Rickmer schrieb:
Insbesondere fürs Übersetzen nutze ich gerne LLMs weil die meiner Erfahrung nach besser sind als herkömmlichere Methoden wie Google Translate.
Ich nutze KI für Übersetzungen und Korrekturen und ebenso, dass mal bewusst auch bestimmte Synonyme verwendet werden.
Am Ende will jeder auf der einen Seite "fehlerfreie" und "gutlesbare" Texte, die auch "spannend" sind. Gleichzeitig soll man allerdings auf Werkzeuge, die genau in dem Bereich sehr gut sind, verzichtet werden, weil andere die Werkzeuge "missbrauchen."
G00fY schrieb:
Mir reicht als Wasserzeichen aktuell immer schon wenn ich Gedankenstrich – statt Bindestrich - in Texten sehe.
MacOS und iOS korrigieren das Minuszeichen auch gerne mal zum Gedankenstrich. Zudem ist es gerade unter MacOS sogar relativ einfach an den zu kommen.
Ebenso fast jede normale Textverarbeitungsoftware wie Word, LibreOffice und deren Alternativen können heute aus einem Minus ein Gedankenstrich machen. Zudem – und das ist der Punkt – wenn ich jetzt diesen Beitrag noch mal durch die KI jage, damit er Satzeichen und Co korrigiert, passiert genau das Gleiche. Das hier jetzt kein Gedankenstrich vorhanden ist, liegt primär daran, dass ich mir die Zahlenfolge unter Windows nicht merken will und die Autokorrektur hier deaktiviert ist.
Dazu kommt im übrigen noch etwas, was je nach Browser dir an der Stelle sehr schnell auf die Füße fallen kann: – und - wird bei der normalen Textsuche im Browser zum Beispiel teilweise auch noch gleichgesetzt. Und auch der Dritte im Bunde: —.
Das größte Problem am Gedankenstrich - egal ob als Bindestrich oder korrekt formatiert - ist viel eher, dass die Verwendung dieses Zeichens im Deutschunterricht heute quasi nicht mehr wirklich beigegebracht wird - bereits zu meiner Schulzeit eigentlich nicht. Viele lernen den Gedankenstrich erst kennen, wenn sie sich wirklich "professionellem" Schreiben befassen. Was auch daran liegt, dass ein Komma am Ende quasi als Ersatz dient - ohne dass man groß darüber nachdenken muss. Die Kunst ist es zu wissen, wann ein Komma und wann der Gedankenstrich beim Lesen besser vermittelt, was gemeint ist - voll der Brainfuck!
Nitschi66 schrieb:
Eigentlich fast jede bessere Autokorrektur.
Rickmer schrieb:
Der Gedankenstrich (en-dash) wird von Autocorrect teils auch automatisch eingesetzt wenn die Satzstruktur passt. Word macht das z.B., womit du wohl jeden in Word erfassten Text für KI hälst.
Und sobald man weiß das man mit ALT+0150 das auch so Zaubern kann, fällt es eh insich zusammen. Und das interessante ist ja, das die LLMs ja im Deutschen sehr bewusst nur - und – verwenden, während im Englischen dann auch richtigerweise — dazu kommt.