News Weltweite Einführung: Wasserzeichen für mit Claude erstellte Texte

DevPandi schrieb:
Wenn man hier irgendwann mal die Frage stellen würden, wie wir die Effizientsteigerung anders verwenden können, könnten wir für ALLE Menschen ein deutlich angenehmeres Leben schaffen, in dem Arbeit nicht mehr primär dazu dient zu überleben oder zu leben, sondern Arbeit zu einem Selbstzweck wird und man Arbeiten geht, weil es Spaß macht. Es gibt gerade im westlichen Kulturkreis immer die Mär, dass Menschen "faul" werden, was aber so nicht stimmt. Es zeigt sich relativ oft, dass Menschen mit gewonnere finanzieller Freiheit, plötzlich auch anfangen "Jobs" als Hobbys zu begreifen und regelrecht aufblühen, weil kein Druck mehr dahinter ist.

Aber, das ist ja böser Sozialismusgedanke, wie kann ich nur. ;)
Ich glaube Arbeiten ist doppelt panne, eben weil es schon sowohl überlebensnotwendig als auch Selbstzweck ist; Jedoch nicht im Sinne von Selbstverwirklichung, sondern im Sinne von Lebensinhalt und sozialer Status.

Ich persönlich hätte also auch mit der konträren Sichtweise kein Problem, wenn wir Arbeit allesamt rein als notwendiges Übel begreifen, statt als erstrebenswertes Ziel, und unsere gesellschaftliche Sicht darauf sowie die Gesetzgebung dahingehend anpassen: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Am Ende ist die Anzahl der Berufe, die man wirklich als Hobby begreifen kann, dann doch sehr begrenzt; Wie viele Leute haben so viel Freude an ihrem Beruf, dass sie auch in der Freizeit durch die Kanalisation watschen, die Aldi-Kasse bedienen, oder alte Menschen waschen würden? Wie viele Leute haben Freude daran ihr Hobby in Nachtschicht auszuführen?

Ich glaube also der Gedanke an "Arbeit als Hobby" macht nur aus dem Elfenbeinturm Sinn, indem ich/wir ITler und du als Kreativschaffender sitzen. :P
 
@DevPandi in der Zukunft wird es eh kein Geld mehr geben 🥳
 
G00fY schrieb:
Mir reicht als Wasserzeichen aktuell immer schon wenn ich Gedankenstrich – statt Bindestrich - in Texten sehe.:p

Ich vermute technisch wird dies auch über fest definierte ASCII bzw. UTF-8 Zeichen abgebildet werden (was anderes fällt mir nicht ein). Somit wäre dies auch nach copy&paste zwischen Anwendungen noch vorhanden, aber auch einfach zu "bereinigen".
Nicht unbedingt. Wenn man sich aus der gesammten ASCII Tabelle bedient und diese in Kombination einsetzt inklusive Redundanz über das gesammte Dokument hinweg. Und das beschänkt sich nicht nur auf einzelne Zeichen.
Ganz einfaches Beispiel. Wenn nach einem Punkt das dritte, fünfte oder zehnte Wort ein Hauptwort ist das mit dem Buchstaben C, E oder J ;) beginnt und das Muster sich innerhalb eines Absatzes wiederholt.

Der Codeschlüssel kann beliebig erweitert und von der KI auch ständig abgeändert werden.
Im Prinzip ist es wie ein verschlüsselungsverfahren wobei der Mensch von außen im Muster immer noch sinnvollen Text herauslesen kann.

Das tolle daran wäre die Redundanz womit die stärke des KI Einflusses sehr genau ermittelt werden kann.
Um das mit vertretbarem Arbeitsaufwand zu entfernen, bzw abzuändern braucht man wiederum KI Tools die dann ihren Code hinterlassen.

Das geht natürlich auch mit Bildern, Videos oder Audio. Man muss lediglich Bestandteile des Produktes durchgehend so anordnen das es nur von der KI als Muster erkannt werden kann.

Aber natürlich lässt sich jedes Wasserzeichen verhindern indem man dann entsprechend aufbereitete lokale Modelle verwendet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Anlass für die Einführung ist unter anderem Anthropics Beitritt zum Code of Practice für die Transparenz KI-generierter Inhalte gemäß Artikel 50 Abs. 2 des EU AI Act

Abgesehen das Compliants mit der Vorgabe nicht verpflichtend ist gibt es in dieser sogar eine Ausnahme für Texte welche der Nutzer im Rahmen der Nutzung eines Assistenten zurückgeliefert werden, also genau das wie auch Claude verwendet wird.

Für mich sieht es daher so aus als ob Anthropic es sich hier einfach machen möchte indem man einfach das Maximum umsetzt, ohne das Interesse ihrer Nutzer zu beachten.

Ich hab meine Subscription daher mit entsprechender Begründung gekündigt.
 
Bright0001 schrieb:
Wie viele Leute haben so viel Freude an ihrem Beruf, dass sie auch in der Freizeit durch die Kanalisation watschen, die Aldi-Kasse bedienen, oder alte Menschen waschen würden? Wie viele Leute haben Freude daran ihr Hobby in Nachtschicht auszuführen?
Da wird eh gerade das Thema kapern - wir sollten es dannach aber auch Beenden oder zurück zum Thema finden:

Lustigerweise sogar weit mehr, als man am Anfang meinen könnte und da hilft sogar ein Blick ins Mittelalter und in die Antike. Da war so mancher Beruf - alte Menschen waschen - sogar quasi "Hobby" von so manchem Menschen aus dem Adel, die darin ihre Selbstverwirklichung gefunden haben. Arbeiten in Hospitälern und Co war oft Selbstzweck und weniger Notwendigkeit und im Endeffekt für manche gut gestllten Freizeitbeschäftigung.

Ähnliches kann man sogar bis weit in das 19. Jahrhundert immer wieder beobachten, in dem Menschen, die eigentlich nicht mehr arbeiten mussten, plötzlich die Care-Berufe für sich entdeckt hatten und in Krankenhäusern, Hospitälern und Co gearbeitet haben, sogar mit richtigen Dienstplänen und Co und sich da teilweise selbst "aufopferten".

Der "Gemeinschaftsgedanke" war damals weitgehend wirklich ein anderer und damals - bis zur Industrialisierung - war die Einstellung zur Arbeit auch weitgehend eine andere. Klar, ich blende gerade auch "bewusst" ein paar Sachen aus wie Sklaverei auch im Mittelalter - nur haben Bauern, Tischler, Schmiede, Bergarbeiter, Köhler und alle die Menschen "hart" gearbeitet, gleichzeitig waren diese Menschen jedoch auch zum Teil echt "Faul". Friedrich März würde da durch drehen. Die Menschen haben hart und schwer gearbeitet, aber immer in dem Rahmen, wie sie es mussten. Dazu wurde gerade in den handwerklichen Berufen weit mehr nach Bedarf - und Bestellung - gearbeitet, weniger auf Vorrat. Bauern sind nicht morgens aufgestanden und haben gesagt, sie müssen jetzt 10 Äcker pflügen und pfanzen. Da wurde Morgens angefangen und man hat geschaut, wie weit man kommt und wenn man schneller fertig war, hat man die Zeit danach für anderes genutzt.

Die faulste Bande waren dabei oft sogar die Schäfer: Schafe raus aus dem Stall, auf die Weide und dann irgendwo in die Ecke legen und schlafen. Hund macht. Die Hauptarbeitszeit waren ganz andere Zeiträume wenn es zum Scherren der Schafe kam.

Die heutige Sicht auf Arbeit ist eine, die erst mit der Industrialisierung im Lauf der Zeit entstanden ist und die sehr viel heute auch ausblendet, was Arbeit früher bedeutet.

So genug Off-Topic, auch wen es mit dem Thema KI zutun hat - entfernt.
 
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Reaktionen: WauWauWau und grabeskuehle
DevPandi schrieb:
1. Ich sammel alle Fakten und Informationen und nutze ein LLM dann, um die Fakten zu strukturieren und um mir hier "erstes" Feedback einzuholen - gerade wichtig auch um eigene Widersprüche zu entdecken, man wird betriebsblind.
2. Ich strukturiere ein Roh-Entwurf mit Stichworten - auch nich im LLM - und lass mir dann quasi ein Fahrplan für den Text ausgeben. (Mir hilft das an der Stelle ungemein mit meinem ADHS und Autismus, weil ich doch gerne auch zu gedanklichen Sprüngen neige).
3. Ich öffne Word oder ein anderes Schreibprogramm und dann schreibe ich den Text selbst - die vorherige Struktur hilft dabei unglaublich den Faden nicht zu verlieren.
4. Der Text wird anschließend mit Tools wie dem Languagetool.org überprüft und entsprechend korrigiert - solche Rechtschreibkorrektur basiert bereits auf KI und man kann nun streiten.
5. Der Text wird in Abschnitten dem LLM gegeben und das bekommt gesagt: Text ist für Computerbase, heb mir bitte mal hervor, wo ich zu stark vom Dukltus abweiche, gebe mir Korrekturvorschläge, die aber immer noch mir entsprechen.
Habe ich auch schon so gemacht, kann ich empfehlen 👍
 
Mir würde eine gute lokale Echtzeitkorrektur in der Qualität von Deepl Write reichen, die neben reinen Rechtschreibfehlern auch die Grammatik verbessert und Satzzeichen korrekt setzt, ohne den Inhalt allzu sehr zu ändern.

Wenn ich im kreativen Schaffensprozess bin, tippe ich den Fließtext nur so runter, ohne Rücksicht auf Verluste. Bemerke ich aber grobe Schnitzer währenddessen, triggert es mich so sehr, dass ich immer unterbrechen muss, um es manuell zeitnah zu korrigieren.

Mir würde schon eine gute lokale Echtzeitkorrektur in Qualität von deepl write reichen das neben reinen rechtschreibfehlern auch im allgemeinen die Grammatik etwas aufpoliert und satzzeichen korrekt setzt usw ohne dabei den Inhalt als solches allzu sehr zu ändern.

Wenn ich im kreativen Schaffensprozess bin rattere ich fließtext nur so runter ohne rücksicht auf verluste. Bemerke ich aber grobe Schnitzer währenddessen triggert es mich so sehr das ich immer unterbrechen muss um es manuell zeitnah zu korrigieren.
 
Und wenn ich Claude sage, er soll mal "diesen Text eines Schülers" nach Wasserzeichen überprüfen und sie entfernen/kenntlich machen? 🤔
 
Und wo prüft man das dann :confused_alt: Wo ist das Tool dazu?
 
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