Wie geht ihr mit Druck um?

Naja, sowas wie druck kenn ich nicht direkt. Ich hab halt selten mal Stress, das heißt richtig viel um die Ohren, da hilft halt nichts, als ran an die Arbeit, und es durchziehen, bis alles geschafft ist.. und in der Schlussphase sich von vornerein mit den Sachen abfinden die zeitlich einfahc niht machbar waren (Also beim lernen auf klausuren oder so...) ...

Da ich morgen ein tolles Kolloquium habe, in dem es zufälig um Psychologie geht, würde ich den meisten hier, egal ob wegen Druck oder "Faulheit" einfach operantes Konditinoieren empfehlen *Klugscheiß* :D


Neee, mal im Ernst, wegen Druck/Panik:

Die Ursache für das Abschalten bei Druck ist Angst, die gilt es zu bekämpfen.... da gibts unterscheidliche Methoden.. für den Selbstversuch würde ich empfehlen, Entspannungsübungen zu erlernen (damit kenn ich mich weniger aus.. autogenes Training wäre eine) und sich dann eine Stresssituation (zunächst eher wenig Stress) detailiert vorstellen, und dann mittels Entspannungsübungen entspannen, das nimmt die Angst vor der realen Drucksituation. Das dann langsam in der Intensität steigern. Man könnte sich auch freiwillig in reale, zunächst kleine Drucksituationen begeben, das wäre wohl effizienter, aber bestimmt nicht so einfach, zu bewerkstelligen). Mit nem Psychologen könnte man auch "Implosion" (unter beobachtung gleich die schlimmste Situation sich vorstellen, und versuchen damit klar zu kommen) oder "flooding" (sich in die reale Angstsituation begegeben bis sie ausgestanden ist) versuchen, wobei ich nicht weiß, ob das bei Drucksituationen so geht, bei ängsten funktinionierts....


Wegen Faulheit:

Also wenns um Arbeiten und Lernen geht, ist wichtig, dass das Arbeitsumfeld stimmt, d.h. Schreibtisch aufgeräumt z.B. . Ablenkungsmöglichkeiten sollten verschwinden (d.h. z.B. räumliche Distanz zwischen Fernseher und Kühlschrank erhöhen ^_^ oder Lankabel ziehen, Router ausstecken, solange man arbeitet )...
Wenns um Referate geht, kann man (wenn man mit Druck umgehen kann) die Motivation erhöhen, in dem man mit Kumpels wettet (von wegen : "bis dahin hab ich die ersten 10 Seiten, sonst zahl ich ne Kiste Bier" ) dabei sollte man halt nicht um was wetten, von dem man selbst nen nutzen hätte, und man braucht Kumpels, die das mitmachen, wobei deren Einsatz 0 sein kann ;) ).... wichtig ist auch, dass ihr euch belohnt.... belohnt euch, wenn ihr 3 Wochen vor der Abgabe die ersten 2 Seiten geschaft habt (und wenns nur ein Eis ist).. also mit jeder Annäherung an das Endziel... das erhöht die Motivation.... der beste Lohn ist halt, wenn man schon ne Woche vor der Abgabe sicher ist, dass alles fertig ist... da kann man dann Andere auslachen, die noch im Stress sind :D
Und findet raus, was für ein Lerntyp ihr seid (gibt sogenannte Lerntypen-Tests), weil das Lernen sonst ineffizient und frustrierend ist (übelste Zeitverschwendung) .. seid ich weiß, wie ich am effizientesten lerne, machts einfach mehr Spaß....

so,d as wärs von mir.. hoffe geholfen zu haben.... :cool_alt:
gute Nacht!
 
Hi,
hab gerade hier gelesen was ihr so vor 5 Jahren geschrieben habt.
Aber vielleicht liest es ja doch noch jemand.

Das Problem, um das es hier geht, nennt sich Prokrastination. Das Aufschieben von unangenehmen Dingen, die ich besser morgen als heute erledige. Mittlerweile reagieren die Schulen und Unis auf das Problem und bieten Kurse an, um diese Aufschiebprobleme in den Griff zu bekommen. Wichtig ist auch, dass es mittlerweile ein Bewusstsein dafür gibt, dass viele Schüler und Studenten eben nicht einfach nur faul sind, sondern es sich hierbei um eine Störung handeln kann, die behandelt werden sollte.

Grüße
 
Wichtig ist auch, dass es mittlerweile ein Bewusstsein dafür gibt, dass viele Schüler und Studenten eben nicht einfach nur faul sind, sondern es sich hierbei um eine Störung handeln kann, die behandelt werden sollte.

Klingt alles sehr ausführlichst und nachvollziehbar, dennoch sei nochmal angemerkt das es leider reichlich Menschen gibt die wirklich faul sind und die man zu ihrem eigenem Schutze dann in die Kategorie schiebt, die du selber nennst.

Dieses nicht "wahrhabenwollen" von bestimmten Eigenschaften von bestimmten Menschen ist manchmal nur eine kleine Notlösung. Jeder schlaue Mensch sagt sich dann hey, warum soll ich mir den stress machen ?? Tu ich doch mal einfach so wie die anderen auf Krank und chille ^^

Ich empfehle radikalte Trennung, genügend Zeit nur für Vergnügung und Entspannung einteilen, und genügend Zeit für die zu erledigende Arbeit einteilen und sich radikal daran halten.
 
Eigentlich könnte ich hier das gleiche schreiben wie Samsa - ging mir in meiner Jugendzeit genauso! Ich glaube ich habe die letzten 5 Jahre in der Schule bestenfalls 1-2x meine Hausaufgaben auch wirklich zu Hause gemacht und nicht wie sonst immer 5 Minuten vor Arbeitsbeginn!
Als ich dann mit der Arbeit anfing, habe ich so weiter gearbeitet, ich kam eigentlich immer ganz gut zurecht, aber das ein oder andere mal stand ich unvorbereitet vor einer Situation, die dann doch peinlich für mich war!
Das hat in mir ein Umdenken eingeleitet. Heute mache ich alles sofort - was sehr schwer ist, da ich bei anderen auf Zuarbeit angewiesen bin, die aber genauso wie ich früher, nur am rumklüngeln sind und so immer wieder Probleme auch für mich entstehen, für die ich jetzt gar nichts mehr kann!
Sehr dumme Situation!

Nein, mach Deine Arbeit sofort, es ist immer angenehm, wenn man das Wochenende noch vor sich hat, weil man die Hausarbeit schon am Freitag nach der Arbeit gemacht hat!
Oder der Nachmittag im Büro wird angenehmer, wenn man hinten zum Feierabend noch Zeit hat und somit auch Platz für unvorhergesehenes!

Klingt alles sehr ausführlichst und nachvollziehbar, dennoch sei nochmal angemerkt das es leider reichlich Menschen gibt die wirklich faul sind und die man zu ihrem eigenem Schutze dann in die Kategorie schiebt, die du selber nennst.
Der Kandidat bekommt 100 Punkte!
Heute haben Menschen Krankheiten, die es vor 10 Jahren noch gar nicht, oder nur in extremsten Fällen gab!
Es ist für die allermeisten wirklich nur eine Ausrede - habe ich selber erlebt, als ein Arzt mir mit "Burnout" kam - das ist für viele mittlerweile der zweite Urlaub im Jahr! Einfach mal den Urlaub dazu nutzen, zu was er eigentlich da ist, zum ausruhen und schon geht es wieder, genau wie bei mir!

Bitte nicht falsch verstehen, es gibt sicherlich Situationen, wo man Menschen helfen muß, um die wieder auf die rechte Bahn zu bekommen! Aber das sind Ausnahmen! In einem Fachkreis habe ich mal Ärzte reden hören, die statistisch von rund 90% ausgehen, wenn es darauf ankommt wie viele Menschen mit "Burnout" gar kein echtes "Burnout" haben!
Die Summe von 90% halte ich für realistisch........
 
Heute haben Menschen Krankheiten, die es vor 10 Jahren noch gar nicht, oder nur in extremsten Fällen gab!
Es ist für die allermeisten wirklich nur eine Ausrede - habe ich selber erlebt, als ein Arzt mir mit "Burnout" kam - das ist für viele mittlerweile der zweite Urlaub im Jahr! Einfach mal den Urlaub dazu nutzen, zu was er eigentlich da ist, zum ausruhen und schon geht es wieder, genau wie bei mir!

Es wird aus jedem etwas kleinem versucht hauptsächlich in Deutschland etwas größeres zu machen.

Anstatt zu sagen gut, der ist Faul und kann aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes (abgesehen von der Psyche) rein theoretisch angemessen Erfolgreich sein, wird daraus ne Krankheit gemacht um die Faulen wirklich zu schützen.

Ja schützt die alle, aber wundert euch nicht das Deutschland immer mehr seine zugesprochene Kompetenz verliert.


Ich habe dieses Jahr Abi abgelegt und habe wirklich hautnah miterlebt, wie einige sich einen Riesen Stress gemacht haben und schon wochen vorher angefangen haben zu lernen getreu dem Motto ... Ohhh nein ich kann ja garnix -.-

Da kann ich nur sagen: Man sollte wissen was man kann und die Schwachstellen so gut wie möglich ausbessern. Niemand ist Perfekt und kann es jemals werden.

Bitte nicht falsch verstehen, es gibt sicherlich Situationen, wo man Menschen helfen muß, um die wieder auf die rechte Bahn zu bekommen! Aber das sind Ausnahmen! In einem Fachkreis habe ich mal Ärzte reden hören, die statistisch von rund 90% ausgehen, wenn es darauf ankommt wie viele Menschen mit "Burnout" gar kein echtes "Burnout" haben!

Es ist beleidigend für die richtig kranken Menschen, das "faule" Menschen als "krank" bezeichnet werden.
 
Ich versuche mir einen Masterplan aufzustellen, was ich wie erreichen will, wenn ich dann einen realisierbaren Plan habe, gibt es mir Sicherheit und Orientierung
 
Puuuh, also wenn ich rel. großen Druck empfinde (erst vor kurzem durch Modulprüfungen), dann reagiere ich mich besonders stark beim Sport (Judo/Tennis) ab, trinke viel Kaffee und esse mehr (vor allem Müsli).

Dann passt das.
 
Spike93 schrieb:
Ich habe dieses Jahr Abi abgelegt und habe wirklich hautnah miterlebt, wie einige sich einen Riesen Stress gemacht haben und schon wochen vorher angefangen haben zu lernen getreu dem Motto ... Ohhh nein ich kann ja garnix -.-

Da kann ich nur sagen: Man sollte wissen was man kann und die Schwachstellen so gut wie möglich ausbessern. Niemand ist Perfekt und kann es jemals werden.

Das gilt möglicherweise für Schüler.

Es gibt aber auch Druck, der von Dritten (Vorgesetzen) im Berufsleben aufgebaut wird, und vor dem man sich nicht entziehen kann.
Wenn man den ganzen Schreibtisch voll hat und weiß, wie schnell so eine Woche vorüber ist, dann hat man Druck. Dann muss man mit diesem Druck umgehen können.

Wenn ich sehe, wie andere in meinem beruflichen Umkreis herum teilweise von 8 Uhr bis 18 oder 19 Uhr arbeiten müssen und das täglich, und dann ggf. noch eine Stunde nach Hause brauchen, dann kann ich verstehen, dass man irgendwann einfach nicht mehr kann.
Der Sinn des Lebens kann doch nicht darin bestehen, nur zu arbeiten und zu schlafen (und das bisschen Freizeit geht dann für den Haushalt drauf).
 
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