklich für komplexe Dinge gedacht ist und nicht nur für einen Showcase der eine Funktion darstellt, ohne JS zu bauen....viel Spaß.
Wobei man dazu sagen muss, das man als Entwickler nicht unbedingt selber direkt mit JS Code in Kontakt kommen muss damit die Seite später JS verwendet.
Die JSF-Frameworks(JSF = Java Server Faces) z.B. erzeugen später auch JS Code um die benötigten Funktionen umzusetzen, man selber kommt aber nicht unbedingt mit JS in Kontakt.
 
Mal kurz hier zu C++:
Wann fängt man eig. mit richtigen Windows Form Anwendungen an? Hier ist nur Konsolenanwendung über Konsolenanwendung...
 
GUI Programmierung macht man erst ganz zum Schluss wenn man das Programmieren an sich verinnerlicht hat.
Ich vermiss die gute alte Zeit der Unix-Terminals, da gab es einfach keine GUI :-)
 
Warum "alte Zeit"? Konsolenanwendungen gibt es noch und werden auch weiterhin neu entwickelt und sind in vielen Fällen unverzichtbar.
 
Ja aber nur Server-seitig. Die letzte Konsolenanwendung für den Client dürfte ein paar Jährchen zurückliegen ;-)
Ich selbst hab erst diese Woche eine Konsolenanwendung in vb.net (aus Faulheit) geschrieben, läuft auf einem 2012er Server.

Ich meinte mit alten Zeiten damals wo unter MS-DOS 5 der Norton Commander das Highlight der Grafischen Darstellung war.
 
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