Wie NAS vor datenverlust sichern ?

G

Garnele

Gast
Hallo

Ich habe mir heute ein Synology DS215j mit 2x1TB WD Red gekauft. Diese will ich im RAID1 laufen lassen.

Da das aber keine sicherheit ist, wollte ich noch zusätzlich eine USB externe Festplatte kaufen und darauf das NAS absichern.

Jetzt meine Frage:
1) Ist das sinnvoll ?
2) die usb festplatte würde ja ganze zeit laufen, geht das dann nicht von der lebenszeit ab ?

Ich würde mich sehr uber eure hilfe freuen!
 
1) jaumbedingt.
2) die Festplatte nur bei Bedarf einstecken sonst bist z.b. Nicht gegen Blitzschlag geschutzt. Außerdem gehen auch externe Platten bei nicht Benutzung in den Spindown.
 
1) ja!
2) nein würde sie nicht. denn du würdest die platte nur anschließen, wenn du ein backup macht. danach kommt sie in den feuerfesten safe. oder zumindest in den schrank in einem anderen raum;)
 
Genau das Selbe Problem habe ich auch aktuell. Ein Backup auf ein anderes Medium ist, bezogen auf Datensicherheit IMMER sinnvoll, wenn auch ggf. aufwendig.
Ich sehe da grundsätzlich nur einige wenige Möglichkeiten:

1. Die externe HDD muss in einem Gehäuse untergebracht sein, dessen Controller den Ruhemodus unterstüzt. Dann geht die externe HDD bei Nichtbenutzung in den Schlafmodus, parkt die Lese/Schreibköpfe und stellt den Motor ab --> keine Bewegung mehr, kein Verschleiß mehr.
Nachteil dieser Lösung ist natürlich, dass du Backup-Medium und Daten nicht mehr physisch trennst. Backup-Profis würden das bemängeln. Denn z.B. ein Stromschlag der ins NAS gelangt, könnte mit Pech auch via USB in die Backup-HDD gehen. Allerdings finde ich, diese Lösung trotzdem noch um Welten besser als gar nichts!

2. Man bastelt sich eine eine Lösung, die z.B. Script-Gesteuert vom NAS aus die externe HDD per schaltbarer Steckdose einschaltet und kurz danach das Backup-Script startet. Sowas hab ich mit meinem Homeserver und meinem Backup-Server (Eigenbau-NAS mit FreeNAS als OS) gebaut. Funzt recht gut, ist aber viel Handarbeit nötig und je nach Backup-Größe ziemlich teuer! (aber das gilt für viele Backup-Strategien, ist halt immer eine Abwägungssache)

3. nicht ganz ernstgemeinte, aber zweifelsohne machbare Lösung: zweites NAS kaufen und regelmäßig per Netzwerk spiegeln!
 
ich syncronisiere mein NAS einmal in der Woche mit dem PC wo eine externe HDD angeschlossen ist

die Erstsyncronisation hat gedauert aber jetzt geht das relativ schnell
 
Ich hab oft gelesen das manche sich ein zweites NAS als Backup für ihr NAS kaufen, aber das kommt bestimmt nicht in frage :D

Ich hab gedacht das so ein NAS das schon von sich aus verwalten kann ... festplatte automatisch anschalten, backup machen, auschalten.

Dann muss ich die backups wohl manuell machen.

Dann noch die andere Frage, welche externe festplatte könnt ihr empfehlen ?
 
Garnele schrieb:
...
Dann noch die andere Frage, welche externe festplatte könnt ihr empfehlen ?

da reicht eine WD oder Seagate mit 2TB locker aus
wenn du keinen externen Stromadapter willst kannst du die 2,5" Version nehmen
die sind genau so gut wie die großen mit 3,5"

Seagate Expansion Portable STBX2000401 Externe Festplatte 2TB
oder
WD My Passport Ultra externe Festplatte 2TB
 
Ich kann dieses externe Gehäuse empfehlen!

Ich habe es vor kurzem gekauft um meine Photosammlung auf meinem DS414 NAS regelmäßig zu sichern. Ich habe dieses Gehäuse bereits am HTPC meiner Mutter im Einsatz und weiß daher, dass der Energiesparmodus zuverlässig funktioniert. Den Einsatz am NAS werde ich demnächst mit einer Western Digital 3Tb Green erproben.
 
Ich halte die Lösung, die USB Platte direkt anzuschalten im Regelfall für sinnvoll. Dies aus folgenden Gründen:
1) das Backup ist automatisiert und findet bei mir dadurch jeden Tag statt.
2) es empfiehlt sich soundso eine USV mit Überspannungsschutz zu verwenden, einfach deshalb, da ein NAS je nach verwendeten Einstellungen (Journal) bei einem unverhofften Stromausfall auch mal nicht mehr hochfahren kann. Damit wird es kontrolliert niedergefahren. Und da kann man die USB Platte auch noch draufgeben.
3) Ein weitere HD mit einer weiteren manuellen Sicherung z.b. einmal im Monat an einem anderen Platz ist im Fall eines Einbruchs oder eines Brandes durchaus sinnvoll. Man kann da eine weitere USB Platte nehmen oder eine RAID Reservedisk mit einem Adapter. Damit hat man eine zusätzlich noch den Vorteil, beim Ausfall einer Platte gleich eine Reserve zur Verfügung hat.

Die Lösung mit einem 2. ten NAS kann auch tricky sein. Ich habe mein Altes eines anderen Herstellers dafür verwendet und hatte dann unterschiedliche UID und GID. Damit kannst zwar die Daten zurück spielen, aber leider nicht zugreifen, falls das Neue mal abraucht. Ist zwar kein Problem, das mit chown zu bereinigen, aber als Linux Dau muss man erst mal drauf kommen. 2 NAS des gleichen Typs in unterschiedliche sind natürlich optimal, aber wenig relevant in der privaten Praxis. Letztlich geht es halt darum, die Risiken zu reihen und dann nicht Eintrittswahrscheinlichkeit und Schaden abzuarbeiten.
 
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Garnele schrieb:
1) Ist das sinnvoll ?
2) die usb festplatte würde ja ganze zeit laufen, geht das dann nicht von der lebenszeit ab ?

Ja, das ist absolut zu empfehlen.

Und zweiteres hängt maßgeblich davon ab, welche Art von Backup Du einrichten willst. Willst Du ein kontinuierliches Backup - bspw. mit der Time Machine - machen, muss die Platte natürlich stets dran hängen. Aber auch dann schaltet die Synology die Platte nach x Minuten (Einstellbar) in den Standby. Sofern die Platte dies unterstützt, natürlich.
Wenn Du nur ein regelmäßiges (manuelles) Backup alle x Tage machen willst, stöpselst Du sie einfach wieder ab und packst sie in einen Schrank.

Ich würde zudem dringend empfehlen mindestens einen Überspannungsschutz (bspw. APC P1-GR) vor die NAS zu hängen, besser noch eine USV mit Überspannungsschutz. (bspw. APC Back UPS ES 700VA)
 
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