Wie "prestigeträchtige" Unternehmen finden?

thrillkill

Lieutenant
Registriert
Nov. 2004
Beiträge
762
Ich komme jetzt ins zweite Semester, würde dennoch gerne jetzt schon Praktika machen. (habe paar kleinere Zusatzqualifikationen)

Ob es mich persönlich weiter bringt oder nicht, ist wohl eher mit Glück verbunden, daher wollte ich mich darauf konzentrieren, dass der Name des UNs sich im Lebenslauf möglichst gut macht. Klar wären jetzt DAX notierte Unternehmen, bestenfalls noch im Ausland, die Erfolgsversprechendste Lösung aber a) da rein zu kommen ist es Grundsätzlich schwerer b) komme ich erst ins zweite Semester und c) habe ich nur einige (~4-6 Wochen) Zeit.
Daher muss ich mich mit etwas anderem begnügen um meinen Lebenslauf zu verbessern.

Wie sollte ich Unternehmen aussuchen, die sich gut im Lebenslauf machen? Nach was sollte ich da suchen? Bekanntheit? Größe? Worauf achten Personalmanager da?
 
Es werden regelmäßig die beliebtesten Unternehmen unter allen Absolventen oder bestimmten Absolventen veröffentlicht. Dann gibts noch die Unternehmen, mit den besten Praktikas (FairCompany), die besten Mittelständler usw.
Ich lese das regelmäßig in der Karriere, vielleicht gibts die Tabellen auch auf deren Seite - ich bin nämlich jetzt zu faul den einen Meter Zeitschriften durchzusuchen.

Mögliche Googlestichworte: Beliebteste Arbeitgeber, beliebteste Unternehmen Absolventen, teuerste Marken (Unternehmen mit bekannten Marken zahlen mehr und haben auch mehr Prestige).

4-6 Wochen kannst du bei solchen Unternehmen vergessen, gerade als nichtssagender Frischling vom Gym. Außer du hast ein hervorragendes Zeugnis oder kannst schon Referenzen vom Prof vorweisen. Personalchefs prägen sich am ehesten ein, wenn du dein Praktikum bei einem ihm bekannten Unternehmen abgeleistet hast. Die kriegen auch tausende Bewerbungsanfragen und können daher auch besser aussieben.
Ich empehle dir, es für so einen kleinen Zeitraum bei einem Mittelständer zu versuchen.
 
Ich studiere Sozialwissenschaften. Aber das sagt jetzt nicht viel mehr.

Das ganze ist wirtschaftlich ausgerichtet. Habe Fächer wie Wirtschafts- und Organisations -Psychologie/Soziologie. Dazu BWL, Statistik, ein wenig Politik...

Mich interessieren Dinge wie Personal,- führung,-entwicklung,-weiterbildung oder auch PR oder beratende Funktionen in Unternehmen.

Branchentechnisch bin ich also sehr frei (eine Personalabteilung gibt es praktisch überall) außer ich gehe natürlich direkt in eine Branche, die das zu ihrem Handwerk hat.
 
wenns um Personalberatung/Unternehmensberatung geht fallen mir abrupt die ganz Großen ein wie McKinsey, Roland Berger, Kienbaum und Boston Consulting...da als Praktikant reinzukommen ist allerdings ein Ding der Unmöglichkeit...am besten du erkundigst Dich mal bei deinen Profs i.d.R. können die Dir namhafte Adressen nennen bzw. einen Fingerzeig geben wo Dus in deiner Umgebung versuchen kannst ;)
 
bevor ihr sinnlos durch die gegend googelt:

luenendonk_de listet beratende Unternehmen auf.

"great place to work" macht regelmässig untersuchungen, wie zufrieden mitarbeiter mit ihrem unternehmen sind.

richte dich auf eine mindestdauer von 6 monaten ein. alles andere ist im beratungsbereich nicht wirklich interessant.
 
Das ist leider das Problem. Das sind keine Pflichtpraktika, die ich da absolvieren will, sondern etwas das ich freiwillig während der Semesterferien machen will um bei zukünftigen Bewerbungen hervor zu stechen. Leider sind das nur knapp 4-6 Wochen.
Ein wenig unterscheide ich mich schon vom durchschnitts Frischling an einer Uni (Auslandserfahrung, soziales Engagement (FSJ), berufsrelevante Praktika, Sprachkentnisse).

Ist nicht viel aber aus dem Grund will ich auch mehr machen.
 
hmm ich bin jetzt auch schon seit einigen Wochen / Monaten erfolglos auf Jobsuche und stelle mir so langsam die Frage, ob ich nicht doch noch ein Praktikum für den Berufseinstieg machen sollte.

Danke für die Hinweise mit den Homepages - es ist nämlich gar nicht so einfach, einen "sinnvollen" potentiellen Arbeitgeber zu finden.

Problematisch ist vielleicht auch, dass viele Unternehmen Praktika eigentlich nur ungern an Absolventen, wie ich es einer bin (Dipl-Inf. (univ.)), vergeben, weil sie mit Studenten im Rahmen von Pflichtpraktika Geld sparen können.


Was haltet ihr von Praktika/um nach dem Studium?
 
Was haltet ihr von Praktika/um nach dem Studium?
NACH dem Studium?
Nein, das würde mir nie im Leben einfallen. Wenn ich mein Studium fertig habe, fange ich zu arbeiten an. Was soll auch ein Praktikum bringen?
Glaubt ihr euer zukünftiger Personalchef legt so eine hohe Gewichtung auf ein zusätzliches 4 oder 6 Wochen Praktikum? :freak:
 
was du brauchst ist:

Vitamin B(eziehungen)
Vitamin C(harma)
Vitamin D(usel)

Dann finden sich die unternehmen von allein :)
 
Austrahlung und Pfeffer im Arsch, dann kannst du es überall schaffen. Ein guter Lebenslauf ist auch sehr wichtig.

Noten haben nur noch eine Bedeutung von ca. 10%. Zum Vergleich früher einmal ca. 60-80% !!! Das ist durch viele Studien belegt worden. Meine persönlichen Erfahrungen decken das auch ab.

An die guten Stellen kommt man am Einfachsten mit Vitamin B. Ansonsten mit Glück und harter Arbeit.
 
Ja, Vitamin B... leider habe ich es verpasst, im Studium bereits Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern zu knüpfen und auch meine Nebensjobs waren nicht unbedingt ideal, was studiennähe anbelangt (ging dort eher in Richtung Administration Windows/Linux/Netzwerk an einer öffentlichen Bildungseinrichtung).

Und da es schwer ist, ohne Kontakte oder "Networking" in ein Unternehmen reinzukommen, dachte ich, man könnte über Praktika vielleicht Leute kennen lernen, um die Tür in die Arbeitswelt zu öffnen. Dafür wäre ich auch bereit, erstmal fast kostenlos zu arbeiten.

Weiterhin kann ein Praktikum auch zur Einarbeitung dienen.

Der Arbeitsmarkt ist offenbar zur Zeit nicht wirklich ideal - auf die wenigen, veröffentlichten Stellenangebote bewerben sich inzwischen sehr viele auch sehr gut qualifizierte Leute.
 
h@mster schrieb:
Noten haben nur noch eine Bedeutung von ca. 10%. Zum Vergleich früher einmal ca. 60-80% !!! Das ist durch viele Studien belegt worden.
Zeig mir eine.
Du glaubst doch wohl nicht ernsthaft, dass du als 3er Kandidat fast die gleichen Chancen hast wie ein Absolvent mit einem 1,x Schnitt?
Bei einem Großen Unternehmen bist du schon beim ersten Aussieben draußen.

Die Bedeutung von Noten ist gesunken, Ja und auch interessiert es keine Sau ob 2,3 oder 2,0 aber Noten so eine geringe Bedeutung zuzuschreiben ist falsch.
 
thrillkill schrieb:
Zeig mir eine.
Du glaubst doch wohl nicht ernsthaft, dass du als 3er Kandidat fast die gleichen Chancen hast wie ein Absolvent mit einem 1,x Schnitt?

Das habe ich nicht behauptet, aber du hast gute Chancen dich gegen den 1,x Kandidat durchzusetzen!

ich hatte ein 3,3 Vordiplom als ich mich zum Praktikum beworben habe und viele haben gesagt, damit bekomm ich keine gute Stelle. Ich konnte mir die Stellen aussuchen! (auch bei BMW, Audi, Bosch etc.)

Ein Kumpel von mir mit 1,7 hat keine einzige Stelle bekommen. Nach dem Vorstellungsgespräch war immer schluss. :freak:

Das natürlich ein Diplom mit 3,7 ein Hindernis ist, da sind wir uns einig.

Im Mittelfeld allerdings wiegen Noten so gut wie gar nicht mehr! und das ist auch gut so! :)

Ich kann den Artikel gerade nicht mehr finden, aber es wurden damals 500 Arbeitgeber befragt und die Noten waren extrem weit hinten.
 
Meine Noten im Diplom sind soweit ganz gut (~ 1.8 auf dem Abschlußzeugnis ---- wobei das Nebenfach mit 3.7 (ja ich war an dem Tag der Prüfung völlig im Eimer) etwas runtergezogen hat) - Abitur war aber nicht wirklich rosig (3.5) und mir ist meine Faulheit von damals schon etwas peinlich. ;-)

Man findet halt kaum interessante Stellenangebote als Entwickler - oder man kann nicht alle in den Stellenausschreibungen genannten Punkte / Kriterien / Qualifikationen zufriedenstellend abdecken.

Ich versuche zur Zeit beides, mich für Praktika anzubieten und gleichzeitig Bewerbungen rauszuschicken. Allerdings habe ich festgestellt, dass viele Unternehmen Praktika lieber an Studenten vergeben. Weiterhin versuche ich es im öffentlichen Dienst (E10 bis E13 Stellen), wo ich aber festgestellt habe, dass die meisten besseren (E13) Stellen bereits längst intern vergeben sind, aber dennoch öffentlich ausgeschrieben werden müssen.
 
Bei einem Großen Unternehmen bist du schon beim ersten Aussieben draußen.
Bei einem Assessment Center interessiert sich keine Sau für die Noten.;)
In diesem härtesten aller Auswahlverfahren haben alle eingeladenen Kandidaten die gleichen Chancen.

Es ist gut möglich, dass es hier eklatante Unterschiede zwischen Österreich und Deutschland gibt, aber das glaube ich nun doch nicht.
 
Diese «Assessment Center» halte ich für Tierquälerei - zwar habe ich selbst noch nicht in den Genuß kommen können, bei solch einer Veranstaltung teilnehmen zu dürfen; was man allerdings hört und unter welchen Bedingungen etwas über die große Menge an Bewerbern / Teilnehmern herausgefunden werden muss, um 99% der Leute auszusieben (denn nur einer kann den Job bekommen), halte ich nicht für erstrebenswert bzw. muss man nicht auch noch gutheißen.


Meiner Meinung nach sind ACs reiner Selbstzweck - weil eine ganze Industrie von Beratern und Coaches davon lebt, Bewerben vermeintliche Tipps zu geben, wie man sich am besten durch eine AC-Veranstaltung durchmogeln kann. Das tolle daran: ab einem gewissen Prozentsatz an Teilnehmern, die auf diese Hilfsmittel zurückgreifen, wird quasi der Rest ebenfalls zum Nachziehen motiviert, weil sonst eine Benachteiligung gegenüber den "Vorbereiteten" besteht. Diese "Vorbereiteten" müssen hierbei nicht unbedingt die idealen Kandidaten für einen Job sein - nein, sie haben sich nur auf das Auswahlverfahren eingestellt, um diese Hürde zu meistern. Hier zeichnet sich also, meiner Meinung nach jedenfalls, die gleiche Entwicklung wie bei den bereits seit Jahren bekannten Bewerbungsratgebern ab.
 
Mit einem Unterschied: Auf ein AC kann man sich vorbereiten, wird aber niemals so gut sein, wie jemand der wirklich dafür geeignet ist.

Aber bei einem gebe ich dir Recht, diese Dinger sind KNÜPPEL hart, hab auch schon eines mitgemacht. Das von Führungskräften soll nocheinmal viel härter sein.
 
Mit einem Unterschied: Auf ein AC kann man sich vorbereiten, wird aber niemals so gut sein, wie jemand der wirklich dafür geeignet ist.

Aber bei einem gebe ich dir Recht, diese Dinger sind KNÜPPEL hart, hab auch schon eines mitgemacht. Das von Führungskräften soll nocheinmal viel härter sein.


Assessment Center werde ich nie besuchen, entweder ich werde eingestellt mit den Argumenten und dem Know How was ich besitze oder Pech gehabt.

Die Zeiten sind heiter bis wolkig, und es geht immer um Personalkosteneinsparung, d.h. viel Arbeit die dann in vielen Fällen mit der Kündigung endet, wobei die Leistung nicht zählt sondern oft nur der €.

Das beste aber ist man ist erst einmal in einem festen Arbeitsverhältnis damit man was vorlegen kann, das wird man dem Gegenüber dann auch viel selbstbewußter verkaufen können.

Praktikas sind schön, davon habe ich die letzten 15 Jahre genug gemacht, das interessiert niemanden, vieleicht siehts aber in diesem Fall anders aus, wenn man hoch hinaus will :D

Bist du ein paar Jahre im Job hast du die besten Chancen, eine Arbeitskollegin ist in den öffentlichen Dienst und hat nen 1000er mehr und zig Zuzahlungen, basierend auf 10 jähriger Berufserfahrung und Vitamin D (Dusel) und (S) (Symphatie) ;)
 
Zurück
Oben