Welches Linux passt am Besten?

chris12 schrieb:
würde gerne mal linux versuchen, aber welches?
Schau dir mal die RAM sparenden Desktopumgebungen an, Bildchen findest du in meinem dazugehörigen Thread.

Bis 300MB;
Xfce, Enlightenment, Trinity, LXQt (Lubuntu)

Ab 400MB bis 600MB;
Mate, Pantheon, LXQt (Fedora), Budgie

Lubuntu, Elementary OS mit Phanteon und Solus mit Budgie fand ich ganz ansprechend. Um die Gnome und KDE Oberfläche würde ich einen Bogen machen, die wollen beide schon nach dem Start 1GB RAM.
Für Ubuntu (ohne KDE oder Gnome) spräche das die deutschsprachige Community inklusive Wiki groß ist.
 
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chris12 schrieb:
einfach ein bisschen internet und e-mail, das wars.
ist für meine frau-etwa 1 stunde internet pro woche.


Dafür kannst du fast alles nehmen, sogar KDE wäre möglich wenn kein Bling-Bling installiert wird. Ich hab das mal für die Wiki auf Ubuntuusers.de gemacht und die Desktops verglichen (alles 18.04)

  • Schritt 1: Installiert, auf den aktuellen Stand gebracht, neu gestartet, min. 5 Minuten gewartet nach dem Login. Konsole geöffnet und mit free -m die RAM Nutzung überprüft.
  • Schritt 2: Firefox geöffnet mit 1 Tab, kurz warten > free -m
  • Schritt 3: 5 Tabs mit jeweils den gleichen 5 Seiten geöffnet, kurz warten > free -m

Code:
                  Schritt 1             Schritt2           Schritt 3
Lubuntu              231MB               499MB           826MB
Xubuntu              319MB               590MB           918MB
Kubuntu              645MB               916MB          1240MB
Mate                 650MB               925MB          1246MB
Budgie               722MB               999MB          1322MB
Ubuntu               863MB              1137MB          1460MB

Der Grundbedarf von Lubuntu zu Xubuntu ist verschwindend gering und macht nur einen realen Unterschied bei 1GB oder weniger. Von Xubuntu verdoppelt sich aber der Speicherbedarf zu Kubuntu und den anderen. Dh entweder konsequent auf LXDE/LXQT oder XFCE setzen. Alles andere ist egal und persönlicher Geschmack, weshalb ich konkrete Empfehlungen wie Mate nicht verstehe. Die sind um nichts leichter ist als KDE, aber bringen wesentlich mehr Einschränkungen mit. ABER es sei auch dazu gesagt, dass wenn man bei KDE sich mit den Widgets austobt, das den Speicherbedarf gleich mal verdoppeln kann! Auf Gnome würde ich verzichten, da am schwersten und die größte Umstellung von der Bedienung.

Meine persönliche Empfehlung wäre Xubuntu, ABER mit gefällt es überhaupt nicht so wie es "geliefert" wird. Das schöne bei XFCE ist, dass der Desktop EXTREM anpassungsfähig ist! So Aussagen wie "Win-XP Feeling" können sich lediglich auf die sehr biedere Art beziehen in der die meisten XFCE Installationen daher kommen, was leider immer wieder Leute "abschreckt".

Wie hier schon mal an anderer Stelle gezeigt, XFCE sieht so aus wie du es willst und wenn es sein muss auch wie Win10 (siehe Anhang). Das war quick and dirty in <10 Minuten gemacht. Wer sich den Aufwand nicht antun will kann auch einfach die Leiste, die bei Xubuntu oben ist beim ersten Start, nach unten ziehen. Alternativ bei Xubuntu in den Einstellungen den XFCE-Leistenschalter verwenden und "Redmond" laden. Anderes Hintergrundbild, anderes Theme und schon sieht das ganze recht flott aus und ist sehr Ressourcen schonend. Ist man bereit ein bisschen mehr Zeit zu investieren, bekommt man einen extrem geilen/modernen Desktop, der auch sich auch noch auf den persönlichen Workflow optimieren lässt.

Beim Browser hängt es davon ab, welche Seiten angeschaut werden sollen, aber es gibt da auch leichtere Alternativen als Firefox, die wahrscheinlich bei dieser relativ geringen Nutzung vollkommen ausreichend sind. Zum Beispiel fällt mir da Falkon ein. Leider sind es aber inzwischen nicht mehr die Browser, sondern die Seiten, die den RAM Bedarf in die Höhe treiben.

Zusätzlichen RAM würde ich mir bei der Anwendung sparen, wenn man ihn nicht sehr günstig (eventuell gebraucht) bekommt. RAM ist zwar durch nichts zu ersetzen, aber bei bis zu 2GB RAM auf einem normalen Desktop mit alter HW empfehle ich gern zRAM. Einfach installieren "sudo apt install zram-config" und gut ists. Für die die zRAM nicht kennen: Hier werden Daten im RAM wenn nötig komprimiert, was SEHR viel schneller ist als SWAP auf einer HDD! Braucht man 8GB RAM und hat nur 2GB bringt das nichts mehr! Aber es verhindert effektiv, dass das System in den SWAP Speicher schreibt wenn man leicht über den vorhandenen physischen Speicher geht.

mfg
Andreas
 

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pcdoc2000 schrieb:
Meine persönliche Empfehlung wäre XFCE, ABER mit gefällt es überhaupt nicht so wie es "geliefert" wird.
Kommt auf die Distro an, oder? Die Implementierung von Manjaro finde ich zum Beispiel durchaus gelungen, es gibt sicher auch viele weitere Distros mit einer schönen Xfce-Implementierung (nur kenne ich sie nicht, da meine Distro-Hopping-Zeit schon eine Weile her ist).
 
Photon schrieb:
Kommt auf die Distro an, oder? Die Implementierung von Manjaro finde ich zum Beispiel durchaus gelungen, es gibt sicher auch viele weitere Distros mit einer schönen Xfce-Implementierung (nur kenne ich sie nicht, da meine Distro-Hopping-Zeit schon eine Weile her ist).

Ja gibt es, es wird besser! Ich wollte in dem Fall Xubuntu schreiben an der Stelle (habs ausgebessert). An Manjaro ist nichts verkehrt, abgesehen davon dass mir die Farben und die Icons nicht gefallen, aber das ist Geschmackssache und lässt sich ja leicht umstellen.

Ich baue mir mein XFCE immer komplett um es dann am Ende eine Mischung aus Gnome und klassischem Desktop (beste aus beiden Welten). Das hab ich selbst auf sehr potenten Rechnern installiert, da es der einzgie Desktop ist, der MIR einen sehr effizienten Desktop bietet.

Einem Anfänger würde ich aber eher Mint XFCE empfehlen. Das sieht auch schon mal deutlich besser aus als Xubuntu, nur sehe ich sonst keine Vorteile bei Mint XFCE im Vergleich zu Xubuntu, weshalb ich da persönlich lieber gleich bei Ubuntu bleibe, da Mint auch nur auf Ubuntu aufbaut und aus meiner Sicht kaum einen Mehrwert liefert (bei XFCE).

Aktuell mit 19.10. ist auch schon XFCE 4.14 bei Xubuntu mit dabei, was die Probleme mit Screen Tearing beseitigt. Da muss man bei Mint so viel ich weiß noch etwas warten, da sie ja nur auf den LTS Versionen aufbauen.
 
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Stimmt, die Icons finde ich bei Manjaro auch eher mittelprächtig und wechsle das Icon-Theme nach der Installation gleich aus. Aber das GTK- und Xfwm-Theme finde ich durchaus gelungen. Xubuntu ist mit dem grauen Theme tatsächlich etwas trist...
 
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sodele, mal ein rückmeldung.
ich habe ein HP Pavillion G7, läuft mit windows recht flott.
hab mir gedacht, dann müsste es mit linux super laufen.
nun ja, war ein griff ins klo.
alleine die installation von peppermint hat sage und schreibe 95 minuten gedauert. auch wenn es eine HDD war, 95 gehen absolut garnicht.
in dieser zeit laufen 3 windows 10 läppis einwandfrei.
heute hat sich meine tiefe abneigung gegenüber linux weiter verstärkt.
 
95min? Ich lachte ein bissl, das kann nur ein User-Fehler sein. ^^
Mein Beileid.
Mint, Win8, Win10 gingen alle relativ flott installiert dieses Jahr auf mein Krückbook mit 5200er Notebookrattertüte. Bestimmt hatte ich auch noch was anderes installiert aber auffällig war nichts - weder starten noch installieren. "shrug"
Ich rate einfach da ich mich nicht erinnere: Ich tippe jede Installation auf mein Notebook hat 15 Min. gedauert bis ich den Desktop gesehen hab, erinnern tue ich mich aber nicht und 30 Min waren es nie im Leben.

Mit Mint meinte ich immer dieses Dingen: https://linuxmint.com/

E: Oh lel ganz vergessen dass OP ein altes Teil hat mit 2GB RAM
Naaah...
Ich würde es immernoch verschrotten...

E2: Puppy oder so läuft bestimmt okay auf ner Krücke.
Scrap that, 2s Google sagen mir Peppermint war wohl okay. Tja...
 
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K3ks schrieb:
95min? Ich lachte ein bissl, das kann nur ein User-Fehler sein. ^^
Mein Beileid.
Mint, Win8, Win10 gingen alle relativ flott installiert dieses Jahr auf mein Krückbook mit 5200er Notebookrattertüte. Bestimmt hatte ich auch noch was anderes installiert aber auffällig war nichts - weder starten noch installieren. "shrug"
Ich rate einfach da ich mich nicht erinnere: Ich tippe jede Installation auf mein Notebook hat 15 Min. gedauert bis ich den Desktop gesehen hab, erinnern tue ich mich aber nicht und 30 Min waren es nie im Leben.
was kann man da schon falsch machen?
ganz doof bin ich auch nicht. die vorhehrige windows 10 installation war in 25 minuten durch.
 
Hab erst später gesehen dass du ein sehr altes Notebook hast... Tja, wat nu? Puppy vlt. probieren oder Kolibri.
(i3@3xxx 2.5Ghz und 8GB RAM hat mein Dingen, hab halt ka mehr gehabt das dein Dingen so alt ist)

SSD und RAM aufrüsten, Win7 benutzen oder verschrotten wären meine Idee wenn Kolibri, Puppy und anderer "Kleinkram" nicht lüppt.

Ein gebrauchtes Notebook wie meins kostet 200€ oder weniger...
 
naja, sehr alt ist ansichtssache.
ist ein windows 7 notebook.
sollte locker mit jedem linux zurecht kommen.
 
ist ein AMD Quadcore und 4 GB Ram, also a bissl was sollte schonn gehen.
 
chris12 schrieb:
was kann man da schon falsch machen?
ganz doof bin ich auch nicht. die vorhehrige windows 10 installation war in 25 minuten durch.

also 95 minuten sind natürlich sehr lang für eine OS-installation, auch mit HDD.

hast du vll. updates bei der installation aktiviert? da kanns natürlich sein, wenn aus irgendwelchen gründen die downloadserver überlastet waren, dass die installation dauert bis alle updates geladen sind.
 
ja, die war aktiviert.
werd es aber nochmal mit einem thinkpad T 60 Centrino Duo 2 mal 1,83 GHz versuchen.
hab heute in der garage gegruschlt, da sind mir noch einige ältere notebooks "begegnet".
 
chris12 schrieb:
[...]heute hat sich meine tiefe abneigung gegenüber linux weiter verstärkt.

Ohne dir zu nahe treten zu wollen oder was unterstellen, sonst was, aber sicher, dass es dann Sinn macht Linux auszuprobieren? Wenn da schon eine "tiefe Abneigung" gegeben ist, nutze doch einfach Windows. Ansonsten klingt das ein wenig danach krampfhaft diese Abneigung zu bestätigen, v.a. da dann auch entgegen der Ratschläge plötzlich von Peppermint die Rede ist. Soll keine Beleidigung oder Unterstellung sein, könnte aber so aufgefasst werden.

Linux, egal welche Distro, ist eben nicht Windows, d.h. wenn man Windows gewöhnt ist, muss eben auch Bereitschaft da sein umzudenken und sich einzulesen und einzuarbeiten.

Ansonsten kann ich auch nur sagen, dass 95 Minuten für eine Installation sehr lang sind. Auf allen Maschinen, die ich bisher hier getestet habe, war die Installation einer Linux Distro nie wirklich länger als eine Windows Installation (wenn direkt die Updates installiert werden, etwas länger, aber keine 95 Minuten).
Hab jetzt mit Peppermint keine Erfahrung gemacht. Aber halte dich doch als Anfänger eher an die "großen" Distros, also z.B. Debian und Ubuntu. Evtl. auch Fedora, aber da scheiden sich die Geister, manche finden das easy, andere nicht.
Gerade Ubuntu hat eine riesige Community, auch deutschsprachig, und eine ganze Menge Software Repos.
Die ganzen Derivate haben z.T. alle ihre Eigenheiten und können sich dadurch schnell Mal anders verhalten. Das sehe ich bei mir immer, dass sich Manjaro bei mir immer anders verhält, was den Bootmodus, nötige Einstellungen, etc. angeht als z.B. Endeavour OS obwohl beide auf Arch basieren.
 
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pseudopseudonym schrieb:
Aber ob du Chrome, Firefox, Thunderbird oder LibreOffice nutzt, die sind auf nem Linux nicht sparsamer.
Aber das System hat mehr Ressourcen für die Software...
Also läuft es auf gleichem System mit Linux doch besser.


Habe erst vor kurzem 10 Mac Mini von 2011 mit Ubuntu versehen.
Keine SSDs, sondern die alten HDDs behalten.
Installation hat jeweils 10min gedauert.
 
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hab jetzt peppermint auf dem erwähnten thinkpad installiert, lief völlig problemlos in 25 minuten durch.
funktioniert alles so wie es soll.
muss mich jetzt "nur" noch in die bedienung einfuchsen.
 
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