Wie korrekt telefonisch nach der Bewerbung erkundigen?

theblade

Commodore Pro
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Guten Morgen!

ich habe mich vor knapp 2 Wochen bei verschiedenen Firmen beworben. Eine hat sich bisher nur gemeldet das die Auswahl etwas länger dauert.

Nun möchte ich gerne bei den anderen Firmen anrufen und fragen wie es aussieht - aber ohne stressen zu wollen!

Wie frage ich am besten?
 
Warte noch 2 Wochen.
Dann rufe dort an, lass dich mit der Personalabteilung verbinden und trage dein Ansuchen höflich vor.
 
Dabei kommt es natürlich ganz drauf an, was für einen Job du haben möchtest.

Ich habe auch schon viele Bewerbungen verschickt und einige Male nachgefragt.
Wenn man dann nachfragt, dann muss das zur jeweiligen Firma passen.

Ich habe mich zum Beispiel mal bei der Wolfsburg AG (effektiv die Zeitarbeitsfirma von VW) für einen Ferienjob (2 Monate) im Werk Wolfsburg beworben.
Da habe ich dann schlicht bei der Wob AG angerufen und nach der Abteilung gefragt, die für die entsprechende Zeitungsanzeige verantwortlich sei.
Bei der richtigen Person habe ich dann ganz direkt gefragt, ob meine Bewerbung angekommen ist und welche Zeitrahmen für das Auswahlverfahren vorgesehen sind.
(Wichtig: Vorgesehen. Das erlaubt der anderen Person etwas zu sagen, auf das man sie nicht festnageln kann. Wenn sich der Plan ändert, dann ändert er sich.)
Als Antwort habe ich dann bekommen, dass man eine einzelne Akte nicht finden kann, die akzeptierten Bewerbungen aber innerhalb der nächsten 7 Tage benachrichtigt würden.
Nach 6 MONATEN gabs dann ein Schreiben, dass man mir alles gute wünscht, es zu viele Bewerbungen gab und man mich trotz sonstiger Eignugn nicht ausgewählt hätte, blablabla...
Das ich den Job, der vor 4 Monaten gewesen wäre, nicht bekommen habe konnte ich mir da schon denken :D

Bei kleineren Firmen fragt man halt nicht nach der Abteilung, sondern der Person die für Bewerbungen zuständig ist.
Diese Person fragst du dann ganz freundlich, ob deine Bewerbung eingetroffen sei und wann die Kandidaten für ein Bewerbungsgespräch vorraussichtlich eingeladen werden.
(Wenns eine Stellenausschreibung gab.)
Wenn es eine Initiativbewerbung war, dann sind 2 Wochen noch zu früh um nachzufragen (meine Meinung).
Da solltest du denen schon 4 Wochen Zeit geben, es sei denn es handelt sich um einen Minijob oder Ferienjob oder so.

Grüße vom:
Jokener

P.S.: Mein Vater hat eine Firma und ich kenne beide Seiten.
Wenn wir eine Bewerbung bekommen, dann geht normalerweise ein Standardschreiben raus, in dem man für die Bewerbung dankt und in X Wochen eine Antwort übersendet.
Plus eine Phrase, dass dieses Schreiben an alle Bewerber rausgeht und nichts positives ODER negatives ist.
 
Wenn du den Personaler an der Strippe hast, solltest du dich und dein Anliegen nur ganz kurz vorstellen und erst mal Fragen, ob dein Gegenüber Zeit für sowas hat ("Mein Name ist Grmbldmpf und habe eine Frage zu meiner Bewerbung, hätten Sie einen Augenblick Zeit für mich?"). So fällst du nicht mit der Tür ins Haus und ibst deinem Gesprächspartner die Möglichkeit, dir einen besseren Termin für den Anruf zu nennen, wenn er viel zu tun hat.

Zwei Wochen sind allerdings wirklich etwas kurz, warte lieber noch 1-2, bis du da nachhakst (es sei denn, du hast ncihtmal eine Eingangsbestätigung erhalten, das wre ein Grund, auch eher anzurufen. Wobei ich das wahrscheinlich dennoch nicht tun würde, die Wahrscheinlichkeit dass sowas verloren geht, ist doch sehr gering).
 
Danke Jungs! :)

Also es waren 2x Initiativ und 2x Stellenausschreibung. Lediglich eine Firma (die ausgeschrieben hatte) hat sich gemeldet das meine Bewerbung eingegangen sei.
Ich habe gerade noch einmal in meinen Unterlagen geschaut. Alle 4 Bewerbungen ging zeitgleich am 17.09. raus - also vor 2,5 Wochen.
 
Und was für eine Jobkategorie?
Also irgendwas wo es viel Euros gibt, durchschnittlich viel, ...?
Wie groß waren die Firmen?
Davon hängt sowas immer ab, wie man sich verhalten sollte.
Im schlimmsten Fall gibts halt eine Absage, aber man möchte den Job ja eigentlich haben (bzw hinterher die Auswahl aus mehreren).

4 Bewerbungen sind aber auch nicht gerade viel, wenn man keinen bombastischen Lebenslauf hat.
Kommt natürlich auch drauf an, ob man schon arbeitet und den Arbeitgeber "ohne Druck" wechseln möchte oder ob man arbeitslos ist oder der aktuelle Vertrag am Tag X ausläuft.
Wenn man auf einem "sicheren" Job sitzt, dann kann man auch 4 Bewerbungen schreiben und 4 Absagen überleben, logisch...

Grüße vom:
Jokener

P.S.: Du musst ja wirklich nicht schreiben, bei welchen Firmen du dich beworben hast.
Aber um es etwas einzuschätzen braucht man schon mehr Infos...
 
2 Wochen Wartezeit sind noch nicht wirklich lang, das kann bei größeren Firmen oder gar im öffentlichen Dienst auch mal n paar Monate dauern.
 
Alsoooo da ich in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis bin, habe ich natürlich nicht den Druck jetzt und sofort was Neues haben zu müssen. 4 Bewerbungen sind nicht viel ich weis - ich schreibe jedoch in unregelmäßigen Abständen eine bestimmte Anzahl an Bewerbungen. ;)

Jobkategorie wäre: kfm-Angestellter.
Die Größe der Firmen ist relativ groß. (2 große Privatfirmen -platinenhersteller und einmal Werkstatt-Gerätehersteller , 1 kleine Firma mit ca 7 Leuten und 1x Rundfunkanstalt - die haben sich sofort gemeldet :) )

Tja ..ich wüsste jetzt nicht was ich noch schreiben könnte *g* ...wenn noch mehr Infos von nöten sind ?

Mein ganz großer Nachteil ist allerdings das ich mittlerweile eine 2 monatige Kündigungsfrist habe! In Stellenausschreibungen ist idR ein sofortiger Eintrittstermin von nöten oder max in 1 Monat. -.-
Das macht die ganze Sache einen neuen Job zu finden erheblich schwieriger.

lufkin schrieb:
2 Wochen Wartezeit sind noch nicht wirklich lang, das kann bei größeren Firmen oder gar im öffentlichen Dienst auch mal n paar Monate dauern.

wie gesagt: 2 Firmen haben ja expliziet ausgeschrieben zum Datum X ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
...und ganz toll ist - wie bei mir geschehen - wenn sie sich gar nicht mehr melden. Kam aber nur bei einer Stelle vor.

Find ehrlich gesagt aber eine ziemliche Frechheit!
 
Bei den genannten Firmen würde ich vier Wochen warten.

Wenn man will, dann kann man auch jemanden anrufen lassen, der sich gar nicht beworben hat.
Wenn der nach den Fristen und Zeitrahmen fragt, dann bekommt der die Info i.d.R. auch.
Und dann steht nachher keiner dumm da.
Bei einer kleinen Firma mit 7 Angestellten werden sich aber wohl nicht so viele Leute bewerben, dass die die Überblick verlieren.
Und wenn du bisher der einzige warst, dann hast du erfolgreich die Aussicht aufs Bewerbungsgespräch ruiniert...

Muss man halt wissen.
Aber 4 Wochen würde ich mir schon lassen und dann nach einer unverbindlichen Einschätzung fragen.

Grüße vom:
Jokener
 
alles klar, vielen Dank! ;)

Hab mein Post oben nochmal editiert:

Mein ganz großer Nachteil ist allerdings das ich mittlerweile eine 2 monatige Kündigungsfrist habe! In Stellenausschreibungen ist idR ein sofortiger Eintrittstermin von nöten oder max in 1 Monat. -.-
Das macht die ganze Sache einen neuen Job zu finden erheblich schwieriger.
 
Wenn die dich tatsächlich wollen, dann lassen die dir auch noch die Zeit, die du brauchst.
Außerdem: Hast du noch offene Urlaubsansprüche?
Wenn dein aktueller Chef kein Problem damit hat, dann kann man die meistens für die Zeit vor dem eigentlichen Austritt aus der Firma nehmen.
Wer also noch vier Wochen Urlaub hat, der kann effektiv innerhalb von vier Wochen kündigen...

Grüße vom:
Jokener

P.S.: Die Firmen wissen schon, dass nur ein Arbeitssuchender "sofort" anfangen kann.
Wer sich von so einer Phrase abhalten lässt ist i.a.R. sowieso nicht richtig für den Job :D
 
oder ich müsste unbezahlten Urlaub nehmen - als alternative.

Gut dann werde ich noch bis Anfang KW 42 warten (Dann wäre 4 Wochen rum).

Danke noch einmal für eine ausführlichen Antworten!
 
Mein ganz großer Nachteil ist allerdings das ich mittlerweile eine 2 monatige Kündigungsfrist habe!

*lol*

Ich habe 4 Monate zum Quartalsende! DAS ist lang. Aber doch nicht deine 2 Monate!

Falls die Firma tatsächlich an dir interessiert ist, dann sind die 2 Monate das kleinste Problem! ;)

Ansonsten mal nach "Augehbungsvertrag" schauen. Würde ich aber bei 2 Moanten def. nicht machen.
 
§ 622 BGB

Darin steht sinngemäß: Die gesetzliche Kündigungsfrist für den Arbeitnehmer beträgt vier Wochen zum 15. oder zum Monatsende.
(Also im Endeffekt ca. 8 Wochen. Die vier Wochen zwischen einem 15./Monatsende zum nächsten und die vier Wochen Vorlauf, vor dem einen Monat...)

Es gibt diverse Ausnahmen, mit der die Kündigungsfrist niedriger sein kann.
In der Firma einer Bekannten sind es drei Tage zum Monatsende, also effektiv nur 5 Wochen.
(Das ist wohl nur bei unter 20 (???) Mitarbeitern erlaubt und MUSS explizit im Arbeitsvertrag stehen.)

Ich wüsste jedenfalls nicht, was eine so lange Kündigungsfrist für den ArbeitNEHMER rechtfertigen sollte (also welches Gesetz).

Der Arbeitgeber ist bei einer ordentlichen (!!!) Kündigung sowieso immer am Arsch.
Einem Mitarbeiter mit 10 Jahren Betriebszugehörigkeit zu kündigen sind dann gerne mal 6 Monate Frist...
Und der Mitarbeiter ist dann auch TOP motiviert und verbringt nicht 90% seiner Zeit mit der Jobsuche...

Naja... egal...

Grüße vom:
Jokener
 
Omg, ist das dein Ernst? So viel Unsinn, dabei steht in dem von dir zitierten Paragrafen doch alles drin.

Wie wärs, wenn du das nächste Mal auch liest, was du zitierst?
 
Prinzipiell gibt es an der Anleitung nichts auszusetzen.
Aber jemand er es schlichtweg "nicht kann", der wird auch damit keine gut formulierte Bewerbung hinbekommen.
Man sollte sich auf jeden Fall mit Bekannten/Verwandten hinsetzen und Kritik annehmen.
Oft hilft es auch, wenn man das Schreiben von jemand anderem komplett umformulieren lässt (die Person muss dich gut kennen).
Da findet man häufig Sätze, Zusammenhänge oder Informationen, die man selber zwar kennt aber auf die man nicht kommt.

Schlussendlich gibt es professionelle Bewerbungstrainings.
Dort bin ich zwar noch nicht selbst gewesen (Student, für Ferienjobs/Zeitarbeit/Praktika brauchte ich keine professionelle Bewerbungshilfe)...
Trotzdem sollen die TEILWEISE sehr gut sein.
Auch bei diesen Trainings gibt es aber schwarze Schafe, bei denen man Inhalte vermittelt bekommt, die viele als "falsch" einstufen würden.
Bei mir in der Nähe gabs mal eine Messe für Abiturienten mit IHK, großen Firmen und kleinen Betrieben, Bundeswehr und Co...
Unter anderem auch jemand der Bewerbungstrainings macht und als "Kostprobe" kostenlos Bewerbungsschreiben "korrigiert" oder "verbessert" hat.
Seine Fassung meiner Bewerbung fand bisher noch NIEMAND besser als meine eigene, die ich mit Hilfe von Mutter/Vater/Bekannten geschrieben habe.
Die Phrasen waren zwar nicht starr und aus der Retorte (er hat sich schon Mühe gegeben und was individuelles geschrieben), trotzdem wirkte das Schreiben nicht elegant oder richtig schlüssig.
Wenn man es gelesen hat, dann hat es nicht "klick" gemacht.

-> Wie immer muss man aufpassen nicht für schlechten Service viel zu zahlen.


Bei Initiativ-Bewerbungen muss man als Person gut ankommen.
Wenn es keine offene Stelle gibt, dann musst du dich so präsentieren, dass die DICH wollen.
Nicht den nächsten, nicht einen Menschen aus der Fußgängerzone... Dich.
Und das muss man schaffen ohne zu lügen oder zu übertreiben.
Denn erstens wird dann was falsches von dir erwartet, zweitens macht man sowas einfach nicht und drittens musst du davon ausgehen, dass die das sofort merken.
Aber wenn du bei einer Firma für die Wiederverwertung von Altkleidern anfängst, dann musst du deren Fragen im Voraus kennen.
Da ist es dann extrem wichtig, dass du auf die Frage "können sie mit den Geschäftspraktiken und dem feilschen umgehen?" sofort antwortest, dass du vorher Gebrauchtwagenverkäufer warst und du da auch klargekommen bist...
Vorbereitung und Ehrlichkeit sind unersetzbar.

Grüße vom:
Jokener
 
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