News Weltweite Einführung: Wasserzeichen für mit Claude erstellte Texte

Bei Grammatik Korrekturen bin ich ohne Wasserzeichen. Wenn man für jede Änderung das gleiche Wasserzeichen bekommt, dann weiß man nicht wieviel KI man tatsächlich verwendet hat (Text generieren oder nur Grammatik Korrekturen usw).
 
Ich finde den Umgang damit so erbärmlich. Wir sind schon wieder beim Verbieten von Dingen die den Alltag erleichtern. Damit meine ich nicht, dass die KI Texte verboten werden, aber im professionellen Umfeld oder im schulischen Umfeld wird dir damit redundante Arbeit einfach erschwert, weil man "geflagt" wird. Natürlich soll man den Inhalt kennen und wissen was man damit anfängt, da gehe ich schon mit, aber alles andere ist einfach unsinnig. Man verbringt Stunden mit verfassen eines sauberen Textes, das die KI in Minuten erledigt.

Ok, dann wird es geflaggt, aber dann soll die Öffentlichkeit das bitte auch nicht an die große Glocke hängen. Ich beschäftige mich 10x lieber mit dem Inhalt, als mit dem idiotischen Verfassen von Texten, die am Ende eh keiner liest.
 
DevPandi schrieb:
MacOS und iOS korrigieren das Minuszeichen auch gerne mal zum Gedankenstrich. Zudem ist es gerade unter MacOS sogar relativ einfach an den zu kommen.

Ebenso fast jede normale Textverarbeitungsoftware wie Word, LibreOffice und deren Alternativen können heute aus einem Minus ein Gedankenstrich machen.
Da muss ich daraufhinweisen, dass das auf der Tastatur ein Bindestrich und kein Minus ist, das Minus ist dem en-dash/Gedankenstrich sehr viel ähnlicher, es ist so breit wie das Pluszeichen.
 
Die machen das auch, weil sie sonst mit llm Inhalten die eigenen Modelle weiter verblöden.
 
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Spätestens wenn der Text einmal als Plain-Text in ASCII Codierung abgespeichert wird (mit den meisten Texteditoren problemlos möglich), ist mit unsichtbaren oder ähnlich aussehenden Zeichen definitiv Schluss. Falls davon was drin sein sollte, würde höchstens ein sehr offensichtliches � Symbol davon übrig bleiben.

Wenn man "Wasserzeichen" haben möchte, die diese Art der Bearbeitung überstehen, bleiben Grammatik, Zeichensetzung und Worthäufigkeit als die einzigen Möglichkeiten. Wenn jemand einen ganzen Roman mit KI-Hilfe verfasst, könnte das funktionieren. Aber wenn es nur ein kurzer Brief ist, habe ich Zweifel.
 
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Computerfuchs schrieb:
Spätestens wenn der Text einmal als Plain-Text in ASCII Codierung abgespeichert wird (mit den meisten Texteditoren problemlos möglich), ist mit unsichtbaren oder ähnlich aussehenden Zeichen definitiv Schluss. Falls davon was drin sein sollte, würde höchstens ein sehr offensichtliches � Symbol davon übrig bleiben.
Deswegen glaube ich auch nicht dass Homoglyphen (oben habe ich Homographen gesagt, aber Homoglyphen ist richtiger) verwendet werden.
Da spielt ja nicht nur die Codierung eine Rolle, auch die Schriftart.
Ich hab das mal vorhin in Word ausprobiert, und da faellt es einem bei einigen Schriftarten schon direkt ins Auge.
 
Crifty schrieb:
Denn aktuell kann sich jeder durch die KI wie ein Fachanwalt für sämtliche Themen aufführen und muss nichts nachweisen, durch ein Wasserzeichen, werden die echten Bildungsverhältnisse wieder etwas gerade gerückt.

Fachanwalt? Dazu mal auf aktuelle Handlungen von Richtern.

Zumal bekannt ist das die AI/KI gerade im Recht sehr schlecht ist. Da sehe ich viel Mist der absolut nicht tragbar ist.
 
Augen1337 schrieb:
Nein, das wird sehr wohl nicht helfen. Eher vom Bildschirm abfotografieren / screenshotten und dann per OCR auslesen. Es sei denn es ist ein Sprachmuster, dann würde es diese Methode auch überstehen.
Natürlich sind es Sprachmuster.
Junge, was hier manche wieder an kompletter Ahnungslosigkeit zeigen.
Ergänzung ()

Nero2019 schrieb:
Bei Grammatik Korrekturen bin ich ohne Wasserzeichen. Wenn man für jede Änderung das gleiche Wasserzeichen bekommt, dann weiß man nicht wieviel KI man tatsächlich verwendet hat (Text generieren oder nur Grammatik Korrekturen usw).
Ein Text ist ein Text. Es ist weder in die eine noch andere Richtung nachweisbar, wo er herkommt.

Man kann halt mit bestimmter Wortwahl etc. Hinweise verstecken, die sind aber weder ein Nachweis noch übermäßig robust.
 
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Es kann genauso die Anzahl Worte - oder Tokens - in einem Satz nach x Sätzen sein - +/- 15% wobei sich der nächste x(1) Satz dann irgendwie berechnet. AI kann das beliebig komplex machen.
 
diamdomi schrieb:
Das ändert nichts. Der erstellte Text selbst enthält diese "unsichtbaren" Flags. Es müsste also der Text selbst "stärker" bearbeitet werden.
Das kann ja schwer sein wenn es gleichzeitig wieklich keinen Einfluss auf den Inhalt des Textes haben soll. Wenn das "Wasserzeichen" tatsächlich steganographisch rein im Text und nicht in Steuerzeichen etc. enthalten sein soll, dann hat das sehr wohl Auswirkungen auf die Formulierung und den Inhalt des Textes.
 
Wie in den Quellen von @Wo bin ich hier schon erwähnt, ist eine stochastische/sprachbasierte Lösung die einzig realistische Variante. Irgendwelche Sonderzeichen oder Austauschbuchstaben sind lächerlich einfach zu erkennen und zu ersetzen, und es würde keine 30 Sekunden dauern, bis es entsprechende Extensions für jeden Browser und seine Oma dafür gäbe.

Mit stochastischen Modellen ist es dann etwas schwieriger; Der Output behält zwar die gleiche Qualität, da jedes Token mit der gleichen Wahrscheinlichkeit wie im Original auftaucht, nur dass die Art und Weise, wie Tokens ausgewählt werden, "modifiziert" ist - und wenn man weiß, wie sie modifiziert ist, kann man rückwirkend auch prüfen, ob ein Text mit der Erwartungshaltung übereinstimmt.

Fluch und Segen sind dabei die Längen der zu prüfenden Texte: Wer eine Doktorarbeit per KI schreibt, der wird sie effektiv neu schreiben müssen, um nicht erkannt zu werden, da selbst mit vielen Änderungen weiterhin viele unveränderte Textabschnitte drin bleiben, die einem am Ende eine hohe Konfidenz geben, dass etwas KI generiert ist. Umgekehrt ist es bei kurzen Texten: Ein paar Satzteile vertauscht, ein paar Wörter ersetzt, fertig ist der KI-freie Text.

Am Ende wird das aber nur "normale" Nutzer betreffen, denn diejenigen, die damit Geld verdienen, werden sich schnell zu helfen wissen; Die teure, gebrandmarkte Antwort von Claude in ein günstiges lokales LLM geschmissen und die generierten Information mit neuen Wahrscheinlichkeiten generieren lassen, und puff, Watermark ist Geschichte. Würde im übrigen auch für alle anderen Arten von Wasserzeichen gelten, ob nun unsichtbare Sonderzeichen, ausgetauschte Buchstaben, etc.
 
the_IT_Guy schrieb:
Kann sein, dass Microsoft in Zukunft immer mehr ein kleines Wordpad draus macht, aber im Moment ist Notepad ein Reiner Texteditor und es würde kein Unterschied machen zu der OCR Methode.
Ist doch jetzt schon so, dass Notepad ja auch Formatierungen übernimmt...
Gabs auch schon Sicherheitslücken wegen dem Kram, warum man Notepad nicht einfach Notepad gelassen hat werde ich nie verstehen. Das war ja gerade der Vorteil, dass da eben purer Text rauskam.
 
Neues Geschäftsmodell: KI bezahlen, Text mit Wasserzeichen erhalten – das Wasserzeichen lässt sich gegen Aufpreis entfernen;)
 
Bin gespannt ob die Methode zuverlässig sein wird. Und dann wirds nicht lang dauern, bis die ersten Browserplugins (oder gern gleich als Feature in Firefox) kommen.

Wäre interessant zu sehen, wie viel Text den man tagtäglich zu Gesicht bekommt mit KI in Berührung kam, glaub da werden einige von uns sehr lange Gesichter haben.

Und ich habe natürlich ganz bewusst „in Berührung kam“ verwendet, es geht hier nicht um einen vermeintlichen Beweis, dass der Text generiert wurde, auch wenn es gewisse Leute sicher so sehen werden wollen.
 
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