Wie E-Auto Förderung sinnvoll gestalten?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Samurai76 schrieb:
Dazu /aktuell soweit mir bekannt) 10 Jahre Steuerfrei

Ja und nein. Der Koalitionsvertrag sieht eine Verlängerung der befristeten Kraftfahrzeugsteuerbefreiung für reine Elektroautos bis zum Jahr 2035 vor. Eine gesetzliche Umsetzung steht momentan aber noch nicht fest.
Bis dahin unterliegen ab dem 1. Januar 2026 erstmals zugelassene E-Autos der regulären Kfz-Steuer die nach dem zulässigen Gesamtgewicht berechnet wird (200kg) Schritten.
 
Ich kann mir kaum vorstellen das sie das nicht verlängern, allerdings wäre das nicht der erste Punkt aus dem Koalitionsvertrag den die Union einstampft. So wie bei den PV-Anlagen könnte man drauf kommen das die Teile auch ohne Förderung wirtschaftlich sind.
Interessant mal die Ergebnisse unterschiedlicher Umfragen oder Studien gegenüber zu stellen (alle aktuell):

Aus einer Studie finanziert vom Verband führender europäischer Ladeinfrastrukturbetreiber Charge France: "Laut der Studie würden fast 60 Prozent der Europäer beim nächsten Autokauf ein E-Fahrzeug wählen." Quelle

Aus einer Umfrage des Auto-Abo-Anbieters Finn:
"Ohne Kostenlimit wünscht sich knapp ein Viertel ein E-Auto." Also wenn Geld keine Rolle spielt und hier gilt die Aussage nur für Deutschland. Quelle

Aus einer Studie des Forschungsinstituts Allensbach für den Verband der Automobilindustrie:
"Nur etwa jeder Neunte (Deutsche) erwägt laut einer Studie, sich ein reines E-Mobil anzuschaffen" Quelle

Also entweder traue ich keiner Statistik die ich nicht selbst gefälscht habe oder die Deutschen sind tatsächlich deutlich rückständiger als der Rest Europas. Ich glaube nicht das Menschen in Italien oder Griechenland bessere Möglichkeiten zum Laden haben als die Deutschen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Samurai76 und knoxxi
Tomislav2007 schrieb:
Wieso funktioniert es dann in die offensichtlich falsche und nicht in "eure" angeblich richtige Richtung ?

Grüße Tomi
sorry aber das ist ein dummes Argument.

Dafür musst du einfach nur mal zu allen erdenklichen Themen in die Sozialen Medien schauen, egal ob Politik, Krieg, E-Autos oder sonstige Themen.

Die Dummheit des Menschen ist grenzenlos, wie sonst sollte so viel "Meinung" von Schwurblern und Dummen existieren.

Alleine wenn ich zum Thema Ukraine Krieg, Israel oder diversen politischen Themen so manche Instagram und Facebook Kommentarsektionen durchlese kommt mir das blanke kotzen. Und das sind nicht ein paar Hansele sondern es gibt da draußen 100.000de die so einen dummen scheiss verbreiten, da wirds einem kotzelend. Und das schlimme dabei ist, die sind von ihrer Meinung felsenfest überzeugt.

Soziale Medien sind überschwemmt von Fake-News und Lügen...

Ergänzung ()

Erkekjetter schrieb:
Die deutschen Hersteller könnten. Wenn sie wollten. Sie wollen nicht. Das ist die Hauptursache. Die Preise NACH Importzoll können sie allemal schaffen.
aha.

ok dann vergleichen wir mal den XPeng G9 in der Performance Variante mit z.b. dem BMW iX

Ausstattungsbereinigt (ja der BMW mag in Vollkonfiguration bisschen mehr Ausstattung haben) kostet der G9 mal 45% mehr als der BMW.

Meinst du ernsthaft BMW könnte den iX wirklich für 45% weniger verkaufen wenn sie nur wollten? ;) Und da sind die 20% Import Strafsteuer noch oben drauf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie heisst es so schön? Der markt bereinigt sich selbst? Wenn bmw dermassen ineffizient ist, welche berechtigung haben sie dann am markt und wieso sollten wir sowas subventionieren?

Ps: und ja würde bmw die ganzen optischen luxus spielereien und in beim Material im innenraum leichte abstriche machen, wäre der abstand deutlich geringer.
Ich sagte ja, deutsche automobilhersteller entwickeln ammmarkt vorbei und haben sich auf luxus und premium eingeschossen. Klar kostet das, niemand brauchts wirklich und funtkioniert dank firmenflottensubventionen. Und sonstigen subventionen. Was allein die automobilhersteller an kurzarbeitergeld kassieren…
die deutsche Automobilbrnache gehört mit zu den best bezahlten branchen in DE, auf allen Gehaltsebenen. Kassiert mit die meisten Subventionen, direkt und indirekt. Hat massiven politschen Einfluss. Man könnte meinen, sie spielt eine überragende Rolle in der deutschen Volkswirtschaft. Die Realität ist, das sie kaum noch relevanz auf dieser Ebene hat. Das Image der deutschen Autohersteller ist massiv überbewertet und hat über die Jahrzehnte einen fettgefressenen, selbstherrlichen Teilindustriebereich geschaffen, der in einem halbwegs wirklich kompetativen Marktumfeld längst chancenlos wäre...
 
Zuletzt bearbeitet:
die deutschen Premiumhersteller werden tendentiell ja schon "schlechter" im Innenraum - bei steigenden Preisen. Premium ist da oft vieles nicht mehr. Trotzdem dominieren sie halt dank Flottenverträgen etc.

Sie haben das Glück das die meisten Chinesen wirklich nicht agressiv in den Deutschen Markt drücken. Wenn die Chinesen ihr Händlernetz deutlich ausbauen würden und auch noch mehr Fokus auf Software/Assisysteme in Bezug auf Deutsche Straßen legen würden, dann gute Nacht Deutsche Premiumhersteller auf kurz oder lang.

Ich wäre z.b. nach meinem Born Leasing Ende nächstes Jahr im Mai echt interessiert an so nem XPeng G6 z.b. - aber erstens ist der nächste und einzige Händler 100km weg (die nächsten dann mind. 180-200km) und die Software bzw. Assissytem wie z.b. Schildererkennung arbeiten einfach noch zu schlecht. Sonst spräche wirklich kaum was gegen so ein Auto.
 
Das mit dem Händlernetz ist ja schon bei den großen etablierten Asiaten teils problematisch. Teils eigenverschuldet, teils aber auch aus gründen, die aus der deutschen mentalen Abhängigkeit ihrer Automarken erwachsen.
 
ja teils teils.

Aber es macht halt Effektiv den Unterschied, ob ich bei jedem Problemchen oder Service dann 15km zum Autohaus habe oder 100km einfach (zumindest so lange du keinen Abhol- und Bringservice hast :) )
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Erkekjetter
Buttkiss schrieb:
Also entweder traue ich keiner Statistik die ich nicht selbst gefälscht habe oder die Deutschen sind tatsächlich deutlich rückständiger als der Rest Europas.
Man kehrt bei solchen Studien oft viele Sachen unter den Tisch und deine verkürzten Zitate machen es noch weiter zu "stillen Post". Man braucht sich das mal nur etwas genauer anzuschauen....
Immerhin 55 Prozent wollen sich in absehbarer Zeit ein Batteriefahrzeug zulegen. Doch innerhalb der Fünf-Jahres-Frist sind es deutlich mehr als im europäischen Mittel: Hierzulande sind es 37 Prozent, die dem Elektroauto mittelfristig zuneigen.
Absehbare Zeit ist ein dehnbarer Begriff, so würde ich zu der Kategorie ebenfalls zählen, irgendwann vielleicht in 10-20 Jahren, falls ich da ein eigenes Auto bräuchte.

Bei der anderen Studie hingegen wurde nach hier und heute gefragt...
1757493683017.png

Dazu spielt natürlich eine Rolle, wer überhaupt befragt wird. Solche Statistiken sind oft schlichtweg nicht repräsentativ, wenn sie nicht alle Altersgruppen umfassen oder in Großstädten erstellt werden.
1757493891559.png

https://www.vda.de/dam/jcr:bb26c347...Mobilitaet-und-Verkehr-2025-VDA.pdf?mode=view

Dann kann man natürlich jede Umfrage bewusst oder unbewusst gezielt beeinflussen. Fragst du die gleichen Leute "könnten sie sich vorstellen ein E-Auto zu kaufen" wirst du ein völlig anderes Ergebnis bekommen, als wenn du sie fragst, "Was würden sie sich aktuell für ein Auto kaufen, Verbrenner oder Elektro".
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: _killy_
@MrMorgan Ja natürlich! da bin ich voll bei dir. Marken wie Xpeng etc. sind bei mir raus, schlicht weil ich keine 100km+ zum Service fahren kann. Selbst 50km+ wäre da schon ein No-Go. Wer als Vollzeitarbeitender soll das hinbekommen? Da helfen halt auch keine hohen Preisvorteile.
Gut im speziellen Fall XPeng spricht auch dagegen, dass sie einfach kein modell haben, was mich als Familienvater interessiert. Keinen Bus, keinen Kombi, nur wieder SUV (oder Luxuslimosine). Auch hier glaube ich, dass die chinesen und Asiaten den etablierten EU MArken das Wasser leicht abgraben können, wenn sie genau diese Bautypen aufgreifen würden. Insbesondere als BEV. BEV Kombis sind eine Rarität. Kombis an sich scheinen mir aber wieder massiv auf dem Vormarsch zu sein, gefühlt sieht man sie erheblcih öfter und nicht viel seltener als SUV. Bereinigt man das noch um ALterskohorten, sprich rechnet etwas die Übermacht der Boomer raus.... Ich glaube nicht, dass SUV ewig der Renner bleiben werden.... Auch hier verpassen die Hersteller in meinen Augen mal wieder einen sich abzeichnende Trendwende. Vor allem wieder die deutschen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: MrMorgan
Der Weltmarkt ist halt aber auch kein Kombi-Markt... und der Deutsche Markt im Globalen Vergleich eher klein.

Wurden ja aber jetzt auch diverse Konzepte zu neuen Kombis auf der IAA vorgestellt - Dauert aber halt wieder 1-5 Jahre bis das auch da ist bzw. erschwinglich
 
MrMorgan schrieb:
zumindest so lange du keinen Abhol- und Bringservice hast :)
Oder dir ein Techniker zum Fahrzeug bestellt wird, der das Problem dann behebt.
 
@knoxxi
Der kommt dann mit DHL, Hermes oder GLS direkt aus China ... und geht danach als kostenlose Retoure zurück.

Mit Menschen geht das nicht ... aber einen Wartungsroboter könnte man auf diese Weise zum Kunden bringen ... und das wäre dank der quasi nicht existenten Transportkosten allemal günstiger, als der Aufbau eines relativ engmaschigen Werkstattnetzes vor Ort.
 
DerOlf schrieb:
Der kommt dann mit DHL, Hermes oder GLS direkt aus China ... und geht danach als kostenlose Retoure zurück.
??

Da kommt ein Mensch mit einem Fahrzeug und wechselt an deinem Auto das Teil.
 
Wenn man sich im Nutzfahrzeugbereich in der Klasse Vito/Trafic/Transit Custom nicht zwischen vernünftiger Reichweite und Zuladung entscheiden müsste, wäre es bei uns auch ein reines Elektrofahrzeug geworden. So wurde es halt der Ford Transit als Plug-In Hybrid, bis jetzt stehe ich 85% rein elektrisch gefahren da im Stadtverkehr die kleine Batterie kein großes Problem ist. Benzinverbrauch auf 100KM derzeit laut Boardcomputer 1,3L.
Und für die paar mal Langstrecke springt dann halt der Benziner ein, verglichen mit dem alten Kangoo, der einfach zu klein war sparen wir trotzdem sehr viel fossilen Treibstoff.
Die Ladepunkte, die hier in Berlin viellerorts spawnen sieht man beim Vorbeifahren nur selten belegt. Ich persönlich hätte aber auch nur wenig Lust den Wagen Nachmittags anzustecken und Abends wieder umsetzen zu müssen. Da bin ich doch sehr froh, bei uns am Lager das CEE-Kabel mit der mobilen Wallbox (gibts für weniger als 200€ zu erwerben) rauslegen zu können und den Wagen so zu laden. Das einzige, was mich dabei stört ist das die Mühle nur einphasig lädt, dreiphasig Laden wäre schon nett dann wäre der in einer knappen Stunde wieder voll.
Finanziell spricht gegen einen Nutzfahrzeug-Stromer eigentlich erstmal nichts, die Hersteller geben auch hier großzügige Rabatte, laut Aussage des Ford Händlers über den wir den Wagen bezogen haben verkaufen sich e-Transit und Co sehr schleppend.
 
knoxxi schrieb:
Da kommt ein Mensch mit einem Fahrzeug und wechselt an deinem Auto das Teil.
Das funktioniert nur, wenn du als Kunde genau weißt, wo das Problem liegt.
Aus einer Kundenbeschreibnung der Symptomatik auf ein auszutauschendes Teil zu schließen, ist nicht ganz so leicht.

Es gibt einen Satz, den man bei technischen Fragen in Foren immer wieder liest. "Ferndiagnose ist schwer bis unmöglich".
Aber genau eine solche wäre notwendig, damit der Techniker nur ein mal kommen muss.
 
Oder es kommt wer zu dir, tauscht das Auto, nimmts mit und später wirds wieder gebracht und getauscht - wäre mal was für Deutsche "Premium"-Marken ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: knoxxi
xexex schrieb:
Dann kann man natürlich jede Umfrage bewusst oder unbewusst gezielt beeinflussen.
Schon klar, man sollte sich immer anschauen wer die Studie denn finanziert. Ich glaube das alle von mir verlinkten Studien und Umfragen nur ein verzerrtes Bild darstellen. Die erste erscheint mir viel zu positiv wobei die für den Verband der Automobilindustrie "Nur etwa jeder Neunte..." zu negativ scheint, obwohl beide vom nächsten Autokauf sprechen. Der Adac hatte letztes Jahrs schon einmal eine ähnliche Umfrage dazu wo der Pro-Anteil bereits deutlich höher lag. Du hast automatisch einen Schwarm Leute dabei die sich mit dem Thema überhaupt nicht auseinandergesetzt haben.

Ratterkiste schrieb:
laut Aussage des Ford Händlers über den wir den Wagen bezogen haben verkaufen sich e-Transit und Co sehr schleppend.
Ich kann mir vorstellen das insgesamt viele den Umstieg hinauszögern, solange nicht klar ist ob und wie denn jetzt gefördert werden soll.
 
Ich fahre jetzt seit Mai 2024 den Cupra Born - für mich steht fest das ich beim E-Auto bleibe, auch wenn man mich durchaus als "Petrolhead" bezeichnen könnte. (aber um fair zu bleiben Eigenheim+PV) - allerdings hab ich die PV erst seit 02/2025 - ich habe somit die ersten Monate auch nur öffentlich geladen (ländlicher Bereich)

Für mich gibts höchstens noch als Zweit(Spaß)-Fahrzeug nen Verbrenner.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: <NeoN>
Die beste Umfrage zu "was für ein Auto/Antriebstechnik würdet ihr kaufen" ... sind die vergangen Zulassungszahlen:
Nehmen wir Mai 2025 (KBA)
  • Benziner 28,4%
  • Diesel 14,7%
  • Hybride 38,5%
  • BEV 18,0%

Bei einer Umfrage kann man immer irgendwie irgendwas sagen. Was am Ende dabei rauskommt, sieht man dann bei den Zulassungszahlen. Primär sind die die Neuzulassungszahlen ja auch eher gewerblich getrieben (67,1%) ... Neuwagen sind bei Privatkunden (32,8%) eher "weniger beliebt".
 
In Berlin werden Elektro-Nutzfahrzeuge schon mit 25% bezuschusst auf Antrag, an mangelnder Förderung liegt es eher nicht.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben