Welcher Geschäftswagen

Es gibt natürlich Ausnahmen, vor allem bei kleineren Firmen, aber der typische Firmenwagen für nicht-Chefetage kommt (in dieser Reihenfolge) von Opel (und dort auch nur der neue Insignia), Ford (Focus, Mondeo), Skoda (Octavia), VW (Golf, Passat, Turan), Audi (A3, A4, A6), Mercedes(C-Klasse, E-Klasse)/BMW (3er, 5er)

Natürlich gehen auch eher dezente Modelle von allen anderen Herstellern und gleich werden sowieso 200 Leute kommen und erzählen, dass in ihrem Betrieb aber nur Hersteller XY genommen wird. Ja, das stimmt. Aber versetz dich immer in die Sicht des Kunden:
Was für einen Eindruck hat das, wenn du mit deinem BMW Z4 mit M Paket auf den Parkplatz fährst? Oder mit einem Kleinwagen von einem Hersteller, den man erst mal googlen muss? Manche Firmen stören sich auch daran, dass man keinen deutschen Wagen fährt.

Das Fahrzeug muss also einerseits für dich toll sein - und dazu gehören bei einem Geschäftswagen Klimaanlage und Navi (nur nachrüsten wenn es kein anständiges Hersteller-Navi gibt), wenn möglich keine Ledersitze außer man kann die Klimaanlage wirklich zu jeder Zeit anschalten (z.B. bei BMW per SMS) - und es muss den richtigen Eindruck vermitteln. Also deiner Stellung im Betrieb und der Stellung des Betriebes im Markt angepasste Fahrzeuggröße, vor allem aber keine Spoiler, Bodykits oder außergewöhnlichste Farben.

Noch ein paar Beispiele aus eigener Erfahrung:
- Vermögensberater kommt zu mir und fährt einen alten (wirklich alt!) Golf.
- Kunde behauptet, er könne seine Rechnungen nicht zahlen, da es seiner Firma ja schon eine Weile sehr schlecht geht. Er erscheint mit der damals neuen E-Klasse.
- jemand bewirbt sich für einen Posten im Management (nicht sehr weit oben, aber trotzdem Verantwortung, Kundenkontakt etc.) und erscheint zum Bewerbungsgespräch in einem getunten Opel Manta, ich glaube, den hat er direkt aus diesem Manta-Film mit Til Schweiger gehabt

(Ich fahre beruflich einen BMW) Kunde begrüßt mich mit "Ah, ein deutsches Auto. Sehr gut. Konkurrent XY fährt einen Reiskocher, bei so jemandem kauf ich nicht!"

Und ich arbeite nicht im Außendienst, hab also im Vergleich sehr wenig Kundenkontakt und dementsprechend Erlebnisse.

Edit:
Arghs, vor lauter Ablenkung den Schlusssatz vergessen:
Bei deinem Budget würd ich mir mal den Skoda Oktavia angucken. Bin bisher selbst nur den RS gefahren, aber das Auto soll generell sehr gut (Platz, Verarbeitung, Leistung, Preis, Ausstattung) sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann mich nur C3rone anschließen. Das war genau das worauf ich hinaus wollte. Wenn ich bei einem Kunden mit einem unpassenden Fahrzeug vorfahre, dann kann das durchaus schlechte Auswirkungen auf Gespräche haben, oder zumindest den Einstieg erschweren. Wenn man mit deutschen Unternehmen (mMn trifft das besonders auf Mittelständler zu) zusammenarbeiten will, sollte man auch auf ein deutsches Produkt setzen. Auch wenn es nicht so ist, aber es erweckt den Eindruck man wolle die Wirtschaft hier unterstützen was einem doch so manche Tür öffnet bzw. öffnen kann. Wenn man allerdings mit einem Oberklassefahrzeug ankommt (7er, S-Klasse, A8 etc.) dann kann das auch wieder negative Auswirkungen haben (Stichwort Neid). Leider ist es in Deutschland so das auf so etwas sehr viel Wert gelegt wird, bzw. selbst die Fahrzeugwahl gut überlegt sein sollte.
 
Mich würde ja mal interessieren was der TE überhaupt beruflich macht. Ob Vertreter oder Geschäftsführer macht dann doch einen kleinen Unterschied bezüglich des Wagens.

Ich habe eine leitende Position in der IT. Nochmal auf die deutsche Marke zurück, würde ich auch bevorzugen, wir sind aber weltweit unterwegs -> Aber eben nur in Deutschland mit dem Auto, von dem her passt es.

Ich denke aber mal, auch so wie C3rone es jetzt gezeigt hat, ein VW oder Audi wäre auf jedenfall auch mit die richtige Wahl.
 
wenn du bei 30.000 € dein limit hast, kannst du den audi zwar nciht vergessen, wirst dich aber auf den a3 beschränken müssen(meine Güte...geiles Auto, aber im vergleich dann doch mit guter Ausstattung zu teuer)

Der Golf ist eher im Rahmen, das musst du wissen...Allerdings hättes du mit dem von fast allen hier angepriesenen Octavia (RS) das absolut beste Preis-Leistungsverhältnis. SKoda ist VW Tochter und der Octavia hat den Passat im test bereits überholt...Ein Geschäftswagen sollte auch immer Komfort bieten und da steht meiner Meinung nach der Octavia vor dem Golf, welchen ich hier aber auch nicht schlechtreden will..

ich schau mal ob ich was gescheites zusammengestellt bekomme, damit es hier endlich mal einen gescheiten vergleich gibt:

edith:
der Octavia RS (2L TFSI mit 127kW) hat Serienmäßig fast schon vollausstattung und mit zus. Navi mit Touchscreen MP3 funktion AUX Eingang und Freisprecheinrichtung per Bluetooth kommst du auf 29770 €
Der Normale Octavia kommt mit dem größten Motor (2L TDI mit 107kW) auf minimal 26400 € , Wobei du hier weit von Vollausstattung entfernt bist. Gucks dir einfach auf Skoda.de mal an

Der Golf schneidet auf dem gleichen Preisniveau ab, allerdings ist der Konfigurator mit derart vielen Einstellmöglichkeiten bestückt, dass du dir das selbst zusammensuchen musst. Ich habe versucht ihn dem Octavia RS anzupassen und kam auf knappe 31000€
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen!
Wie wärs, wenn Du Dir erstmal ein paar Probefahrten in den Terminkalender einträgst?
Ich weiß, dass nicht jeder mit den Sitzen im Golf klar kommt und das Fahrgefühl im
Opel Insignia ist auch etwas gänzlich anderes, als man es von Audi oder BMW kennt.

Als AD-ler würde ich immer zu A4 oder Passat raten, da sie die rückenfreundlichsten Sitze
für Langstrecken haben. Auch wenn Du noch jung bist, solltest Du darauf wirklich achten,
sonst wird Deine Wirbelsäule bald auch sehr alt aussehen.

PS sollten auf keinen Fall ein echtes Kaufkriterium für einen Firmen (!!!) - Wagen sein.
Image (wie C3roe schon sagte) und Fahrkomfort wären mir persönlich sehr wichtig.
Wenn man mit ner fetten Schleuder ankommt, wirkt das auf Kunden fast immer unseriös
bis hin zu pubertär, was man ja nicht wirklich mit dem eigenen Auto transportieren möchte.

Golf ist eigentlich zu sehr Massenmarkt für einen Geschäftswagen, es sei denn, dass Du zum
technischen Support eines SW-Hauses gehörst, was ich nicht glaube.
 
Audi A3 oder noch besser Golf. Dazu nen anthrazitfarbenen Anzug. Dann ist das 0815 Biedermann-Image perfekt und die Kunden können sich heimlich überlegen fühlen.
 
PS sollten auf keinen Fall ein echtes Kaufkriterium für einen Firmen (!!!) - Wagen sein.

Das bleibt immer noch jedem selbst überlassen, und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Leute die viel Langstrecke fahren zB immer mehr PS haben wollen, und diese eigentlich auch brauchen, genauso wie man im Büro eine gute Einrichtung braucht. Wir reden jetzt natürlich nicht von sportlichen Fahrwerten, aber mMn sind Motor, Fahrkomfort und Ausstattung auf einer Ebene.
Das sind halt die Erfahrungswerte von Bekannten, die mit Firmenwagen unterwegs sind.
 
Wenns um die Sitze geht, die Opel AGR-Sitze sind toll. Aber dann wäre ein Astra fällig=

Astra 1.7CDTI mit 125PS in der Sport Ausstattung mit Klima sowie

  • AFL+ (BiXenon etc)
  • Schnellheizer
  • FlexRide
  • AGR-Sitze (nur mit Stoff Lace in Schwarz)
  • E-Außenspiegel
  • Dachspoiler gegen zu schnell verschmutzende Heckscheibe
  • Handy-Vorbereitung inkl Dachantenne
  • DVD-Navi und Infinity-Soundsystem
  • Alarmanlage
  • Reifendruckkontrollsystem
kostet ~26.400 Netto bzw knapp über 31.000 Brutto laut Konfigurator. Ich hab den 1.7er Diesel gewählt, weil der 2.0 zwar noch mehr Leistung hat, aber auch mehr Steuer kostet. Schließlich zahlt man nicht nur CO²-Steuer, sondern weiterhin die Grundsteuer pro 100 Kubik.
 
Bei uns in Österreich zahlt man nach PS, und zwar stufenlos, d.h. jede PS mehr kostet^^.
 
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