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TV SPIELFILM, 12.06.2004
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Schock im Werbeblock
Nichts für schwache Nerven. Mit überraschenden TV-Spots sorgt K-FEE, der Kaffeegenuss aus der Dose, für Wirbel - und für mahnende Worte vom Werberat
Zunächst ist alles harmonisch, entspannt, ruhig. Ein Strand im Abendlicht, ein verliebtes Pärchen, leise spielt Musik im Hintergrund. Okay, ein bisschen trashig erscheint die Szenerie schon, wahrscheinlich kommt gleich ein witziger Slogan..
Irrtum. Was kommt, ist der blanke Horror: ein markerschütternder Schrei, eine widerliche Fratze glotzt aus dem Bildschirm. Schock schwere Not - was war denn das?
"So wach warst du noch nie", lautet die Botschaft im Abspann des Spots, mit dem "K-fee", das Kaffeegetränk aus der Dose, auf sich aufmerksam machen will. Stimmt, kann man da nur erwidern - bevor man aufsteht, um einen Wischlappen für das vor Schreck verschüttete Bier zu holen.
Damit man auch immer aufwacht, gibt es gleich neun von diesen Horrorspots, so dass sich zwar das Format, kaum aber die Spots wiederholen. Der Auftritt stammt von der Hamburger Werbeagentur Jung von Matt/Fleet, die den "Kaffee in hohen Dosen" erstmals Anfang Mai ins Fernsehen brachte.
Prompt gab es Ärger. "Die Spots würden Fernsehzuschauer in einem nicht mehr akzeptablen Maß erschrecken und somit auch die Gesundheit schädigen", befand der Deutsche Werberat. Übrigens nicht das erste Mal, dass die Kaffeemacher aus Berlin mit ihrer Werbung anecken. Für die angeblich frauenfeindliche und sittenwidrige Plakatwerbung mit Ex-Pornostar Michaela Schaffrath alias Gina Wild wurde die Firma im vergangenen Jahr sogar vor den Kadi zitiert. Das Gericht - unter dem Vorsitz einer Richterin - wies die Klage jedoch ab.
Auch bei den Spots versteht K-fee-Vorstand Richard Radtke die Aufregung nicht: "Sie treffen doch voll den Markenkern. Wir wollen die Werbung weiter ausstrahlen."