Tuxman schrieb:
Toll, mit veralteter Software arbeiten zu müssen, nicht? Dachte, diese ständige Aktualität ist ein Pluspunkt für Linux.
Ich nutze Debian 6 als stabiles Server-OS. Bei einem Server-OS mit aktiven Webseiten und anderen Diensten kann ich nicht alle Furze lang den Kernel aktualisieren und neu starten. Das Ding hat gefälligst ne Uptime von 3-4 Monaten zu haben bis zum nächsten routinemäßigen Reboot. Es gab schlichtweg in der Debian-Version des 2.6er Kernels keine Lücken in letzter Zeit, die gefixt werden müssten. Alles was an neuen Features fällig ist kommt mit Debian 7, sobald es als "stable" markiert ist.
Dienste hingegen kriegen auch bei Debian 6 noch fleißig Sicherheitsupdates, sobald Lücken entdeckt und gefixt werden. So wie es sich für ein Server-OS gehört.
Weil es neben Java und dem Adobe Reader die Hauptsicherheitslücke unter Linux darstellt.
OpenJRE hat, wenn überhaupt Lücken existieren, weit weniger als Sun/Oracle Java Runtime. Der Adobe Reader ist ein Sieb, aber wofür gibts Evince?
Viele Distributionen (darunter auch Debian) setzen ausschließlich auf quelloffene Software (also OpenJRE und Evince). Ubuntu setzt vornehmlich auf quelloffene Software, bietet aber gewisse proprietäre Pakete zusätzlich an,
die der User aber manuell nachrüsten muss.
Damit schneller als Ubuntu bei diversen anderen Lücken.
Ubuntu reagiert recht zügig auf Updates vom Upstream, sprich Debian. Und die Debian-Maintainer fixen, so schnell es eben geht. Immerhin ist Debian eines der beliebtesten und verbreitesten Server-Systeme.
Ich nutze unter Windows Sumatra PDF oder den PDF-XChange Viewer, weil der Kommentare hinzufügen kann. Dafür muss man aber auch erst mal wissen, dass so was existiert.
Während Windows-User also ohne Kenntnisse erst einmal beim Sieb von Adobe landen, landen Ubuntu-User ohne manuelle Auswahl erst einmal bei einer offenen und sichereren Lösung, Evince.
Wer macht das Rennen?
Richtig, aber hier ist von Ubuntu die Rede, nicht von Ubuntu-Abkömmlingen.
Lerne bitte lesen.
Mediabuntu, Xubuntu, Kubuntu, Lubuntu, Edubuntu... wurden ewig lang direkt von Canonical maintained. Erst seit jüngerer Vergangenheit sind sie in die Hände der Community übergegangen.... liegen aber größtenteils immer noch direkt auf den Canonical-Servern.
Jede? Mit Sicherheit nicht.
Übrigens: Wenn Microsoft mal mehr Standardsoftware mitliefern will, heulen alle. Browser und Medienspieler scheinen echt voll böse Ausnutzung von Monopolistendasein zu sein...
Ok... nicht jede... aber jede Desktop-Distribution für Endanwender. Minimalistische Builds für Router oder Datengräber mal außen vor.
Und Microsoft bundlen halt ihre eigenen, proprietären Produkte. Das ist der Knackpunkt.... oh, und der grundsätzliche Profitgedanke.
Ich brauche exakt eine. Nur vielleicht nicht die, die jeder andere gern hätte. Nicht jeder setzt auf Calligra / LibreOffice / "GNOME Office" / ...
Dann installier sie. Die Distributionen bringen dir einen guten Vorschlag direkt mit. Wenn du KEINE Kenntnisse hast, dann bist du froh, dass du schnell an ein Office kommst. Wenn du dich hingegen auskennst installierst du, was du willst und schmeißt den Rest runter.
Verstehe. Windows braucht Neustart: Böse. Linux braucht Neustart: Normal.
Windows braucht Neustart, wenn irgend ein Framework oder ein Teil von MS Office ein Sicherheitsupdate erhält.... oder schlichtweg, wenn Avira Antivir n Update bekommt. Oder einfach mal so.
Linux-Distri braucht Neustart, wenn EINE einzelne Komponente aktualisiert wird, der Kernel.
Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.
"Also?" ist keine ausreichende Frage. Bitte spezifiziere sie.
Also was genau ist dein Punkt? DSL bietet eine Desktopumgebung inkl. Textverarbeitung, Mediaplayer, Browser,... auf ~100MB.
Fein. Bekommt man mit 'ner Windows-Distribution auch hin.
Beweis es. Bau ein Live-Windows (Win7-64 oder Win8-64) inkl. ner Office-Suite, nem guten Browser (also: Firefox, Chromium oder IE10, kein IE<=9), nem Mediaplayer, nem guten und übersichtlichen Partitionierungstool,...
Quatsch. S.u.S.E. (damals noch mit hübschen Punkten) war schon DAU-fähig, als viele Linuxnutzer noch in die Windeln gekackt haben. Immerhin haben die KDE maßgeblich gefördert. War übrigens auch meine erste Distribution.
Ich hab alte SuSE-Versionen auch schon verwendet, mir persönlich hat aber Mandrake mehr zugesagt.... nichts desto trotz war es signifikant mehr Basteln als heute. Allein um in Mandrake 8 mein Onboard-Netzwerk nutzen zu können war erst einmal n handkompilierter Kernel nötig.
Verglichen mit Ubuntu seit ~8.04 war das damals alles absolutes Kung Fu.
Nach der Installation. Lies endlich mal genauer. Sollte man schon machen, wenn man hier mitreden will.
Nö. Wenn du so wählerisch bist, dann nimm die Ubuntu Micro-Iso als Installationsmedium und wähle direkt während der Installation aus, welchen Desktop (wenn überhaupt) du installieren willst.
Zum Glück treffen diese Entscheidungen Leute, die einen deutlich besseren Überblick hinsichtlich Usability und Nutzerverhalten haben als du. Ansonsten müssten wir wohl heute immer noch, um ein Desktop Linux aufzusetzen, 10000 Befehle in die Konsole hämmern, jedes einzelne Paket unserer Desktopumgebung selbst suchen,...
Hey, wenns dir nicht passt, geh zu Arch oder Gentoo. Da findest du evtl. die Freiheit, die du willst.... inklusive all ihrer hässlichen Konsequenzen hinsichtlich der Usability.
Unwahrscheinlich. Die nötigen Windows-Tools hab' ich in so einem Fall alle vorbereitet auf einem Stick.
Ah... Und wo hast du sie her? Du hast jetzt nur 1 Win-DVD und 1 Ubuntu-CD. Und einen blanken Rechner. Leg los. Man fängt immer irgendwann bei 0 an. Ansonsten könnte ich auch schlichtweg sagen: Hey, ich hab hier noch n altes Image von Ubuntu 10.04 rumfliegen, das spiel ich jetzt per dd auf meine Platte, boote es und aktualisier es erst auf 12.04 und dann evtl. noch auf 12.10.
Wäre im Zweifel IMMER noch schneller als Windows.
Ich vergleiche ausdrücklich Systempatches mit Systempatches.
Und was ist ein Systempatch?
Ist ein Firefox-Update bei Ubuntu also System, bei Windows hingegen nicht?
Was, wenn ich Ubuntu über die Mini-Iso installiert hab und FF nicht direkt bei der Erstinstallation installiert wurde (als Teil der Distri), sondern ich ihn aus den Repos nachträglich nachgerüstet habe? Ist er immer noch System?
Das, was nach einer Installation per Mini-Iso ohne zusätzliche Pakete als bootfähiges System auf der Platte liegt ist effektiv das, was wir bei den Distributionen als "System" betrachten müssen. Kernel, ne Shell, der Initd, Grub/Lilo, n paar elementare Command Line Tools, die Paketverwaltung,... aber noch nicht einmal der X-Server, geschweige denn Gnome, Unity & Co. Kein Browser, kein Mediaplayer,... Wie gesagt, ein bootfähiges (und sogar nützliches) Linux-System kann <1,44MB groß sein.
Windows hingegen kannst du gar nicht auf dieses Level schrumpfen. Muss man auch nicht, aber dann muss man eben bei Windows sagen: .NET Update Drölfzillionen (inkl. Neustart) ist hier ein Systempatch, ein Update für irgend n Gnome3-Gadget hingegen nicht.