Welches beider Profile ist besser/schneller?

TheOptimizer

Lieutenant
Registriert
Sep. 2015
Beiträge
767
Hi,
hab mal ein wenig mit DRAM-Calculator rumgespielt und habe nun 2 sehr ähnliche Profile, die stabil laufen, gefunden.
Wenn mir jemand von euch sagen kann, welches Profil am meisten Performance aus meinem 2700 rausholt, wäre ich sehr dankbar.
Oder macht es gar keinen Unterschied? Für eine kleine Erkärung der Unterschiedlichen Werte wäre ich auch dankbar. ;)


Setup 1

Setup 1.PNG



Setup 2
Setup 2.PNG


Gruß,
Meik
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Heinrich Harrer
Das 14-15-15 natürlich. Aber das auch nur bei Messungen. In der Praxis wird man da keinerlei Unterschied spüren und es werden bestenfalls 1-2 FPS sein.

Edit: Begründung: beim 14-15-15 sind die Schreiblatenzen minimal geringer und damit kann der Speicher schneller beschrieben werden. Was unter Umständen zu 14-16-16 aber keinerlei Rolle spielen muss je nach Anwendung und daher auch manchmal keinen Vorteil bringt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: TheOptimizer und SaPa
Verstehe, danke.
Und was ist mit den Werten von tRas, tRC, tRFC etc., die beim 14-16-16 Setup geringer ausfallen?
Ich nehme an das sind die sog. "Sub-Timings?" Quasi das selbe nur für spezifische, kleinere Prozesse ?
 
Genau, das sind die Subtimings. Weniger ist besser, aber der Einfluss ist teilweise deutlich geringer als bei den "Haupttimings". Spiel also quasi keine Rolle in deinem Fall, das wäre nur was für die absolute Optimierung, wenn man eh schon die besten Haupt-Timings erreicht hat.

Zusätzlich müssen die Timings auch zueinander passen. Das Ganze ist eine Operationskette und wenn man wegen eines Wertes bei einer Lese- oder Schreiboperation warten muss, dann hilft es nicht, wenn die Vor- oder Nachlatenz bereits schon wieder bereit ist, da eh gewartet werden muss. (edit: wie Baal schrieb, es wird natürlich nicht in dem Sinne gewartet, aber es macht dann keinen Sinn schon zu lesen bzw. zu schreiben...)

Es gibt daher auch manchmal Timing Konstelationen, die technisch eigentlich gar keinen Sinn machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mach ein paar Benchmarks und find's selbst raus.

Shadow of the Tomb Raider z.B. hat einen Benchmark, der gut auf RAM-Geschwindigkeit reagiert.
 
@cvzone
Okay verstehe.
Macht denn die Konstellation in Setup 2 einen Sinn?
Bin wie gesagt noch am Anfang des ganzen. Wenn du gute Links zu nach lesen hast, immer her damit. :)

@Rickmer
Ich hab hier nur den integrierten vom DRAM-Calculator. Besitze kein Shadow of the Tomb Raider.
Muss noch mal schauen, was es so als Free-Ware gibt.
 
Falls du es noch nicht gesehen hast, hier im Arbeitsspeicher Forum gibt es ein paar angepinte Beiträge zur Ryzen und RAM. Wenn du die gelesen und verstanden hast, sollte das für dich mehr als ausreichen. :D
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: I'm unknown
Meiik24 schrieb:
Ich nehme an das sind die sog. "Sub-Timings?" Quasi das selbe nur für spezifische, kleinere Prozesse ?
Ja....tCL ist, wie lange dem Ram gewährt wird, um einen Bit aus einem Speicherbereich zu lesen.
Es gibt im Ram keine Funktion die meldet:"Ich bin jetzt fertig....kannst das nächste machen."
Das wäre viel zu umständlich und langsam.

Deshalb gibt es Timings....da wartet der IMC also bei CL14, 14 Taktzyklen des IO Taktes (bei 3200er Ram sind das 1600MHz)....jetzt geht er davon aus, dass der Bit ausgelesen wurde und er mit dem nächsten Schritt fortfahren kann.
14/1600=8,75 Nanosekunden

Und der gelesene Bit ist "weg"....muss also erstmal neu geschrieben werden...dafür gibt es ein anderes Timings...und dann gibt es Timings die sagen wie lange der Schreibstrom vorbereitet werden muss...und Timings die sagen wie viel Zeit der Ram braucht um auf einen Lesevorgang den nächsten Lesevorgang folgen zu lassen...und wie viel von schreiben auf schreiben...lesen auf schreiben ...schreiben auf lesen....und dann gibt es noch unterschiede ob es sich um den gleichen Chip handelt oder einen anderen (short oder long)....und die Bits gehen nach kurzer Zeit verloren, weshalb der Ram z.B. alle 8ms neu aufgefrischt werden muss.(tRF)......und wie lange dem Ram für das auffrischen Zeit gelassen wird (tRFC)

....insgesamt über 30 Timings.....manche eher unwichtig und andere kritisch für die Leistung.
Bis auf tRF, dass mehr Leistung bietet wenn es hoch ist, sind die Timings in der Regel solange "besser" wie sie niedriger sind....bis man irgendwann in die Situation kommt, dass der Ram nicht in der ihm eingeräumten Zeit fertig wird....dann wird es Abstürze und Fehler geben....oder zumindest Leistungsschwankungen.

.....ach ja .....die Timings muss man immer im Verhältnis zum Takt sehen!
3200er Ram mit Cl16 hat also eine Cas Latency von 10ns.
Aber 3000 CL15 hab eben falls 10ns.
4000Mhz sind erstmal gut, aber bei CL19 sind das 9,5ns.....wie oben vorgerechnet haben 3200 Cl14 nur 8,75 ns.

In der Regel hat mehr Takt noch weitere Vorteile, so dass man eher auf den Takt als auf die Timings gucken sollte, aber es gibt durchaus Tests, die zeigen, dass 3200Cl14 besser sein kann, als 4000 Cl19.

Das ganze ist mit der riesigen Fülle an Timings und weiteren Fakoren wie der Comand Rate....dem GearDownMode, dual Channel, Ranks pro Channel usw. leider ein undurchsichtiges Geflecht aus Einzelfaktoren.

Da hilft eigentlich nur austesten.

In Spielen sind die Unterschiede schwer zuverlässig zu messen.

Daher empfielt sich z.B. Aida64, dass Bandbreiten und Ramlatenz messen kann.
Da kann man sich ganz gut dran orientieren.....am wichtigsten scheint bei den PC-Spielen die Latenz zu sein, aber manche Spiele reagieren auch auf die Bandbreite....write scheint ziemlich egal, aber read und copy sind dann wichtig.
 
Zurück
Oben